Die Tama-Tips hatte ich auch mal, fand die Sticks aber damit zu kopflastig. Die Schlauch-Lösung wird das gleiche Problem haben. Rods haben mit realistischem Spielgefühl ebenfalls nicht viel zu tun, dann können wir auch gleich Besen nehmen, um Rudiments zu üben. (sollte man allerdings auch mal gemacht haben ;))
Muss aber auch zugeben, dass ich alle Ansätze, noch leiser werden zu wollen oder zu müssen, nicht ganz akzeptiere. Ein Pianist übt auch nicht auf der Farfisa-Orgel, weil es dem realen Spielgefühl ganz und gar nicht entspricht. Ebensowenig ist eine Singende Säge ein adäquater Ersatz für eine Geigerin, auch wenn man grundsätzlich beides mit Bogen spielt.
Ein Pad - oder auch E-Drumset - ist ein Entgegenkommen an Mitbewohner und Nachbarn, den Rest muss man über konstruktive Gespräche und verbindliche Übungszeiten regeln. Ein Musikinstrument zu üben ist Bestandteil des Rechts auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, und Klavier, Posaune und Co. hört man ebenso durchs Gebälk wie Schlaginstrumente. Warum wird von uns Schlagzeugern ständig erwartet, wie ein akustischer Stealth-Bomber zu agieren?
Klar, der Frieden mit der Göttergattin ist ein nicht zu unterschätzendes Gut, aber mit ihr wird man hoffentlich auch am ehesten vernünftig reden können. Zumindest sollte man ihr vermitteln, dass alle Ansätze das Spielgefühl erheblich verändern und damit der Übungseffekt deutlich zu wünschen übrig lässt. Wenn's blöd läuft, ist ihr Gegenargument halt "ach prima, dann kannst du das Üben ja gleich sein lassen!" 
Bitte nicht falsch interpretieren, ich bin sehr an tragfähigen Kompromissen interessiert. Wenn der "Kompromiss" der Gegenseite aber lautet "du darfst gerne rumhampeln, solange wir nichts davon hören", ist das kein Kompromiss mehr, sondern es werden ohne Entgegenkommen einseitige Interessen durchgesetzt.
Im übrigen gibt es sogar höchstrichterliche Urteile, die Passagen der Hausordung für unwirksam erklären, in denen Musizieren auf Zimmerlautstärke beschränkt ist. Jeder darf in einem gewissen Rahmen musizieren, egal ob das Instrument laut oder leise ist. Und ein E-Set ist glaube ich ein deutliches Signal an Nachbarn, dass man kompromissbereit ist.
Ok, genug OT, aber ich fand das grade mal wichtig zur artgerechten Haltung von Drummern.