Beiträge von trommla

    Und wo wir schon bei den Toms wären: Da ist ja diese Freischwingerhalterung an den Toms selbst, welche die Toms von "Durchmesser" etwas größer macht. Ist dies ein "Problem", wenn es um Taschen für Drumkessel geht?


    Manche Freischwinger tragen schon grenzwertig auf, und es kann in Taschen durchaus eng zugehen. Mein Drumcraft, welches auch ne ziemlich auslandende Tomaufhängung hat, lässt sich mit etwas Nachdruck gut in Taschen verpacken, also nehme ich stark an, dass es beim Sonic Plus ebenfalls funktioniert.


    Problematisch kann es werden, wenn man Hardcases verwenden möchte. Da kann es im Einzelfall schon sinnvoll sein, das Case eine Nummer größer zu wählen. Die meisten meiner Trommeln wohnen, ausreichend geschützt für etliche Konzerte im Jahr, in günstigen Thomann Millenium Tour Bags, und selbst die ausladendsten Aufhängungen passen da rein.

    Mit einem 16er und einem 17er am Set wäre also die Rubrik "Splash" mehr als ausreichend abgedeckt. Jetzt brauchst du nur noch ein Crashbecken :D


    Nee, im Ernst, habe selbst nie Anatolian gespielt, aber ne Zeit lang hatten die nen engagierten Vertrieb und waren irgendwie omnipräsent. Scheinen mir absolut professionelle, aber erschwingliche Becken zu sein, die aufgrund der eher geringen Verbreitung halt gebraucht recht günstig angeboten werden. Aber für das Geld kannst du glaube ich wenig falsch machen. Und wenn du feststellst, dass deine Crashes für härteren Rock doch noch etwas klein sind, dann kannst ja in der Zwischenzeit immer noch nach gebrauchten 18ern, 19ern oder 20ern schauen.


    Zum Thema Gebrauchtkauf: hatte bislang weder bei Becken, noch bei Hardware oder Trommeln schlechte Erfahrungen. Wichtig ist, dass die Artikelbeschreibung präzise, die Fotos aussagekräftig und der Verkäufer seriös ist. Letzteres weiß man zwar erst nachher, aber ein netter Mailkontakt vor dem Kauf lässt zumindest positives erwarten.

    Wenn das Stage Custom von Gerald inkl. Meshfellen dein Budget übersteigt, würde ich empfehlen, das E-Set vorerst zu behalten und noch etwas Geld auf die Seite zu schaffen. Ich bin ein absoluter Überzeugungstäter, wenn es darum geht, aus günstigen Sets geilen Sound rauszukitzeln. Aber bei den von dir verlinkten Sets muss man einfach mit zu vielen Defiziten rechnen, als dass man solche Rumpelkisten als ernsthaftes Instrument einstufen sollte. Rein als Träger von Silent Heads sind die alle geeignet, aber oft krankt es schon an der Hardware massiv. z.B. Tomhalterungen, die ihre Position nicht halten, wacklige Beckentilter, zügig ausgeleiherte Gewinde, was auch immer das Herz nicht begehrt.


    Klar kannst du jedes dieser Sets kaufen, die spielen alle in ner ähnlichen Liga. Nur wird dir keiner hier eine Empfehlung aussprechen, weil die zu erwartenden Mängel sich mit seriösen Ambitionen beißen. Das muss man aber wohl erst selbst herausfinden.

    Hmmm, ist das dein Preislimit? Das sind echte Einsteigerkisten, die zwar als Übungshilfe ihren Dienst tun dürften. Ob sie aber aufgrund der meist eher mageren Hardware auch bandtauglich sind, bezweifle ich. Man kann für unter 500 Euro durchaus ordentliche Komplettangebote bekommen, wenn man sich nicht gleich auf die ersten Anzeigen stürzt und etwas Geduld mitbringt. Meistens sind die Becken die Achillesferse, aber als Backup im Schrank tun die ja erst mal nicht weh.

    Dafür bin ich wohl einfach zu durchschnittlich.


