Beiträge von trommla

    und von dem Vergleichsvideo mit den 62 snarefellen, falls das aussagekräftig ist


    Ist es leider nicht. Diese Felle sind alle mit dem Drum Dial auf die gleiche Spannung gestimmt. Die resultierende Tonhöhe ist natürlich bei dünnen Fellen deutlich höher, was einen Klangunterschied suggeriert, der bei identischer Tonhöhe möglicherweise gar nicht so gravierend wäre. Für optimale Vergleichbarkeit wäre das Stimmen mit einem Tune Bot auf die gleiche Tonhöhe günstiger gewesen.


    Was wir aber durch dieses Video wissen: ein- und dieselbe Snare kann je nach Fell und Stimmung ziemlich unterschiedlich klingen.
    Sollte man eigentlich routinemäßig unter jeden neuen "Ich möchte mir eine neue Snare kaufen, welche empfehlt ihr für [Musikrichtung]?" Fred pinnen. ;)

    ...und/oder dann daraus lernen und direkt Evans kaufen


    Kann man machen, aber kostenloser Ersatz wäre doch auch nicht verkehrt?


    Die Suche nach dem "richtigen" Fell ist eh eine ziemlich unendliche Geschichte, da kann man über die Jahre schon mal von Remo über Aquarian zu Evans kommen, nur um irgendwann zu bemerken, dass man seine Klangvorstellung doch am ehesten mit Remo verwirklichen kann. Zumindest waren meine Erfahrungen mit Evans dauerhaft nicht zufriedenstellend, weil mir der Sound irgendwie zu steril ist. Obwohl ich Evans spontan tatsächlich leichter zu stimmen fand.

    Bevor wir nun komplett abdriften, hast du denn schon irgendwas in Erfahrung bringen können, Dany? Oder wartest du die Ergebnisse deiner Versuche noch ab?
    Normalerweise würde ich so kurz nach dem Kauf erwarten, dass dein Händler kulant ist, das Fell austauscht und selbst bei Remo nachhakt. Zumal du ja glaube ich im Laden gekauft hast und deine Ansprechpartner kennst.
    Mit deiner bekanntermaßen sanften Spielweise und der tatsächlich nur minimalen Nutzungsdauer sollte das argumentativ kein Problem darstellen, zumal mit etwas Charme garniert ;) Mit neuem Fell verschiedenen Abriebe nach Zustand der Stockspitze studieren könntest du mit neuem Fell ja immer noch.

    Habe die Liste unter Türkische Becken: Woher? Wie? Warum? Erfahrungen?! aktualisiert.


    Danke für deine Arbeit, ist schon enorm, was es da alles auf dem Markt gibt. Diese Auflistung war mir bisher entgangen, ebenso wie einige dieser Firmen.


    Ich bin weiterhin glücklich mit dem, was es ohne große Umwege bei uns an jeder Straßenecke gibt. Die ganzen Exoten sehe ich eher als handselektierte Urlaubsmitbringsel, sollte man mal wieder in Istanbul Urlaub machen können/wollen.

    ich glaube Trommla wars.


    Nein, der war's nicht ;)


    Ob das Fell wirklich "durch" ist, hat damit nach meinem derzeitigen Wissensstand nicht viel zu tun.


    Da hast du vermutlich Recht. Allerdings entschuldigt das natürlich noch nicht den Verlust des Coatings nach so kurzer Zeit. Und auch wenn wir primär danach urteilen sollten, wie es klingt, spielt die Optik - zumindest definitiv bei mir - auch mit rein. Ich erfreue mich von Zeit zu Zeit einfach an taufrischen, blütenweißen Fellen und möchte diesen Zustand dann nicht sofort wieder verlieren.


    Legt man hier Maßstäbe von einschlägigen Drum Techs an den Tag, wechselt der durchschnittliche Trommler, egal auf welchem Niveau er denn spielt, sowieso (viel) zu selten das Snare Schlagfell


    Das ist meines Erachtens ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Auf großen Touren sind die Kosten für Felle einkalkuliert, und heutzutage soll der Sound ja jeden Tag/jede Show gleich perfekt sein. Dazu glaubt man dann täglich frische Felle zu benötigen, um mit täglich gleichen Mikrofonen über die täglich gleiche PA mit täglich nahezu gleichen Pulteinstellungen schnell am Ziel zu sein.
    Der Freizeitdrummer bzw. vielleicht noch mehr der normale Berufstrommler mit schmalerem Budget kann derartige Kosten nicht 1:1 im Ticketpreis unterbringen und überlegt sich etwas genauer, wann ein Fell zu wechseln ist. Auch er wird gewisse Kriterien haben wie z.B. die Textur für's Wischen, oder echte Krater im Fell, was auch immer. Klangliche Konsistenz wird in diesem Fall eher nebensächlich sein, da man entweder meist akustisch spielt, jeden Tag unterschiedliche Settings bedienen muss oder eh überwiegend Schüler am Set sitzen. Die Aufzählung ließe sich wahrscheinlich ne Weile fortsetzen.


