Beiträge von trommla

    Ich nutze bei den Alpine ausschließlich die weißen Filter, also die unterste Stufe, und finde, man muss schon deutlich Abstriche beim Klang machen. Da ich überwiegend Jazz spiele, komme ich meist gut ohne aus, hab die Stöpsel aber immer dabei.


    Für die wenigen Gigs, bei denen angepasste InEars sinnvoll sein könnten, lohnt sich bislang für mich die Anschaffung nicht.


    Da tuns dann Wedges plus Ohrstöpsel, und ich verzichte halt auf Klangdetails.

    Gefühlt geschätzt gehe ich von etwa 50% Shellset und 50% Hardware und Becken bzgl. der Kosten aus, weiß jedoch nicht, ob ich damit richtig liege.

    Ich würde tatsächlich eher von 1/3 Shellset zu 2/3 Becken und Hardware ausgehen. Ich habe 3 Sets aus 3 Preisklassen, und keins davon würde ich als "besser" oder "schlechter" klingend bezeichnen. Dabei habe ich versucht, durch die Fellwahl den jeweiligen Grundcharakter zu unterstützen, aber selbst mit dem billigen Gretsch Catalina Shellset alleine könnte ich ohne weiters ne Zeit lang glücklich sein. Die größte Einschränkung dabei ist nicht der Preis oder minderwertige Qualität, sondern die kleine 18" Bass Drum. Klar, die Böckchen des Sonor wirken schon auf den ersten Blick massiver, und die Qualitätsanmutung ist beim 4fachen Preis natürlich etwas hochwertiger. Aber auch das Gretsch erfreut klanglich regelmäßig mein Herz (und auch das meiner Mitmusiker).


    1000 Euro für ein gebrauchtes Shellset reichen mit Sicherheit für hohe Qualität, und für weitere 1500 bis 2000 Euro bekommst du robuste Hardware und nagelneue Top-Becken, die keine Wünsche offen lassen.


    Die Frage des "richtigen" Holzes würde ich auch nicht überbewerten. Meist hört man genau das, was man erwartet zu hören. Ist das Holz dunkel, meint man einen dunklen Ton zu vernehmen, helle Birke hingegen klingt schlank und luftig ;)

    leg sie mit noch ein paar Gelbeutel mit ins Case.

    und ich hab mich beim ersten Lesen grad gefragt, was zur Hölle du mit den GelDbeuteln im Case bezweckst 8| ^^ Anzahlung für zukünftige Schäden?


    Zum Thema: als überzeugter "Anspanner" bin ich mir grad nicht sicher, ob diese Teppichdiskussion nicht ähnlich akademisch ist wie das Thema "Becken hochkant lagern".


    Ohne nun ne Wissenschaft draus zu machen, habe ich es auch bei 10 Jahren und älteren Teppichen noch nicht erlebt, dass durch Längung der Spiralen eine Soundveränderung eingetreten wäre. Durch Verhaken an an lose rumschlackernden Spiralen schon ;)


    Ich glaube tatsächlich, wenn man seinen gesunden Menschenverstand nutzt, kann man das relativ sorgenfrei nach Gusto betreiben. Viel wichtiger sind die klimatischen Bedingungen, nämlich halbwegs konstante Raumtemperatur und mittlere Luftfeuchtigkeit.

    Bin gerade tatsächlich überrascht. Gibt es bei geläufigen Beaterschäften tatsächlich solche Unterschiede? Ich hatte bislang eigentlich immer einfach gekauft und mich darauf verlassen, dass die Aufnahme passt.


    Hat bislang auch immer funktioniert, egal in welcher Konstellation. Daher hätte ich wohl schon längst eine Bestellung getätigt und einfach ausprobiert.


    Dein merkwürdiger Sporn auf dem Beater verwundert mich sehr, kann mir kaum vorstellen, dass allein dein starker Antritt dafür verantwortlich ist. Wenn natürlich der Patch als erstes perforiert und du munter weiter in die gleiche Kerbe haust, dann eventuell schon.

