Beiträge von trommla

    Für mich klingt dein Anliegen, als ob du keinen Plan von Trommelstimmen hast. Wie Olli schon schrub, sind die Felle für fette, tiefe Stimmungen konzipiert. Und Deine Kesselmaße sind nun nicht gerade das, was sie für tiefe Rockstimmungen prädestiniert. Ein 10er Tom hat schon aufgrund des kleinen Durchmessers wenig Wucht, und tief gestimmt verlierst du jegliche "Durchschlagskraft". Die Toms mumpfen nur noch im Kontext. Die meisten Drummer verwenden daher gar nicht so ultratiefe Stimmungen, wie man zunächst meinen könnte.


    Abgesehen davon nimmst du einer zu tief gestimmten Trommel jeglichen Rebound, und du erschwerst dein Spiel unnötig.

    Oder anders gefragt: Hast du es denn?

    Ruhig Brauner ;)

    Find zwar die Aussage auch ziemlich pauschalierend und sogar falsch, aber deshalb den Kollegen persönlich attackieren führt doch nicht weiter.

    Für jede Beschäftigung braucht man ein gewisses Talent, bzw. gibt es bei so ziemlich allem Menschen, die erstaunlich untalentiert sind.


    Trotzdem kann man meines Erachtens, eine gewisse Grundbegabung vorausgesetzt, alles trainieren. Also nix digital, man hat's oder man hat's nicht. Grooven, Timing, Zusammenspiel, das alles kann man mit den Jahren lernen, und kein Meister ist je vom Himmel gefallen. Mir fällt da ein junger Ami-Drummer ein, der seine Entwicklung über die Jahre auf Video dokumentiert und als Zusammenfassung bei YT eingestellt hat. Zu Beginn so ein richtiger Möchtegern, der ohne Dynamik und Timing alles zuknüppelt. Heute ein versierter und tighter Profidrummer. Ich schau mal, ob ich den Link nochmal finde.

    Nein, die Variante mit Rosette gab's tatsächlich nicht von Beginn an. Hab ich zwar nicht verstanden, da ja in den 50ern und 60ern die Halterung auf der Bass Drum normal war, aber so war's halt.

    Und ich habe ja mein Set relativ bald nach der Markteinführung gekauft. Die Version WM kam glaube ich Anfang 2016 auf den Markt. Heute bin ich wie gesagt ganz froh, weil die Sonorhalterungen echt alle sch**** aussehen. Nicht mal ein bisschen Vintage-Vibe :wacko:

    Wenn du ein Song im Radio hörst, der dich inspiriert, dann keimt in dir doch der Wunsch auf, jetzt am Schlagzeug zu sitzen. Oder?

    Nö, gar nicht zwingend. Viele der Radiohits unserer Generation hab ich eh schon mit Bands gespielt, und manchmal höre ich Nummern, bei denen ich denke, da hätt ich mal noch Lust drauf. Aber das setzt immer voraus, mit Band zu arbeiten. Playalongs spielen finde ich gähnend langweilig, da passiert nix bei mir. Na ja, anderes Thema.

    In diesem Punkt unterscheidet sich der Sportler und der Musiker nicht voneinander. Mehr als einmal an etwas gescheitert und schon läuft man in die Gefahr, dass man die Klamotten an den Nagel hängt.

    Ist das nicht bei allem so, was man macht? Jedes Scheitern führt zu Verunsicherung, und manche schaffen es besser, das trotzdem immer wieder in Motivation umzusetzen, andere nicht so gut.


    Trotzdem bleibe ich dabei, du kannst Sport und Musik nicht vergleichen. Dadurch, dass der Musik der kompetitive Charakter fehlt, ist die Motivation zu musizieren eine völlig andere. Auch wenn sich Musiker natürlich im Laufe ihres Schaffens ebenso entwickeln, folgt das in der Regel nicht den Prinzipien Schneller - Höher -Weiter, wie es der Sport tut. Deshalb empfinde ich Musik wohl auch als vielgestaltiger und spannender, als es der Sport je sein könnte.

    Natürlich verfügt der ehrgeizige Sportler über Disziplin, Ausdauer etc., Fähigkeiten, die auch zum Erlernen eines Instruments hilfreich sind. Aber das technische Erlernen eines Instruments macht eben noch keinen Musiker.


    Äh, wie war doch gleich die Eingangsfrage? ;)

    Bis auf die fehlende Tomhalterung sind das schöne

    Sets.

