Beiträge von dani808

    Erleben ist das neue besitzen.

    Das ist richtig und wird seit einiger Zeit von verschiedenen Standpunkten aus so gesehen.

    „Wenn du schon kaufen musst/willst, dann kaufe keine Güter sondern Erlebnisse“. Der Ansatz scheint an sich nicht falsch. Doch er befasst sich nur mit Symptomen.

    Das Erlebnis, ein Ereignis welches uns „leben lässt“, nicht im biologischen aber im philosophischen Sinne, ist eine Pause vom Nicht-Leben, die wir uns gönnen insofern wir uns dies leisten können. Wir leben für einen Moment.


    Unsere Sehnsucht zu leben ist grösser als in den Generationen davor, bzw. sie wird weniger unterdrückt. Doch kaum jemand hat gelernt wie „leben“ geht. Wie auch, in einer auf Besitztum basierenden Gesellschaft?

    So bleibt es häufig beim konsumieren, um sich darüber zu definieren.

    Erlebnisse werden sich angeeignet um so als Besitztum den Status der Besitzenden zu festigen bzw. zu erhöhen. Das eigentliche Erlebnis rückt in den Hintergrund und die mit dem Erlebnis verbundene „Einkehr ins Leben“ findet nicht wirklich statt.


    Die dem obigen Zitat ursprünglich innewohnende Konsumkritik wurde längst vom „System“ vereinnahmt und der kommerziellen Verwertung zugeführt. So wie fast jede Subversion. Subkulturen, Graswurzelbewegungen, auch was in seinem Kern der dominierenden Verwertungslogik kritisch gegenübersteht, wird, sobald es seine Nische vergrössert und nicht in dieser verdorrt, aufgegriffen und benutzt um damit Geld zu verdienen.


    So können wir zwar auf die hohen Ticketpreise schimpfen und uns dem verweigern, es wird aber keine nachhaltige Änderung bewirken, da es nur oberflächlich bleibt.

    So lange wir unsere Lebensart nicht grundsätzlich überdenken, als Gesellschaft und Individuen, wird sich das auch nicht ändern.

    Alleine die Stadt München verspricht sich im Gegenzug daraus Einnahmen von über 500 Mio

    Na ob das Kalkül aufgeht? 😬😀

    Megakonzerte in München: Mit dem Schnäppchenticket zu Adele
    Die zehn Konzerte des britischen Superstars sind nicht ausverkauft. Deshalb gibt es jetzt Tickets für nur 35 Euro. Das verärgert manche Fans.
    taz.de

    Vermutlich sind einige Ticket-Reseller auch auf die Schnauze gefallen.

    Ja, eine unschöne Entwicklung.

    Aber in einer Welt in der der Profit über allem steht einfach nur konsequent. Zumal ja offensichtlich noch genug Menschen bereit und fähig sind, diese Preise zu zahlen. Warum sollte gerade dieses Potenzial brachliegen?

    Letztlich liegt es in der Verantwortung von uns Konsumenten das Angebot über die Nachfrage zu regulieren.

    Und wer jetzt denkt, dass ja andere fürs regulieren in Amt und Würde getreten sind, sei darauf hingewiesen, dass auch dort unsere Nachfrage zum entsprechenden Angebot führt.


    Aber da wir nunmal selbst im Angesicht der Katastrophe lieber darauf warten, dass jemand anderes den Anfang macht bevor wir uns selbst rühren, oder dies gleich kategorisch ausschliessen -„Das hab‘ ich mir verdient!!11!!“ -

    wird sich das auch nicht ändern.


    Engagiert euch!

    Sagt einer der darauf hofft, dass andere den Anfang machen. 🙂

    Gerne würde ich jetzt hier einen „Roman“ schreiben. Dafür fehlt mir allerdings gerade die Musse.

    Nur wenig ist irriger als das Motto „Haben ist besser als brauchen“.

    Zumindest auf den zweiten Blick. Und der geht viel tiefer und stellt im Prinzip die “Systemfrage“.

    Wir sind viel zuviel mit Haben beschäftigt und dabei haben wir das was wir wirklich brauchen, längst aus den Augen verloren.

