Beiträge von trommla

    Meinst du nicht eher geshuffelte 16tel?

    Natürlich hast du Recht, hab das zwischen Tür und Angel notiert und nicht aufgepasst. Danke für die Korrektur, hab's geändert :)

    Meiner Erfahrung nach sind Kombinationen wie hier bei der Hi-Hat-Stimme eher

    schwieriger und unübersichtlicher zu lesen, also eine 8tel plus eine 16tel und dann mehrere folgende "8tel", die aber synkopisch

    sind.

    Das kann durchaus sein, ich glaube ich bin diese Form der Notierung einfach gewohnt durch diverse Bigband Arrangements. Stell doch mal gegenüber, wie du es notierst, da profitieren ja andere auch davon.

    Hatte am Samstag einen Open Air Gig mit Big Band, die teilweise verstärkt war. Mein Schlagzeug wurde unverstärkt zu keiner Zeit als zu laut bezeichnet, obwohl die Akustik nicht so offen und vor einer halbrunden hohen Mauer sogar wirklich fett war. Eine Bass Drum kann da eigentlich nicht groß genug sein, damit man nicht nur Tock Tock, sondern auch etwas Bauch bekommt. Ich hatte meine 22x14 Vintage dabei mit 4" Loch im Reso. Schlagfell schön tief mit Punch, Reso etwas auf Ton gestimmt in der Erwartung, dass der Ton sich im Gesamtsound eh verliert, ohne aber zu trocken zu klingen. Sonst meint noch wer, das wär ein Knacken auf der PA gewesen. Hat gut funktioniert, würde ich sagen.


    Die Toms stimme ich für sowas mittelhoch, die Snare sowieso eher hoch. Und dann tatsächlich nicht zu zaghaft spielen. Toms Set ist in Kempten in der Fußgängerzone ja wirklich zwischen "Häuserschluchten", da sind Reflexionen von überall her eher ein Problem. Auf so ner begrünten Freifläche schaukelt das Set sich kaum so auf.


    Ich hab z.T. je nach vorhandener PA tatsächlich Overheads aufgebaut, um den Drumsound etwas breiter zu machen und besser zu integrieren. Selbst bei - nicht zu kleinen - Fullrange Boxen fand ich das Ergebnis mit ner Rockband schöner als ohne OH. Weniger wegen der Bässe, sondern weil die Präsenz des Drumsounds besser war. Typischerweise gehen ja vor allem die Höhen auf Distanz verloren, und übrig bleibt Mumpf.

    Nen Tacken teurer, aber über jeden Zweifel erhaben:

    Yamaha Stage Custom


    Die Mapex Mars werden in der Presse ganz gut bewertet, könnte man vermutlich bedenkenlos mit neuen Fellen nutzen. Foliert oder lackiert ist eher ne Geschmacksfrage, für mich zählt, ob das Finish gefällt. Ein Folienfinish ist natürlich unempfindlicher gegenüber dem harten Liveeinsatz, und die gaaaanz früher gerne getroffene Aussage, dass Folien die Kessel zu sehr dämpfen, ist glücklicherweise heute nicht mehr haltbar. Das hing nämlich vor allem mit der nicht flächigen Verklebung günstiger Sets zusammen, bei denen die Folie schon mal Wellen warf.

    Was mir am Mars gar nicht gefällt, ist die Snareabhebung. Hatte zwar noch keins unter den Sticks, aber die schaut extrem billig aus, und Beipacksnare mit schlechter Abhebe macht keinen Spaß :(


    Kesselmaterial rangiert für mich ehrlich gesagt ganz weit hinten, ich würde keine Kaufentscheidung davon abhängig machen. Mein Gretsch Catalina hat z.B. Kessel aus Lauan (="philipinisches Mahagoni"), und trotzdem spiele ich es gerne und mag den Sound. Wenn die Lagen sauber verarbeitet sind, darf meinetwegen auch Pappe(l) drin sein.


    Zu PDP mag ich nix schreiben, bin da voreingenommen.

    das hochwertige, das es zu schonen gilt

    Die (mir nicht unbekannte) Logik hat bei mir noch nie funktioniert. Man kauft sich doch auch keinen Mercedes, um ihn dann in der Garage stehen zu lassen. Wenn ich richtig Geld für ein Set ausgebe, will ich es doch auch und vor allem dort nutzen, wo es andere sehen und hören können. Was hab ich mich letzte Woche gefreut, mein Sonor Vintage endlich mal wieder auf ner Bühne in der Sonne funkeln zu sehen, und jetzt ist das noch kein extrem teures Set.

