Beiträge von trommla

    Ich frage mich gerade, wie ich auf die Fragen anderer Instrumentalisten wohl reagieren würde.


    Gitarrist:
    - in wievielen Versionen sollte ich einen C-Dur mindestens greifen können?
    - wieviele Akkorde sollte ich mindestens in einem Takt spielen können?
    - wie schnell sollte ein Gitarrensolo mindestens sein?
    - Fragen nach Rhythmik erübrigen sich beim Gitarristen wohl


    Pianist:
    - welche Schuhgröße sollte ich mindestens haben, um das Sustainpedal gut treten zu können?
    - welche Kirchentonarten brauche ich zum Musizieren, auf welche kann ich verzichten?
    - welche Harmonien sollte ich beherrschen?


    Bassist:
    - reicht heutzutage ein 4saitiger Bass noch, oder wieviele Saiten brauche ich minimum
    - wie lange sollte das Basssolo sein, welches ich mir für den großen Auftritt überlege?
    - warum bin ich kein Gitarrist geworden?


    Das Gesamte ist auch in der Musik (weit) mehr als die Summe seiner Einzelteile. Artisten gibt es wohl in jeder Instrumentengattung, aber gute Musik braucht nicht viel Virtuosität.


    Was braucht nun ein Schlagzeuger? Gutes Rhythmusgefühl und zwei gesunde Arme und Beine. (Rick Allen flüstert mir gerade ins Ohr, ein Arm reicht).
    Der Rest ist je nach Setting völlig verhandelbar. Wobei ich eine gute Voraussetzung immer finde, ein anderes Instrument zu spielen. Denn sonst kommen eben solche Fragen wie in diesem Fred ;)

    Mir fallen noch die Aquarian American Vintage ein Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, die nanntest du ja auch schon. Allerdings gehen meine Erfahrungen mit Aquarian bisher eher in die Richtung, dass sie (aufgrund der Form des Fellkragens?) etwas enger als ihre Pendants von Remo sind. Bei knappen Verhältnissen ließ Remo mir immer mehr Luft als Aquarian. Ob das auch auf die American Vintage zutrifft, weiß ich allerdings nicht.

    In puncto Lautstärke nimmt sich das nicht wirklich viel. Ich hatte noch nie ein E-Set, dafür aber immer mal wieder leise Varianten auf Basis akustischer Sets. Ob allerdings
    für dich das Spielgefühl damit ähnlich genug wie auf nem akustischen Set ist, kannst nur du selbst entscheiden. Meiner Erfahrung nach sind es im günstigsten Fall noch spürbare Nuancen, die aber dazu führen, dass sich das Spielen am echten Set anders anfühlt. Nicht nur, aber auch, weil der Sound einfach fehlt. Das hat einerseits was mit Spaß zu tun, andererseits gibt der Sound dir Feedback über korrektes Spiel.


    Wenn es um Koordination der Extremitäten geht, kann das aber trotzdem klappen, denn da muss man erst mal daran arbeiten, wann es "paff" macht, bevor man sich damit beschäftigt, wie es "paff" macht. Trotzdem finde ich es jedes Mal eine Umstellung, damit ans echte Set zu gehen d.h. für den optimalen Übungseffekt ist das Üben am Akustikset wahrscheinlich nur schwer zu ersetzen.


    Insofern kann ich deine Frage nicht eindeutig beantworten, da es dein Problem eventuell nicht lösen kann. Warum nicht einfach unter Beibehaltung der Gesamtübungszeit mehr im Proberaum und weniger zuhause üben? Das wird dich in jedem Fall schneller voran bringen, als nur für die Proben am Set zu sitzen.

    Klanglich wäre es mir völlig egal, wie tief die Toms sind. Powertoms machen halt den Aufbau unter ergonomischen Aspekten je nach Körpergröße etwas schwieriger und schauen für meinen Geschmack nicht so toll aus. Wenn du gut damit klar kommst, würde ich nicht unbedingt was daran machen. Die Kosten für's Kürzen stehen bei dem Wert eines Rockstars in keinem sinnvollen Verhältnis.


    Allerdings kann es natürlich eine Herausforderung an dein DIY-Herz sein, dann spricht auch nix dagegen, den Fuffi für zwei Gratungen zu investieren. Wie schon von anderen geschrieben, kann man bei diesem Modell kaum von Sammlerwert sprechen. Ist halt ne gut erhaltenes damaliges Einstiegsgerät zum Abrocken.