    Oder macht es Kopf und Körper frei, nicht so viel zu haben - so wie der unbesorgte 11jährige, der endlich ein Drumset geschenkt bekommt, kein Geld für GAS hat und einfach drauf los spielt?

    Ja.

    …Vielleicht ist es halt doch keine systematische Benachteiligung, sondern einfach ein Hobby, das Frauen statistisch weniger anspricht. Vorsicht Klischee (!): die gehen vielleicht doch lieber reiten

    Eine grosse Rolle spielt dabei vielleicht auch geschlechtsspezifische Sozialisierung.

    Das Schlagzeug hat ja oft den Ruf (gerade bei nichtmusizierenden) ein Instrument zu sein, welches sehr laut ist und an dem man „mal richtig die Sau rauslassen“ kann.

    Eigenschaften die man Jungs viel eher zugesteht und auch erlaubt, wohingegen von Mädchen eher erwartet wird lieb, leise, gefällig, ja „damenhaft“ zu sein.

    Sicher ist das nicht mehr so stark ausgeprägt wie vor 50 Jahren, aber auch heute noch ein Thema.

    Ich denke, dass dies einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Auswahl eines Musikinstrumentes hat.

    Vielen Dank für die offene Antwort. Was du beschreibst, gibt es, keine Frage. Ich denke aber auch, dass dies nur ein Teil des bestehenden Spektrum ist und man dies nicht verallgemeinern kann und sollte.

    Ich erlebe es zum Bsp. sehr anders.

    z.B. auf welche Eigenschaften Frauen bei Partnern Wert legen.

    Welche das wären interessiert mich sehr.

    Allerdings denke ich auch, dass sich der Thread in eine Richtung entwickeln könnte wie wir sie hier eigentlich vermeiden wollen.

    Daher wäre es vielleicht sinnvoll solche pauschalisierenden und vor allem auch kontroversen Standpunkte gar nicht erst anzusprechen.

    Eine entsprechende Diskussion ist ja eher nicht gewollt und das ohne Reaktion so stehen zu lassen, finde ich auch nicht richtig (schweigen=zustimmen).

    🙂

    2021: Umsatzerlöse 11.313.654,05 Euro, Gewinn NACH Steuern 19.811,66 Euro (komplett lachhaft)

    Wieso lachhaft? Der Grossteil des Gewinns geht als was auch immer deklariert an den Mutterkonzern und wird in einer Steueroase versteuert.

    Da kaufe ich doch lieber woanders. Fragt sich nur wo? 🙂

    Die Anteile an der Matth. Hohner GmbH werden seit dem 22. Mai 2014 vollständig von der HS Investment Group Inc., Palm Grove House, Wickhams Cay, Road Town, Tortola, British Virgin Islands gehalten.

    Ich habe die Snare Weight Dämpfer in Benutzung und bin damit nur bedingt glücklich. Zum einen ist das Leder recht störrisch und braucht eine Weile bis die Teile ordentlich auf dem Fell liegen, wenn ich zwischendurch wechsle (Dämpfung aus/Dämpfung an), zum anderen sind die Magnete so stark, dass die Dämpfer auch mal ungewollt hochklappen.

    An Stick-Safer-Hoops sind die Teile nicht zu gebrauchen, weil die Klemme nicht richtig positioniert werden kann. Also das was MoM Jovi schrieb.

    trommla seine Lösung gefällt mir mehr.

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    einfach nur 🤗

    Hallo zusammen


    gerade las ich folgenden Arrikel in der taz:

    Wacken-Festival verkauft: Dann kostet die Wurst 8,40 Euro
    Das Metal-Festival gehört künftig einem Investor, der an Waffenproduktion beteiligt ist. Fans und Medien befürchten einen Ausverkauf.
    taz.de


    Ich selber habe keine Bezug dazu, bin aber doch neugierig wie Metal-Fans, insbesondere Wacken Festival Besuchende dazu stehen.

    Wie findet ihr das?

    Und an alle Konzertbesucher, unabhängig vom Genre, ist das etwas als gegeben hingenommen wird? So ist die Welt eben und fertig. Oder sind das Umstände denen man, in welcher Art und Weise auch immer, lieber entgegentreten möchte?

    Ist das überhaupt von Relevanz?


    Btw, existiert die vom Autor des Artikels genannte Kriegsaffinität?