Beiträge von trommla

    Ich würde gerne mal wissen, welchen Winkel dein Beater bei kompletter Entlastung zum Fell einnimmt. Deine Bewegung startet so dicht am Fell, dass die Neutralposition möglicherweise viel zu steil ist.

    Eine IC kann man hervorragend mit geringer Federspannung spielen, mache ich seit vielen Jahren.

    Eine Erhöhung verschleiert eher das Symptom einer falschen Technik, als dass es irgendwas löst. Klar, das Ergebnis könnte ein einzelner Schlag sein, nur lassen sich schnelle Doppelschläge (wann braucht man die schon? ;) ) damit wiederum schwerer kontrolliert umsetzen. Ich wäre also vorsichtig.


    Edit: mal noch als Ergänzung, neben dem Beaterwinkel beeinflusst auch die Masse des Beaterkopfes die Stärke des Wumms. Die IC hat eher leichte Köpfe, mit denen man zwar sehr kontrolliert spielen kann, aber der schwere Kopf einer DW oder Eli vermittelt natürlich mehr Power unter dem Fuß. Wäre ich dein Lehrer, würde ich dich auffordern, die Maschine mitzubringen zum Unterricht, um Fußtechnik und Pedal gemeinsam zu optimieren. Mir scheint, du hast noch gar nicht angefangen, Bewegung und Technik aufeinander abzustimmen.

    das andere video ist ja ein anderes problem, wenn ich ein kräftiges bum brauche hebt sich mein Fuß vom pedal ab und der Schlägel kommt vorne an das Fell

    vlt. sollte ich den Beater am Fell lassen

    Das hab ich gemerkt, und auf beides kann die Antwort eben nur lauten "mehr bzw. gezielt üben".

    Während der Nachschlag zu einem gewissen Teil vom Equipment herrühren kann (Fell- und/oder Federspannung), scheint mir dein Vorschlag primär ein spieltechnisches Problem zu sein. Dein Upstroke, um es analog zu den Händen zu bezeichnen, stimmt nicht. Mir scheint, dein Fuß will sich zum Schwung holen vom Pedal abstoßen, und das funktioniert natürlich nicht ohne die Gefahr eines Vorschlages. Actio gegengleich Reactio, sagt man in der Physik. Der Impuls sollte aus dem Bewegungsapparat von Fuss und Bein kommen, ohne Druck aufs Pedal auszuüben.

    jetzt frag ich mich grad, was du eigentlich von uns willst. Die ersten Videos zeigen uns eindeutig einen Nachschlag, und wenn wir den erörtert haben, demonstrierst du uns plötzlich ein ganz anderes Problem? Watt denn nu?


    Scheint mir in jedem Fall eine Frage deiner Technik zu sein, aber da bin ich jetzt raus, denn üben musst schon du selbst.

    Schöne Idee, so eine Videoreihe. Leider konnte ich mir das von dir verlinkte Video nicht sehr lange ansehen, spätestens als Daniel Denglish zu sprechen begann, suchte ich die Stopptaste.


    Hast du bzw. habt ihr als Bonedo-Reaktion Erfahrungswerte, was das "Internationalisieren" von Videos betrifft? Meines Erachtens bringt das nämlich bei regional/national bekannten Seiten wenig bis gar nichts, da die weltweite Drummer-Community wenig bis gar nicht nach Deutschland schaut, wenn man mal von Sonor und Meinl absieht. Bonedo als Portal scheint auch nicht unbedingt den internationalen Markt im Blick zu haben, sonst gäbe es sicher die Option, Englisch als Menüsprache zu wählen.


    Das ist wirklich nur meine persönliche Meinung, aber ich finde, es hört sich nach völliger Überschätzung der eigenen Reichweite an, wenn man glaubt, "der Markt" wolle, dass man seine Videos auf Englisch präsentiert. Warum nicht englisch untertiteln, wenn man tatsächlich die kleine Chance nicht vertun will, ein internationales Publikum erreichen zu können? Dann fiele bei Spießern wir mir das Fremdschämen weg, und ich sähe mir das Video gerne bis zu Ende an.


    Nur mal so als Gedanken, ohne euer Engagement in irgendeiner Weise schmälern zu wollen.

    ..und du bist ja gut..nennt man auch Musik. :wacko: ...Erstmal können....

    Sorry, sollte nicht überheblich rüberkommen. Das ist doch eigentlich das Level, das man eigentlich als Musiker anstrebt, oder? Sein Handwerkszeug so beieinander zu haben, dass man solche Dinge intuitiv und eben musikalisch einsetzen kann, statt trainierte Patterns abzuliefern.

