Beiträge von trommla

    Servus Oidmo,


    kenne ich nicht, halt einer der unzähligen Anbieter, die sich von irgendeiner türkischen Hinterhofschmiede beliefern lassen. Das Risiko, einen Satz Becken blind zu bestellen, ist halt enorm hoch, da man diese Teile nirgends antesten kann. Und wenn du dann doch mal voll in die Sch*** gelangt hast, kannst du die Dinger noch nicht mal gebraucht zum vernünftigen Kurs verkaufen. Zumal erfahrungsgemäß vergleichbare "Marken" eine hohe Serienstreuung aufweisen.


    Interessant wären türkische Hinterhofschmieden für mein Gefühl dann, wenn ich mich im Istanbul-Urlaub vor Ort mit tollem Blech zum günstigen Kurs eindecken kann. Ob das wirklich geht, oder der Preisvorteil dann durch Zölle, Frachtkosten oder Übergepäck im Flieger aufgefressen wird, weiß ich nicht.


    Allerdings scheint zumindest die Kaaos-Serie für deinen Sound geeignet zu sein, wenn man der Produktbeschreibung glauben kann.

    Welche der Teppiche waren denn jetzt eigentlich frisch aus der Tüte und welche schon länger gespielt bzw. sogar viel länger in Gebrauch


    Für meine beiden Modelle kann ich die Frage beantworten. Der Masshoff war ein paar Wochen auf meiner Sound King, wanderte danach aber schnell wieder in die mitgelieferte Holzbox, da mir der Sound mit dem Fat Cat Dual Adjustable 24 Strand besser gefiel. Bin am überlegen, ihn zu verkaufen.


    Der PS Concert ist ein Spare-Teppich für meine Pommerenke, der noch nie vorher montiert war. Lediglich aus der Verpackung hatte ich ihn genommen, weil ich die Schnüre grad wo anders brauchte.

    Um Gottes Willen, als Kritik ist das gar nicht gedacht. Mein Anspruch ist wohl nur aufgrund meiner beruflichen Vergangenheit bei verschiedenen Bühnen und Musicals etwas versaut. Aber hohe Maßstäbe können ja auch ein Ansporn sein, (noch) besser zu werden.


    Edit: meine Anmerkung bezog sich aber auch nicht auf das verlinkte Video, sondern auf diverse YT-Livevideos.

    Cooler Song, gefällt mir gut. Die Backing Vocals könnten sogar nach meinem Geschmack stellenweise etwas lauter sein, manchmal ahne ich sie mehr, als dass ich sie höre. Live fallen diese Nuancen bei der Drum Cam leider hinten runter, deshalb bin ich meist kein großer Fan von Drum Cams. Wie es aussieht, wenn jemand trommelt, weiß ich ja schon ;)


    Der Mix gefällt mir - auf die Schnelle am PC gehört - ziemlich gut. Oft stolpern Bands beim Mischen über ihre Eitelkeiten, weil jeder sich hören möchte. Bei euch ist das alles schön subtil und uneigennützig. Auf solche Mixes steh ich.
    Hört sich insgesamt nach mehr als 2 Gitarren an, habt ihr da noch Overdubs gemacht?


    Freue mich definitiv auf weitere Songs!

    Leider war da nicht so viel Publikum


    Ja genau, das meine ich. Gute Frontleute und Entertainer brauchen keine vollen Säle mit lauter Freunden und Bekannten, um nach vorne zu gehen. Die geben auch Gas, wenn exakt 3 Leute mit Bierglas vor ihnen stehen und sanft mit den Zehenspitzen wippen. Innerlich mögen die zwar in dem Moment ebenso genervt sein, aber sie sehen die Show als Teil ihres Jobs an und versuchen diese ebenso konstant abzuliefern wie die Musik. Das kann man durchaus bis zu einem gewissen Grad lernen und trainieren.

