Was halt vereinzelt vorkommt, sind irgendwelche Frankenstein-Snares, die dann mit einem Fake-Badge versehen und als irgendwas edles ausgegeben werden. Erkennt man aber in der Regel sofort als fragwürdig.
Beiträge von trommla
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Ich habe drei Sets unterschiedlicher Preiskategorien, wobei ich mich mit der Zuordnung immer etwas schwer tue. Kurz nach dem Erwerb meines Catalina Club Jazz (Shellset für damals 520 Euro) hatte ich ein Canopus Bop Set für etwas den 5-fachen Preis unter den Sticks und könnte nicht behaupten, dass mein minimal gepimptes Catalina weniger Spaß gemacht hätte oder der Sound irgendwie schlechter gewesen wäre. Natürlich macht sich die höhere Preisklasse in ein paar Details bemerkbar, allerdings gab es noch keinen Punkt, bei dem ich mir irgendwann gewünscht hätte, doch mehr Geld investiert zu haben. Ebenso wenig fühlt sich mein Sonor Vintage Series Set beim Spielen "besser" an, obwohl es ebenfalls schon unter "gehoben" laufen dürfte. Die unterschiedlichen Größen und daraus resultierende Klangdetails ergeben für mich schlicht einen anderen Einsatzbereich.
Man könnte es unter dem alten Satz zusammenfassen: so billig wie möglich, so teuer wie nötig.
Je individualistischer die eigenen Ansprüche sind, umso schneller läuft man wahrscheinlich Gefahr, bei den individuell konfigurierbaren Toplinien mancher Hersteller zu landen. Für deine unspektakuläre Standardkonfiguration würde ich vermutlich ein Mittelklasse-Shellset mit einem Hardwarepaket von Tama oder Yamaha kombinieren, die in meinen Augen einfach das beste Preis-Leistungsverhältnis bieten. Ein Yamaha Stage Custom reicht völlig aus, ebenso ein Gretsch Catalina Maple, ein Mapex Armory, ein Sonor AQ2, whatever.
Da bin ich ehrlich, mir muss ein Set optisch gefallen, klanglich bekomme ich es schon so gestimmt, dass ich Spaß habe.
Wie Tom schon schrub, Becken sind da wesentlich heikler, weil nicht stimmbar. Da kommt mir nur die Profiliga ins Haus.
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Trat das Problem denn nur bei dieser einen Aufnahme auf? Ich habe bei mehreren Snares schon derartiges Verhalten erlebt, wenn ich sie bei mir im Wohnzimmer durchstimme, und auf der Bühne oder im Studio ist alles ok. Will heißen, manchmal ist es vielleicht nur der falsche Platz im Raum, der Störfrequenzen begünstigt.
Waren denn alle Maßnahme noch im Rahmen der Session im gleichen Raum? Oder blieb das Störgeräusch nach dieser Erstmanifestation in diversen Umgebungen bestehen? Nicht dass sie durch irgendetwas Schaden genommen hat. Aber das wäre dir altem Hasen ja sicher sofort aufgefallen.
War die Snare neu oder gebraucht? Vielleicht käme ja noch ein Umtausch in Betracht. -
Hätte jetzt auch für einen ordentlichen Schliff gevoted, zumindest wenn das Zeug nicht ständig auf- und abgebaut auf Reisen ist.
Gehe ich recht in der Annahme, dass du von einem Akustikset mit Triggern sprichst, das du als E-Set nutzt? Eine andere Variante könnte sein, auf die Unterseite der gekürzten Trommel dann wieder die Böckchen zu schrauben und ein Resofell zu montieren. Bei einem E-Set wäre die Gratung dann ziemlich egal. -
Solche Sets gehören auf riesige Open Air Bühnen oder auf Poster. Alles andere ist Unsinn. Es gibt nichts, was man nicht mit weniger Trommeln auch spielen könnte, zahlt aber immens mehr Kohle für solche Buden.
Und wenn man mal irgendwann auf dem Niveau ist, regelmäßig auf irgendwelchen Bühnen zu stehen, wird man schnell feststellen, dass erstens die Schlepperei enorm ist und zweitens jede zweite Bühne gar nicht ausreichend Platz für so ein Monsterkit bietet. Spätestens dann lässt man 50 % seines Gerödels lieber im Keller und begnügt sich mit einem halbwegs kompakten Aufbau.