    Dass man dazu erst mal die entsprechenden Patterns trainiert haben muss, darum kommt man wohl nicht herum.

    Hmm, da gibt's keinen festen Begriff. Das Ride-Pattern könnte man vielleicht wie im Latin als Cascara bezeichnen, der gesamte Groove hat auch was von Second Line Feeling, finde ich.


    Das dürfte wohl eher intuitiv gespielt worden sein, nennt sich auch "Musik" ;)

    Ich glaube zu wissen, was du meinst, es gibt aber m.E. keinen Begriff dafür. Das sind einfach rhythmische Variationen, die die Funktion eines Drumfills übernehmen, ohne dabei den Groove zu unterbrechen. Im einfachsten Fall das, was Phil Rudd bei ACDC ständig macht z.B. an der richtigen Stelle die Snare statt auf 4 auf 3+ und 4+ zu nageln. Viel mehr macht er ja in der Regel nicht, keine "Big Fills" etc.


    "Chops" sind doch nichts anderes als "Licks", also ein Oberbegriff für eingeübte Figuren (ohne nähere Bezeichnung oder Funktion). Halt was zum Angeben ;)

    Wenn du in das Fell spielst, probier mal die Feder so locker wie möglich zu machen, so bleibt der Beater besser "kleben"

    Ich würde, bzw. habe es ja schon implizit so formuliert, dass eine lose Federspannung generell Vorteile bietet. Zwar ist das "aus dem Fell spielen" so etwas anspruchsvoller zu lernen als mit hoher Federspannung, aber eine lockere Feder macht eben beides angenehm möglich. Geschwindigkeit ist ebenfalls gut trainierbar, ob nun mit Single Bass Pedal oder zwei Füßen.

    Eine Pedaleinstellung, bei der das Gerät dir durch die hohe Federspannung die "Arbeit" abnimmt, mag im ersten Moment zwar angenehm sein, allerdings meiner Meinung nach auf Kosten der Kontrolle in diversen Settings.

    Prima, die Videos helfen weiter. Für mich klingt es ziemlich exakt so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ein altes Fell auf einer schlecht/nicht gestimmten Bass Drum, daran ein Drummer mit etwas ungeübtem rechten Fuß, der versucht, mit einer suboptimal eingestellten Maschine zu spielen. Also ein Zusammenwirken verschiedener Komponenten.


    Häufig sind solche Probleme bei mir eine Kombination aus Fell- und Federspannung gewesen, insbesondere wenn der Beater im Fell stehen bleibt. Da ich allerdings inzwischen auch (fast) ausschließlich den Beater zurückkommen lasse, funktioniert es bei mir besser.


    Zur Lösung deines Problems würde ich mit nagelneuem Fell beginnen und erst mal die BD durchstimmen. Bei mir klappt es i.d.R. gut mit ziemlich losem Schlagfell, das ich je nach Trommel noch etwas zusätzlich dämpfe (Handtuchrolle o.ä.). Das Reso stimme ich etwas höher, um damit den Ton reinzubekommen, der beim Schlagfell fehlt. Also Kick vom Schlagfell, Ton vom Reso. Dann an der FuMa mit der losesten Federspannung beginnen und gerade so viel anziehen, dass die Trittplatte meinem Fuß beim loslassen folgt. Die Platte sollte weder von unten an die Sohle drücken, noch hinterherbleiben. Bei mir ist das Ergebnis immer noch eine ziemlich lose Federspannung, aber damit kann ich dann gezielt trainieren. Wer meint, für schnelles Spiel braucht man ne harte Feder, sollte sich mal Buddy Rich anhören. Der hat mit laschen Federn mit Sicherheit nicht gerade langsam gespielt. Und ich meine mal gelesen zu haben, dass er teilweise ganz ohne Feder geübt haben soll.


    In zweiter Instanz kann man auch mal den Beaterwinkel und den Winkel der Trittplatte hinterfragen, das könne den individuellen Spielkomfort noch etwas erhöhen.

    Ich kenn das nur umgekehrt, ein leichter Schlag NACH dem eigentlichen Schlag.

    Das habe ich auch schon erlebt, so wie du eher nicht.


