Ich will dich ja nicht vom Geld verbrennen abhalten, aber
Lieber ein Mal richtig als Lehrgeld zahlen
mit deinem Mikrofonwunsch tust du m.E. genau das, nämlich massiv Lehrgeld bezahlen. Erstens ist der Klangcharakter des Audix i5 ziemlich nah an deinem Wunschmikro dran, sodass mir solche Nuancen keine 300 Euro Preisdifferenz wert wären. Zweitens entsteht ein guter Drumsound durch das Zusammenwirken so vieler Elemente, dass die gesamte Recordingkette inklusiver aller Mikrofone, Preamps, Wandler etc. in dieser Liga mithalten müssen.
Und selbst dann wird ein erfahrener Toningenieur einen Drumsound zaubern, bei dem du unmöglich noch den Unterschied EINES Mikrofones hören kannst. Auch der (sicher wichtige) Snaresound entsteht im Mix erst durch die Kombination der Signale aller relevanter Mikros, und das sind zumindest Snaremikros, OHs und Roommikes, wenn wir mal von sonstigen Übersprechungen absehen wollen.
Der Proberaum an sich ist sehr gut gedämmt (Schallabsorber an Wände und Decke sowie Teppichboden)
Dieser Post lässt mich vermuten, dass dir die Bedeutung von raumakustischer Optimierung und deren Umsetzung weitgehend unbekannt ist. Gute Dämmung ist nämlich die Schallisolation nach außen, also die Vermeidung von Nachbarschaftsfrust. Raumakustik erreicht man nicht mit noch so guter Dämmung, auch nicht mit wahllosen Schallabsorbern an den Wänden. Hierzu braucht man nach genauer Analyse - Fachleute können das für viel Geld durchmessen - gezielte Maßnahmen, die auf die Störfrequenzen zugeschnitten sind. Klirrende Höhen kann man mit Teppichböden und Wandbehang noch ganz gut hinbekommen, je tiefer aber die Frequenzen sind, um so größer und vor allem dicker müssen die Akustikelemente schon werden. Bei dröhnenden Bässen braucht man dann Bassfallen in Kubikmetergröße, die den Raum spürbar verkleinern.
In vielen "sehr gut gedämmten" Proberäumen steht das Drum Set nicht mal an der Stelle, wo es am besten klingt, sondern wo es dem Rest der Band genügend Platz lässt. Dabei wäre das der absolut erste und kostengünstigste Schritt, halbwegs gute Aufnahmen zu bekommen.
Klar, ich will und werde dich nicht davon abhalten, ein Snaremikro für Hunderte von Euro zu kaufen. Nur Sinn macht das im Bandproberaum im Rgelfall nicht.