Beiträge von burned_destroyer

    Dann ist es auch gar nicht so leicht, die zum schwingen zu bringen, damit es wenigstens authentisch aussieht. :)

    Absolut richtig, darum habe ich beim letzten Video diese Übungs Lochbecken verwendet, die schwingen sogar noch mehr und es sieht kraftvoller aus. Allerdings ging das auch nur, weil die speziellen Lichtverhältnisse es zuließen das man nur einmal oder so kurz erkannte, dass da Schweizer Käse hing.


    lg

    Allerdings nur solange man 1:1 nachspielen möchte oder kann.

    Der Meinung bin ich nicht. Ich hatte auch nie Probleme damit über fertige Liedern mit den Original Drum Tracks zu spielen. Bin da m_trees Meinung, ich nehms aber auch nicht so genau mit 1:1 auswendig lernen. Auch beim Originaltrommler wird vermutlich viel spontan passiert sein (natürlich wirds Ausnahmen geben, aber bei der Musik die ich großteils höre glaube ich weniger), da ists mir wichtiger ich klinge im Fluss gut und passe das Fill auf das Setup und auf mich an, anstatt das Fill eins zu eins zu erzwingen und dadurch eventuell den Flow oder das Feeling zu verlieren.


    Ansonsten ist die App für viele sicher eine gute Sache.


    lg

    Eine inhaltliche Frage habe ich noch zu dem Interview: Was sind denn "Playback-Becken"? Also ich kanns mir vorstellen, da Anika Nilles sagt, die seien sehr schwer. Ein schweres Becken klingt doch tendenziell höher und ich könnte mir vorstellen, dass man beim Playback eher tiefer klingende Becken bevorzugt, weil die dann eher übertönt werden. :/ Wollt ihr vielleicht generell was zum Thema Playback machen? Ich hab mich schon oft gefragt, wie das z. B. in TV Shows funktioniert, dass man möglichst nichts vom Drummer hört. Oder tut man das im Studio schon (ich war noch nie bei einer Aufzeichnung)?

    Ich gehe davon aus, dass Timo das sicher besser aufklären wird, aber soweit ich weiß sind "Playback" Becken tote Becken, also so dick das es nur "Tock" macht, oder eben 2 gleich große Becken übereinander, mit Gaffa tot geklebt, etc. Habe ich bei früheren Videos auch öfter gemacht, gerade da wenn man den Song 20 mal spielen muss fallen alle die sich im Raum befinden die Ohren ab.


    lg

    Ja, bei den Gigs sind wir allein. Ansonsten ist es wie auf den meisten Bühnen - Umbauzeit ! Die benötigen auch die Tastler für ihre schweren Teile (Hammond) oder die Saitler ( diverse Amps und Pedalerie ). Daher habe ich geschaut möglichst leichte Trommeln zu bauen und das Rack, dann ist alles Ruckzuck zusammen. Stereokabel in die Stagebox und fertig.

    Alles klar, so macht das mehr Sinn. Wenn ich daran denke, dass wir meist eine Umbauzeit von 15-20 Minuten bekommen, geht sich das alles nicht aus zuerst das stehende A-Set bei dem die Kessel bereits mikrofoniert sind, abzubauen, ein E-Set auf die Bühne karren und das alles aufbauen, und dann muss der Tontechniker erst mal den Line Check machen.

    Dein Bezug auf Tasteninstrumentalisten oder Saitenzupfer: Tastenmenschen gibts bei uns nicht, und die Saiten Menschen haben das Instrument, Amp und ein Stimmgerät. Vielleicht noch einen Bodentreter um zwischen Zerre/Clean/Boost hin und her zu schalten. Das geht auch recht fix.


    lg

    Kann vielleicht bei Abnahme oder Aufnahme von Vorteil sein ,wenn nur eine Bassdrum blubbert.

    Oder der Bandname passte nicht auf eine Bassdrum drauf

    Tatsächlich verwenden das einige Bands live nur um der Optik willen. Ich würde da keinen Kompromiss machen, wenn ich zwei Eimer am Riser stehen habe, dann spiele ich auch beide. Wenn nur einer steht dann gibts eh keine Diskussion. Aber das finde ich an und für sich unnötig, wenn die großen Künstler damit aber die Roadies beschäftigen müssen solls mir auch Recht sein.