    Sowas bekommt man ja in der Regel auch zum Nachrüsten. Ist gar nicht schwer, und ich hatte es beim Vintage sogar in Erwägung gezogen. Nur gibt es keinen Sonor-Tomhalter, der optisch zum klassischen Look passt, dass ich beim Snareständer geblieben bin. Geht auch, erfordert nur minimale Umgewöhnung beim Aufbau. Wenn ich Hochis Erfahrungen mit der Vintage-Rosette höre, war's vielleicht ganz gut so.

    bei den AA und HH kann man allerdings oft Schnäppchen machen.

    Auf jeden Fall! Das sind trotz allem sehr amtliche Becken, nur insbesondere ältere Modelle charakterlich eher "unauffällig" mit klassischer Bearbeitung. Heute suchen ja viele in Richtung ausgefallen, klanglich und optisch.


    Gerade die ganz alten A's aus der Hollow Logo Zeit werden oft für nen Appel und n Ei angeboten. Ich habe mehrere davon, und sowohl ich selbst als auch Mitmusiker sind regelmäßig sehr angetan vom Sound.

    Für mich gesprochen, finde ich nichts Verwerfliches daran, sich seiner Ursprünge zu besinnen und das dann mit modernen Features zu überarbeiten und upzugraden. Gerade aus dem Anlass eines 75. Geburtstags heraus

    Dem kann ich mich nur anschließen. Sonor hatte es ja mehr oder weniger mit der Vintage Series vorgemacht und von vielen Seiten Applaus dafür bekommen. Gut, die Idee ist inzwischen nicht mehr ganz neu, aber anscheinend immer noch gut genug, dass andere Hersteller sie aufgreifen.

    aber diese dünnen, garkeligen vintagestyle BD-Beine

    ... erinnern mich von der Bauweise an die meines Sonor Vintage, und die erfüllen ihren Zweck hervorragend. Ob man die Optik mag, sei mal dahin gestellt, aber funktionell müssen es keine Teleskopfüße vom Durchmesser eines Kinderarms sein.

    Leider sind sie die Preise eher schon futuristisch

    Auch da verweise ich wieder auf Sonor, Gretsch und Co. Das President Phenolic bewegt sich im Preisrahmen der Vintage Series, das Broadcaster dürfte in vergleichbarer Konfiguration ein Stück drüber liegen. Und das President Deluxe finde ich preislich durchaus nicht unattraktiv. Letztendlich zählt, ob der Preis dem Gebotenen angemessen ist, und das werden erste Erfahrungsberichte und Tests zeigen.


    Ansonsten bin ich auch da voll beim Schlagzeuglehrer, Trommeln brauchen nicht neu erfunden zu werden, sondern das System dürfte mittlerweile recht ausgereizt sein. Wirkliche Innovationen scheint der Markt auch nicht zu brauchen, sonst hätte sich nach diversen Freischwingern seit den 90ern wohl noch weit mehr als Quasi-Standard etabliert. Im Grunde ist's wie mit Bekleidung, es werden immer wieder neue Modetrends aufgelegt, aber das Prinzip der Hose ist seit Generationen bewährt. Ein drittes Hosenbein wäre zwar echt innovativ, aber eben auch echt unnötig.

    Na hoffentlich kommt da noch ein ernst gemeinter Tipp

    Da rechne ich nicht damit, denn die Frage ist einfach zu naiv ;)


    Ich kenne mich mit elektronischen Drums nicht besonders gut aus. Aber es gibt unendlich viele akustische Hihats und vermutlich ebenso viele Samples. Und es gibt Mischformen z.B. akustische Hihats, die elektronisch verfremdet werden. Wobei man das beim Mix im Grunde durch EQing und andere Effekte ja eh schon macht.


    Und wenn der Sound tatsächlich rein elektronisch ist, rechne ich damit, dass nicht einmal die Band selbst weiß, welcher Sound das ist. Irgendein Preset No. XY, welches sich halt geil anhört. So ein Knöpfchen ist schnell gedrückt und schnell vergessen, das ist nicht wie eine Hihat, die man durch stundenlanges Probespielen und Vergleichen im Laden ausgesucht hat.

    Habe den Fehler gemacht es nicht aus dem Blickwinkel eines Schlagzeugers zu sehen,der ja eine ganz andere Sichtweise hat.

