Beiträge von trommla

    Die Darstellung ist aber eher Sinnfrei oder falsch, da es auf einer Klaviatur keine 2 gleichen Töne nebeneinander gibt.

    Dachte ich mir auch, Doppelkopf auf der gleichen Linie hab ich ehrlich gesagt noch nie gesehen.

    ein beidhändiger snareschlag sein, aber kein flam, sondern mit beiden gleich laut und exakt gleichzeitig

    Macht in meinen Augen auch wenig Sinn, denn ein exakt gleichzeitiges Anschlagen der Snare mit beiden Sticks nimmt dem Snareschlag Punch, weil die Wellenlänge geteilt wird und dadurch der Grundton verloren geht. Auf deutsch: klingt sch****.

    ab mir für die Abnahme des geschlossenen Frontfells ein Grenzflächenmikrofon gekauft, das einfach nur davor gelegt wird.

    Da würde mich brennend interessieren, wie das tut. Dachte immer, dass die Grenzfläche nur in der BD wirklich sinnvoll ist, von außen hingegen eher als Raumanteil dazugemischt wird. Was für eine Charakteristik verwendest du da? Eher Halbniere, nehme ich an?

    Gott, ich erschrecke grad etwas vor uns selbst. Sind wir in unserem Optimierungs- und Normierungsbestreben wirklich schon so weit, dass wir über den besten Weg diskutieren müssen, wie man ein Loch in ein Stück dünnes Plastik schneidet? Dass man ein scharfes Schneidwerkzeug benötigt, kann mir schon mein 6jähriger Großneffe beantworten. Und dass man idealerweise eine Schablone nutzt, wenn man Wert auf perfekte Rundungen legt, wissen auch schon Vorschüler. Heute bieten sich CDs an, bis in die 80er verwendete man offensichtlich LPs.

    Aber eigentlich geht alles, was in Größe und Form passt, wie man an der Vielzahl guter Lösungen erkennt. Und wenn man kein Problem mit "Resonanzwölkchen" hat, kann man es ja mal frei Hand probieren. Glaub kaum, dass der Sound darunter spürbar leiden würde.

    Anders sieht es vielleicht aus, wenn man plant, gewerblich Löcher in Felle zu schneiden. Da sparen dann hochwertige Arbeitsmittel und optimierte Prozesse bares Geld.

    Kanone find ich übrigens gut. Könnten Ukrainische Soldaten in großer Stückzahl produzieren, während sie in Deutschland an Panzerhaubitzen ausgebildet werden.

    Da hast du absolut Recht. Der "Laie" macht sich häufig falsche Vorstellungen, ganz nach dem Motto "bassd scho", wie wir Bayern sagen. Das es eben oft nicht wirklich passt, erlebt jeder, der als Techniker oder Musiker regelmäßig auf Bühnen zu tun hat. Falls wir mal zusammenkämen, kannst du dich jedenfalls drauf verlassen, dass das Loch reicht. Ohne Lochverstärkung auch für's e901, denke ich ;)

    Durch ein 4“ Loch mit lustigem Plastikring drum passt z.B. ein Sennheiser e901 nicht.

    Ich weiß nicht, wie die Plastikringe geklebt werden (s.o.), aber durch mein 4" Loch ohne Ring hat bislang jedes Bassdrum-Mikro gepasst. Jetzt hätte ich beinahe geschrieben, egal an welchem Set, aber 4" sind natürlich immer 4" ;)

    Wobei ich tatsächlich noch kein e901 drin hatte, soweit ich mich erinnere. Die Produktinfos geben auch eine maximalbreite von 105 mm an, könntest also auch bei mir scheitern.

    Aber ein guter Tonmensch hat ja immer auch noch Alternativen zur Grenzfläche dabei. Oder was machst du, wenn ein Drummer ganz ohne Loch daher kommt? Ihm das Messer auf die Brust setzen, welches er bitte gefälligst zum ausschneiden eines mindestens 5" großen Loches verwenden möge?

    Mir reichen i.d.R. auch 4". Passt für Mikros und zum Einbringen von Dämpfung (so lange es nicht Omas Plümo ist).

    Vorteil: lässt sich prima hiermit schneiden, bequemer geht's nicht.

    wolfcraft-lochsaege-7-teilig-4837-130x130.jpg (130×130)


    Mit diesen Verstärkungsringen hatte ich zweimal Pech, haben sich schnell wieder gelöst. K.A. was ich falsch gemacht habe, jedenfalls spiele ich seitdem ohne, und das ganz ohne Beschädigungen. Für mich eigentlich nur optisch ne Frage, und die Ringe dämpfen das Fell natürlich zusätzlich.