    Keine Sorge, auch bei der Musik gilt ja, dass der geringste Teil Talent ist, das meiste jedoch Fleiß, Disziplin und ein bisschen Glück. Weitermachen! ;)


    Edit: ich mache mal besser keinen zweiten Anlauf, nicht dass sich der gute erste Test als reiner Zufall entpuppt :S :D

    Auch wenn ich nicht überzeugt bin, dass damit der Unterschied zwischen zuhause und Proberaum eliminieren lässt, ein Fortschritt ist es auf jeden Fall. Wer weiß schon, wann die Zweitband auf der Bildfläche erscheint, für die man dann mal eben noch ein Set braucht. Ich würde fürs Zweitset für alle Fälle einen Satz echter Becken und Felle im Schrank bevorraten, falls kurzfristig mal Bedarf ist.
    Schon was konkretes im Auge?

    Aber Akzentuiere ich das und spiele es Wiederholt ,hört ( spielt) man faktisch einen "Inward Paradiddle".


    Das ist fakisch Quatsch m.E. falsch, denn was gespielt wird, entscheidet der Handsatz und nicht das Gehör oder gar das Gefühl. Postfaktisches Zeitalter, alternative Fakten und so ;)


    Andersrum betrachtet ist ein einseitig gespielter "Inward Paradiddle" ja nix anderes als doubles.


    Und auch wenn du dich ja mit der Materie beschäftigt zu haben scheinst und tatsächlich viele vom ´"Inverted Paradiddle" sprechen (hatte ich ne Bildungslücke), gibt es m.E. keinen einseitigen Paradiddle, zumindest wüsste ich dafür keine Quelle. Jede Form des Paradiddles wird durch den eingebauten "Seitenwechsel" definiert. Einen Double Stroke Roll zu spielen und zu behaupten, das sei in Wirklichkeit ein einseitiger Inward/Inverted Paradiddle, ist ähnlich sinnvoll, wie ein EINZELNES 64tel zu üben und dann zu behaupten, man könne saubere 64tel spielen.


    Einen Song musikalisch, dezent und emotional zu interpretieren ist die Kunst!


    Wenn man jetzt noch wüsste, wie man das am besten macht... :D
    Ich glaube, genau da liegt der Hase im Pfeffer. Welche Minimalstandards sollte ein Drummer beherrschen, um genau das hinzubekommen? Eigentlich reicht hier ein Name, nämlich Ringo. Der konnte sicher keine 240 bpm, vermutlich keine Paradiddles, und soweit ich es im Ohr habe, kam von ihm auch nie ein Double Stroke Roll. Und trotzdem ist er einer der prägendsten Drummer der Rockgeschichte. Nebenbei auch einer der vermögendsten.
    Auf diesem Level bist du auch heute noch ein guter Drummer, nur reich und berühmt wirst du damit nicht mehr. Vermutlich noch nicht mal mehr Profi.

    Das Video von Steven Taylor fand ich auch ausgesprochen spannend. In mehrfacher Hinsicht, und mit ähnlichen Eindrücken, wie du sie hier beschreibst.

    Hierzu gleich mal meine erste Frage: 12$???!!!


    Das alte Thema, wieviel ist Musik wert? So eine Spreizung der aufgerufenen Tarife kommt vielleicht daher, dass die Inserenten ihre Fähigkeiten insoweit realistisch einschätzen, dass sie die gebotene Qualität noch nicht auf professionellem Level sehen und daher noch keine professionellen Preise verlangen. Es handelt sich vermutlich eher um eine kleine Aufwandsentschädigung, die dem Umstand Rechnung trägt, dass die Anbieter selbst weitaus mehr dabei gewinnen als der Kunde. So ein bisschen wie Friseur-Azubis, die zur Prüfungsvorbereitung kostenlos Haare schneiden.
    Anderseits gibt es aber auch genügend Leute, die einfach keine Ahnung vom Business haben und sich Profis nennen, nur weil sie schon einmal auf einem Bunten Abend gegen ein paar Euro getrommelt haben.
    Ebenso gibt es Amateurbands, die für Lau gegen Speis und Trank auftreten und dabei musikalisch nicht weniger überzeugen als vergleichbare Profibands. Nur dass die eben aus mehreren Gründen auf eine Gage bestehen müssen und sich mitnichten freuen, hauptsache endlich mal wieder vor Leuten auftreten zu dürfen. Mancher Profi wirft dann dem Amateur vor, das Geschäft kaputt zu machen.


