Zitat von »Lite-MB«
"wenn wir das realistisch betrachten, ein E-Set, das 3 Jahre hinter sich hat, ist steinalt - unverkäuflich."
Das würde ich so nicht bestätigen wollen, da die Technologie sich ja nicht bahnbrechend verändert hat. E-Drums haben einen eher besseren Wiederverkaufswert.
Kann ich so unterschreiben. Hab vor kurzem mein TD9 für einen angemessenen verkauft, das bis dato auch seine fünf Jahre auf dem Buckel hatte und auch sonst verkaufen sich ältere E-Drums (vorausgesetzt einer großen Marke) relativ gut.
Zum Thema: Kann es sein, dass du (lieber Threadstarter) selbst die Ansprüche vielleicht etwas hoch gelegt hast als du das doch relativ teure Set direkt am Anfang gekauft hast? Meine Schüler besitzen nach den ersten Stunden allenfalls Ohrenschutz, eigene Sticks und ein Übungspad mit Metronom - das richtige Schlagzeug kommt dann erst nach ein paar Monaten (+/-), je nachdem wie schnell sich abzeichnet ob wirklich dauerhaftes Interesse besteht. Und auch dann spielt sich das preislich alles deutlich unter einem vierstelligen Betrag ab und wird meistens gebraucht gekauft.
Aber direkt (?) ein sau teures E-Schlagzeug hinstellen baut irgendwo ja auch automatisch eine gewisse Ewartungshaltung auf.
Und daraus resultiert schlimmstenfalls Druck und Stress für das Kind (frei nach dem Motto "spiel gefälligst, sonst war das Ding umsonst").
Und genau das will man doch eigentlich nicht - ein Instrument zu lernen soll optimalerweise doch vom Schulalltag ablenken und dazu dienen, mal ein bisschen den Kopf freizubekommen und den ganzen sonstigen Stress abzubauen.
Klar muss man hin und wieder auch üben um langfristig effektiv besser zu werden, aber ich glaube aus einem Hobby (und nichts anderes sollte es bei einem Kind sein, das ja scheinbar zig andere intensive Beschäftigungen neben der Schule hat) eine Competition machen zu wollen wird sich im Endeffekt nur kontraproduktiv auswirken.
Ich hab auch einen Fall bei dem der Schüler (etwas jünger) nicht so wirklich übt. Er hat Spaß am Unterricht, wir kommen super gut klar und er macht langsam, aber stetig Fortschritte.
Jedenfalls scheint das auf die Eltern nicht so zu wirken und auch hier wurde jetzt angedroht das Set zu verkaufen, sollte es so bleiben.
Hat der Schüler seitdem einen deutlichen Leistungssprung gemacht? Nö.
Stattdessen hat er (und ich gewissermaßen auch) jede Stunde eine gewisse Drucksituation und ständig im Hinterkopf, jetzt irgendwie liefern zu müssen.
Klar wird auf die Art und Weise irgendwann die Lust am Spielen vergehen und mit Sicherheit wird auch die Konzentration darunter leiden.
Ich würde ebenfalls empfehlen, von einer "Prüfung" oder irgendwas in der Art abzusehen!
Was man tun könnte wäre natürlich einfach mal für eine Stunde einen anderen Lehrer zu nehmen.
Jeder Lehrer hat doch irgendwo auch andere Ansätze und Prioritäten und eventuell fällt ja die ein oder andere Kleinigkeit auf, die man ergänzen könnte oder eben er bestätigt Euren Lehrer insofern dass alles soweit läuft.
Ansonsten ist meiner Meinung nach auch eine Band die beste Lösung. Mit 12 vielleicht noch etwas schwer zu finden aber vielleicht ergibt sich ja etwas wenn man ein bisschen im Bekannten-/Freundeskreis fragt.
Eventuell gibt's in seiner Schule ja eine Musik-AG? Ich hatte das Glück einen super cool Musiklehrer an der Schule gehabt zu haben, der Schülerbands zusammengestellt und gecoacht hat.
Mit Gleichaltrigen zu spielen und zusammen etwas aufzubauen ist auf alle Fälle nochmal eine ganz andere Motivation als alleine vor sich hin zu klöppeln.
Sollten alle Stricke reißen kannst du ja immer noch den Unterricht kündigen und das Schlagzeug behalten und dem Sohn zumindest die freie Wahl lassen sich dranzusetzen wenn er denn möchte.