Beiträge von Hochi

    @ molle
    Diese beiden Alben sind ja vergleichsweise noch recht harmlos, geradezu beruhigend. :D
    Hör dir ruhig auch mal "In a silent way" von '69 (siehe Raketenfisch) an, dort wird z.B. elegant vorgeführt, wie man 18 Minuten lang ausschließlich Hi-Hat spielen kann - vollkommen frei von virtuosem Gefuddel und keine einzige Sekunde langweilig.
    Wenn dir das alles zu heftig ist, besorg dir den alten Klassiker "Kind of blue" ('59) oder - wenn's etwas moderner, glatter und groovebetonter klingen soll - "We want Miles" ('81). Jetzt wird's aber offtopic, denn diese Platten sind ja beide ohne Herrn Williams.


    Ich habe hier noch eine Scheibe mit dem Titel "The old bum's rush" ('72) von The Tony Williams Lifetime. Für meinen persönlichen Geschmack ist dieses Album etwas durchwachsen, was aber selbstverständlich nichts mit der musikalischen Qualität zu tun hat, sondern viel mehr mit der Tatsache, dass mir das penetrante Weibergejodel recht schnell auf die Nerven geht. Die Instrumentalnummern sind dafür aber großartig.

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    Hat übrigens nichts mit Herrn Cavalera zu tun, den kannte man zu dieser Zeit noch garnicht.


    Du warst noch nichtmal geboren, als man "Schizophrenia" hörte.

    Die Dixie-Serie war eigentlich eher im Einsteigerbereich angesiedelt, von einem richtigen Schätzchen kann also (zumindest was den Wert angeht) keine Rede sein. Aber wenn sie für dich super klingt, ist das doch prima. :)

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    Original von Livingdrummer
    Dazu sag ich nur RIMS!


    -> Dazu sag ich nur Schlauchboot!
    ---> Dazu sag ich nur Billardtisch!
    -----> Dazu sag ich nur Wurstsemmel!
    -------> Dazu sag ich nur: Thema verfehlt.



    hansemann:
    Bei eBay werden (leider recht selten & teuer) Hardware-Teile aus der Phonic/Lite/Signature-Ära angeboten. Immer Augen offenhalten, irgendwann kommt bestimmt mal wieder was. Wie gesagt, das Zeug wird leider fast ausschließlich zu Wucherpreisen angeboten, aber die Anbieter wissen halt leider oft, dass diese Einzelteile vergangener Epochen selten und begehrt sind.

    Das ist evtl. eine ganz individuelle Sache der Spielweise. Dies genau physikalisch zu erörtern ist wohl ein ziemlich großer Aufwand und im Grunde ja auch langweiliger Unfug. Man muss halt für sich selbst entscheiden, welches Holz einem mehr liegt. Manuel hat das jedenfalls schon richtig beschrieben. Bei mir gehen Maplesticks z.B. schneller kaputt als welche aus Hickory.

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    bis auf das Bubinga Innen- und Aussenfurnier sind die Kessel mit den Signature Kesseln identisch.


    Nicht ganz, die Signature Kessel sind noch etwas dicker (3 zusätzliche Holzlagen). Zudem sind die Phonic/Phonic Plus Trommeln etwas einfacher ausgestattet (keine unterlegten Böckchen, simplere Hardware etc.). Mir wurde außerdem mal erzählt, dass die Kesselgratungen beim Signature eher rundlich gehalten seien. Ich hatte vor ein paar Jahren ein Signature-Set, allerdings hab ich mir die Gratung damals nicht so genau angesehen, kann diese These also nicht bestätigen.
    (edit: neueste Diskussion darüber hier)

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    ob Lautstärke das wichtigste Kriterium zur Beurteilung einer Bassdrum ist?


    Selbstverständlich nicht, jedenfalls nicht generell.
    Ich bevorzuge flachere Bassdrums, da mir der Sound einfach besser gefällt, wenn kein penetrant drückender Basskick vorherrscht, sondern ein ausgewogener, voller, tonreicher Klang mit genügend Bauch. Und davon ab: ich finde, flachere BDs sehen einfach viel cooler aus.

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    am besten man kauft sich nen Klassiker, auch wenn sich die Hardware der neuen Sonormodelle in den letzten Jahren deutlich verbessert hat.


    Oh, das sehe ich nicht so. Ich möchte behaupten, dass die Sonor Hardware aus den 80ern und frühen 90ern mit zur stabilsten und hochwertigsten Sorte gehört, was jemals an Drum-Hardware hergestellt worden ist. Die heutigen Sonor China-Ständer können da längst nicht mithalten, das ist überhaupt kein Vergleich.


    EDIT: oder meintest du speziell die Verbesserung innerhalb der Fernost-Periode?