    Ich finde es jedenfalls sehr interessant zu ein- und demselben Song so viele unterschiedliche Drumspuren zu hören, das könnte doch etwas bringen puncto Ideen, Kreativität, wie setz ich was um, worauf kommt es in einem Song an, etc.


    Viele Einschätzungen von S.T. könnte man schon fast als "objektiv" bezeichnen, wenn z.B. am Anfang gefühlte 3 Stunden auf der Hihat gescheppert wird, statt endlich Gas zu geben. Andere sind deutlich mehr geschmacksabhängig und stehen nach meinem Gusto gleichwertig nebeneinander.
    Wenn ich verschiedene Interpretationen höre, fällt mir sofort auf, dass ich selbst wohl zu eher unspektakulären bis biederen Lösungen neige und vielleicht mal über den Tellerrand rausschauen könnte. Andererseits liegt mein Fokus mehr darauf, wie ich die Dinge spiele, und weniger was. Also auch einen simplen Bumm Tschak nach Phil Rudd klingen zu lassen statt nach Heinz-Günter Schmidt.


    ich fände es interessant, sowas ähnliches hier im Forum zu machen


    Das findet dann wohl ohne meine Beteiligung statt, da mir nicht nur die Zeit, sondern vor allem die technischen und räumlichen Voraussetzungen fehlen. Abgesehen davon möchte ich mein Leben nicht als Dauercontest gestalten. Musik ist meine Freizeit, und da will ich auch einfach mal machen, wie ich will, ohne mich messen zu müssen. Vielleicht liegt's auch a bisserl an meiner Schüchternheit, wer weiß. Fand's schon immer angenehm, wenn in Bands alle auf SängerInnen und GitarristInnen geschaut haben und ich hinterm Set meinen Frieden hatte.

    Ich vermute, das soll so sein, damit Drummer die Möglichkeit erhalten, ohne Verdrehen des Tauchrohres das untere Becken zu sich hin UND von sich weg zu kippen. Wahrscheinlich hat irgendwann mal ein Top-Endorser darum gebeten, weil er es schick fand. Braucht wahrscheinlich kein Mensch jemals. Aber da ich schon oft Hihat-Maschinen und Becken in der Hand hatte, bei denen Neutral eben nicht Neutral war, fällt mir so etwas vermutlich gar nicht mehr auf. Je länger ich in Bands spiele, umso weniger intersseieren mich solche Details. Einen Gig versaut hat mir so eine Kleinigkeit jedenfalls noch nie, da müsste eine Maschine schon klemmen oder gar nicht einstellbar sein. Gut klingen kann man sowieso auf dem einfachsten Material, das beweisen Drummer wie Benny Greb ja immer mal wieder.


    An sich sollte es reichen, wenn der Schrägsteller ohne Kraftaufwand zu benutzen ist und an irgendeiner Position waagerecht macht. Allerdings finde ich unabhängig von solchen Irritationen den Wechsel auf ein schlankeres Ständermodell immer überlegenswert. Ich habe soooo lange schwere doppelstrebige Hardware dabei gehabt, und seit ich auf leichtere einstrebige Hardware umgesattelt habe, liegt das Zeug nur noch im Rollencase im Keller rum.

    Der Drummer deiner Favoriten faked das ja auch ein bisschen, indem er die Achtel nicht lückenlos durchlaufen lässt, sondern manchmal nur die Akzente spielt, bevor er einen Krampf im rechten Arm bekommt.


    Ich schließe mich m_tree an, es gibt nur die eine Lösung, um so zu klingen. Wenn mich das spielerisch allerdings überfordern würde und ich durch üben nicht in relativ kurzer Zeit zu einer groovigen Spielweise käme, würde ich diese Akzente sofort opfern und ein echtes 6/8 bzw. 12/8 Feel spielen, also triolisch. So interessant der Originalgroove ist, so wenig erforderlich ist er für den Flow der Nummer. Ein reines Schlagzeuger-Gimmick.


    Manche Dinge fallen zwar außer uns Drummern niemandem auf, trotzdem ändert sich das Feeling einer Nummer enorm. Ein Beispiel ist Rosanna. Wenn du da als Drummer grob vereinfachst, dann ist die Nummer tot.


