Beiträge von trommla

    Und ernst zu nehmende Künstler, wozu auch Musiker zählen, sind selten dunkel


    Gut, mit "hell" und "dunkel" kann ich wenig anfangen, aber ansonsten ist da vielleicht schon was dran. Aggressionen kennt vermutlich jeder Mensch, und diejenigen, die ihre Gefühle in Kreativität ummünzen, brauchen kein anderes Ventil (häusliche Gewalt, Amokläufe, Hooliganismus etc. pp.).


    Dass manche Musik identitätsstiftend sein mag von manchen Gruppierungen zum Aufputschen für Ausschreitungen irgendeiner Art missbraucht werden kann (s. Slime "Deutschland muss sterben..."), will ich gar nicht bestreiten. Aber wir haben in der Jugend ebenfalls Slime, Scherben und den ganzen Rest gehört, und keiner von uns hat deshalb randaliert oder ist gar in den Bau gewandert.


    Für sein Verhalten ist immer noch jeder Mensch selbst verantwortlich, und selbst wer in der Kindheit Mist erlebt hat, kann sein Leben in vernünftige Bahnen ohne Gewalt lenken, dafür gibt es mehr als genug Beispiele.

    Passend zum Thema lief mir gerade diese junge Dame über den Weg :D

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    Dein Feeling finde ich um längen besser, aber sie verkauft sich halt besser auf YT.

    Ich spiele dasselbe Weather Master Heavy nun schon seit 2 Jahren auf meiner LM402, und es ist völlig intakt und fast noch blütenweiß. Interessant, ob es unterschiedliche Chargen gibt, oder ob das an meinem eher soften musikalischen Umfeld liegt. Vielleicht sähe es nach 2 Jahren fetten Backbeats anders aus? :D

    Sorry, ich muss diesen alten Fred nochmal ausgraben, da ich gerade erst gesehen habe, wie teuer die Weather Master Felle inzwischen geworden sind. Insofern hat sich mein vor einem Jahr verlinkter "vernünftiger Kurs" zwischenzeitlich mehr als erübrigt. Falls sich also beim Lesen jemand wundern sollte, damals waren es noch 19 Euro 8|

    Ich hatte noch nie Bands, die im Proberaum komplett mikrofoniert und mit Monitoring über PA gespielt haben. Und ich kann zu 100% sagen, dass es in jeder Besetzung möglich war, einen Sound zu finden, bei dem jeder Musiker sich an seiner Position gut hören konnte, sofern man sich Gedanken über die Aufstellung macht und jeder Musiker diszipliniert die Finger von den Potis lässt. Völlig egal, ob ich fette Bläser, zerrende E-Gitarren oder Chorgesänge zu begleiten hatte.


    Klar kann man wie prenki Lösungen auf technischer Seite suchen, allerdings macht es die Sache a) teurer und b) wesentlich komplexer, als wenn jeder Musiker sich bewusst macht, dass eine Probe andere Aufgaben hat als ein Konzert und es durchaus Vorteile hat, nicht jedesmal ein Brett zu fahren, bei dem einem die Ohren klingeln.

    Diskutiert ihr hier im Ernst, ob solche Musik ursächlich für gesellschaftliche Gewalt ist???


    Wer das ernsthaft behauptet, ist schon weit fortgeschritten in der geistigen Verarmung unserer Gesellschaft, die anscheinend nur noch bis ins Absurde simplifizierten Thesen Glauben schenken will oder kann, ohne sich für den Wahrheitsgehalt dahinter überhaupt zu interessieren. In einer weltweiten Gesellschaft, in denen die AfD und ihre Protagonisten ein Viertel aller Deutschen zu überzeugen scheinen und international Mehrheiten Soziopathen in höchste Staatsämter bringen.


    Ja, ich finde unsere gesellschaftlichen Entwicklungen auch Besorgnis erregend, aber dass Hardcore Musik auch nur ein Mü mehr dafür verantwortlich sein soll als W.A. Mozarts Werk, ist an den Haaren herbeigezogen. Oder hat schon mal jemand untersucht, was sonst noch so im Musikregal von Gewaltverbrechern stand?


    Musik mag zwar Emotionen verstärken, aber Gewalt findet und fand schon immer, auch ohne musikalische Untermalung, statt. Oder hatten die Täter des Valentinsmassakers 1929 Hardcoremusik auf ihren iPods? ;)

    In Wahrheit will sich jeder vor allem selber hören (und auch zu recht)


    ;)
    Mich selbst höre ich in disziplinierten Bands eigentlich immer. Höchstens die Bass Drum darf ein bisschen zusätzlichen Schub über's Monitoring bekommen.