    Ich gehöre nicht gerade zu den Intensivtätern, was das Felle wechseln betrifft, und ich kann durchaus ne ganze Weile mit dem selben Fell Spaß haben, wenn ich die Trommel nicht täglich nutze. Und trotzdem bin ich mit dem Sound in der Regel zufrieden.


    Aber um auf Danys Problem zurückzukommen, wenn's tatsächlich kein Fehler des Fells ist, würde ich mal Aquarian Texture Coated testen, die haben echt krasses Coating. Hatte länger keins mehr und erst seit kurzem wieder eins im Einsatz. Ich bin erstaunt, wie robust das ist, und es bleibt sogar deutlich länger weiß, scheint mir.

    ....ich mein das wurde doch schön im Post 5 dargelegt worums Dabei hauptsächlich geht, also den Anspruch Warum, Weshalb, Wozu.


    Habb isch doch verstanden ;)
    Mich aber halt nur gewundert, weil ich so ein Phänomen selbst nicht kenne bei meinen Floor Toms in eher tiefer, fetter Stimmung. Und da ich lernbegierig bin, interessieren mich solche Details.

    Versteh das Unterfangen nicht. Beim Preis des Force 507 lohnt es sich eigentlich nicht, der Optik wegen Maßnahmen zu ergreifen, die schon fast den Zeitwert übersteigen dürften. Ich würde mir das sparen und schon mal in die Sparbüchse für ein tolles neues Set stecken ;)

    Auch hier die Rückmeldung, dass andere Fälle gekauft werden. Nicht unbedingt wegen der Haltbarkeit, aber wegen des riesengroßen Logos


    Schön finde ich das Logo auch nicht, aber ist da irgendein Fellhersteller besser???
    Evans-Logos waren doch schon immer schrecklich prominent, und Aquarian haben mir früher mit schlichtem Namensschriftzug auch besser gefallen.
    Verarbeitungsqualität, Klang, Preis, das mag alles schlüssig sein, aber das Logo-Design als Grund für einen Wechsel klingt ziemlich albern.
    Na ja, wie auch immer, wenn so ein Fell nach ein paar Stunden so ausschaut, ist es entweder ein Montagsprodukt oder falsche Schlagtechnik. Auch wenn ich Zweiteres offen gestanden eher vermute, darf das bei einem renommierten Hersteller eigentlich nicht passieren.

    Ich bin zu alt für Metall


    Dachte ich auch immer, allerdings bin ich in den letzten paar Jahren wieder auf den Geschmack gekommen. Meine Slingerland COB klingt mit Skyntone so dermaßen fett für Old School Jazz, dass es eine Freude ist. Und mit ner LM402 kannst eh so ziemlich alles machen.
    Da langweilen sich meine Holzschnarren eigentlich nur noch im Keller.

    Ich denke, jeder Ansatz, seinen eigenen musikalischen Horizont zu erweitern, hilft dabei, innerhalb der Band musikalische Impulse einzubringen. Ein Harmonieinstrument zu spielen, ist eine super Ergänzung, etwas theoretisches Wissen zu Komposition, Harmonielehre u.ä. kann ebenfalls sehr hilfreich sein. Schon das Verständnis für definierte Tonlängen ist für uns Drummer ja nicht ganz selbstverständlich. An der richtigen Stelle ein Crash nicht einfach abzustoppen, sondern gemeinsam mit allen EXAKT ein Achtel klingen zu lassen, trägt vielleicht dazu bei, ein durchschnittliches Arrangement zu einer ausgefuchsten Komposition werden zu lassen.


