Daran sieht aber mal wieder schön, wieviel Gewinnspanne in diesem Sektor möglich ist und das die arrivierten B20 produzierenden Beckenfirmen (Zildjian, Sabian, Meinl, Paiste...) "ihre" Becken (eingeschränkt, denn teilweise werden die ja auch in der Türkei gefertigt) viel zu teuer auf den Markt stellen - und trotzdem immer noch verkaufen können - das finde ich wiederum erstaunlich, angesichts der zahlreichen Konkurrenz aus der Türkei.
Das würde ich eben mit der unzureichenden Infrastruktur erklären wollen... die besitzen die kleinen Schmieden eben nicht. Kein großes Marketing, keine ausreichenden Budgets für überzeugende Promotion, ein kleiner Stand in Frankfurt ist für die einmal im Jahr wohl das Highlight. Ein großer Teil der Kunden kennt eben nur die großen Marken, weil die entsprechend Werbung machen können. Wenn ich das richtig weiß, haben die Dirils ja die Byzance Sachen für Meinl und die Twenty-Schüsseln für Paiste gebaut, bzw tun das nach wie vor, wenn ich mal die Preise anschaue, nachdem Meinl nochmal drübergewischt und sein Logo draufgepinselt hat, dann sieht man was Marketing, Werbung, Promo, Logistik und Status kosten sollen. Diesen großen Vorteil der Bekanntheit kann man in dieser Position einfach ungehindert ausspielen, was Preispolitik und eben auch Distribution angeht.
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Denen steht eher das Wasser bis zum Hals und die versuchen alle irgendwie zu überleben.
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Beckenschmiedekunst ist kein boomender Markt mit grossen Renditen.
Dafür sind die grossen etablierten Firmen viel zu Marktdominant und die Kunden zu Markentreu.
Genau das ist ja auch mein Denkansatz gewesen, der mich die Stirn runzeln lässt. Ich sagte ja auch nur dass ich vermute, dass die den Erfolg lediglich wittern, nicht dass er garantiert ist. So gesehen treibst sie also der Mut der Verzweiflung?
Wollte da eigentlich gar kein so großes Fass aufmachen ![]()