Oder man schafft es bis in die Liga, in der man üblicherweise an den fertig gedeckten Tisch kommt und nur noch die Show spielt, um danach ins hübsche Hotel gefahren zu werden.
Zum Einkauf ist eigentlich alles gesagt, außer vielleicht der Hinweis, dass die meisten Drumläden auch Mitarbeiter beschäftigen, deren Aufgabe es ist, Kunden bei der Erfüllung ihrer Wünsche zu beraten. Mit diesen vor Ort zu sprechen kostet zwar Überwindung für diejenigen, die fast ausschließlich über die Finger kommunizieren, geht aber erfahrungsgemäß zielgerichteter und schneller als die "Problemlösung" mittels Foren. Die großen Versender in D sind alle aus Ladengeschäften heraus entstanden und telefonisch meist gut erreichbar, falls die Anreise doch zu weit wäre.
Sobald du ein oder mehrerer Angebote in deiner Wunschkonfiguration vorliegen hast, kannst du uns die ja hier vorstellen und um Einschätzung bitten. Das hilft dann unter Umständen echt weiter, wenn man sich schwer tut, Preise oder Qualität einzuschätzen.
Zum Thema Preis noch ein Gedanke. Solche Monstersets nach Kundenwünschen sind in der Regel schweineteuer, zumal der Einzeltrommelservice häufig den teureren Serien vorbehalten bleibt. Sollte es im Mittelklassesegment eine geeignete Basiskonfiguration mit ein paar Erweiterungsmöglichkeiten geben, brauchst du dir keine Sorgen machen. Die einschlägigen Marken bieten heute schon im Einstiegsbereich teils beachtliche Qualität, und aus einem Mittelklasseset holt ein geübter Stimmer mit guten Fellen fantastische Sounds raus, mit denen man in jeder Band und auf jeder Bühne ne gute Figur macht.
Auf Vorgaben wie "ungebohrte Bass Drum" würde ich mich daher nicht sklavisch festlegen. Irgendwann vor einigen Jahrzehnten hatte die Drum Community mit Hilfe von Fachpresse und Herstellern die Eingebung, dass Ungebohrt besser sei und die optimale Profi-Bass Drum ohne Rosette daher kommen müsse. Seitdem wird dieses "Feature" (Wo sonst wird das Fehlen von irgendwas als Feature angepriesen, hihi) vor allem bei höherpreisigen Sets angeboten, wohingegen solide Mittelklasse mit den minderwertigen Rosetten ausgestattet wird (Achtung: Ironie ;))
Obwohl ich lange Zeit dem Hype ebenfalls anhing, hat sich für mich nie auch nur ein Hinweis ergeben, dass ungebohrte Bass Drums ein Mü besser klingen. Und unrund wurde mir auch noch keine BD mit Tomhalterung drauf, weil zwei ordentlich gestimmte Felle vorne und hinten dem Kessel offensichtlich doch ausreichend Steifigkeit verleihen. Klar, wenn solcher Marketingunsinn so weit ins Unterbewusstsein eindringt, dass man "oben ohne" schöner findet, ist das auch legitim. Aber eben wenig plausibel.Edit: zu den Vorpostern noch was. Pörl ist ne tolle Marke, aber viele andere Marken sind das auch. Versuch dich erst mal nicht, von Werbeträgern wie Jordison leiten zu lassen. Dass der so schnell ist, kommt vom Üben, nicht von der Marke Pearl
Und alles, wo der Name eines berühmten Endorsers draufbappt, ist erfahrungsgemäß von der Preis-Leistungs-Relation eher "ungünstig". Manches sogar ziemlich mittelmäßig. Hab ich mir sagen lassen, ich kauf nämlich solche Produkte meist nicht. -
Manchmal hat es doch Vorteile, Markenhersteller wie Sonor oder Tama zu spielen, bei denen man so ungefähr jedes Ersatzteil nachkaufen kann

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Ist zwar interessant, ob man die Kugel alleine austauschen könnte. Allerdings solltest du auch gut gebrauchte Sonor-Halterungen mit Kugelgelenk bekommen. Die Dinger werden relativ regelmäßig bei Ebay-Kleinanzeigen angeboten und kosten nicht die Welt.
