Beiträge von trommla

    Völlig egal, in dieser Standardgröße gibt es so unendlich viele Modelle, dass jeder Drummer vermutlich ein anderes Modell empfehlen würde. Dass dich das deiner Entscheidung irgendwie näher bringt, bezweifle ich. Ich bin sicher, dass jede Snare in der anvisierten Preisklasse perfekt für deinen Sound präparierbar ist. Fellwahl und Stimmung sind die Schlüsselwörter. Ich würde mir als erstes über die gewünschten Komponenten klar werden. Welche Hoops ziehst du vor? Welche Strainer-Bauform oder konkretes Modell gefällt dir? Welche Form der Lugs magst du besonders? Gibt es sonst Features, die relevant sein könnten.


    Anhand dessen kannst du die Auswahl deutlich eingrenzen und dann noch bei den verfügbaren Finishes Präferenzen einfließen lassen. Bei mir blieben danach schon nicht mehr viele Optionen, und wenn du uns diese dann präsentierst, könnten wir vielleicht konkretere Vor-und Nachteile benennen.


    Allerdings würde ich für dein Genre ja eher 6.5er Modelle anschauen. Die klingen einfach oft fetter, die geringfügig schlechtere Ansprache konnte ich (als überwiegend Jazzer) noch nicht als relevant erkennen. Damit spiele ich eigentlich alles. Sehr hoch gelobte Modelle (in 5 und 6.5) sind die Pearl Special Reserve für 300 Euro, die ich allerdings noch nicht unter den Sticks hatte.

    Bis auf ganz wenige Ausnahmen, der deutschen Teilnehmer in den letzten 25 Jahren, haben die Künstler sich wohl eher keinen Gefallen getan, dort aufzutreten. Karrieremäßig ging es da eher Berg ab, als Berg auf.

    Ganz im Gegenteil. Da die Interpreten ja eigentlich nur die Verkäufer dessen sind, um was beim ESC Komponisten, Texter und Produzenten wetteifern, kann sich doch jede Hupfdohle auf dieser imposanten ESC-Bühne freuen, einmal im Leben dort zu stehen, wovon die meisten nicht mal träumen.

    Wenn man sich vor Augen führt, dass der ESC wohl der größte Wettbewerb für Komponisten/Texter weltweit sein dürfte (korrigier mich wer, falls ich mich irre), kann man eigentlich nur heulen, wie dominant der Kommerz gegenüber musikalischem Anspruch ist. An sich nix neues, aber früher hab ich mir gedacht, kommerziell erfolgreiche Musik spricht zumindest bei vielen ein Gefühl an, aber dieser Einheitsbrei ist ja völlig seelenlos. Eine Armee musikalischer Zombies!

    Einmal kurz ins Video gezappt und direkt Simon Phillips gesehen.

    Hat er dort nen Hausmeisterjob angenommen? Hab nur durchgezappt, aber ich kann mir nicht recht vorstellen, was es für einen international bekannten Drummer auf solch einer Veranstaltung zu tun gäbe.

    Falls du diese Version des Red Garland Trios noch nicht kennst

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    Wobei Trio anscheinend relativ ist, ich höre mindesten 4 Musiker ;)


    Hier eher die Jazzrock-Version, auch im (echten) Trio

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    Nachtrag: Quincy Jones hat's auch getan und dabei der Nummer ganz schön was zugemutet. Aber ich finde diese funky Grundrichtung für einen Rockdrummer zumindest ne Erleichterung.

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    Ich kenne eure Bearbeitung nicht und spiele Manteca nur im Bigband-Arrangement. Aber vielleicht funktioniert ja mein Basisgroove für dich.


    Sidestick auf der Snare, und die Cascara funktioniert natürlich auf Hihat und Ride, um verschiedene Farben reinzubringen.

    Tomfelle sind durch??? Also am Video sieht man ja nicht mal Stickspuren.

    Aber man hört es tatsächlich. Wobei ich wie so oft nicht weiß, ob mir nicht die EC2 einfach ab Werk überhaupt nicht gefallen. Quasi Felle, die schon neu irgendwie "durch" klingen.

    Hab jedenfalls noch nie ein Set mit EC2 gespielt oder gehört, wo mich der Tomsound überzeugt hätte.

    Wie immer hervorragend, locker und doch mit Power getrommelt. Wenn ich mich in deinen Anspruch hineinversetze, glaube ich zwar die "Unsauberkeiten" zu hören, von denen du schreibst, aber für jeden anderen außer dir selbst dürfte das völlig irrelevant sein.

    Was ich grad nicht verstehe, ist das nun eine Eigenkreation oder ein Playalong ohne Playback? Als Playalong fände ich es vermutlich ziemlich amtlich, vorbehaltlich des Songs, den ich ja nicht höre und definitiv nicht kenne ;)


    Als Solostück ist es mir noch ein wenig zu statisch, womit ich nicht die Taktwechsel, sondern die dynamische Ausarbeitung meine. Solodrumming lebt nach meinem Geschmack von dynamischen Bögen, die durchaus im Vergleich zum typischen Songdrumming überzeichnet sein dürfen. Einerseits Unterschiede zwischen den einzelnen Parts, andererseits auch beispielsweise dynamischere Fills, die Aha-Effekte erzeugen. Ob das nun Akzente, Crescendi oder auch einfach mal Pausen sind.


    Mann, wäre ich happy, wenn die wie du die Möglichkeit hätte, so intensiv an meinen Skills zu arbeiten, um solche Sachen abliefern zu können.

    FRAGE FÜR DIE ZUKUNFT AN DIE COMMUNITY: Wären solche Videos stilecht besser, interessanter oder sehenswerter?

    Völlig egal, würde ich sagen. Schließlich soll es eher um die Musik und das Drumming gehen, als um eine historische "Facharbeit". Wobei ich eine spielbare Bassdrum aus Gründen der Authentizität schon relevant finde, denn damals wurde sie ja auch schon getreten. Das darf aber ruhig mittels moderner Pedalerie geschehen, sieht man eh kaum, wenn daran ein schöner Fellbeater schwingt.

    Aber wenn man es absolut penibel sieht, müsste ja dann auch eine 100 Jahre alte Snare auf einem 100 Jahre alten Stativ schräg wie beim Marschieren hängen. Und natürlich mit Sticks aus 100 Jahre altem amerikanischen Hickory gespielt werden ;)