    Hab gerade mal alte Tama-Prospekte gegoogelt, demnach müsstest du übrigens ein Rockstar RK haben, das RM hatte nämlich normale Kesselmaße. Das DX hatte ebenfalls Powertoms, aber durchgehende Böckchen.

    Zum Thema Tempo:
    Ich finde, es kommt gar nicht mal so selten vor, dass nicht der Drummer, sondern Teile der übrigen Band an der Temposchraube drehen und man, selbst als versierter Drummer, nicht unbegrenzte Möglichkeiten hat, alle wieder einzufangen. Trotzdem wird das dann gerne auf den Schlagzeuger projiziert, der is ja schließlich fürs Tempo zuständig. ;)
    Sofern alle einverstanden sind, hilft es der Tightness einer Band durchaus weiter, den Click übungshalber auf die PA zu legen. Dann wird auch schnell deutlich, dass Tempo halten eine gemeinsame Aufgabe ist, bei der vermutlich alle so ihre Unsicherheiten haben. Ihr werdet vermutlich merken, dass die gesamte Band danach ohne Click spürbar besser groovt.


    Lead sheets:
    Wie schon einige schrieben, gibt es keine verbindlichen Regeln, man findet mit der Zeit raus, welcher Weg bei welcher Situation am besten funktioniert. Coverbands haben immerhin den Vorteil, dass man manche Songs oft schon ganz gut im Ohr hat, ehe man sie zum ersten Mal spielt. Je mehr ich im Kopf habe, umso weniger schreibe ich mir auf. Da kann dann schon mal nach dem Titel nur draufstehen Tempo=..., Git.Riff 4 Takte vor, Rock Shuffle, Outro nach 16 Takten Trash Can Ending
    Das hat für mich den Vorteil, dass ich nicht die ganze Zeit auf den Zettel schauen muss, sondern mich auf mein Spiel und die Band konzentrieren kann. Manchmal brauchts aber doch mehr, wenn der Song für mich neu und die Form etwas komplexer ist. Dann schreib ich mir den genauen Ablauf der Parts mit Taktangaben und ggf. ausnotiertem Groove auf, klebe aber dann auch mehr daran. Manchmal steht bei unbestimmter Länge eines Parts (z.B. Git-Solo oder Ending) drin On Cue, wer also das Zeichen zum Wiedereinstieg gibt. Das sind halt Absprachesachen innerhalb der Band. Bei Big Band Zeug habe ich natürlich das gesamte Stück ausnotiert und ggf. um eigene Angaben ergänzt.


    Drumset:
    Ja mei, da kann ich ein Lied davon singen. Seit 5 Jahren keinen eigenen Übungsraum mehr, um zuhause was zu machen. Leider bleibe ich dadurch doch spielerisch unter meinen Möglichkeiten, da ich eigentlich nur am Pad üben kann. Gerade die Fußarbeit war sicher schon mal deutlich besser. Nur, was hilft's? Ich passe halt mein Spiel meinen Fähigkeiten an. Wenn also jemand den Eindruck hat, ich spiele musikdienlich, liegt es nur daran, dass ich nicht mehr kann :D
    Wenn du die Chance hast, ein paar Tage der Woche am echten Set zu üben, ist das doch schon prima, und die restlichen Tage muss es halt weiterhin elektronisch gehen, bis du dein Einfamilienhaus hast. ;)

    Und du denkst auch nicht an den Gitarristen, der dir am Ende von seinem Solo und du nach dem Letzten Lauten Abschlag, noch voller Eeuphorie auf die BD auf die Steigt


    DER Gitarrist wäre dann wohl ein Ex-Gitarrist und könnte sich das auf seinen Grabstein schreiben. Mit was für Leuten machst du Musik?


    'Edit: Was die Ausgangsfrage betrifft, fällt mir spontan Member Hajo K ein, der ein Sakae Almighty Birch besitzt. Schreib ihn doch mal an und frage ihn nach seinen Erfahrungen. Er war zwar länger nicht mehr hier, aber vielleicht reagiert er ja auf ne PM. Ist zwar ne andere Serie, würde aber erwarten, dass seine Erfahrungen übertragbar sind. Qualitätsmängel, wenn es denn welche gibt, ziehen sich ja meist durchs Portfolio durch und betreffen nicht nur eine Serie.

    als Set wo evtl mehr Bands, Jeder drauf rein Prügelt und rein Tritt möchte ich`s nicht unbedingt wissen.