    Manchmal frage ich mich allerdings, ob du uns mit deinen Fragen nicht manchmal nen Bären aufbinden willst. Ist dir oft langweilig? ;)


    Aber mal ganz neutral betrachtet. Nimm dir doch bei deinen Anliegen öfter mal die Zeit, erst mal selbst Antworten zu finden. Dadurch lernt man deutlich mehr und effektiver, als wenn man für jede noch so kleine Sache gleich die Schwarmintelligenz bemüht. Ich sag nur Abschlag nach dem...


    Natürlich kommst du u.U. an den Punkt, an dem du selbst keine Lösung findest, aber Versuch macht kluch. Wenn da nicht ein ganz unerwartetes Problem vorliegt, tippe ich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf falsche Einstellungen (Fell, FuMa, Federspannung) gepaart mit inkompatibler Fußtechnik. Ich teste bei auftretenden Störgeräuschen gerne mal, ob ich das mit der Hand auf dem Pedal reproduzieren kann. Erstens ist meine Hand geschickter, zweitens kann ich mit dem Kopf neben dem Pedal genauer sehen und hören, was da genau passiert.


    Und wenn dann die Ursache gefunden ist, bleibt vermutlich Üben, bis der Arzt kommt, um präzise treten zu lernen.

    Die einschlägigen Hersteller haben meines Wissens nach durch die Bank solide Modelle, ob nun DW, Yamaha, Tama, Pearl oder Sonor draufsteht. Zum einen gibt es aber ganz unterschiedliche Preiskategorien, andererseits unterscheidet sich eine Tama Iron Cobra beispielsweise spürbar von einer DW5000 spürbar von einer Pearl Eliminator bei ähnlicher Preisgestaltung.

    Ich mag es beispielsweise, nicht zu viel Masse bewegen zu müssen. Elis und DWs fühlen sich unter meinem Fuß schon eher schwer (nicht -fällig!) an, während ich mich mit der IC und ihren leichten Beatern sofort angenehm zuhause gefühlt habe. Mit verschiedenen Beatern auf dem Markt kann man da natürlich noch Feintuning betreiben.

    Ballroom Schmitz hat völlig Recht, Pedale sollte man vor dem Kauf austesten.

    Der Effekt mag je nach Snareständer variieren, zeigt aber auch, dass der Snareständer das Sustain ebenfalls einschränkt.

    Auf einem alten Sonorstativ wurde mein 13er ebenfalls hörbar abgewürgt, bis ich auf die Auflage Moosgummi aus dem Baumarkt montiert habe. Danach: annähernd der Klang, den ich auch am Spannreifen gehalten erzeuge.

    Auf einem Tama-Ständer neuer Bauart klingt das Tom völlig "frei", da hat Tama allerdings auch eine Art Entkoppelung mit eingebaut d.h. die Auflagen sind etwas federnd gelagert. Prima Idee!

    Ich hatte weniger sustain, egal wie ich das system angebracht habe

    Ob ich nun mehr oder weniger Sustain habe, ist mir ehrlich gesagt egal. Sicher kann ich aber (ganz ohne Psychoakustik) feststellen, dass die einzige Trommel, an der ich ein St-System nachgerüstet habe, damit deutlich runder, voller und weniger abgewürgt klang. Hätte das 12" Tom meines Catalina nämlich mit der Werksaufhängung nicht scheiße geklungen, hätte ich gar nicht damit experimentieren müssen. Mein 13" Vintage Tom hingegen klingt auf einem Snareständer so "komplett", dass ich keine Not habe, irgendwas nachzurüsten zu müssen.


    Der Effekt einer funktionierenden freischwingenden Aufhängung kann ein verbesserter Klang sein, aber die Länge des Sustains ist nicht zuletzt eine Frage der Trommelkonstruktion in Verbindung mit dem Fell. Eine funktionierende Aufhängung zaubert da nix hinzu, sondern nimmt nur nix weg. Dass dein Freischwinger was weggenommen hat, ist ärgerlich, kommt aber bauartbedingt oder durch falsche Montage durchaus vor, hab ich jedenfalls (s.o.) auch schon erlebt.

    Das ist mir schon klar. Aber wenn er die Alpines als wirkungslos empfindet, dann könnte es der Maßanzug auch sein. Es soll ja Menschen geben, bei denen bestimmte Sinne über- oder unterentwickelt sind. Wenn er mit Alpines den Schlagzeuglärm gerade so ausgehalten hat (so liest sich das für mich), dann könnte das mit Otos auch passieren, nur dass man dann deutlich mehr Geld ausgegeben hat. Wie gesagt, gut klingender Lärm bleibt immer noch Lärm, wenn's im Trommelfell juckt.