    Grundsätzlich befinde ich mich aber meistens so im Rahmen von +/- 2-3 BPM wobei ich nicht weiß ob das soweit in Ordnung geht


    Ich glaube, mit dem Wert bist du schon sehr gut. Präziser werden es die wenigsten Profis hinbekommen, und die Frage ist auch: warum sollten sie? Selbst zum Click spielt man ja meist je nach Trainingszustand nicht 100% exakt. Man hat nur aufgrund des Clicks unmittelbar die Möglichkeit, bei Schwankungen gegenzusteuern. Aber zeig mir einen Drummer, bei dem nicht vereinzelten Schläge Millisekunden am Click vorbei gehen. Wir sind halt keine Roboter.


    Analysier doch mal ältere Aufnahmen aus der Pre-Grid-Ära. Die Temposchwankungen waren teils erheblich größer, und genau davon lebte die Musik. Es gibt großartige
    Aufnahmen mit Schwankungen bis zu 10 bpm, und keiner stört sich dran.


    Zum Thema Grid gibt es von Rick Beato ein schönes Video, in dem man unter anderem hört kann, dass z.B. Bonhams Drumming quantisiert einfach nicht mehr Bonham wäre. Aber heute will man alles technokratisch-perfekt und seelenlos haben, da hören sich 2 - 3 bpm entsetzlich viel an.

    Danke für die Info, diese Frage lag mir nämlich noch auf den Lippen/Fingern. Ich nutze fast durch die Band Schnüre, lediglich auf der LM402 habe ich noch die werksseitigen Plastikstraps drauf.


    Ich bleibe dabei, ich könnte keine Zuordnung vornehmen, im übrigen bin ich sehr bei Moe. Nicht jeder Teppich funktioniert auf jeder Snare gleich gut, sondern man muss sich gelegentlich durch ein paar Experimente plagen. Mit jeder neuen Snare wird die Suche jedoch leichter, da mein Fundus an Teppichen größer wird. Derzeit gibt es bei mir keine zwei Snares mit gleichem Teppich, und selbst an Herstellern verwende ich etliche.

    Geil, voll auf die 12, guter Song, gute Band, gut aufgenommen, toller mehrstimmiger Gesang (!), viel zu meckern gibt's da nicht. Habt ihr die Nummer selbst geschrieben? Für meinen Geschmack stimmt die von vorne bis hinten, völlig schnörkellos, aber was kommt, kommt gut. Ok, nen Innovationspreis bekommt man damit heutzutage nicht mehr, aber den habt ihr glaube ich auch nicht als Ziel ausgegeben :D


    Um doch noch was kritisches anzumerken, ich habe mir einige eurer Livevideos angesehen, und auch da bestätigt sich, dass ihr einfach tight und schnörkellos auf den Punkt seid. Nur in einem Punkt fehlt euch was. Eure Sängerin singt toll, kommt aber nicht über die Bühnenkante. Ich würde mir wünschen, dass sie genauso kompromisslos das Publikum ansingt und mitreißt, wie ihr es mit der restlichen Performance auch tut. Da wäre als Frontfrau sicher noch deutlich Luft nach oben.

    neu kaufen ist eh nicht sinnvoll


    Na ja, wenn man nicht die Geduld hat, ein paar Wochen zu warten, kann Neukauf schon sinnvoll sein. Oder wenn man eine Rechnung für die Steuer braucht ;)


    Ich würde allerdings auch eher den Markt eine Weile beobachten, in der Regel kommen solche "Allerweltsangebote" recht bald in geeigneter Konfiguration um die Ecke.
    Dann bleibt nämlich im Budget auch ausreichend Geld übrig für taugliche Becken statt dem im Bundle angebotenen Metallschrott.


    Und ob man einigen Jahren Abstinenz noch ein paar Monate hinzuaddiert, macht den Kohl nun auch nicht fett.

    Ich glaube eher, was einen langfristig weiter wachsen lässt, ist unablässig Musik zu hören und anderen Drummern auf die Finger zu schauen. Und natürlich selbst mit anderen Musik zu machen. Unterricht oder Lehrvideos sind immer nur ein Teil der Wahrheit, denn diese Lektionen sind oft etwas losgelöst von der musikalischen Anwendung. Nur weil ich irgendwelche Hand-Hand oder Hand-Fuß Kombinationen übe, weiß ich sie ja noch nicht im Bandgefüge einzusetzen. Und oft sind die einfachen Dinge ja die effektivsten.