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Ich würde es ja spontan mit Gretsch Renowns versuchen. Gleicher Hersteller, gleiches Material, soweit ich es im Kopf habe gleiche 30° Gratung, nur etwas andere Kesseldicken und andere Kesselhardware. Wahrscheinlich sogar im gleichen Werk in Asien gefertigt. Einzeltrommeln gibt es auch, zwar nicht in Hülle und Fülle, aber deine Größen sollten drin sein.
Und ein Renown sollte man auch in gut sortierten Schlagzeugabteilungen finden können, um den Sound vor Ort zu beurteilen.
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Ich hatte den Fred ja bislang links liegen lassen, da ich aktuell eh keine Möglichkeit habe, meine Version zu recorden. Vielleicht kann man das ja in absehbarer Zeit direkt aus den Hirnwindungen raus als Drumtrack extrahieren!

Ich find ja klasse, was ihr hier so zum Thema abliefert. Natürlich hatte ich keine Hemmungen, mir jeden Track anzuhören, wenn ich schon nicht mitspielen kann. Meine eigene Meinung werde ich aber diskret für mich behalten, so lange ich nicht selbst in die Arena steige und mich dem Publikum stelle.
Der eine oder andere Ansatz hat mich auf jeden Fall zu einem breiten Grinsen veranlasst, vor allem wenn die Interpretation unter die Rubrik fiel "wär ich jetzt überhaupt nicht darauf gekommen." Die geshuffelten Versionen waren so Fälle, wobei ich letztendlich zum Punkt kam, dass ein straightes Feeling doch insgesamt besser ins Ohr läuft. Aber ich hab wieder mal bemerkt, wie unterschiedlich man Dinge doch wahrnehmen kann.
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Weniger als 300 Euro würde ich für einen neuen Beckensatz nicht anlegen, wenn guter Klang tatsächlich eine Priorität ist.
Das fände ich für ein Schülerset auch angebracht. Wie oft liest man, dass Schüler sich an der Ausstattung des Lehrers orientieren bzw. erwähnen, dass die Instrumente des Lehreres "natürlich besser klingen als mein Anfängerzeug".Eine echte Empfehlung möchte ich nicht aussprechen, dazu gibt es inzwischen einfach zu viele Alternativen auf dem Markt. Ich persönlich finde B20-Bronze die "musikalischere" Legierung mit mehr Klangfacetten, daher würde ich im Lager der B20-Türken suchen gehen. Aber ob das nun Zultan, Masterwork, Sonor Armoni oder Fame Masters sind, ist so lange für mich nicht entscheidend, wo es nicht um den besonderen Klang eines bestimmten Beckens geht. Gerade wenn man ein ganzes Set sucht, sollte es im Set halt keine Ausreißer geben.
Die einschlägigen B8er Kandidaten wie Paiste Alpha sind mir meist zu eindimensional d.h. gerade nuanciertes Spiel hört sich darauf nicht unbedingt umwerfend an. Sichere Beherrschung unterschiedlicher Dynamiken macht unter anderem einen guten Drummer aus, sollte also auch im Unterricht abgebildet werden. Eher jetzt wieder ein Aufschrei kommt: natürlich trifft das nicht auf alle B8 Serien zu, aber da wird es dann auch schnell kostspielig.
Im übrigen finde ich den Lehrer gut, der seinen Unterricht mit Begeisterung durchführt. Mir fällt das leichter, wenn ich auch von meinem Arbeitsmaterial begeistert bin. Daher haben meine Schüler immer teure Becken aus meinem Bestand spielen dürfen. Angst vor Beschädigung hatte ich nie, weil ich ja ein Auge drauf habe und bei unsachgemäßer Behandlung intervenieren kann.
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Ja, das sind die typischen Stammtisch Sprüche. Alles wird immer schlimmer, früher war alles besser ... bloß keine Veränderung.