    Ich würde es nicht als Fehler sehen, eher als Versuch einer systematischen Analyse. Allerdings musste ich ehrlich gesagt bei deinen Aussagen schon öfter schmunzeln, weil ich mir dachte, du gehst zu sehr als Sportler ans Drumming und zu wenig als Musiker. Das ist aber wiederum auch erklärbar, da du ja kein Banddrummer bist und damit Fortschritte notwendigerweise mehr an "Benchmarks" messen musst. Als Bandmusiker erfährt man hingegen schnell - und manchmal schonungslos - , wo man steht und wie das eigene Drumming bei den Mitmusikern ankommt. Und da zählen dann keine Quintolen oder 3 gegen 4 Gedöns ;)


    Aus meiner Sicht gehen viele zu sehr danach was sie glauben und weniger danach was eigentlich "ist".

    Ich glaube, genau das funktioniert bei Musik eben nicht. Es gibt einfach keine objektiven Kriterien für die Qualität eines Musikers. Selbst die absoluten Topstars sind nicht (nur) deshalb dort, wo sie sind, weil sie ihr Instrument außergewöhnlich gut beherrschen. Das tun nämlich viele, aber wiederum nicht alle Topstars. Oder attestierst du Ringo Starr oder Ulle außergewöhnliche Beherrschung des Drumsets? Wohl kaum.


    Da spielen dann Kreativität und Eigenständigkeit, aber ebenso Personality und Teamfähigkeit eine Rolle. Ist eben doch was anderes als Fußball, wo man am Ende alles der Frage unterordnen kann, wer die meisten Tore schießt oder vorbereitet bzw. wer Gegentore effektiv verhindert. Ein toller, ineffizienter Techniker zählt da nicht und taugt bestenfalls zum "ewigen Talent".

    Um wenigstens noch mal kurz auf's Thema zurückzukommen (die letzten Reaktionen zeigen ja schon, dass es sich bei der Fragestellung um eine der Grundprobleme der Menschheit handelt), Fortgeschritten ist man, wenn man sich die Frage nicht mehr stellt, ob man Fortgeschritten ist :D Und Profi ist, wer damit seinen Lebensunterhalt verdient.


    Alle anderen Gedanken zur Eingangsfrage halte ich weder für beantwortbar, noch überhaupt für sinnvoll. Hier werden so viele Aspekte in meinen Augen vermischt, die jeder für sich schon schwer einzustufen sind, und in Kombination gibt es kaum noch feste Orientierung.


    Ein Drummer, der seit vielen Jahren fleißig vor sich hin übt, ohne jemals mit anderen gespielt zu haben, mag technisch schon beachtliche Fähigkeiten haben, und trotzdem könnte er es bei einer halbwegs ambitionierten Band schwer haben, wenn er nicht gelernt hat, musikdienlich zu spielen und zuzuhören. Am Set sicher ziemlich Fortgeschritten, als Bandmusiker ein totaler Anfänger. Was nun?


    Ein langjähriger erfahrener Band-Gitarrist, der irgendwann Lust am Schlagzeug entwickelt, weiß (eventuell, schließlich ist er ja Gitarrist ;)) seit langer Zeit, wie man als Schlagzeuger im Bandgefüge agieren sollte, welche Grooves und Fills zur Musik passen usw. Ist er trotzdem Anfänger, nur weil er nicht mehr als die Basics spielen kann?


    Mark Schulman, der Drummer von Pink, spielt(e?) bei Konzerten gerne mal eine Nummer am Cello, und das gar nicht schlecht. Ist er deshalb Profi-Cellist, weil er auch mit diesem Instrument gegen Geld in der Öffentlichkeit steht?


    Man könnte genausogut stilistisch dran gehen. Als Jazzdrummer fühle ich mich, wie auch in manch anderen Stilistiken fit, eine gestandene Band sicher zu tragen, wenn ich aber morgen Metal spielen müsste, wäre das ein echtes Experiment. Daher würde ich ohne zu zögern darauf hinweisen, dass ich bei Metal totaler Anfänger bin.


    Also mir sind solche Pauschalurteile völlig wumpe. Man sollte bei realistischer Selbstreflexion erkennen, was man leisten kann, und wo man sich übernimmt. Welches Etikett dann draufpappt, who cares?

    Ich mag's tatsächlich, wenn auf allen Becken das gleiche Logo prangt. Klanglich ist das aber zugegeben überhaupt nicht relevant. Ich hab schon so oft an fremden Sets spielen dürfen, die mit völlig gemischten Beckensätzen daher kamen und trotzdem klasse klangen. Der Vorteil, bei einer Marke zu bleiben, ist halt die übersichtlichere Auswahl im Geschäft. Ich kann mich eh immer nur schwer entscheiden, und wenn ich auch noch diverse Hersteller in die Auswahl nähme, wäre der Entscheidungsprozess noch schwieriger. Affektkäufe irgendwelcher Sachen, die mich im Geschäft spontan begeistern, vermeide ich sowieso.