    Ich hab bei der Nummer nen Train Beat auf dem Spannreifen gespielt. Das imitiert ein bisschen die Nebengeräusche eines Kontrabasses beim Slappen, behält dabei aber das Feeling des Originals bei.

    Hier gibt's eine (schlechte) Aufnahme, aber für einen Eindruck langt's.

    Ich staune über die anscheinend häufigen Outdoor-Gigs, die ihr so bei Regen spielen müsst. Wenn ich weiß, dass ich einen wetterabhängigen Job vor mir habe, und wenn nicht aufgrund Schlechtwetter der Veranstalter eh in der Früh absagt, packe ich eine große Plane ins Auto, und sobald es zu regnen anfängt, wird das Programm unterbrochen und die Instrumente abgedeckt oder in Sicherheit gebracht. Noch mehr als ums Schlagzeug geht es ja um PA und elektrisch verstärkte Instrumente. Strom und Wasser ist bekanntermaßen keine allzu gute Kombi. Ich kann mich in meinem ganzen Leben an einen Gig (wir waren jung und brauchten das Geld) erinnern, bei dem wir trotz Regen und ohne Bühnendach weitergespielt haben, aber das war ein reines Percussiontrio ohne PA.

    Jeder dieser Händler kann dir über den deutschen Vertrieb deine Wunschkonfiguration bestellen, sofern das Kesselmaß von Tama angeboten wird. Ein 14" Tom in 18" Tiefe könnte natürlich schwer werden ;)

    Allerdings gibt's das b/b nicht mehr, schau dich mal bei Tama um, welche aktuellen Sets und Finishes auf dem Markt sind. Am ehesten sähe ich Walnut/Birch als Nachfolger, hatte es aber noch nicht unter den Sticks.


    Und was deine letzte Frage betrifft, man kann auf allen Tama-Sets Metal spielen. Auf Sets anderer Hersteller ebenso. Es soll sogar Metaldrummer geben, die auf 5-piece-Sets mättln. (z.B. Mark Zonder, aber auch andere). Das ist primär ne Frage deiner Spielweise und der Stimmung/Befellung deines Sets. Klar, der durchschnittliche Mättler spielt meist nicht auf edlen Naturholzfinishes, aber das ist Geschmackssache.


    Edit: bist du sicher, dass die Sets Starclassic Performance heißen? Kenne nur SC Performer.


    Das Starclassic Performer (nicht b/b) gibt es ja immer noch, allerdings sind die Finishes recht überschaubar. Dafür bleibt's bezahlbar, was für dich vielleicht ein Thema sein könnte. Tama hatte schon im MIttelklassesegment einige tolle Sets auf dem Markt, ich erinnere mich sehr positiv an's Silverstar. Je teurer die Sets, umso individueller sind natürlich die Möglichkeiten.

    So, ich hab dir das mal rausgeschrieben, allerdings zum Üben vereinfacht. Die Bass Drum in Vierteln durchlaufen lassen, und auf der Snare erst mal die definierenden Schläge ohne die vielen Ghost Notes. Fills habe ich auch weggelassen.



    Dein Videobeispiel ist geshuffelt, deshalb der Hinweis, der Groove funktioniert aber gerade auch, falls du dich damit erst mal leichter tust. Vielleicht sind klassische Second Line Nummern ja eher für dich "anhörbar", zumindest dieser Groove ist m.E. viel näher am Second Line als an klassischem Latin, den du ja nicht leiden kannst ;)


    Damit hast du wenigstens mal eine Variante, die spielbar ist, und Variationen/Fills ergänzt du mit der Zeit.

    Die verlinkten Übungen sind hervorragender Stoff, haben aber m.E. mit deinem Anliegen so ziemlich gar nichts zu tun. Sagen wir es mal so, für die Erledigung deiner Bankgeschäfte ist das Laufen lernen im Kindesalter ne wichtige Voraussetzung, da du ja irgendwie zur Bank kommen musst. Das war es auch schon (aufs Schlagzeug übertragen), wie man Geld abgebt oder ne Überweisung tätigt, weißt du aber immer noch nicht.

    Ok, machen wir heutzutage eh alles online ;)


    Wenn du ungefähr klingen willst wie der Drummer im Video, wirst du dich wohl oder übel mit der entsprechenden Rhythmik beschäftigen müssen. Lerne zu verstehen, wie man Songo (schon genannt), Bossa, Mambo, Merengue, Mozambique usw. spielt, gerne auch mal in Second Line Drumming reinhören. Mit deinen Triplets übst du zwar auch Unabhängigkeit, aber du lässt das typische Feeling völlig außen vor. Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist genau das Feeling aber für dich faszinierend.