Haha, ja, da zitierst du nur leider den Falschen und hast den Kern meiner Aussage nicht verstanden. Es spricht zunächst mal überhaupt nichts gegen Youtube und die damit verbundenen Möglichkeiten. YT ist ein urdemokratisches Medium, weil erst mal jeder seinen Senf da reinstellen kann. Gleichzeitig ist es ein urkapitalistisches Medium, weil das Ziel vieler User unverhohlen die damit verbundenen, weitestgehen unreglementierten Gewinnerzielungschancen sind.Youtube zu verteufeln wäre wie die Erfindung des Buchdrucks zu verdammen. Klar wäre ein Leben ohne Youtube gut denkbar, haben wir Älteren ja lange genug erlebt. Nur hätte ich ohne das Youtube-Angebot viele Dinge - nicht nur beim Schlagzeug spielen - wohl nie gelernt oder mitbekommen.
Dass jedes neue Medium auch die Kunst verändert und sich dadurch wiederum das Medium selbst wandelt, ist ebenfalls nichts neues, sonst würden wir bis heute vielleicht Stummfilme in Schwarzweiß schauen. Aber wie es uns in der Fülle an Informationen im Internet heute oft schwer fällt, richtige von falschen Sachverhalten zu unterscheiden, wird es auch immer unschärfer, welcher Künstler durch kreative Begabung hervorsticht, und wer nur besonderes Talent bei Selbstdarstellung und -vermarktung hat. Postfaktisches Zeitalter halt. Und wenn wir uns daran gewöhnen, das Gros der YT-Selbstdarsteller als Standard zu akzeptieren, könnte das zur Folge haben, dass wirklich herausragende oder gar innovative Künstler keine Basis mehr finden. Klar, es war schon immer so, dass die Lauten und Auffälligen weiter kommen. Aber gegenüber omnipräsenten Stars der neuen Medien mit teils weltweiter Reichweite wird es ja nicht leichter, trotzdem noch seine Nische zu besetzen. Ist vielleicht a bisserl wie unzählige Ladengeschäfte, die gegen die Übermacht von Amazon und Co untergehen.
Na ja, hier ging's ja um was anderes, ich lass' mal gut sein.
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Jungs, hört auf euch zu streiten. Ihr seid beide begeisterte Drummer, die regelmäßig gute Beiträge hier im Forum lassen. Haut euch doch nicht in die Fresse, nur weil ihr unterschiedliche Schwerpunkte dabei habt und unterschiedliche Medien nutzt.
Außerdem ging's ja um DrummerINNEN, da gehört ihr glaube ich beide nicht dazu. Ich bin inhaltlich zugegebenermaßen voll bei Moe, ich kann mit der ganzen YT-Szene auch recht wenig anfangen. Aber andererseits muss man akzeptieren, dass die Nutzung von YT heute ein Wirtschaftszweig ist, den manche gekonnt bedienen und sich damit ein einträgliches Leben ermöglichen. Der Markt für Youtube-"Helden" scheint groß zu sein, warum muss man dann ständig lamentieren, dass es Menschen gibt, die daraus Kapital schlagen?
Ein anderer Punkt, der aber wieder sehr OT ist, ist die Frage nach der Qualität der überwiegenden Mehrzahl aller YT-Veröffentichungen. Noch nie in der Geschichte hat man Mittelmaß nach meinem Eindruck so viel Beachtung geschenkt wie im Zeitalter von Social Media, und ich fände es schade, wenn die Gesellschaft ein derart verzerrtes Bild von künstlerischer Qualität noch weiter vorantreiben würde. Irgendwie schafft sich der menschliche Intellekt langsam selbst ab

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Ach ja, die Grinsekatze

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Man sieht so selten Mädels an den Drums.
Wollte schon fragen, in welchem Paralleluniversum du trommelst. Inwischen gibt es doch reichlich Mädels, die sich auf YT präsentieren. Musikalisch sicher nicht alle erwähnenswert, aber das sind die Typen ja oft auch nicht, die dort Covers einstellen.Und auch wenn die gefeaturten Trommelmädchen komischerweise meist jung, hübsch und sexy sind, gefällt mir bei ihr besonders ihre spielfreudige Ausstrahlung. Mädels wie Sina oder Meytal (gibt's die eigentlich noch, oder ist sie schon zu alt fürs Geschäft?*duckundweg*) sind mir zu langweilig, auch wenn sie solide trommeln.
