Sein Drumming zusammen mit der rohen aber groovigen Rhythmusgitarre von Keith haben mich absolut gepackt, da war ich gerade mal 13 Jahre alt. Der deutlich ältere Gitarrist unserer damaligen Schülerband stand auf die Stones und hat mich infiziert. Als ich die Stones das erste Mal live gesehen habe und Charlie nicht hinter einer modernen Ballerburg, sondern einem kleinen, uralten 4 teiligen Gretsch Set saß, hat mich das erneut umgehauen. Understatement vom Feinsten. Und das von einem, der wahrscheinlich alle drum companies hätte kaufen können.
Keiner der Stones ist virtuoser Musiker, da sind Fehler, Temposchwankungen, Ecken und Kanten. Aber zusammen macht es plötzlich Klick, die Maschine stottert, aber nimmt Fahrt auf und rumpelrockt schließlich unverschämt dahin, dass es eine Freude ist. Das Unperfekte, Menschliche finde ich gerade so charmant. In den letzten Jahren vor seinem Tod hat sein Spiel aber doch viel des ursprünglichen Drive eingebüßt, leider auch das der anderen Stones. Der Höhepunkt war für mich um 1998 überschritten. RIP Charlie.