Beiträge von trommla

    Und dank Meytal,Emanuelle und Annika wird sich da hoffentlich einiges ändern,so dass man sich mit diesen Fragen nicht mehr konfrontieren lassen muss.


    Ich würde auch sagen, bei allen drei Frauen ist ihr Geschlecht unabdingbar für ihren Erfolg, da sie Identifikationsfiguren für Frauen und Mädels sind, selbstbewusst in eine Männerdomäne einzubrechen. Alle drei sind sicherlich solide am Schlagzeug ausgebildet und insofern ein Stück weit vergleichbar. Bei keiner der drei rechne ich bisher damit, dass sie nachhaltig über Generationen Drummer beeinflussen und somit musikalisch zu den ganz Großen gezählt werden können. (Alle drei finde ich zudem gähnend langweilig und uninspirierend, aber das ist ja hier nicht Thema :D)


    Ob Männchen oder Weibchen, besondere Aufmerksamkeit erfährt glaube ich insbesondere im Zeitalter sozialer Medien nicht der, der außergewöhnlich gut trommelt, sondern derjenige, der diese Medien besonders gut einsetzen und sich gut vermarkten kann. Allerdings war das früher vielleicht nicht so viel anders, z.B. Gene Krupa war einer der ersten echten Stars am Drum Set, obwohl er primär als Showman und nicht als herausragender Techniker oder musikalischer Innovator bekannt ist.


    Ich bin überzeugt, dass es unzählige Drummer und hoffentlich die eine oder andere Drummerin da draußen gibt, die technisch ähnlich gut sind, sich aber für diese Form der Selbstvermarktung nicht anbieten, entweder weil sie dazu nicht die Typen sind oder einfach kein Interesse daran haben.


    Den tatsächlichen Stellenwert eines Drummers erkennt man sowieso erst nach Jahrzehnten, nicht in den ersten Jahren des Erfolges. Mir fallen auf Anhieb einige Namen alleine im deutschsprachigen Raum ein, die zeitweise regelmäßig auf Clinics und in der Drumwerbung anzutreffen waren, inzwischen aber - abgesehen von hoffentlich solider Auftragslage - öffentlich keine große Rolle mehr spielen. Welcher Hahn kräht noch nach Aaron Thier oder Drummergirl Linda? Auch Andy Gillmann war schon präsenter in den Medien. To be continued...


    Edit: hab mir eben nochmal ein paar Sachen von Frau Nilles angehört. Drumsolo meets Fahrstuhlmusik, mehr fällt mir dazu irgendwie nicht ein ;)

    Habe keins der beiden je besessen, aber beide schon spielen dürfen. Daher geht mein Eindruck nicht sehr tief, da ich manche Vor- und Nachteile in der Kürze der Zeit vielleicht gar nicht wahrgenommen habe. Die Verarbeitung schien mir bei beiden absolut vernünftig und auch für professionelle Anwendung geeignet.


    Klanglich lassen sich beide für deine Anwendung - wie auch für vieles andere - super einsetzen, und du kannst mit Fellen noch viele Varianten erreichen. Der relevanteste Unterschied zwischen beiden Sets sind die Spannreifen. Gußreifen klingen halt anders als Triple Flanged Hoops. Guß ist etwas knalliger, Triple Flanged klingt etwas fetter/bassiger. Ich persönlich ziehe auf Toms Triple Flanged vor. Ganz sicher sind Die Cast Hoops kein Qualitätsmerkmal, wie manche meinen ;)


    Das Mapex hat eine 20x18 Bass Drum, was mir zu tief wäre. Ich mag diese langen Dinger einfach nicht. Beim Tama finde ich keine Angabe, würde aber behaupten, das ist eine 20x16. Dass die Tama BD 8 Stimmschrauben (gegenüber 10 beim Mapex) hat, lässt sich m.E. vernachlässigen.
    Allerdings hat das Mapex Taschen und ein 8" Tom dabei und scheint insgesamt laut Beschreibung in besserem Zustand zu sein. Beim Tama werden Wellen der Folie aufgrund Sonneneinstrahlung erwähnt, das müsste man wohl live sehen.


    Optisch hat das Tama ansonsten eindeutig die Nase vorn, da kommt Mapex einfach nicht mit. Weder damals noch heute. Gut, ist natürlich höchst subjektiv, aber mir gefällt z.B. dunkle Kesselhardware nicht besonders.


    Wenn der Zustand vor Ort in Ordnung ist, machst du mit beiden sicher nichts falsch, soviel kann man sagen.

