Beiträge von Hochi

    Inzwischen gibt es bei jedem Hersteller inkl. der unzähligen türkischen Schmieden ein breites Angebot an jazzigen Rides auf dem Markt, und mittlerweile ist der Sound auch wieder richtig "in" im Vergleich zu beispielsweise den 80ern und 90ern, als man häufig noch mit den üblichen Paiste-3000-Pop-Rock-Allround-Becken in einer Jazzkapelle hantierte. Mir fällt aber auf, dass viele dieser Rides, die man mittlerweile so in Jazz-Kontexten hört, oftmals einen übertriebenen Hang zum "Trash" haben, damit meine ich eine relativ undefinierte, rauschende Klangwolke, die beinahe china-artige Frequenzgänge aufweist, mit wenig Ton und wenig Brillanz im Klang. Das kommt wahrscheinlich von dem seit einigen Jahren verstärken Bestreben, mit neuen Modellen den Sound alter Istanbul-K's reproduzieren zu wollen.


    Ich persönlich mag gerne einen Ride-Sound, der unaufdringlich, perlig, vielleicht auch etwas trocken klingt und sich in jedem Kontext, egal ob akustisches Jazz-Trio, Latin, Funk oder auch Rock/Pop musikalisch authentisch einfügt mit einer schönen Definition. Superdünne Wabbelbleche fallen da bei mir eindeutig raus, brutal schwere Prügel ebenso. Im Jazztrio spiele ich u.a. ein 20" Sabian HH Duo Ride. Das klingt jazzig-sanft oder auch funky-definiert, niemals zu aufdringlich, immer musikalisch und ziemlich "edel".


    Becken sollten meiner Meinung nach immer bis zu einem gewissen Punkt allroundfähig sein. Mit seltsamen Exoten, die nur in einem ganz bestimmten Kontext funktionieren, würde ich mich irgendwie eingeschränkt fühlen.

    Inwiefern lahmt?


    Der spielt mir zu sehr laid back und statisch. Die Backbeats rasten nicht schön ein. Snare und Hi-Hat bilden kein dynamisches Geflecht. Immer wieder wird die Hi-Hat geschlossen. Da kommt kein treibender Groove-Fluss zustande. Aber gerade sowas braucht eine Nummer wie "Yours is no disgrace" oder auch "Siberian Khatru" meiner Meinung nach. Ich hab vor einiger Zeit eine relativ neue Platte von seiner Earthworks-Kapelle gekauft, und da gefällt mir sein Getrommel erstmals richtig gut. Irgendwie ist er wohl eher der Fusion-Typ und war es wahrscheinlich auch schon immer. Jedenfalls kann ich die allgemeine Begeisterung für seine früheren Beiträge bei Yes, Crimso und Genesis nicht so richtig nachvollziehen.

    Im Prinzip waren das die Becken, die später als AA-Serie erschienen sind. Natürlich klingen die anders als die heutigen AA-Becken, aber das ist nach 25-30 Jahren grundsätzlich so, auch bei Zildjian, Paiste etc.

    Von Billigprodukten ist im Falle eines Hockers dringendst abzuraten.


    Ich hatte mal einen Magnum-Hocker aus dem Hause Musik Produktiv (Modell DS-3, mittlerweile nicht mehr erhältlich), welcher eine verblüffende Ähnlichkeit sowohl optisch als auch preislich mit dem verlinkten Fame-Hocker hatte. Abgesehen davon, dass die Schrauben nach einiger Zeit begannen sich selbständig zu lösen, brach nach ca. 2 Monaten das Hauptrohr durch. Da fiel mir erstmal nix mehr ein. Was für ein unfassbarer Schrott...

    Zitat

    (Designer=SQ2) Maple Lite


    Wo ich das gerade lese, an dieser Stelle generell ein kleiner Punkt zur Ergänzung am Rande, weil ich den Eindruck habe, dass das ganz gerne mal verwechselt wird:


    Das Designer "Maple Light" entspricht beim SQ2 etwa dem "Maple Medium"-Kessel bei den Toms sowie "Maple Heavy" bei den Bass Drums.
    So dünne Kessel wie das SQ2 "Maple Thin" (ohne Verstärkungsringe) gab es beim Designer gar nicht.