    Ich nutze bei den Alpine ausschließlich die weißen Filter, also die unterste Stufe, und finde, man muss schon deutlich Abstriche beim Klang machen. Da ich überwiegend Jazz spiele, komme ich meist gut ohne aus, hab die Stöpsel aber immer dabei.


    Für die wenigen Gigs, bei denen angepasste InEars sinnvoll sein könnten, lohnt sich bislang für mich die Anschaffung nicht.


    Da tuns dann Wedges plus Ohrstöpsel, und ich verzichte halt auf Klangdetails.

    Gefühlt geschätzt gehe ich von etwa 50% Shellset und 50% Hardware und Becken bzgl. der Kosten aus, weiß jedoch nicht, ob ich damit richtig liege.

    Ich würde tatsächlich eher von 1/3 Shellset zu 2/3 Becken und Hardware ausgehen. Ich habe 3 Sets aus 3 Preisklassen, und keins davon würde ich als "besser" oder "schlechter" klingend bezeichnen. Dabei habe ich versucht, durch die Fellwahl den jeweiligen Grundcharakter zu unterstützen, aber selbst mit dem billigen Gretsch Catalina Shellset alleine könnte ich ohne weiters ne Zeit lang glücklich sein. Die größte Einschränkung dabei ist nicht der Preis oder minderwertige Qualität, sondern die kleine 18" Bass Drum. Klar, die Böckchen des Sonor wirken schon auf den ersten Blick massiver, und die Qualitätsanmutung ist beim 4fachen Preis natürlich etwas hochwertiger. Aber auch das Gretsch erfreut klanglich regelmäßig mein Herz (und auch das meiner Mitmusiker).


    1000 Euro für ein gebrauchtes Shellset reichen mit Sicherheit für hohe Qualität, und für weitere 1500 bis 2000 Euro bekommst du robuste Hardware und nagelneue Top-Becken, die keine Wünsche offen lassen.


    Die Frage des "richtigen" Holzes würde ich auch nicht überbewerten. Meist hört man genau das, was man erwartet zu hören. Ist das Holz dunkel, meint man einen dunklen Ton zu vernehmen, helle Birke hingegen klingt schlank und luftig ;)

    leg sie mit noch ein paar Gelbeutel mit ins Case.

    und ich hab mich beim ersten Lesen grad gefragt, was zur Hölle du mit den GelDbeuteln im Case bezweckst 8| ^^ Anzahlung für zukünftige Schäden?


    Zum Thema: als überzeugter "Anspanner" bin ich mir grad nicht sicher, ob diese Teppichdiskussion nicht ähnlich akademisch ist wie das Thema "Becken hochkant lagern".


    Ohne nun ne Wissenschaft draus zu machen, habe ich es auch bei 10 Jahren und älteren Teppichen noch nicht erlebt, dass durch Längung der Spiralen eine Soundveränderung eingetreten wäre. Durch Verhaken an an lose rumschlackernden Spiralen schon ;)


    Ich glaube tatsächlich, wenn man seinen gesunden Menschenverstand nutzt, kann man das relativ sorgenfrei nach Gusto betreiben. Viel wichtiger sind die klimatischen Bedingungen, nämlich halbwegs konstante Raumtemperatur und mittlere Luftfeuchtigkeit.

    Bin gerade tatsächlich überrascht. Gibt es bei geläufigen Beaterschäften tatsächlich solche Unterschiede? Ich hatte bislang eigentlich immer einfach gekauft und mich darauf verlassen, dass die Aufnahme passt.


    Hat bislang auch immer funktioniert, egal in welcher Konstellation. Daher hätte ich wohl schon längst eine Bestellung getätigt und einfach ausprobiert.


    Dein merkwürdiger Sporn auf dem Beater verwundert mich sehr, kann mir kaum vorstellen, dass allein dein starker Antritt dafür verantwortlich ist. Wenn natürlich der Patch als erstes perforiert und du munter weiter in die gleiche Kerbe haust, dann eventuell schon.

    Ich bin hin- und hergerissen. Optisch schaut das Teil natürlich klasse aus und sticht jedes industriell gefertigte Produkt restlos aus. Akustisch finde ich es so ganz ohne Musik drumrum etwas "tonlos". Nicht unbedingt der Klang, den ich mir von einem Woodblock erwarten würde. Der schöne holzige Bauch fehlt mir in deiner Aufnahme und führt möglicherweise dazu, dass der Sound nicht trägt.

    Die große Frage wäre also, wie klingt dein Selbstbau im Zusammenhang mit einer Kapelle und entsprechender historischer Musik?