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    Soweit ich weiß waren die Tour Customs doch ausschließlich Ahorn Kessel, oder? Mit den guten Fellen scheint mir das ok.


    lg

    Mit normalen Modellen meinst du vermutlich einfach "2002 Crash", also ohne Zusatz wie Medium, Heavy, Power, Thin usw. ?

    Genau, bzw. auch das 20" Medium (habe ich weiter oben beschrieben).



    Was mir an dem Wild Crash halt sehr gut gefällt ist die robuste "Konstruktion", damit meine ich, wie es gehämmert und abgedreht ist. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass das zu sehr langer Haltbarkeit führt, selbst bei unvorsichtiger Spielweise. Die PST8 Rock Crashes, die ich derzeit spiele, sind nahezu identisch was das Gehämmerte und Abgedrehte angeht und die halten bei mir nun schon über 6 Jahre ohne Risse und haben zig Gigs und noch viel mehr Proben gesehen. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein und es ist Schlangenöl, oder meine Spielweise hat sich zum positiven verändert in den letzten 10 Jahren. Früher hab ich ständig Becken zerdeppert.

    Puh, da kann ich nicht viel dazu sagen, generell ist das Profil bei den Wild Crashes höher und die Bell ist größer. Ob flachere Becken schneller reißen? Keine Ahnung.


    lg

    Also wenns für alle von dir beschriebenen Subgenres passen soll, würde ich eher zu den normalen Modellen greifen. Die sind universeller, und können leise auch recht gut und sitzen weniger aufdringlich in den meisten Mixes. Die Wild Crashes brauchen schon etwas mehr um nach Crash zu klingen. Vielleicht kannst du mit dem Händler auch vereinbaren, dass du die Becken an deinem Set mal austestest? in Kombination mit den anderen? Dann siehst du auch obs vom Lautstärkeverhältnis dazu passt.


    lg

    Die Idee war jetzt, links ein reguläres 17/18" 2002er Crash (ein Thin Crash hat mir nach erstem hören etwas zu wenig Körper) aufzuhängen und rechts ein 18/19" 2002er Wild Crash. Zu letzterem habe ich mir einige Videos angeschaut und es klingt zunächst mal genau nach meinem Ding. Jetzt lese ich hier aber, dass es anscheinend relativ träge sein soll (vermutlich dann auch relativ dick), wie verhält sich das denn nun wirklich ?

    Also zum Durchcrashen würde ich mein 20" WIld Crash nicht nehmen, es ist relativ hoch gepitched und ja es ist etwas dicker. Ich verwende für genau das Szenario ganz gerne mein 19" Crash oder das 20" Medium. Je nach Akkordprogression auch gern im Wechsel. Das 20er legt einen schönen Teppich drüber, das 19er kommt da meiner Meinung ein wenig akzentuierter daher. Dennoch ist das Wild Crash ein super Crash Becken. ;) Ich würde tendenziell natürlich zu den größeren Modellen tendieren, oder einfach alle 4 nehmen. :D


    lg

    Also ich sage dazu, daß es auf Hard- u. Software ankommt. Bei einem stabilen und leistungsstarken System (z,B. M1-MBPro), gepaart mit User Know-How ist ein Crash quasi ausgechlossen.

    Da kommt die berufliche Abneigung zu Tage, demnach ich nicht bereit bin für ein Apple Produkt so viel mehr Kohle auszugeben, als für andere vergleichbare Hardware.


    Bei fettesten Konzerten gibt es fett Rechner-Action in vielen Bereichen. Die haben zwar 'n Backup-System, aber frag mal wie oft das schon übernehmen mußte. Die Antwort ist "sehr selten".

    Weißt du das denn sicher? Ich nicht, und ich vermute mal es wird schon einen Grund haben warum man immer Backup Rechner mit hat, selten aber ein Backup FoH Mischpult. Ich würde mich da nicht trauen eine Aussage zu tätigen.

    Und ich glaube kaum, daß bei anderen (kleineren oder Amateur-)Konzerte bei einem e-Drum-Rechner-Ausfall die Welt untergehen würde.