    Ok, dann würde ich wohl auch nach Alternativen schauen. Obwohl das dann möglicherweise eher am Träger und dessen Geräuschempfindlichkeit als am Stöpsel gelegen haben könnte ;)

    Umso mehr würde ich mich fragen, ob dann eine teure angepasste Lösung die richtige Investition ist. Wenn nämlich die Dämpfung ähnlich, nur der Frequenzgang besser ist, könnte es ja passieren, dass du danach feststellst, dass die auch nicht wirklich mehr hilft als die 30 Euro-Lösung.

    Schönerer Lärm bleibt ja für die Ohren trotzdem Lärm und damit potenziell schädlich.

    Ich kann mich zumindest dani808 anschließen, dass die Alpines deutlich was abhalten, selbst auf Stufe Weiß.

    Mit meinen Otos ist es immer angenehm und ich kann dynamisch agieren ohne Angst zu haben.

    "Dynamisch" heißt aber auch, mal leise zu spielen, statt laut und noch lauter, auch wenn wir Drummer das nicht gerne hören. Sorry, der musste jetzt sein ;)

    In meinen Noten finde ich übrigens mindestens genauso oft p oder pp wie f oder gar ff.

    Ich darf jetzt doch mal etwas polemisieren. Wenn die Alpine nix bringen, dann MUSS die Band zu laut sein. Ich nutze die Teile seit vielen Jahren mit dem weißen Einsatz (geringste Dämpfung), und ich komme in jeder Situation damit klar. Gut, ich spiele nicht die härtesten Stile, die man sich vorstellen kann. Aber wer glaubt, Musik muss laut sein, hat m.E. irgendwas nicht verstanden. Klar klingen Röhrenamps nicht ohne eine gewisse "Arbeitslautstärke", aber wenn die schon zu klingeln in den Ohren führt, braucht's vielleicht nur nen 20 Watt Combo statt nem 100 Watt Full Stack.


    Um seine Ohren vor Schäden zu bewahren, braucht's weder angepasste Otoplastiken noch sonst irgendwelchen Schnickschnack, sondern Disziplin beim Musizieren, dann kann man mit Alpine und Co durchaus arbeiten. Klar wird der Sound etwas "mumpfig", das wird aber physikalisch aufgrund der unterschiedlichen Energie lang- und kurzweiliger Frequenzen nicht anders gehen.


    Angepasste Einsätze dichten natürlich die Ohrmuschel besser ab, da jedoch die Alpines schmal genug sein sollten, den Gehörgang zu verschließen, hängt der Erfolg -normale Anatomie vorausgesetzt - vom korrekten Einbringen ab. Angepasste Otoplastiken sind erst dann eine sinnvolle Option, wenn es um IEM geht. Und selbst da gibt es Topdrummer, die handelsübliche In Ears mit simplen Stöpseln nutzen, wenn ich verschiedene Interviews richtig im Hinterkopf habe.

    Klasse gemacht, da kann man sich jetzt wohl drauf gefasst machen, dass Eisenbiegerei zum neuen Hobby vieler Drummer wird.


    Mich würde der Sound interessieren. Bislang konnten mich solche Mini-Bassdrums in Geschäften klanglich selten überzeugen, schon meine 18er ist mir akustisch manchmal zu winzig. Aber häufig liegt das wohl an der (natürlich falschen) Erwartungshaltung, der Rumms könne annährend mit richtigen Bassdrums konkurrieren.


    Allerdings sehe ich den Benefit solcher Kompaktlösungen nicht primär auf kleinen Bühnen, sondern auf dem Weg zu selbigen (=Transportfreundlichkeit). Ich kann mich mit meinem Bop-Set bei Bedarf sehr klein machen und hab noch auf (fas) jeder Mini-Bühne spielen können. Aber es bleibt halt ein komplettes Set mit aller damit verbundenen Schlepperei.

    Da der Großteil der Drummer nicht so spielt, kann der Vorteil nicht so groß sein

    Es gab Zeiten, da sah das ganz anders aus. Bis in die 80er sah man etliche Rockdrummer Trad spielen (Cozy Powell, Mick Tucker etc.).


    Ich denke, seit Drummer zunehmend "artistisch" tätig sind, statt zurückhaltend-geschmackvoll Musik zu begleiten, lassen sich die Grenzen des Machbaren tatsächlich im Matched Grip deutlich effektiver steigern. Die technischen Limitierungen vom Trad. Grip wurden ja bereits dargestellt.