Ich habe mir nur die ersten 3 Shows angesehen.
Von SUPERTRAMP gab es nach dem viel zu kurzen Ausschnitt von '77 dann erstmal ne 3/4 Stunde lang reine Hit-Radio-Soße, unterstrichen vom peinlichen Kasperletheater der ohnehin überflüssigen Live-Gastmusiker. Die letzten 25 Minuten machten aber gottseidank einiges wieder wett, als die erhabenen Töne von "Fool's overture", "School" und "Crime of the century" erklangen. Drummer Bob Siebenberg trommelte zurückhaltend, aber wie immer sehr musikalisch.
Bei JETHRO TULL ging es los mit einem kurzen Mitschnitt aus der "Songs from the Wood"-Tour. Die Kultbesetzung in Hochform... super! Und dann genau das Gegenteil - der Mitschnitt von 2002. So klingen Tull-Songs "zum Abschalten": null Atmosphäre, überproduziert, leblos, steril, überflüssig.
GENESIS startete mit einem Mitschnitt von 1980, also halbwegs passable Musik - überwältigende 3 Lieder lang. Und prompt wird umgeschalten ins Jahr 1986: Synthie-Pop-Schlagerparade in ihrer übelsten Form. Am besten decken wir hier den Mantel des Schweigens drüber.