Hallo Jens,
dieses Zurückprallen des Beaters kann man bei akustischen Bass Drums durch verschiedene Maßnahmen wie Patches auf der Fellmitte, Stimmung, Loch im Resonanzfell und Dämpfung etwas beeinflussen, die Hauptsache ist aber wie schon genannt die Spieltechnik, bei E-Drums sowieso. Das kann gerade als Anfänger eine echte Herausforderung sein. Einerseits hat man ja noch nicht die technischen Grundlagen, andererseits muss man auch erst das Gespür für den eigenen Körper entwickeln.
Die meisten Anfänger lassen den Beater im Fell stehen, weil es vom Bewegungsablauf leichter ist. Um einen einzelnen Anschlag zu erreichen, solltest du aber genau das NICHT tun. Die Kunst ist nun, das Pedal gerade soweit zu entlasten, dass der Beater zurückschwingen kann, du aber trotzdem den Kontakt zum Footboard nicht verlierst. Du kannst dabei entweder die Ferse anheben und nur den Ballen aufs Pedal bringen (Heel Up). Dabei nutzt du die Kraft des gesamten Beins. Oder du legst die Sohle vollständig auf (Heel Down), wobei die Kraft entscheidend aus dem Sprunggelenk kommt. Das ist am Beginn für viele etwas ungewohnt, da wir das Sprunggelenk im Alltag meist noch nicht so trainiert haben. Wenn man etwas Übung mit Heel Down hat, fällt es auch leichter, Heel Up zu spielen und dennoch einen Teil der Kraft aus dem Sprunggelenk zu holen. Das finde ich persönlich die beste Kombination aus Kontrolle und Power.
Wie bei allem brauchst du vor allem Fleiß und Geduld, um dein "Problem" in den Griff zu bekommen, aber das schaffst du schon ![]()