    Das ist ungefähr das, was ich beim Kauf eines neuen Sets gehobener Qualität zu 150% ausschließe. Meine Sets kommen nicht zum Einsatz, wenn mehrere Bands darauf spielen sollen. Entweder hat der Veranstalter ein Hausset, oder man ordert was bei der Backline Company. In gemeinsam genutzte Proberäume würde ich nur was günstiges Gebrauchtes für ein paar Euro reinstellen, und jeder bringt Becken selbst mit. Pearl Export, Basix Custom, so in die Richtung.


    Vor einigen Monaten bin ich davon mal abgewichen und hab als Drummer der Hausband mein Sonor für eine Open Stage zur Verfügung gestellt. Dachte, bei lauter alten Jazzern sei das safe. Und trotzdem hatte ich im nagelneuen Snarefell danach nen Krater.


    Ok, a bisserl OT. Ich glaube aber auch nicht, dass dünne Kessel da einem höheren Risiko unterliegen, man schlägt ja auf Felle und Becken, nicht auf die Kessel.

    Hängt von deinem Budget und dem geplanten Einsatzzweck ab. ~50 Euro und unter 20 Euro sind schon ein Unterschied für zwei ähnlich hässliche Dinger :D


    Ich würde, wenn es kein Liveset für den regelmäßigen Tourbetrieb sein soll, wohl die Fame-Teile testen. Teilweise laufen solche Hausmarken ja in den gleichen Werken vom Band wie die großen Namen. Und ich könnte bislang nicht behaupten, dass ich immer schlechte Erfahrungen mit günstiger Hardware gemacht habe. Die Funktion einer Tomhalterung lässt sich ja auf wenige Aspekte eingrenzen. Passt's? Hält's?


    Gut, wenn ich keine für mich geeignete Position finde, wär's auch schlecht, aber das erwarte ich eher nicht ;)

    Pearl verwendet 22mm bzw 7/8 Zoll. Alte Sonor Sig./Lite oder Force Haltearme dürften aber auch passen. Da weiß ich gerade die exakten Durchmesser nicht, sind aber den Pearls sehr ähnlich wenn nicht identisch. Und das MX200 Tom hat ne recht flexibel einstellbare Aufnahme, soweit man das auf den Produktfotos sieht.


    Einfach mal bestellen und zur Not zurückschicken, wenn es unerwartet nicht passen sollte.

    nämlich dass Sakae-Sets irgendwann
    mal vintage sind und dann hoch gehandelt werden, weil's sie nicht mehr nachzukaufen gibt.


    Da hoff ich bei Drumcraft ja auch drauf, die Chancen stehen aber bei Sakae vielleicht etwas besser ;)


    Was die Einschätzung von Ludwig betrifft, sehe ich das übrigens ähnlich. Aber manchmal zahlt man halt doch auch für Mojo ne Menge Geld. Ist mit Gibson und Co nicht anders.

    Kann zwar zum Sakae Trilogy nichts beitragen. Allerdings würde ich eine Kaufentscheidung vor allem vom Preisvergleich mit anderen Optionen abhängig machen. Sakae ist ein Traditionshersteller mit langer Erfahrung als Zulieferer für Yamaha Drums, daher hätte ich bei der Qualität auch nach vielen Jahren keine große Sorge, vernünftigen Umgang mit dem Gerät natürlich vorausgesetzt.


    Die Frage bei solchen noch relativ jungen Produktlinien ist m.E. eher, wie der Markt das ganze auf lange Sicht annimmt. Nicht dass es dir geht wie mir mit meinem Drumcraft DC8. Auch nach 10 Jahren ein tolles Set, und die Hardware funktioniert nach wie vor ohne Probleme. Trotzdem wurde die Produktion schon nach ein paar Jahren eingestellt, was glaube ich mit der hausinternen Konkurrenzsituation mit DW zusammen hing. GEWA vertrieb ja DW schon, während sie Drumcraft als Eigenmarke aufbauen wollten.


    Nun habe ich ein toll klingendes Set, was ich aber kaum noch vernünftig verkaufen könnte, falls es mal ausgedient hätte. Und die Ersatzteilversorgung läuft wohl auch nur noch über den Ankauf gebrauchter Schlagzeugteile. Wenn du also ein Sakae kaufst und nach einer Weile feststellst, dass es doch nicht das Richtige ist, wäre der Verkauf vermutlich kein Selbstläufer. Ähnlich lief das ja mit Taye, vor 15 Jahren gehyped ohne Ende, inzwischen kaum noch anzutreffen.