    Die Welt nicht, aber mein Gig wäre unfreiwillig beendet. Und gerade was meine IT Infrastruktur angeht arbeite ich gerne nach Murphy's Law. Was schief gehen kann geht schief. :P Zusätzlich würde der Umbau in den meisten Clubs viel zu lange dauern. ;)

    'Schuster bleib bei deinen Leisten' kann man natürlich machen, es bringt allerdings keine Innovation. Trau dich und lerne (ist da mein Motto), dann hast du die Chance technologiemäßig vorne zu sein. :)

    Da hast du prinzipiell recht, aber vielleicht will ich live eher durch timingfestes energiegeladenes Spiel mit den Bandkollegen überzeugen? Ich will nicht mit einer Hirnhälfte immer bei dem Laptop sein (muss ichwas tun, geht das jetzt, was is das jetzt), ich will da eher die Kapazitäten frei haben um auf Probleme von mir und anderen reagieren zu können. Bei Auftritten auf Nummer sicher zu gehen ist jetzt auch nichts ungewöhnliches, ich spiele ja auch nicht mit 100% meines Könnens, da müssen immer mindestens 20% Reserve sein. Für mich wäre ein Rechner auf dem das VST Instrument läuft live nur eine zusätzliche Fehlerquelle, die ich nicht haben will. Deshalb spielen wir live auch nicht mit In Ear Monitoring, zu viel Fehlerquellen, zu viel Umbau, zu stressig. 8o Sollten wir mal einen Tonmenschen mit haben und einen Roadie (wie wahrscheinlich ist das denn :D ) dann wäre das natürlich eine Überlegung.


    Aber das sprengt den Thread vermutlich, vielleicht wäre ein dedizierter Thread interessant, wie/ob/wann/warum man E-Drums live verwendet oder eben nicht. Falls es den schon gibt, pardon dann hab ich nichts gesagt.


    lg

    Ich verstehe einfach nicht warum das Thema immer so emotional behaftet wird?

    Klar gibt es E-Drum Lösungen die super klingen und der Bediener der limitierende Faktor ist. Allerdings ist es für die meisten von uns ein Hobby, und wenn ich mich an einer lauten Trommel oder einem lauten Becken wohler fühle, dann sind ja alle glücklich. Ich persönlich mag weder das Spielgefühl von Meshfellen noch den Gummi Beckenpads (Nein, ich habe die Flagschiffmodelle noch nicht alle gespielt, und kenne auch nicht alle). Klar kann man damit Musik machen, nur wenn ich mich auf einem Instrument inspirierter fühle welches die Luft bewegen lässt und ich ein direktes akustisches Feedback erhalte passt das doch.

    Wie immer ist alles eine Frage des Anwendungsfalles, ich würde mit keiner meiner Bands einen Gig mit E-Drums spielen. Würde ich einen Schlager Gig mit E-Drums spielen? Abgesehen davon das ich sowas nicht mehr spiele, ja das wär mir vermutlich völlig egal, auch wenn sichs eben nicht so gut anfühlt.


    lg

    Muss aber gestehen, dass ich den Pad nur kurz drauf hatte. Hydrauliks sind schon sehr robust, da war das Patch irgendwie überflüssig. Das Fell davor war auch ein doppellagiges. Nach 20 Jahren ohne zusätzlichem Beaterschutz schon nicht gerade kurzlebig. Das Fell habe ich allerdings wechseln müssen, weil mir die Innenfolie gerissen war. Fühlte sich beim spielen gut an-klang aber sehr bescheiden. Die Aüßere Folie war noch "ok".

    Daher wäre mal die Frage nötig. Ist das Patch wirklich für den Schutz da oder steht da eher der mehr an "Attack" im Vordergrund? Habe auch schon gesehen, dass die Schutz-Pads von innen verklebt wurden, um halt mehr Stabilität an der Aufschlagstelle zu bekommen.

    Klanglich wird sich jedenfalls etwas tun. In welchem Umfang muss man testen. Mir gefiel es nicht so.

    Es kommt natürlich aufs Fell an. Ich spiele sehr oft doch Hartplastik oder Holzbeater, wenn man da klassische Felle wie ein Powerstroke 3 oder so verwendet dauert es bei mir gar nicht mal so lang bis ich im Fell stehe und mich wundere warum mein Pedal nicht mehr zurückkommt. Generell würde ich sagen einfach einen Patch drauf, das hält dann noch länger, wenn man experimentieren will holt man sich ein neues Fell. Gerade am Anfang ists bezogen auf den Sound egal, da gewichte ich die Haltbarkeit stärker.


    lg