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    Ich hatte mal für mich so Preislisten gemacht und da kamen die Rudes höher als die 2002, sogar höher als die Sig.
    Mag so vor 1- 1halb jahren gewesen sein.


    Mag sein, dass das bei manchen Läden ab und zu etwas schwankt. Vor 20 Jahren waren die 2002er bei Drums Only sogar etwas teuerer, siehe hier.
    Generell waren 2002 und RUDE jedenfalls immer ungefähr gleich teuer.

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    Auch ich halte das MMX nicht für so schlecht wie es manchmal,auch hier im Forum dargestellt wird. Der größte Nachteil ist einfach das Alter.Das Konzept hat nunmal schon über 10 Jahre auf dem Buckel und mittlerweile hat sich der Markt weiterentwickelt


    Für mich ist das eine recht eindeutige Aussage, zumal du das Preis-/Leistungsverhältnis hinterher noch separat erwähntest.

    Hier wird über Trommeln diskutiert wie über Computer. Was heißt denn "nicht mehr zeitgemäß"?? Die Gretsch-Konstruktion, beispielsweise, (dünne Maplekessel ohne Verstärkungsringe und Gussreifen), die schon mehrere Jahrzehnte alt ist, wird heute immer noch von Tama kopiert (Starclassic Maple) - mit Erfolg.


    Das MMX hat sowohl Verstärkungsringe als auch Gussreifen, und genau diese Features sind quasi zuviel des Guten, jedenfalls nach Meinung einiger Leute, einschließlich mir. Gussreifen würgen minimal ab, machen den Sound aber ingesamt direkter und kräftiger. Kessel mit Verstärkungsringen besitzen ohnehin schon einen recht unausgewogenen Sustainverlauf, bringen hingegen eher einen bauchigen, hifi-mäßigen Attack. Dies, zusammen mit Gussreifen, will halt nicht so richtig funktionieren, da die Gussreifen ohnehin schon zu einem direkten, harten Attack verhelfen. MMX-Toms klingen dadurch recht leblos und platt, wirken im Anschlag einigermaßen fett, haben aber einen unschönen Sustainverlauf, und es ergibt sich auch kein tragender Raumklang. Übrigens auch bei DW ein ähnliches Problem (auch ohne Gussreifen), das ist halt typisch für Trommeln mit V-Ringen.

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    so ne 24*14 sieht schon aus wie ne Scheibe Fleischwurst


    Und ne 20x18 sieht aus wie ne Maulwurffalle.


    Das mit dem Attack ist eigentlich gar nicht so die Hauptsache, das hängt u.a. auch von der Befellung ab. Viel mehr ist es so, dass eine kurze Bass Drum mehr Bauch und Ton im Sound hat. Es ist im Prinzip wie bei den Toms (vgl. 13x13 vs. 13x9). Die lange Luftsäule verändert den Sound und macht ihn druckvoller, jedoch nicht unbedingt voluminöser oder fetter. Hier sollte man, wie schonmal erwähnt, nicht den typischen Rocksound mit dem typischen Metalsound verwechseln.


    Auch das Thema mikrofoniert/akustisch ist nur ein Bestandteil der Überlegung. Wenn das mikrofoniert alles keine Rolle spielen würde, hätten Leute wie Jon Theodore (Mars Volta) etc. auch nur ein 20/12/14-Kit auf der Bühne. Haben sie aber nicht, und das nicht nur aus optischen Gründen. Große Kessel klingen einfach anders, spielen sich anders, besitzen ein anderes Dynamikspektrum und einen anderen Tonumfang, klingen fetter und tiefer. Bekanntlich befindet man sich nicht automatisch im Studio, sobald ein Mikrofon an der Trommel steht. Im Studio werden ganz andere Maßstäbe gesetzt, da geht's weniger um das, was aus der Trommel rauskommt, sondern um das was in's Mikrofon hineingelangt. Hier wird ein 10x9 Tomsound zu einem ganz anderen Produkt verarbeitet. Aber selbst hier spielen Leute, die richtig fett klingen, oftmals ihr normales Live-Set. Ich glaube z.B. nicht, dass die Led Zep oder Nirvana Alben mit 20/12/14 eingetrommelt wurden.


    Was Ansprechverhalten/Speed angeht, ist das doch auch nur Gewohnheitssache. Ian Paice, Bonzo, Carl Palmer & Co. spiel(t)en mit 26" BD + Singlepedal so einige Trommler unter den Tisch, ähnliches gilt für Nicko McBrain (24x18) und einige andere Kameraden. Es ist dasselbe Prinzip wie bei der Behauptung, mit einem 2B Stock wäre man langsam. Schaut euch die Prügel von René Creemers, Gregg Bissonette, Tony Williams, Thomas Lang, Dave Lombardo oder Virgil Donati an. Spielen diese Typen langsam? Das aber nur am Rande... :)