    Ansonsten bin ich bei Schlagzeugen ja der Meinung, ab einer gewissen Preiskategorie gibt es eigentlich keine schlechten Produkte oder schlechten Klang mehr. Daher kann man Shellsets gerne nach Optik und Bauchgefühl kaufen, ohne nun zu sehr auf Holzsorte oder Kesselkonstruktion achten zu müssen. Scheitern wird die Spielfreude daran keinesfalls, ob nun dicke oder dünne Kessel, Re-Rings oder Silver Sealer. Gerade ein Arbeitstier soll ja vermutlich viele unterschiedliche Aspekte abdecken, da relativieren sich Kesselspezifikationen schnell.

    Ich versuche das Ganze selbst zu erlernen (bis auf paar Stunden die ich wegen der Stockhaltung hatte) und weiß auch, dass es dadurch mit Sicherheit langwieriger ist und das es dadurch bestimmt zu Fehlern in der Technik etc. kommen wird.


    Mit diesem Statement ist eigentlich alles gesagt, denn ein Lehrer ist genau dafür da, das zu leisten, was wir hier nicht leisten können. Es gibt zu viele Beispiele hervorragender Drummer, die überwiegend autodidaktisch gelernt haben, als dass man immer nur mit erhobenem Zeigefinger zum Lehrer mahnen sollte. Und mit Social Media Angeboten haben wir heute eine Fülle an Chancen, nahezu unendlich vielen Drummern auf die Finger zu schauen, mit uns zu vergleichen und davon zu lernen.


    Die eigenen Bewegungsabläufe zu erspüren, zu analysieren und zu optimieren, ist jedoch ein Prozess, den man erlernen muss, und dabei kann ein guter Lehrer helfen. Ich finde ein optisches Feedback hilfreich, z.B. Spiegel oder Video, um meinen Spielfluss zu bewerten. Manches fühlt sich nämlich flüssig an, und erst im Video sehe - und höre - ich die Verkrampfungen. Teilweise erfreulicherweise auch umgekehrt, dass man sich noch unsicher fühlt, die Bewegungen jedoch schon flüssig aussehen. Dann weiß man wenigstens, man ist auf dem richtigen Weg.


    Bei deinen Problemen bin auch ich der Meinung, nur langsam kommt man schnell zum Ziel. Alle noch nicht sicheren Abläufe sollten nicht nur gerade so langsam begonnen werden, wie man es eben noch sicher beherrscht, sonder wirklich langsam in einer absoluten Wohlfühlzone, oder sogar bewusst auch mal extrem langsam. Es ist überhaupt nicht entscheidend, sich zum Ziel zu setzen, alle soundsoviele Zyklen das Tempo steigern zu können. Man mag zwar am Ende des Tages messbare 30 bpm "Fortschritt" erzielt haben, das sagt aber nichts über die Verbesserung deiner Bewegungsabläufe aus.


    Stattdessen kann ich mich in einem langsamen Tempo wunderbar stundenlang bei einem Pattern aufhalten und die Betonungen wandern lassen, oder die gleiche Übung dynamisch ausgestalten, also laut - leise - laut - decrecendo - crescendo usw.
    All das trainiert die Kontrolle über deine Muskulatur weit mehr, als ständig auf Geschwindigkeit zu üben, und trotzdem wirst du mit der Zeit merken, dass auch die Schnelligkeit zunimmt.


    Und ob du jetzt moellerst, gladstonest, finger controlst, svivelst, heel-toest oder sonstwas, ergibt sich möglicherweise dabei relativ natürlich, weil dein Körper Zeit hat, selbst zu bemerken, was sich am besten anfühlt. Ich bin z.B. auf's Moellern gekommen, lange bevor ich wusste, dass Stanford Moeller diese Technik beschrieben hat, einfach weil es sich bei mir gut angefühlt hat. Der einzige Input war eine alte Dave Weckl VHS, bei dem diese Bewegung so beeindruckend flüssig aussah. Moeller wachte ja auch nicht eines Morgens auf und nahm sich vor "heute könnte ich mal moellern" ;)

    was man auch mit ordentlich Punch spielen kann


    Kann man mit jedem ordentlich verarbeiteten Thin Crash ab 18" aufwärts, gute Spieltechnik vorausgesetzt. Mehr als Medium Thin würde ich sowieso nie empfehlen, da Becken im Kontext in der Regel eher zu laut als zu leise sind. Ein Heavy Crash setzt sich zwar gegen so ungefähr alles durch, muss aber halt dann auch massiv verdroschen werden, damit es überhaupt aufmacht. Dünnere Becken klingen dagegen auch bei leiser bis moderater Spielweise gut.


    Ich bediene jede Stilrichtung mit dünnen Becken unterschiedlicher Größe und verwende bei lauter Musik größere Durchmesser, funktioniert bestens.