    Das ist übrigens auch kein Base Jumper

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    Vielleicht statt Metronom erst mal klassisch Kopfhörer auf und zum Playalong trommeln? Macht mehr Laun und ist nicht ganz so entlarvend wie ein sturer Klopfknecht. Zudem bekommst du eher ein Gefühl für das Feeling des Songs. Und wenn du rausfliegst, einfach kurze Pause und beim nächsten geeigneten Takt wieder einsetzen. "Every Breath You Take" ist keine Nummer, in der es auf besondere Akkuratesse beim Spielen ankommt. D.h. eigentlich kannst du durchgehend Bumm Tschack spielen und dich erst mal ums Tempo kümmern. Bei "Walking On The Moon" sähe das anders aus :D

    (Aber das ist auch keine geeignete Anfängernummer)

    Ich hatte mal das 2002 18" Flatride, es hat mir klanglich gar nicht gefallen.

    Vielleicht sind die 2002er auch nicht die richtigen Becken für Jazz. Und Flatrides findet man ja typischerweise genau dort. Also vielleicht wollte man zwei Welten verheiraten, die einfach nicht zusammenpassen. Ich fand die Soundschnipsel von den 2002er Flat Rides offen gestanden auch am schwächsten.

    Bei einem Splash ist für mich bei 8" eigentlich Schluss. Danach klingts halt nach...naja, kleinem Crash, nur leiser.

    Nenenene, für manche Sachen sind dünne 10er oder 12er bei mir unverzichtbar. Gerade wenn ich so Charleston- oder Ragtime-artige Nummern spielen muss, brauch ich die für diese gechoketen Akzente auf die 4. Wobei, da könnte ein 14er ja vielleicht auch funktionieren. Hätt ich's mal behalten :D


    Ich habe noch ein 21er Zultan Caz Sizzle Ride

    Wenn du's mal loswerden möchtest, sag Bescheid. Das wollte ich schon lange mal antesten.

    in einer Art Akustik-Besetzung


    lediglich ein Roland SPD-SX sowie 2 Pedale (Hi-Hat und Bass Drum) mitzunehmen.

    Finde den Fehler ;)


    Wenn es keine Hochzeit mit Partymucke ist, sondern ein echtes kleines Konzert, bei dem die Leute euch zuhören sollen, würde ich eher zu akustischen Instrumenten tendieren. Mit Elektronik beeindruckst du die Zielgruppe eines Akustikgigs eher wenig, mit reduziertem und trotzdem effektivem Drumming/Percussion dafür umso mehr. Ob das nun ein Cajon-Drumset oder Snare, Hihat und Stompbox ist, oder meinetwegen noch ganz was anderes, ist völlig egal. Aber die Leute lieben es, wenn ein Drummer mit wenig Geschepper (=wenig Geschleppe) grooven kann. Ich mach das z.Z. häufiger, und ich bekomme jedes Mal positives Feedback. Am normalen Drumset ist's ja eher anders herum. Da sagen die Leute nur was, wenn's zu laut war :D


    Mit nem SPD-SX würde ich arbeiten, wenn die Musik eher Richtung Elektro oder Hiphop geht und ich schon passende Sounds an Bord hätte. Aber zu viel Mühe würde ich auf die Sounds nicht verwenden. Schließlich hören die Gäste das, was sie sehen, und das ist beim Akustikgig ein Typ, der auf nem Schuhkarton rumklopft. Da geht nachher keiner raus und ist vom tollen Drumsound beeindruckt. Selbst wenn ihr mit ner wahnsinns PA auflauft und die Toms wie "In the Air tonight" im Stadion klingen, werden die meisten Gäste ähnlich beeindruckt sein wie bei den üblichen Playbackshows.

    Aufhörn jetzt, sonst fang ich doch noch an zu glauben, ein Flat Ride zu brauchen.

    Wie ich dein musikalisches Sprektrum so einschätze, könntest du dich mit dem Sound durchaus anfreunden. Gerade der muckelige Sound vom Vintage passt hervorragend zu Flat Rides, wenn's mal eher gedeckter sein soll. Und jetzt, wo's so viele tolle Flats von Paiste gibt ... ;)


    Btw ECM war früher in Mü-Pasing, und jedes Mal, wenn ich daran vorbeigefahren bin, dachte ich mir, denen müsste man eigentlich mal nen Spontanbesuch abstatten und schauen, ob Jack De Johnette gerade da ist ;) So naiv war ich in der Jugend

    Ich hab eins, und es klingt herausragend. Der einzige Nachteil ist die Gesamtlautstärke, die etwas limitiert ist. Somit kommt es selten zum Einsatz. Obwohl ich es glaube ich mal wieder häufiger mitnehmen sollte, wär ja nicht so, dass ich nicht auch gelegentlich mal Jazz spiele ;)

    Wobei ich überrascht bin, dass die Paiste-Produktvideos sich eher in Nuancen unterscheiden, und zwar über alle Größen und Serien hinweg. Nach mehr als einem Flatride würde es mich da gar nicht gelüsten. Ach ne, hab ja schon eins, nur nicht von Paiste.


    D.drummer Wo willst du denn da Boing gehört haben? Geschmack hin oder her, aber hör doch lieber erst mal rein, ehe du so einen Unsinn schreibst die Teile "bewertest".