    Ich bin hin- und hergerissen. Optisch schaut das Teil natürlich klasse aus und sticht jedes industriell gefertigte Produkt restlos aus. Akustisch finde ich es so ganz ohne Musik drumrum etwas "tonlos". Nicht unbedingt der Klang, den ich mir von einem Woodblock erwarten würde. Der schöne holzige Bauch fehlt mir in deiner Aufnahme und führt möglicherweise dazu, dass der Sound nicht trägt.

    Die große Frage wäre also, wie klingt dein Selbstbau im Zusammenhang mit einer Kapelle und entsprechender historischer Musik?

    Cody sagt zwar selbst, dass er die Klangunterschiede eher beim Spielen wahrnimmt als auf den Aufnahmen, bei denen sich beides doch recht ähnelt. Aber ich empfinde die Sounds bei ihm und bei RDavidR als so ähnlich, dass selbst Nuancen in der Stimmung mehr Soundunterschied produzieren dürften. Von der Fellwahl ganz zu schweigen.


    Zumindest würde ich eine Kaufentscheidung unter Klangaspekten nie von diesem Feature abhängig machen. Schaut halt cool aus, und wie schon gesagt spielt bei mir bei Instrumenten die Optik schon auch eine gewichtige Rolle. Ein Instrument, was cool aussieht, spiel ich einfach lieber.


    Ne alte Metallsnare mal selbst zu bearbeiten, klingt interessant. Hab leider weder Werkstatt noch Werkzeug, aber ne geeignete Snare wär schon mal da ;)

    Ich liebe die Nummer, und wie immer lieferst du auch mehr als ordentlich ab. Was ich an deinen Videos generell sympathisch finde, ist der Fokus auf die Musik und aufs Drumming. Ehrlich und authentisch, so wie du ja auch schreibst. Klar könnte man sich für einen professionellen YT-Auftritt Gedanken über Outfit, Hintergrund, Beleuchtung und so Zeug machen. Müsste man vielleicht sogar, wenn das Hauptziel eine möglichst große Reichweite mit vielen Likes ist. Aber mein Eindruck ist, das wärst nicht du, dir geht es mehr um den Inhalt, und wenn auch noch ein paar mehr Leute draufklicken, umso schöner.


    vor allem ist der Shuffle wesentlich leiser

    Das wäre tatsächlich auch mein einziger kleiner Kritikpunkt. Dein Shuffle-Teil klingt sehr deutsch. Hart und schwermütig ;)

    Ich würde da eher drangehen wie an einen ternären Trainbeat.

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    Außerdem gefallen mir die Imperial Lugs besser.

    Das ist tatsächlich auch immer mein erster Gedanke, wenn ich Ludwig Snares mit Tubelugs sehe. Wenn ich so viele Euros für eine einzige Trommel ausgebe, dann will ich mich natürlich neben gutem Sound AUCH am charakteristischen Ludwig-Look erfreuen dürfen. Eine Supra oder BB schaut für mich mit Tubelugs ehrlich gesagt ziemlich 08/15, so gerne ich Tubelugs allgemein mag (eher: mochte, ist inzwischen halt stinknormal).

    Ich mach das sogar überwiegend am Pad und "begleite" irgendwelche Jazz-Aufnahmen.


    Rein technisch ist ja so ein Swingpattern kein Hexenwerk (Uptempo lass ich mal außen vor), sondern es lebt vom richtigen Feeling, und davon, an den richtigen Stellen zu compen.


    Das hat sich, zumindest bei mir, vor allem durchs Hinhören entwickelt, und da hat ein Pad ja sogar Vorteile ;)

    Wünsch dir auf jeden Fall viel Spaß mit der Combo. Jazz ist ne tolle Herausforderung.

    Bei deinem Budget würde ich ehrlich gesagt zumindest mal schauen, welche neuen, aktuellen (obere) Mittelklassesets Einzeltrommeln als Ergänzung anbieten. Das Zeug ist inzwischen so ausgereift, dass ich es als annähernd gleichwerig zu vielen früheren Topsets sehe.