    Ich habe mal für eine Funk-Coverband mit mehrstimmigem Bläsersatz sämtliche Originaltracks am PC transkribiert und dadurch echt viel gelernt. Zumal ein Teil der Herausforderung war, 5 bis 6 Originalstimmen auf unsere 3 "einzudampfen", ohne den typischen Charakter zu verlieren. Gibt also etliche Möglichkeiten, wo man sich auch als Drummer einbringen kann. Auch analytisch Musik hören ist nicht zu unterschätzen. Von wem lernt man besser, wie man gute Musik komponiert, als von den ganz Großen?


    Zum Beispiel bin ich im Erfinden von Hooklines, Harmonien und Texten völlig unkreativ. Wenn aber jemand anderes da vorarbeitet, tu ich mich leicht, eine interessante Instrumentierung oder gute Übergänge zu finden. Da muss man vielleicht auch rausfinden, wo man selbst Stärken hat.

    Also diese Sticks wären bei mir schon längst zum Brennholz gewandert, lange bevor ich irgendein Fell getauscht hätte. Solche Tips können einfach nicht mehr klingen, vor allem wird das bei Ridepatterns hörbar. Würde mich nicht wundern, wenn genau das zum vorschnellen Abrieb des Coatings beigetragen hätte.

    Mir geht's wie Hochi. Immer wieder hört und liest man vom schlechten Coating, nur man selbst erlebt es nicht. Paralleluniversum?


    Gerade mit dem Wissen, dass du eher streichelst als prügelst, fällt es mir schwer, an Überforderung des Materials zu glauben. Ich weiß, dass ich situativ durchaus auch mal ordentlich "backbeaten" kann, ohne dass mein Coating die Grätsche macht. Manche meiner Felle sind seit Jahren montiert und halten viele Spielstunden klaglos durch. Das einzige Defizit nach längerem Gebrauch ist das Abschmirgeln des Coatings und ein Verlust der optimalen Textur fürs Besenspiel.


    Lediglich die Flecken auf Remofellen sind deutlich sichtbarer als z.B. auf Ludwig-Fellen, die nach ähnlicher Spieldauer noch fast blütenweiß sind, während Remos schon ziemlich schmuddelig aussehen.

    Wonach hast du denn diese beiden Modelle ausgewählt? Bzw. weshalb die Festlegung auf 8" tiefe Modelle?


    Nicht dass ich dich davon abhalten möchte, aber ich erinnere mich an mehrere Erfahrungen früherer Jahre, als ich einfach durch "Hörensagen" Trommeln aufgrund gewisser technischer Spezifikationen für geeignet hielt (Kesseltiefe, Kesselmaterial, Die Cast Hoops, wasauchimmer), ohne jemals einen Hörtest durchgeführt zu haben.
    Das Ergebnis war nicht immer, wie ich es mir vorgestellt hatte...


    Tatsächlich sollte man immer im gut sortierten Fachhandel mit eigenen Ohren testen, welcher Sound einem zusagt. "Bauch" bekommt man nämlich mit 6,5 " Kesseln schon reichlich, je nachdem, was man mit diesem unschafen Begriff genau assoziiert und welche Stimmung man wählt. Der kürzere Kessel sorgt i.d.R. - beispielsweise - für direktere Teppichansprache, was für Drummer mit einem Hang zu Ghost Notes durchaus charmant ist.


    Gerade, wenn du nicht wie einige hier schon über 20 Snares verfügst, dir aber noch eine 8" zum Glück fehlt, halte ich es für Erfolg versprechender, mit 300 Euro bewaffnet ins Geschäft zu gehen und vor Ort alle Optionen durchzutesten, auch die etwas flacheren. Selbst wenn dann vor Ort nichts dabei ist, wird die Vorstellung deutlich klarer, was du für "deinen" Sound brauchst.


    Man sollte zumindest im Hinterkopf haben, dass so tiefe Eimer schon relative Spezialisten sein können, die nicht gerade auf Vielseitigkeit ausgelegt sind. Wenn du genau das suchst, ist es prima. Je vielseitiger deine musikalischen Vorlieben sind, umso vielseitiger sollte aber vielleicht auch ein Instrument sein. Und dann mag vielleicht 6,5" Tiefe der bessere Weg sein.

    Ok, das Finish wäre nach derzeitiger Lage nicht mein Traumfinish, aber ein Renown ist ein rundum taugliches Arbeitspferd. Mehr KANN man zwar investieren, braucht es aber wirklich nicht.
    Und dieses Finish übersteht wahrscheinlich sämtliche Moden unbeschadet und passt auch in 20 Jahren noch auf jede Bühne.
    Gratuliere zum Erwerb :)