Sarah Thawer ist ne eigene Liga, die macht tatsächlich auch spielerisch ne Ansage, und auch Senri Kawaguchi ist natürlich technisch über jeden Zweifel erhaben, selbst wenn ihre Musik und ihr Stil so gar nicht meins ist.
Insgesamt finde ich den Vormarsch trommelnder Frauen super, wobei das live auf den großen und kleinen Bühnen dieser Welt anscheinend noch nicht so ganz angekommen ist. Da darf gerne noch mehr passieren. Allerdings unterscheide ich auch nicht wirklich, mir ist es egal, ob da ein Kerl oder ein Mädel grooved, hauptsache es grooved.
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Ich meine mich zu erinnern, dass ich meine Erfahrungen mit Cajonkauf schon mal an anderer Stelle beschrieben hatte. Falls ja, entschuldigt die Wiederholung.
Ich hatte glücklicherweise in München eine gute Auswahl vor Ort, so dass ich nicht gezwungen war, meine Kiste ohne Test online kaufen zu müssen. Und ich bin froh darum!!!
Meine Erkenntnis war nämlich, dass es wenig Sinn macht, nach Empfehlungen anderer blind zu kaufen. Mein Bruder und ich standen mehrere Stunden im Geschäft und testeten beinahe alle vorhandenen Modelle durch, wodurch ich sowohl die Gelegenheit hatte, selbst das Spielgefühl zu beurteilen, als auch aus Distanz verschiedene Modelle anzuhören.Es war tatsächlich nicht gerade einfach, eine Wahl zu treffen. Einerseits konnte ich absolut nicht erkennen, dass "Hersteller A gegenüber anderen besonders empfehlenswert sei". Es gab unterschiedliche Modelle verschiedener Hersteller, und verschiedenen Hersteller hatte ich auch in die engere Auswahl gezogen. Sehr schnell war mir dabei nur klar, dass die klassische Variante mit Saiten eher meinem Geschmack entspricht.
Andererseits musste ich feststellen, dass zwei gleiche Schlagwerk La Peru im gleichen Finish völlig unterschiedlich waren. Eins klang ziemlich durchschnittlich, das andere (ein CP4019 Cosmic, welches am Ende der Sieger war) für meinen Geschmack hervorragend. Lediglich ein mehr als doppelt so teures Pepote fand ich noch um Nuancen besser, aber den selbstgesteckten Preisrahmen wollte ich nicht signifikant überschreiten.
Selbst testen ist in meinen Augen also, wenn nicht Pflicht, dann doch zumindest sehr erhellend, wenn man auf der Suche nach einem schönen Instrument ist. Dafür würde ich durchaus mal ein paar Kilometer Anreise in Kauf nehmen bis ins nächste gut sortierte Geschäft.
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Du hast natürlich völlig recht, gegen Byzance gibt es nichts einzuwenden. Und wenn an einem Set mal wieder tolle Meinl-Türken hängen, laufe ich auch nicht schreiend davon. Allerdings gibt es ja immer Marken, die einen ansprechen, andere tun's halt nicht.
Da sind wir vielleicht gar nicht so viel anders als Fußballfans. Wer immer Dortmund-Fan war, wird mit Sicherheit nicht irgendwann für Schalke jubeln, selbst wenn die plötzlich Rekordmeister würden.
Und im Gegensatz zu Sabian, die bei Markteinführung Anfang der 80er erst mal hochwertige Becken produziert haben, gab's von Meinl halt Meteor, Laser oder Dragon, aber nix vernünftiges.
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Wow, überrascht mich trotzdem. Hatte bislang nie Probleme, wenn mal kurz etwas Gel auf dem Fell pappen blieb, außer bei Remo Skyntones, die an der Stelle tatsächlich "glasig" werden.
Bin zwar auch schon ne Weile bei nem Mitbewerber gelandet, der nicht so peppig blau daher kommt. Die verbringen aber nun schon Monate auf weiß-rauhen Fellen, ohne irgendwas zu hinterlassen. Gut, ich spiel auch mehr oder weniger nur Remo.Die Idee mit dem Snickers finde ich gut, alternativ könnte ich mich als Besitzer auch mit ein, zwei halben Bier zufrieden geben. Eine Snare, die gespielt wird, muss nicht makellos sauber sein, der Dreck kommt doch sowieso nach kurzer Zeit. Eine Vitrinensnare wird's ja wohl nicht sein?