    Black Velvet gehört nicht in diese Kategorie. Selbst wenn du als Drummer Viertel auf der Hihat spielst und dafür die Bass Drum mit dem Bass shuffeln lässt, fühlt sich das vermutlich für die allermeisten Zuhörer immer noch genau gleich an. Ausgenommen vielleicht die Drummer, die die Nummer selbst schon spielen durften. Ebenso könntest du die Bass Drum vierteln und mit den Händen einen Double Shuffle spielen. Hauptsache ist, es wird mit Eiern gespielt.


    Der Grund ist, dass der Groove alleine vom Bass und dem Backbeat definiert wird. Kämen die Hihat-Akzente von einem Shaker, würde man diesen ebenso weglassen, falls keiner Shaker spielen kann in der Band.

    So ein Ding habe ich auch schon ne Weile auf dem Schirm, allerdings fehlt mir aktuell noch ein Becken, welches scheiße genug ist, nicht gespielt zu werden, aber schön genug, im Wohnzimmer als Lampe genutzt zu werden. Irgend ein Messingteller geht natürlich für einen überzeugten B20iger nicht.


    Hattest du die Glühbirne noch? Solche Teile gibt es doch schon lange nicht mehr im Handel. Als LED ab ich die noch nirgends gesehen, wie du ja auch schreibst.

    Ist streng genommen ja auch kein Paradiddle,sondern nur ein Diddle


    *Klugscheißmodus an*
    Das ist streng genommen ein sog. Inward Paradiddle, nicht wie Dideldidel schreibt ein "Inverted" P., den gibt es nämlich gar nicht. Hast du das vielleicht mit dem Inverted Flam Tap verwechselt, Dideldidel?


    Vielleicht noch mal kurz zusammengefasst die 4 Formen des Paradiddles, ohne Double-, Triple- und Flam-Paradiddles, die es natürlich auch noch gibt.


    R L R R L R L L = Paradiddle
    R L L R L R R L = Inward Paradiddle ("Put the Diddle in the Middle")
    R R L R L L R L = Reverse Paradiddle
    R L R L L R L R = Outward Paradiddle


    R R L L R R L L bleiben immer Double Strokes - oder im Bild zu bleiben eine Abfolge von Diddles - und werden durch Akzente niemals zu einer Form des Paradiddles, weil dazu weiterhin die Singles fehlen. Jede Form des Paradiddles ist jedoch immer eine Kombination von Singles und Doubles/Diddles, teils noch ergänzt um einen Flam.
    So, alle Klarheiten beseitigt?
    *Klugscheißmodus aus*


    Vielleicht sollten wir einen eigenen Paradiddle-Fred aufmachen "Wissenswertes und Mythen zum Paradiddle" :D

    Je freier man spielt, desto musikalischer und flexibler ist man auch


    Wobei ich es für eine noch größere Herausforderung halte, nach Noten zu spielen und trotzdem den gleichen Flow zu erreichen wie jemand, der frei spielt. Wenn ich mir z.B. Vinnie Colaiuta anschaue, was der vom Blatt runterledert, ist schon beeindruckend, und trotzdem klingt jede Note auch musikalisch überzeugend.


    Aber gut, mit dieser Liga hat unsereiner auch nicht viel gemein.
    Irgendwer sagte mal treffend, der spielt nicht in einer anderen Liga, der spielt nen anderer Sport ;)

    das Tempo halten, Microtiming,
    ich halte das für ziemlich wichtig


    Also, wenn Microtiming ein Mindeststandard wäre, dann hätten wir ja nichts mehr zum Üben. Außerdem gäb's dann ne Menge Hobbyschlagzeuger, denen man die Eignung wohl umgehend absprechen müsste. :D


    Allerdings sollte gutes Timing definitiv ein wichtiges ZIEL für jeden Drummer sein.

    Muss ich mich sorgen Jürgen oder wat meeenste?


    Da hat der Jürgen aber schon recht. Einzelschläge sind gleich, nur die Anzahl der Double Strokes unterscheiden sich. Anders sähe es beim Double Paradiddle aus, nämlich


    RLRLRR LRLRLL


    Da sind die Doubles gleich wie beim Paradiddle, und die Singles unterschiedlich. Die Summe aller Schläge wiederum sind bei Double Paradiddle und Paradiddlediddle identisch.
    Kommen wir wieder zum Thema, äh, worum ging's?