Beiträge von trommla

    Wir glauben, dass es für niemanden beschämend oder schädlich sein kann, Fähigkeiten zu demonstrieren. Aber ich würde zustimmen, wenn es ein Schönheitswettbewerb oder so etwas wäre


    Also ich bin ja alt und nicht modisch, also schon altmodisch, und ich finde, es ist exakt das gleiche.


    Gut, die individuelle Leistung eines jungen Drummers/Drummerin schätze ich höher ein, aber Eltern, die auf diesem Weg ihren Kindern von klein auf vermitteln, dass das wichtigste Ziel im Leben die öffentliche Aufmerksamkeit ist, haben in beiden Fällen eine Haltung mit Gefahrenpotenzial. Alleine schon, wenn du von "Euch" statt von deinem Kind sprichst, offenbart das in meinen Augen eine starke väterliche Motivation hinter der Geschichte, und das empfinde ich (Achtung, meine subjektive Wahrnehmung!!!) als potenziell missbräuchlich. Dein Filius wird mit 3 wohl kaum aus Eigenantrieb Ziele für die nächsten 13 Jahre formulieren.


    Sorry, wenn ich das so scharf formuliere, aber du wirst mit Sicherheit argumentieren, "mein Sohn will das ja auch und ich zwinge ihm nichts auf". Pädophile argumentieren teilweise genauso. Na, klingelt's?


    Und nun, lasset den Shitstorm beginnen...

    Vielleicht gerade deshalb. Wer den Sound einer Supra wollte, hat meist auch eine Supra gekauft und auf die hakelige Abhebung gesch**, oder irgendwann umgerüstet. Vielleicht haben sie erst in den letzten Jahren zu spüren bekommen, dass tatsächlich inzwischen die Konkurrenz zugenommen hat und ihre Zahlen eingebrochen sind. Selbst im Mutterland der Supra erwartet man bei dem Kaufpreis heutzutage perfekte Verarbeitung auf der Höhe der Zeit, wie es z.B. Tama bei den Snares seit Jahren vormacht. Zudem gibt es inzwischen an jeder Straßenecke einen Trommelbauer, der tolle Kleinserien oder Einzelstücke baut.

    Vielleicht noch ein Wort zur Federspannung. Hast du deine Federn eher lose oder fest gespannt?


    Ich würde dir empfehlen, eine lose Federspannung zu wählen. Zwar geht das eventuell etwas zu Lasten der maximalen Power, (behaupten manche Drummer). Dafür gewinnst du aber maximale Kontrolle über das Pedal, da sich deine Muskulatur beim Treten nie anstrengen muss. Die Füße aktivieren beim Spielen an sich schon Muskelpartien, von denen man vorher gar nicht wusste, dass es sie gibt. Wenn du diese dann auch noch durch unnötigen Kraftaufwand überforderst, wird es umso schwieriger, die Füße zur Mitarbeit zu motivieren.


    Eine vernünftige FuMa vorausgesetzt, sollte der Beater selbst bei total lascher Federspannung schneller zurück kommen, als du deinen Fuß im Normalfall entlastest. Das Entlasten kannst du übrigens gut auch am Esstisch oder im Büro üben, indem du auf den Boden trittst und die Fußspitze sofort wieder anhebst. Wie beim Stick halt, der auch (außer für besondere Effekte) nach dem Schlag nicht auf dem Fell liegen bleibt.

    Prima, jetzt erinnere ich mich auch wieder an meine Eindrücke beim Anspielen. Damals waren exakt diese 4 Kandidaten spielbereit vor Ort. Und die Soundschnipsel geben recht genau wieder, was ich beim Alukessel als dumpf bezeichnet hatte. Die Alusnare macht in den Höhen am wenigsten auf. Bubinga klingt ebenfalls eher dunkler, aber dennoch "silbrig" in den Höhen.


    Eine Entscheidung würde mir zwischen all diesen Modellen sicher extrem schwer fallen, aber (irgend-)eine Starphonic hätte ich mit Sicherheit gerne zuhause. Hmm, ich glaube, ich würde es pragmatisch angehen und entweder nach Optik entscheiden (das wäre dann wohl Brass), oder nach Redundanz. Somit bliebe am ehesten Bubinga, da hab ich noch nix im Fundus. Die Aluschnarre wäre raus, nicht dass sie sich mit meiner LM402 nen Zickenkrieg liefert. Merke: du sollst keine zweite Göttin haben neben mir ;)

    Definitiv. Nach 30 Jahren war dann auch Ludwig mal aufgewacht :D
    Ich habe die Interimsversion P85AC, die meines Wissens aufgrund lizenzrechtlicher Unklarheiten nur kurz auf dem Markt war, und funktionell sind die ja identisch, nur hat sich das Design nochmal etwas verändert.