    Sich als Drummer weiter zu entwickeln, lässt sich ja auch so verstehen, dass man immer mehr lernt, unspektakulär und songdienlich zu spielen, aber immer exakt zu wissen, was man gerade machen muss. Irgendwer hatte mal den Werbespruch "Reduce to the Max", welches Produkt war das doch gleich?


    Rampen: sich mit Songs zu beschäftigen, die einem stilistisch fremd sind, hilft enorm. Bei mir ist das z.B. alles, was mit Latin zu tun hat. Ich habe nach wie vor den Eindruck, nicht sattelfest zu sein, aber das Zeug regelmäßig zu spielen, führt mit der Zeit zumindest zu so viel Sicherheit, dass ich es ganz passabel faken kann. Ein echter Latino wird vermutlich trotzdem die Hände über dem Kopf zusammen schlagen.

    Ich bin verblüfft, dass ich nicht mal den 16er Concert Teppich sicher erkenne. Klar, Unterschiede höre ich schon, aber eine Zuordnung klappt offenbar nicht mal bei meinen eigenen Teppichen, die ich doch eigentlich kennen müsste.


    Ich glaube aber auch, dass die Mikrofonierung manche subtile Unterschiede einfach nicht deutlich genug rausarbeitet. Auch im Bandkontext fallen Nuancen plötzlich nicht mehr auf, die mich zuvor beim Stimmen und Einstellen eines Teppichs möglicherweise an den Rand des Wahnsinns getrieben haben.


    Welcher Teppich auf welcher Snare funktioniert, ist vielleicht auch nicht objektivierbar, manches fühlt sich einfach "falsch" oder "richtig" an.


    Was ich aber an dieser Stelle schon festhalten kann: es ist meiner Überzeugung nach völlig abwegig, in der Hoffnung auf besseren Sound 60 Euronen für einen Teppich auszugeben. Masshoff ist ein Meister der Selbstvermarktung, das Rad hat er aber nicht neu erfunden, noch nicht einmal generalüberholt. Der optimale Snaresound ist immer ein Zusammenwirken aller beteiligter Faktoren, und das Gesamte ist wie so oft mehr als die Summe seiner Einzelteile.


    Insgeheim rechne ich schon damit, bei der Auflösung aus allen Wolken zu fallen, weil sich die Kaufpreise überhaupt nicht in den Tests widerspiegeln.

    Angefangen, weil ich beeindruckt war von der Band eines Schulfreundes in der 5. Klasse. Alle so zwischen 10 und 12, haben Songs der damals bekannten Bands gespielt, z.B. Bay City Rollers, Status Quo, Beatles, Stones etc.
    Und zum Trommeln brauchte ich damals nicht mehr als Waschmittetrommeln, also konnte ich ohne Geld gleich "durchstarten".


    Abgesehen von Steve Gadd als Teenager hat mich eigentlich kein Drummer explizit beeinflusst, sondern ich sehe und höre bis heute ständig interessante Dinge diversester Drummer, die ich spannend finde und manchmal versuche, auf meine Art umzusetzen. Jeder Drummer, der genau den richtigen Stil für die Musik seiner Band trifft, gibt mir was für daheim mit, ob das nun ein Star oder ein Nobody ist.


    Oder deren für meinen Geschmack laaaangweilige Trommelei und Zirkusartistik mir zeigen, was ich sicher nicht möchte (Buddy Rich, Thomas Lang u.a.). Gut, deren technisches Niveau bleibt natürlich trotzdem für die meisten unerreichbar.

    Fällt dir das nur bei diesem Modell auf? Mir scheint, dass derzeit alles, was schon etwas älter ist, zu Mondpreisen angeboten und vieles davon auch verkauft wird. Eine Ausnahme bilden interessanterweise Ludwig Alusnares, bei denen mir gerade die Gebrauchtpreise wieder etwas nachzulassen scheinen. LM400 sehe ich regelmäßig in gutem Zustand für 350 bis 400 Euro, da bekam man ne Zeit lang nur Rostlauben dafür.