    Die Angst, dass dünne Becken schneller reißen, ist angeblich völlig abwegig. Im Gegenteil sind diese elastischer und absorbieren dadurch mehr Schlagenergie als die steiferen Heavy Crashes.

    Die Geschmäcker sind halt verschieden, jedem Tierchen sein Plaisierchen


    Mir gefällt auch vieles von dem nicht, was im Forum als toll angepriesen wird.


    Hätte ich mich nicht intensiv mit anderen Stilistiken beschäftigt, wäre meine musikalische Welt (und meine Fertigkeiten als Musiker) heute um einiges ärmer


    Da hast du natürlich zu 100% Recht, und ich vermute, die wenigsten würden deinen Aussagen widersprechen.


    Hätten sich nicht immer wieder Musiker unbeirrt gegen jedes "das ist doch keine Musik" positioniert, hätte sich die Musik wohl nicht entscheidend weiter entwickeln können. Die Frage ist nur, auf welchem musikalischen Niveau wären wir Westeuropäer dann stehen geblieben. Gregorianische Choräle? Römische Triumphposaunen? Gesang der Buckelwale?


    Wichtig ist, dass man die Musik gerne und mit Überzeugung macht, und das scheint bei diesem Ensemble durchaus der Fall zu sein. Soweit erkenne ich das auch neidlos an.

    Selbstbefriedigungsmusik der beteiligten Musiker. Keine Ahnung wir man dem folgen und das dann geil finden kann


    Danke, endlich nennt's mal wer beim Namen! ;)


    Musik, die nur dazu komponiert wird, die Musiker glänzen zu lassen, finde ich auch gähnend langweilig. Nur ist das bei Drum Shows halt so ne Sache. Wenn der Drummer dann nur seine Kernkompetenz zeigen darf, nämlich schnörkellos und musikdienlich grooven, dann merkt wieder keiner im Saal, was der/die eigentlich drauf hat. Da sich aber die meisten durchaus für krasse Chops begeistern, wäre das Auditorium wohl ziemlich gelangweilt.


    Ich denke, das geht auch irgendwann vorbei. Waren es in den 70ern und 80ern die Gitarristen, ohne deren oft ausufernde Soli keine Musik vorstellbar war, haben sich heute die Drummer teilweise zu Zirkusartisten entwickelt. Zum Glück halten sich die Basser bisher überwiegend zurück :D


    Edit: die Stimm-Samples finde ich auch klasse eingesetzt, passt zum expressiven Gesicht. Warum hat mich eigentlich noch keiner entdeckt, ich kann mindestens genauso doof schauen wie Frau Thawer.

    Hui Lexi, zu deinem letzten Beitrag gäbe es viel zu labern, z.B. ob es wirklich ein Sakrileg ist, seine Felle zusätzlich zu dämpfen. Das ist ein Dogma, was mal aufkam und sich seitdem hartnäckig hält. Aber das soll ja hier nicht Thema sein.


    Allerdings spiegeln deine Ausführungen den Alltag eines Drummers wider, der selten in Bands gespielt hat und nur auf seinen eigenen Geschmack im heimischen Übungskeller achten muss. (Ich hoffe, mich da korrekt zu erinnern).


    Wer in Bands spielt, sollte hingegen auch darauf achten, dass der Sound im Bandkontext gut klingt, und wer regelmäßig unterschiedliche Bands, Situationen und Stile bedienen will, braucht zusätzlich Flexibilität. Je mehr ein Drummer mit unterschiedlichen Situationen konfrontiert wird, umso weniger funktionieren m.E. stark vorgedämpfte Felle. Hydraulics habe ich schon in durchschnittlich lauten Bands als ziemlich schwach auf der Brust erlebt, und selbst gegen eine Big Band kommen die nicht mehr vernünftig an. Da hörst du als Zuschauer nur noch irgendein "Patsch patsch", aber keinen Tomsound mehr, wenn man nicht mikrofoniert.


    Mit Emperors/G2, die mein Votum für den TS wären, kann man bei Bedarf tief und fett, aber auch ausreichend hoch und tonal stimmen, um von Rock bis Jazz alles zu bedienen. Und je nach Umgebung pappt man halt mehr, weniger oder gar keine Dämpfung drauf. Wenn es nur ums Aufnehmen von YT-Videos geht und nur die Wahl zwischen diesen beiden besteht, würde ich EC2 nehmen, die sind noch etwas "offener".


    Vielleicht teilt uns der TS ja noch mit, für welchen Einsatzzweck er Felle sucht, dann könnten wir noch präziser diskutieren.