    Wenn schon 2 Spiralen ab sind, sind vermutlich andere Spiralen schon ausgeleiert und der Teppich ist durch. Wenn es nicht nostalgische Gründe hat, würde ich aus klanglichen Gründen einen neuen kaufen.


    :thumbup:
    Und wenn Ludwig draufstehen soll, gibt es ziemlich überteuerte Ludwig-Teppiche in OEM-Qualität, die aber (zumindest auf meiner LM402) trotzdem ganz ok klingen. Zumindest gut genug, dass ich bisher keinen Grund hatte, was höherwertiges draufzubauen. Besser als handgelötete Reparaturqualität allemal ;)
    (allerdings ist die Suche nach dem richtigen Teppich oft genauso individuell wie nach dem richtigen Fell)

    Hallo Jens,


    dieses Zurückprallen des Beaters kann man bei akustischen Bass Drums durch verschiedene Maßnahmen wie Patches auf der Fellmitte, Stimmung, Loch im Resonanzfell und Dämpfung etwas beeinflussen, die Hauptsache ist aber wie schon genannt die Spieltechnik, bei E-Drums sowieso. Das kann gerade als Anfänger eine echte Herausforderung sein. Einerseits hat man ja noch nicht die technischen Grundlagen, andererseits muss man auch erst das Gespür für den eigenen Körper entwickeln.


    Die meisten Anfänger lassen den Beater im Fell stehen, weil es vom Bewegungsablauf leichter ist. Um einen einzelnen Anschlag zu erreichen, solltest du aber genau das NICHT tun. Die Kunst ist nun, das Pedal gerade soweit zu entlasten, dass der Beater zurückschwingen kann, du aber trotzdem den Kontakt zum Footboard nicht verlierst. Du kannst dabei entweder die Ferse anheben und nur den Ballen aufs Pedal bringen (Heel Up). Dabei nutzt du die Kraft des gesamten Beins. Oder du legst die Sohle vollständig auf (Heel Down), wobei die Kraft entscheidend aus dem Sprunggelenk kommt. Das ist am Beginn für viele etwas ungewohnt, da wir das Sprunggelenk im Alltag meist noch nicht so trainiert haben. Wenn man etwas Übung mit Heel Down hat, fällt es auch leichter, Heel Up zu spielen und dennoch einen Teil der Kraft aus dem Sprunggelenk zu holen. Das finde ich persönlich die beste Kombination aus Kontrolle und Power.


    Wie bei allem brauchst du vor allem Fleiß und Geduld, um dein "Problem" in den Griff zu bekommen, aber das schaffst du schon :thumbup:

    Bin ich froh, dass heute keiner mehr bei folierten Kesseln aufschreit ("das tötet den Ton!!!") wie ab den 80ern in der Ära der Wohnzimmerschränke. Sonst hätten wir wohl auf deine schöne Arbeit verzichten müssen.


    Ich bin bei dcfix ehrlich gesagt seit Kindheitstagen skeptisch, da ich in den 70ern inmitten ge-dcfixter Sperrmüllmöbel aufgewachsen bin. Aber ich sehe, man kann damit schöne Dinge machen :)

    Die Originalen scheint es einzeln zu geben, zumindest kann man sie in diesem Geschäft in den USA bestellen. Bei gleich mehreren Snares könnte sich das schon lohnen, müsstest halt erfragen, ob sie international versenden, und welche Kosten dich da erwarten.
    In Deutschland fällt mir bei solchen Fragen am ehesten St-Drums ein. Falls Gerd Stegner die Schrauben nicht hat, weiß er aber zumindest, ob man sie in Deutschland (respektive über Fentex in Holland) bestellen kann.


    Allerdings kenne ich das Gepfriemel mit normalen Schrauben und weiß, wie sehr das nerven kann. Je nach Zustand und Erhaltungswert der Snares würde ich überlegen, ob da ein Upgrade nicht besser investiertes Geld ist und du einfach andere Butt Ends nachrüstest. Die Originalteile kannst du ja immer noch im Nachtkästchen aufbewahren, falls du mal an einen Sammler verkaufen willst ;)


    Ich finde, eine Supra will gespielt werden (so sehen sie meistens ja auch aus), und wenn mich Abhebe oder Butt End nerven, wäre ich recht großzügig mit Umbaumaßnahmen. Vierkantschrauben sind meiner Erfahrung nach meist dicker als die Pendants alter Abhebungen mit Kreuzschrauben, da könnte die Umrüstung schwierig werden. Zumindest meine alten Butt Ends haben alle ziemlich dünne Schrauben verbaut, und hier nur Vierkantschrauben nachzurüsten wäre mit dem Schneiden eines neuen Gewindes verbunden.


    Bei St-Drums gibt es beide Versionen von Ludwig Butt Ends, vielleicht erreicht man die derzeit telefonisch und kann sich beraten lassen? Wäre zumindest mein erster Gedanke, um Abhilfe schaffen zu können.