    @ trommla, wie war das neulich noch im anderen Fred, mit der Physik.


    Die Physik mag tendenziell auf deiner Seite sein, nur hören tut den Unterschied niemand, denn keiner möchte bei der Bass Drum maximales Sustain. Und selbst Bebop-Jazzer, die ja am ehesten eine hoch gestimmte klingende BD spielen, haben ihr Tom in der Regel auf der kleinen Dicken. Wenn man den Klang durch Verzicht auf Beschlagteile optimieren möchte, muss man schon sehr verzweifelt sein ;)
    Aber lassen wir das Thema, der TS hat ja schon erklärt, dass es ihm um Aufbau geht und nicht um Klang. Und optische Aspekte entziehen sich ja sowieso jeder sachlichen Diskussion.


    Das gebrauchte Mapex ist preislich schon ein Knaller, aber optisch kann man geteilter Ansicht sein. Ich fand dieses Finish damals eher "geht so". Entweder Sparkle, oder Fade/Burst. Die Kombination sieht für meinen Geschmack meist gewöhnungsbedürftig aus.

    Hab ich was vergessen?


    Mit Sicherheit noch eine ganze Menge ;) Viele Hersteller prügeln sich in diesem Preissegment um die Kunden.


    Was deine Vorauswahl betrifft, ein paar Einschätzungen meinerseits.


    1. Gretsch Renown
    Kenne Leute, die es spielen und rundum zufrieden sind. Auf so nen quatsch wie "ungebohrte Bass Drum" würde ich sch***, mit der Zeit lernt man eine Tomhalterung auf der BD möglicherweise sogar schätzen. Ich persönlich liebe es. Die 5 Stimmschrauben sind bei Gretsch traditionell auch bei teuren Sets zu finden. Ich musste mich zunächst beim Stimmen etwas drauf einstellen, nach kurzer Zeit klappte das aber problemlos.
    2. Mapex Saturn V
    Es stimmt, diese Serie hat klanglich etwas, was andere Sets nicht haben, das hört man einfach. Optisch stört mich auch irgendwas, ich glaube aber, es ist nur das elend hässliche Logo auf der BD. Wobei die Badges glaube ich das gleiche Symbol drauf haben. Klanglich finde ich es trotz "Loudness" moderner als dieses alten Rockmöhren mit tiefen Kesseln, das würde mich nicht abhalten.
    3. Pearl Masters Complete
    Kenne ich gar nicht, Pearl hat mich in meiner bisherigen Laufbahn irgendwie nie angesprochen. Kugelgelenke finde ich schon sehr angenehm und würde ungerne darauf verzichten müssen. Gerade wenn man die Toms an Beckenständer hängen muss, weil man vergessen hat, der Bass Drum ne Rosette zu spendieren *duckundwech*
    4. Yamaha Tour Custom
    An Yamaha Drums hat mir der Sound immer gut gefallen, Verarbeitung sowieso, nur mit vielen Finishes konnte ich mich in den letzten Jahren nicht anfreunden. Fand ich immer etwas bieder. Sollte ich irgendwann mal ein Yamaha kaufen, wird es ein Recording, das ist dann aber nicht mehr Mittelklasse. Die Hardware von Yamaha ist m.E. mit das Beste, was es derzeit zu bezahlbaren Kursen auf dem Markt gibt, zusammen mit Tama. Wenn Yamaha, wäre aber ggf schon das Stage Custom vorstellbar, das soll ja für den Preis wirklich herausragend sein. Für's gesparte Geld noch ein paar Bleche, oder ein Satz ordentliche Cases, damit könnte man viele Jahre gut leben.


    Bei all diesen Herstellern wird man nicht viel falsch machen, daher würde ich mich vermutlich mehr nach pragmagtischen bzw ästhetischen Aspekten entscheiden. Guten Klang holt man aus Markensets dieser Preisklasse immer raus, möglicherweise muss man nur erst "seine" Fellkombi finden.