    Ich habe das Glück, musikalisch recht einfach gestrickt zu sein. Ich höre und spiele gerne tanz- und mitsingbare Musik, also kein Prog-Metal oder anderes abgefahrenes Zeug für "Studierte". Meine Parts kann ich daher überwiegend im Kopf üben, ohne überhaupt am Set gesessen zu haben. Manche hakeligen Ensemble-Figuren in der Big Band Literatur übe ich maximal am Pad, bis ich ein Gefühl für die Synkopierung habe, gelegentlich mit YT-Videos fremder Einspielungen des gleichen Arrangements. Aufs Set lässt sich das anschließend dann auch gut spontan übertragen. Wie gesagt, für sackschwere Sachen bin ich eh der falsche Drummer, und ein ständiges Hin- und Herschalten zwischen diversen ungeraden Metren ist einfach nichts für mich. Stichwort "Groovedrummer" ;)


    Meist steht und fällt mein Drumming mit irgendeiner Hookline, die ich im Kopf mitsingen kann. Mal ist das ein Bass-Pattern, mal die Leadmelodie, mal ein Gitarrenriff, was sich eben grad so anbietet.

    Was erwartest du? Menschen jubeln Politikern wie Trump, Erdogan, Orban und anderen zu, obwohl die nur populistischen Schwachsinn von sich geben, da ist doch nur folgerichtig, dass auch so ein geistiger Dünnschiss geliked und geglaubt wird.

    Mag sein, aber grenzüberschreitende Bestellungen sind spätestens dann nachteilig, wenn mal was nicht klar läuft und du dich nicht aufs deutsche Verbraucherrecht berufen kannst. Auch der Versandweg ist natürlich teilweise deutlich länger.
    Für meinen Geschmack bietet alleine der deutsche Markt so viele günstige Türken, die ich alle noch nicht kenne, da brauche ich nicht in Finnland suchen.


    Ich halte es aber schon für ganz großen Zufall, falls hier in Deutschland jemand diese "finnische Türken" kennen sollte. Solltest du bestellen, lass uns an deinen Erfahrungen teilhaben :)

    Finde die Aufnahme sehr gelungen. Was im Einzelfall zu laut oder leise ist, unterliegt ja oft dem persönlichen Geschmack. Ich finde z.B. die Bass Drum völlig ok für Jazz (ist ja kein Popsong ;)) dafür ist die Snare nach meinem Geschmack ne Spur zu laut und das Sweepen dadurch etwas zu aufdringlich.


    Apropos Sweepen, das wäre für mich am Ehesten noch ausbaufähig. Dein Pattern klingt in meinen Ohren noch etwas "hakelig", hat noch nicht den feinen Flow, den es haben sollte. Und der Double Time des Bassisten schenkst du kaum Beachtung, was dir eine zusätzliche rhythmische Dimension gäbe. Also "Kritik" von meiner Seite wenn überhaupt, dann eher auf der spielerischen Seite. Aber auch spielerisch ist das Meckern auf hohem Niveau.

    Servus Oidmo,


    kenne ich nicht, halt einer der unzähligen Anbieter, die sich von irgendeiner türkischen Hinterhofschmiede beliefern lassen. Das Risiko, einen Satz Becken blind zu bestellen, ist halt enorm hoch, da man diese Teile nirgends antesten kann. Und wenn du dann doch mal voll in die Sch*** gelangt hast, kannst du die Dinger noch nicht mal gebraucht zum vernünftigen Kurs verkaufen. Zumal erfahrungsgemäß vergleichbare "Marken" eine hohe Serienstreuung aufweisen.


    Interessant wären türkische Hinterhofschmieden für mein Gefühl dann, wenn ich mich im Istanbul-Urlaub vor Ort mit tollem Blech zum günstigen Kurs eindecken kann. Ob das wirklich geht, oder der Preisvorteil dann durch Zölle, Frachtkosten oder Übergepäck im Flieger aufgefressen wird, weiß ich nicht.


    Allerdings scheint zumindest die Kaaos-Serie für deinen Sound geeignet zu sein, wenn man der Produktbeschreibung glauben kann.

    Welche der Teppiche waren denn jetzt eigentlich frisch aus der Tüte und welche schon länger gespielt bzw. sogar viel länger in Gebrauch


    Für meine beiden Modelle kann ich die Frage beantworten. Der Masshoff war ein paar Wochen auf meiner Sound King, wanderte danach aber schnell wieder in die mitgelieferte Holzbox, da mir der Sound mit dem Fat Cat Dual Adjustable 24 Strand besser gefiel. Bin am überlegen, ihn zu verkaufen.


    Der PS Concert ist ein Spare-Teppich für meine Pommerenke, der noch nie vorher montiert war. Lediglich aus der Verpackung hatte ich ihn genommen, weil ich die Schnüre grad wo anders brauchte.

    Um Gottes Willen, als Kritik ist das gar nicht gedacht. Mein Anspruch ist wohl nur aufgrund meiner beruflichen Vergangenheit bei verschiedenen Bühnen und Musicals etwas versaut. Aber hohe Maßstäbe können ja auch ein Ansporn sein, (noch) besser zu werden.