    Auf jeden Fall trotz der derzeitigen Lage viel Erfolg bei deiner Recherche!


    Edit: jetzt sehe ich erst, dass du sogar von Schlitzschrauben sprichst, das sind dann vermutlich wirklich alte Modelle, deren Bauteile es wohl neu so nirgends mehr geben dürfte. Dann vergiss den Link einfach.

    Das einzige, was mir an dem Video nicht gefällt, ist die Hallfahne über allem. ;)


    Die Becken klingen alle sehr schön, ob Crashes oder HiHat. Ich könnte mich zwischen den Crashes nicht entscheiden und finde die Kombination sehr stimmig. Warum nicht zwei schöne 19er nebeneinander hängen?

    Wie alt ist das Gerät? Neu oder gebraucht gekauft? Rechnung vorhanden?


    Wenn es auf Monitor UND Kopfhörer rausch (verschiedene Ausgänge), vermute ich ein internes Problem des Brains, und da hilft dir im Zweifel nur der Hersteller.
    Dass ein elektronisches Bauteil spontan und ohne erkennbare Ursache die Grätsche macht, ist ja leider in unserer Wegwerfgesellschaft nichts ungewöhnliches.

    3 und 4 sind schon sehr stark gedämpft - da ist der Kicker vielleicht etwas zuviel des Guten


    Das ist für mich eigentlich die Quintessenz deiner bisherigen Bemühungen. Du hast bislang das Pferd zu sehr von hinten aufgezäumt. Klar, das erklärte Ziel ist legitim, eine geschlossene Bass Drum ohne zusätzliche Stative von innen abzunehmen. Aber als nächstes käme für mich der Versuch, die Stimmung und vor allem die Dämpfung zu optimieren. Der Kicker mag für manche Anwendungen perfekt sein, ist aber unflexibel und teuer. Es gibt so viele Herangehensweisen, die sich sogar von Bass Drum zu Bass Drum bezüglich des optimalen Ergebnisses unterscheiden. Ob das nun Fleecedecke, Handtuchrolle, Noppenschaum oder Omas Plümo ist, da ist einfach Experimentieren mit Fellkombi, Stimmung und Materialien angesagt. Ohne geilen Natursound wird ja bekanntermaßen auch der abgenommene Sound nix. Shit In = Shit Out ;)
    Ich mag's ja mit genau soviel Dämpfung wie nötig, aber so wenig wie möglich. So ein industrieller Keil ist nur rausgeschmissene Kohle, wenn es Hausmittelchen auch tun.


    Erst danach stehen für mich die Versuche mit Mikropositionen, und da helfen Luftloch und Stativ extrem weiter. War selbst überrascht, wie unterschiedlich meine Favoriten bei dem verlinkten Vergleich ausfielen, je nachdem wo das Mikro positioniert war. Am Ende würde ich das Kelly Shu System dann exakt passend zu meinem ermittelten Sweet Spot einbauen.


    Wenn Geld keine Rolle spielt, kauf dir noch alternative Mikros und experimentiere damit rum ;)

    Mein Bruder versucht gerade, wegen der Ausgangssperren in Bayern seine Gitarrenschüler übers Internet zu unterrichten. Sein bisheriges Fazit ist aufgrund verschiedener Aspekte, aber insbesondere aufgrund der Latenzen sehr ernüchternd. Und da reden wir nur über 2 Teilnehmer.


    Wieviel Traffic generieren eigentlich solche Anwendungen? Besteht das Risiko, unsere Netze in die Knie zu zwingen, wenn neben denen, die beruflich auf Heimarbeit setzen müssen, alle Bürger ihre Hobbies ihre Freizeitaktivitäten aufs Internet verlegen? Auch Netflix und Co werden in Zeiten der Ausgangssperren ja Hochkonjunktur haben. Wie seht ihr das?

    Wow, schaut toll aus, und die Kombi Natur geölt mit dunkler Hardware hat was. Ist der Kessel tatsächlich selbst gebaut? Oder selbst gekauft und bearbeitet? ;) Sieht aus wie ein Schichtholzkessel, und um den selbst zu bauen, bräuchte man doch entsprechende Gerätschaften wie Pressen etc.?


    Zu den Kosten kann ich nur sagen, dass man mit ca. 470€ Material auch nicht günstiger weg kommt


    Ich hätte die Freischwinger weggelassen, das hätte einiges an Kosten eingespart. Klar, wenn ich auf der Suche nach paukenartigem Sustain bin, könnte das noch was bringen. Ich hatte allerdings bislang noch bei keinem Floortom ohne Freischwinger einen Mangel an Sustain. Entweder klangen die genau richtig (seltener) oder benötigten noch nen Hauch Dämpfung (häufiger). Stopp, stimmt so nicht, an meinem 14er Catalina FT habe ich die harten Werksfüße gegen die gefederten von Pearl getauscht, danach war's perfekt. Kosten hierfür aktuell 18 Euro.