Ich würde ja gerne mal sehen, wie sich das bei dir äußert. Manchmal macht man sich ja wegen vermeintlicher Unzulänglichkeiten verrückt und jammert, ohne es zu merken, schon auf beachtlichem Niveau, erstickt aber jeglichen Spaß am Tun damit schon im Ansatz.
Es kommt für einen Hobbyisten doch erst mal darauf an, Spaß am Spiel zu haben. Da zählt nicht die herausragende Technik, und schon gar nicht die erreichten BPM, sondern die Fähigkeit, gemeinsam mit anderen Musik zu machen und dabei tolle Momente zu kreieren. Klar, man möchte vorankommen, aber kann man das nicht auch, indem man sein musikalisches Repertoire erweitert, seine musikalische Kommunikation verbessert, seine dynamische Bandbreite besser zu nutzen lernt? Wer hat eigentlich die doofe Idee gehabt, als guter Drummer müsse man vor allem so viele Schläge wie möglich in einem Takt unterbringen? 
Find's schon merkwürdig, dass manche Drummer heute nicht mehr üben, sondern trainieren gehen.
Wenn die linke Hand nicht mitkommen will, dann ist das vielleicht einfach nicht zu ändern, schon gar nicht wenn du es erzwingen willst. Vielleicht müsstest du einfach jeden Tag 4 Stunden konzentriert üben, um diese Hürde zu überwinden. Ob das realisierbar ist, kannst nur du beurteilen. Meist ist es aber doch so, dass die Zeit einfach nicht reicht, um alle Ziele zu erreichen. Damit sollte man auch mal Frieden schließen und sich freuen, dass man überhaupt so ein tolles Hobby ausüben kann.
Ich spiele jetzt ca seit 40 Jahren und ärgere mich oft drüber, dass manches nicht so läuft wie ich das gerne hätte, z.B. sind meine Füße nicht besonders gut. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass ich mich über die Jahre konstant verbessert habe und immer genauer weiß, was ich wann zu spielen habe. Vor allem, was ich nicht spielen darf, weil ich es nicht gescheit kann
Unterm Strich würde ich mein Spiel als musikalischer und reifer bezeichnen, und das bringt mir und meinen Mitmusikern mehr als Single Strokes in Lichtgeschwindigkeit oder 9 gegen 5 mit den Füßen. Und mit solchen Erkenntnissen motiviere ich mich halt dann, statt mich weiter drüber zu ärgern, was nicht klappt.
Ein praktischer Tipp fällt mir noch ein, den du nicht genannt hattest. Ich habe den Eindruck, dass meine Hände deutlich davon profitieren, mit ganz unterschiedlichen Sticks zu üben, statt mich auf ein Modell einzuschießen. Das können 7a oder 5a, aber auch mal 5b oder dicker sein, hab hier viele Modelle rumliegen. Scheint die Feinmotorik zu fördern, meine Kontrolle hat sich jedenfalls spürbar verbessert, seit ich das mache.