    Edit: meine Anmerkung bezog sich aber auch nicht auf das verlinkte Video, sondern auf diverse YT-Livevideos.

    Cooler Song, gefällt mir gut. Die Backing Vocals könnten sogar nach meinem Geschmack stellenweise etwas lauter sein, manchmal ahne ich sie mehr, als dass ich sie höre. Live fallen diese Nuancen bei der Drum Cam leider hinten runter, deshalb bin ich meist kein großer Fan von Drum Cams. Wie es aussieht, wenn jemand trommelt, weiß ich ja schon ;)


    Der Mix gefällt mir - auf die Schnelle am PC gehört - ziemlich gut. Oft stolpern Bands beim Mischen über ihre Eitelkeiten, weil jeder sich hören möchte. Bei euch ist das alles schön subtil und uneigennützig. Auf solche Mixes steh ich.
    Hört sich insgesamt nach mehr als 2 Gitarren an, habt ihr da noch Overdubs gemacht?


    Freue mich definitiv auf weitere Songs!

    Leider war da nicht so viel Publikum


    Ja genau, das meine ich. Gute Frontleute und Entertainer brauchen keine vollen Säle mit lauter Freunden und Bekannten, um nach vorne zu gehen. Die geben auch Gas, wenn exakt 3 Leute mit Bierglas vor ihnen stehen und sanft mit den Zehenspitzen wippen. Innerlich mögen die zwar in dem Moment ebenso genervt sein, aber sie sehen die Show als Teil ihres Jobs an und versuchen diese ebenso konstant abzuliefern wie die Musik. Das kann man durchaus bis zu einem gewissen Grad lernen und trainieren.

    Grundsätzlich befinde ich mich aber meistens so im Rahmen von +/- 2-3 BPM wobei ich nicht weiß ob das soweit in Ordnung geht


    Ich glaube, mit dem Wert bist du schon sehr gut. Präziser werden es die wenigsten Profis hinbekommen, und die Frage ist auch: warum sollten sie? Selbst zum Click spielt man ja meist je nach Trainingszustand nicht 100% exakt. Man hat nur aufgrund des Clicks unmittelbar die Möglichkeit, bei Schwankungen gegenzusteuern. Aber zeig mir einen Drummer, bei dem nicht vereinzelten Schläge Millisekunden am Click vorbei gehen. Wir sind halt keine Roboter.


    Analysier doch mal ältere Aufnahmen aus der Pre-Grid-Ära. Die Temposchwankungen waren teils erheblich größer, und genau davon lebte die Musik. Es gibt großartige
    Aufnahmen mit Schwankungen bis zu 10 bpm, und keiner stört sich dran.


    Zum Thema Grid gibt es von Rick Beato ein schönes Video, in dem man unter anderem hört kann, dass z.B. Bonhams Drumming quantisiert einfach nicht mehr Bonham wäre. Aber heute will man alles technokratisch-perfekt und seelenlos haben, da hören sich 2 - 3 bpm entsetzlich viel an.

    Danke für die Info, diese Frage lag mir nämlich noch auf den Lippen/Fingern. Ich nutze fast durch die Band Schnüre, lediglich auf der LM402 habe ich noch die werksseitigen Plastikstraps drauf.


    Ich bleibe dabei, ich könnte keine Zuordnung vornehmen, im übrigen bin ich sehr bei Moe. Nicht jeder Teppich funktioniert auf jeder Snare gleich gut, sondern man muss sich gelegentlich durch ein paar Experimente plagen. Mit jeder neuen Snare wird die Suche jedoch leichter, da mein Fundus an Teppichen größer wird. Derzeit gibt es bei mir keine zwei Snares mit gleichem Teppich, und selbst an Herstellern verwende ich etliche.

    Geil, voll auf die 12, guter Song, gute Band, gut aufgenommen, toller mehrstimmiger Gesang (!), viel zu meckern gibt's da nicht. Habt ihr die Nummer selbst geschrieben? Für meinen Geschmack stimmt die von vorne bis hinten, völlig schnörkellos, aber was kommt, kommt gut. Ok, nen Innovationspreis bekommt man damit heutzutage nicht mehr, aber den habt ihr glaube ich auch nicht als Ziel ausgegeben :D


    Um doch noch was kritisches anzumerken, ich habe mir einige eurer Livevideos angesehen, und auch da bestätigt sich, dass ihr einfach tight und schnörkellos auf den Punkt seid. Nur in einem Punkt fehlt euch was. Eure Sängerin singt toll, kommt aber nicht über die Bühnenkante. Ich würde mir wünschen, dass sie genauso kompromisslos das Publikum ansingt und mitreißt, wie ihr es mit der restlichen Performance auch tut. Da wäre als Frontfrau sicher noch deutlich Luft nach oben.