    Dann könntest du dir nämlich mit nur kleinen Kompromissen deine Wunschkonfiguration zusammenstellen, hättest dafür gleichzeitig moderne Features und Optik. Ob nun ungebohrte Bass Drum sein muss, sehe ich wie Schmatzi. Der eine mag's, die andere nicht. Klanglich ohne Bedeutung. Hängende Flootoms hatte ich seit den 90ern lange Zeit, weil's halt auch Mode war. Heute sind mir Floortoms lieber, weil ich bei großen Eimern erstens mehr Vertrauen hab, dass da nix kippt. Und zweitens finde ich den Aufbau praktischer, wie ich auch die klassische Tomhalterung auf der BD praktischer finde. Zumal ich (abgesehen von Corona) viel auf- und abbaue, da merkst du jeden gesparten schweren Ständer.

    Klanglich sicher anders, aber besser oder schlechter liegt eher an deinen Stimmkünsten. Bei einem gut gestimmten Standtom wärst du genauso beeindruckt.


    Zu deinen verlinkten Sets solltest du wissen, dass das Sonor formal mindestens eine Klasse unter dem Pearl angesiedelt war. Allerdings kam es in diesem Jahrtausend zur Welt, ist also vermutlich deutlich jünger.

    Ohweh, dass Fass mit dem Kunstbegriff hätte ich vielleicht nicht aufmachen sollen. Ob nun der gemeine Youtuber oder TikTokker Künstler ist oder nicht, hängt glaub ich mehr von der Grundhaltung ab, mit der der Betrachter an die Sache rangeht. Ich kann z.B. dieser virtuellen Vermarktung gar nichts abgewinnen und entdecke für mich tatsächlich auch kaum noch Mehrwert auf den entsprechenden Plattformen. Folgerichtig tu ich mich schwer damit, "überflüssiges" Zeug als Kunst zu akzeptieren.


    Meine Sorge ist viel eher, dass die wirklich kreativen Geister sich in Zukunft möglicherweise zunehmend schwer tun könnten, gegen diese Konkurrenz wahrgenommen zu werden und die Kunst an sich weiter zu entwickeln, weil immer mehr Menschen sich der "aufgewärmten" Kunst widmen. Man sieht es teilweise in Großstädten wie München, dass es kaum noch eine kreative Musikszene gibt, weil fast nur noch Coverbands rumlaufen. Wenn diese dann wenigstens noch durch Perfektion überzeugen würden, könnte ich es besser ertragen. Aber auch dabei dominieren die Kolleg*innen, die mit Minimalanspruch den schnellen Erfolg suchen.


    Und da schließt sich der Kreis zum Youtube vielleicht wieder. Während es in früheren Jahrzehnten ohne Internet und Social Media in der Kunst noch häufig um den Inhalt des Schaffens an sich ging und Leute teils kompromisslos bis zur Selbstzerstörung ihren Schaffensdrang auslebten, sind Likes (und Dislikes) häufig Selbstzweck, führen aber in einer virtuellen Realität nicht mehr zur Selbstreflexion. Wer heute auf ein Video Dislikes bekommt, wird - wahrscheinlich sogar aus gutem Grund - daraus keine Rückschlüsse auf die eigene Präsentation ziehen, sondern den Verursache als "Hater", "Troll" whatever abkanzeln.


    Kunst hat sich schon immer gegen Widerstände entwickelt. Wenn heute die Darbietung überwiegend nur noch dem Geschmack der Masse angepasst wird (=viele Likes), dann stirbt die Kunst.


    Ich stelle mir gerade vor, wie unser Schulsystem in Zukunft nur noch darauf aufbaut, dass Lehrer auf Klausuren nur noch Daumen nach oben oder nach unten malen. Keine differenzierten Kommentare mehr, keine Auswertung von Referaten, kein Feedback. Ob das wohl Auswirkung auf die schulische Bildung unserer Kinder hätte? ;)

    Weil du Serien ansprichst, bei Black Mirror wird das Thema auch mal dargestellt in einer überzeichneten Zukunftsversion, in der Likes komplett die gesellschaftliche Stellung bedeuten.


    Abgesehen davon finde ich es gerade etwas befremdlich, wenn hier Anbieter von Drumcovern als "Künstler" bezeichnet werden. Was nicht heißt, dass ich die Leistung der Protagonisten nicht im Einzelfall anerkenne. Aber Kunst?