    Ich schreibe wie Nils als einer, der die professionelle Seite des Business kennt, sich aber letztendlich gegen eine Laufbahn als Berufsmusiker entschieden hat. Eigentlich wurden von meinen Vorschreibern alle Aspekte genannt, die es zu berücksichtigen gilt. Vielleicht noch ein paar eigene Eindrücke als Musiker im fortgeschrittenen "Besten Alter" ;)


    Seit Jahren spiele ich regelmäßig auch mit Berufsmusikern, meist natürlich mehr oder weniger in meiner Altersgruppe. Ein paar davon sind tatsächlich schon hochbetagte Jazzer alter Schule mit all ihrer Erfahrung - und allen Zipperlein, die das Alter so mitbringt. Wären sie nicht ihr Leben lang in einem Anstellungsverhältnis gewesen, ob nun in einem bürgerlichen Beruf oder als Musiklehrer, sähe es wohl elend aus. Mit den Profis in der eigenen Altersgruppe tauscht man inzwischen schon mal seine Rentenansprüche aus, und wenn ich die Zahlen höre, wird mir erst klar, dass Altersarmut in diesem Geschäft nicht nur ein Risiko, sondern oft vorprogrammiert ist. Wohlgemerkt, wir sprechen von Musikern und Instrumentallehrern mit Studium, die ihre Einkünfte überwiegend durch Musik generieren. Wer nun ins Rentenalter kommt und vom Staat vielleicht 300 oder 400 Euro Rente bekommt, weiß nicht erst angesichts des heutigen Preisniveaus, dass der Lebensabend wohl ziemlich bescheiden - in vielerlei Hinsicht - wird, und man im Grunde notwendigerweise weiterarbeiten muss, bis man sein finales Zuhause bezieht.


    Gleichzeitig merke schon ich als Ü50er, dass Körper und Geist nicht mehr vor Kraft strotzen und man beginnen sollte, sich die Kräfte besser einzuteilen. Auch wenn ich natürlich hoffe, noch in 20 Jahren gelegentlich mal mein Set auf irgendeiner Bühne aufbauen zu dürfen, wird mir schlagartig anders bei der Vorstellung, es im Rentenalter immer noch tun zu müssen, damit am Monatsende noch was zu beißen bleibt. Und zwar egal, ob der Körper gerade mal wieder schmerzt oder einem die zunehmende Harninkontinenz das Leben schwer macht. Von einem unfreiwilligen Sturz mit anschließendem Krankenhausaufenthalt ganz zu schweigen. Insofern bin ich jeden Tag dankbarer dafür, mich in meinem Leben richtig entschieden zu haben.


    Und genau das ist am Ende, was zählt. Man muss einen Weg finden, zu dem man auch in einigen Jahrzehnten noch stehen kann. Denn eins ist klar. Man ist nie zu alt dafür, was neues zu beginnen. Aber mit jedem Lebensjahrzehnt wird es schwieriger, große Weichen zu stellen. Wer wie ich immer gespürt hat, zu feige für ein Leben ohne Netz und doppelten Boden zu sein, trifft sicher andere Entscheidungen, als jemand, der das Risiko liebt und es gewohnt ist, auf die Fresse zu fallen, aufzustehen und weiterzumachen, bis man das nächste mal am Boden liegt usw usf.


    Solange man zu seinem Weg stehen kann, statt zunehmend wegen vertaner Chancen dem Selbstmitleid zu verfallen, ist eigentlich alles ok. Nur kann ich dir da konkret halt wenig raten. Außer vielleicht, den Weg eines "normalen" Berufes in Kombination mit der Musik nicht außen vor zu lassen. Mit einer Festanstellung im Rücken hast du nämlich auch die Option, die Gewichtung zu verschieben, wenn die Musik so richtig gut läuft. Statt 5 Tage die Woche nur noch 3 zu arbeiten, oder halbtags nur Vormittags, schafft immer noch Sicherheit, aber eben auch Freiräume für die Musik. Und wenn die Musik langfristig nicht läuft, beißt man halt in den sauren Apfel und buckelt wieder in Vollzeit.


    Ach ja, die Frage zum Studium war ja auch noch. Ich kenne alle Arten von Musikern, Hochschulabsolventen, Absolventen freier Musikschulen, Musiker ohne Abschluss. Die Probleme sind bei allen gleich, sofern sie nicht in einem Orchester angestellt sind. Aber die gehen ja auch zum Dienst, nicht zum Gig :D

    Sehr schön! Das ist so ein erhebender Moment, wenn nach dem (korrekten) Zusammenbau alles erstrahlt wie neu. Hab das mit meiner alten Slingerland Sound King nach dem Erwerb gemacht, und welche Überraschung, das alte Trömmelchen ist seither meine meistgespielte Snare, zumindest bei jazzigem Zeug. Aber ich spiel ja meistens Jazz :)

    Trotzdem versteh ich nicht, wie man sich freiwillig ne Parallelabhebung antut. Früher war's der heißeste Shice, aber die Justage und vor allem die Ersatzbeschaffung neuer Teppiche ist echt lästig. Wobei ich mich manchmal doch ärgere, meine HLD582 verkauft zu haben.