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Mir scheint, das ist ne Generationenfrage. Ich kann mir auch ziemlich wenig vorstellen, was schlimmer ist als die frühen Meinl-Beckenserien
Allerdings hab ich ich trotzdem schon bei manch einem aktuellen Meinl-Becken aufgehorcht, welches ich im Geschäft angespielt hatte. Aber kaufen? Niemals!!!Zur Ausgangsfrage:
Ich kann absolut verstehen, dass man irgendwann mal anderes Besteck braucht. Die Alphas sind zwar für Rock passabel, aber wie viele B8er finde ich den Klang etwas eindimensional. Ich würde allerdings einen Austausch ebenfalls nicht zwingend "en bloc" mit einer kompletten Serie vornehmen. Manches spricht vielleicht noch für Crashes aus der gleichen Serie, aber Ride und Hihat sind doch eine völlig andere Baustelle und können für meinen Geschmack komplett losgelöst betrachtet werden.
Und ob man dann bei unterschiedlichen Serien EINES Herstellers fündig wird oder völlig breit aufgestellt ist, hängt mehr von ästhetischen Aspekten ab als vom Klang. Mancher (wie z.B. ich) mag es einfach lieber, wenn auf allen Becken das gleiche Logo prangt.Allerdings hängt die Aufdringlichkeit der Becken durchaus auch von der Spielweise ab. Selbst Alphas verlieren an Aufdringlichkeit, wenn man sie etwas sanfter behandelt. Die Becken trotz Power Drummings etwas sanfter zu behandeln, gehört übrigens zur hohen Schule des Spielens. Gerade abgenommen oder im Studio sind nämlich Becken im Vergleich schnell mal zu laut. Auch ein kraftvoller Drummer sollte es daher beherrschen, Becken gefühlvoll zu bedienen, um ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen.
Deine Spielweise von vorne herein nicht zur Disposition zu stellen, ist also vielleicht durchaus in Maßen überdenkenswert. Sein Instrument im Laufe der Jahre immer besser beherrschen zu lernen, ist ja schließlich nichts negatives.
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So ganz verstehe ich den Sinn deines Freds nicht. Wenn du aus Zeitmangel die Klemmung nicht analysieren konntest, kannst du sie ja zwischenzeitlich auch nicht reparieren. Schau dir die Dinger nach deiner Rückkehr in Ruhe an, dann solltest du das Problem erkennen und punktgenau reparieren können. Solche Dinger funktionieren eigentlich immer nach dem gleichen Prinzip, bei dem eine Stange mit geriffelter Oberfläche durch zwei konkave Backen mittels einer Feststellschraube geklemmt wird.
Versagen tun solche Dinger gerne man wegen Dreck im System, oder das Gewinde der Feststellschraube dreht leer, oder es fehlt eine Unterlegscheibe (Distanzstück), ohne die nicht genügend Anpressdruck entsteht. Eigentlich hatte ich jedoch bei dieser Art der Fixierung bei Sonor nie Verschleißprobleme, selbst über viele Jahrzehnte nicht.
Hab an einem Stativ mal dünne Moosgummischeibchen mit Klebefläche in die Nuten eingesetzt, das funktionierte gut und hielt. -
dany: gab es auch ohne Klöppel.
Allerdings wären mir tatsächlich keine Badges ohne "Löffel"
bekannt. Mal mehr, mal weniger prominent, tauchen die immer alleine oder in Verbindung mit dem bekannten Sonor-Schriftzug auf.Edit: wäre es eigentlich denkbar, dass für unterschiedliche Länder das Design der Badges verändert worden sein könnte. Gerade als Sonor nach dem Einstieg von Hohner in den 90ern mit der Fernostproduktion anfing, war ja manches etwas komisch. Und ein geklebtes Badge auf einer eher preiswerten Trommel überrascht mich jetzt auch nicht wirklich. Wobei ich auch spontan eher an Hebbes Einschätzung dachte.