Da ich relativ viel Jazz spiele, gehöre ich eher zur leisen Fraktion. Und trotzdem ist das für viele Menschen gefühlt zu laut. Um die Nachbarschaft zu schonen, sollte man ordentlich investieren, um das Heimstudio nach außen zu dämmen. Das größte Problem ist der Trittschall, der sowohl über den Boden als auch über Wände und Decken übertragen wird. Die tiefen impulsartigen Emissionen "rumpeln" einfach durch's gesamte Haus, wenn man nichts dagegen tut.
Zuhause (Mietwohnung) übe ich daher nur am Pad, aber selbst das Bass Drum Pad überträgt sich deutlich zur Nachbarschaft. Ein Akustikset, auf dem man aufnahmetauglich mit Punch Reggae spielt, kannst dir selbst vorstellen.
Das A und O dürfte sein, sich mit seinen Nachbarn abzusprechen und deren Toleranzgrenzen auszuloten. Und dann beginnt der Spagat zwischen Persönlichkeitsentfaltung und Rücksichtnahme ![]()
Wenn ich hier in meiner Mietwohnung ein paar mal tagsüber normal Drums spielen würde, wäre ich wohl recht schnell draußen
Rechtlich gesehen nicht. Grundsätzlich kann einem Mieter das Recht zu musizieren nicht abgesprochen werden, sofern Ruhezeiten eingehalten und ein angemessenes Maß nicht überschritten wird. Die Lautstärke spielt dabei keine Rolle, und Passagen der Hausordnung, wonach Musikinstrumente nur in Zimmerlautstärke geübt werden dürfen, wurden schon gerichtlich kassiert. Aber man möchte ja keinen Krieg mit der Nachbarschaft. Dann lieber nach Alternativen schauen.