    Der direkte Ansatz wäre, das YT-Video mal auf langsamer Geschwindigkeit laufen zu lassen und diese Passage auszunotieren. Und zwar zerlegen, Hand für Hand, Bein für Bein separat anhören und dann zusammenfügen.

    Und so bin ich nun hin- und hergerissen, ob ich mir für den einen Proberaum tatsächlich noch mal ein Sonor Vintage genehmige und das Basix Custom ersetze. Letzte Woch habe ich die Basix Snare zuhause genau gleich wie die Vintage gestimmt und die haben sich zuhause zu 99% gleich verhalten. Im Proberaum wars ne Katastrophe.

    Als Vintage-Spieler könnte ich die Frage für mich sofort und ohne Zögern beantworten. Ich würde mir das Geld für ein zweites Vintage sparen, denn auch ein Basix Custom klingt gut befellt und gestimmt amtlich. Zwei gleiche Sets zu haben, macht für mich überhaupt keinen Sinn. So sehr ich mein Vintage liebe, ist es schon speziell im Klang, und manche Bands oder Projekte verlangen doch eher nen modernen Drumsound.

    Beipack-Snares günstiger Drumlinien klingen oft limitiert, da könnte man tatsächlich über ein Upgrade nachdenken. Da reichen aber auch +/- 300 Euro, und den Rest heb ich mir für was anderes auf, ob nun Schlagzeug, Möbel oder Urlaub.

    Hey Marius, freut mich für dich, dass du gleich wieder so durchstarten kannst nach der langen Durststrecke. Und nach so langer Zwangspause etwas an Routine verloren zu haben, ist keine Schande. Auf den Videos merkt man es dir jedenfalls nicht an, du wirkst auf mich locker und entspannt. Dein konzentrierter Blick ohne große Show war ja quasi vorher schon dein Markenzeichen ;)

    kommt aber durchaus vor 🙃

    und zwar gar nicht so selten. Hab ein paar Konzerte mit ner Jazzcombo gespielt, und wir hatten extra vorher ne Probe, um wenigstens die schwierigeren Nummern mal angespielt zu haben. Von diesen Nummern kam dann letztendlich nicht wirklich viel auf die Setlist, und wenn ich je Konzert 3 bis 4 Nummern kannte, war ich schon froh. Glücklicherweise alles Oldschool-Jazz und kein moderner Kram, aber trotzdem war ich nach jeder Nummer happy, ohne Patzer durchgekommen zu sein.

    Reine Nervensache :D

    Hallo lieber MikeUnger,


    jetzt muss ich mal wieder ein bisschen rumbitchen ;)

    Statt uns ein ums andere Mal Videos in Zeitlupe, Zeitraffer oder 3D zu präsentieren, könntest du in der gleichen Zeit damit beginnen, dich an dein Set zu setzen und mit den Einstellungen deiner Maschine, deiner Bass Drum und deines rechten Fusses zu befassen.


    Lies dir alle Posts bitte noch einmal aufmerksam durch und versuche, an allen Stellschrauben zu drehen und zu beobachten, was passiert. Ich denke, wir haben dir so ungefähr jeden Tipp gegeben, den man dir geben kann, was du daraus machst, bleibt dir überlassen. Im Sinne einer systematischen Fehlersuche möchte ich vielleicht noch ergänzen, geh die Sache systematisch an und verändere immer nur eine Sache gleichzeitig, um den Effekt besser zu erkennen und zu verstehen. Zwar dauert das möglicherweise etwas länger, dafür lernst du selbst Lösungen zu finden deine Spiel- und Instrumententechnik besser zu verstehen.


    Es ist leider wie so oft im Leben, es gibt häufig keine Instantlösungen, man muss sich schon selbst ein wenig bemühen ;)


    LG Jan (der jetzt raus ist aus diesem Thema)

    Ich spiele lieber Volksmusik mit guten Musikern als Jazz mit schlechten ;)


    Eigentlich bin ich stilistisch recht aufgeschlossen und kann mit vielen Stilen was anfangen. Wenn man auf einer Session egal welcher Stilistik zufällig genau den Moment erwischt, wo alle zuhören und alles "einrastet", ist es doch das größte für uns Musiker, oder? Faszination pur...