    Aber du hast schon recht, sich selbst gar nicht zu hören, macht die Sache nicht gerade leicht.
    Viel wichtiger finde ich es trotzdem, die Instrumente zu hören, die mir die Orientierung im Song geben. In der Regel ist das der Leadgesang plus das führende Harmonierinstrument, ob nun Gitarre, Keyboard, Harfe oder Drehleier.


    Den Bass höre ich sowieso ausreichend, wenngleich vielleicht nicht jede Nuance, brauchts aber auch nicht. Je leiser das alles zusammen auf dem Monitor ist, umso leichter fällt mir vermutlich allen die Orientierung auf der Bühne bzw im Proberaum.


    Vermutlich habe ich das schon in drölf verschiedenen Freds geschrieben, wenn jemand in der Band sich nicht hört, muss die Reaktion sein, leiser zu machen, nicht lauter.
    Auf der Bühne gilt "The show must go on", auch dann, wenn der Sound Kacke ist. Im Proberaum darf aber durchaus von Zeit zu Zeit mal die Aufforderung kommen "So, jetzt drehen sich mal alle ein paar dB runter, damit wir alle wieder was hören".

    dass ich endlich mal mit einer Band Bohemian Rhapsody spielen darf.
    Sonst traut sich das ja keiner.


    Nachdem ich bislang zweimal in meinem Leben das (zweifelhafte) Vergnügen hatte, dieses Opus live aufzuführen, vielleicht auch ganz gut so. Verstehe nicht ganz, weshalb sich manche Amateurensembles solche Brocken freiwillig antun. Oft fehlt halt am Ende die Zeit und der Durchhaltewille, das Ganze bis zur Aufführungsreife einzustudieren. Das Ende vom Lied, man zittert sich von Takt 1 weg durch die Nummer durch und hofft, dass man ungeschoren davon kommt. Daher: gutes Gelingen!

    Meinst du den Part ab 4:35?


    Genau den meine ich.

    Und man hört ganz deutlich, dass er selbst die Ghostnotes frei nach Gusto über den ganzen Song variiert


    Alles andere wäre bei so einem Feelingdrummer ja auch ungewöhnlich.

    Aber vor allem höre ich die Ghostnote nach dem Backbeat wirklich nirgendwo raus.


    Geht mir genauso. Hätte ich nicht dieses Tutorial gefunden, wäre ich wohl bis an mein Lebensende mit meiner Variante ohne Nachschlag glücklich gewesen.

    Für uns Drummer wohl die schwerwiegenste aller Brexitfolgen ;)


    Wer weiß, was sich da im Zuge der Brexitentwicklungen ökonomisch im Hintergrund zusammenbraut. Wenn im Raum stünde, dass die Zusammenarbeit mit Sonor durch zukünftige bürokratische Hürden massiv erschwert wird, wäre der Schritt durchaus nachvollziehbar.


    Oder es ist einfach der gestärkte Nationalstolz, während das Land im Chaos zu versinken droht.


    Edit: wer ihm in Zukunft seine hässlichen Toursets baut, ist mir aber auch eigentlich egal.

    Ah, jetzt fällt mir dann doch auch mal auf, warum du von Ghostnote-Overkill schreibst 8| :D Bin wohl ein Blitzmerker. Aber so gespielt würde dich jede Partyband mit Handkuss nehmen, ein paar mehr Ghosts hin oder her.


    Das Ende hatte ich mir beim ersten Mix gar nicht mehr angesehen, weil ich von Beginn an schon begeistert war.
    Im Ending gefällt mir deine Umsetzungs des Grooves nicht so sehr. Klingt in meinen Ohren unrund und gewollt. Meines Erachtens könntest du da auf die Ghosts weitgehend verzichten und dich mehr darauf konzentrieren, die 3/2 Clave zum grooven zu bringen.

    Mir wär der Hampelmann gar nicht aufgefallen, hättest du es nicht geschrieben.
    Die Regieanweisung ist klar:
    "Jungs und Mädels, macht richtig viel Action, sonst sieht man euch vor der Rückpro überhaupt nicht."


    Für ein Gitarrenkabel hat es übrigens aber dann doch nicht mehr gereicht...


    Doch, er ist nur mit seinen hohen Schuhen nicht mehr bis zum Boden gekommen ohne das Gleichgewicht zu verlieren, um es aufzuheben und einzustecken, da hat er's halt weggelassen.

    Die Plattitüden, die du hier vermisst, findest du in allen einschlägigen Posts zum Thema. Auslöser für meinen Post war diesmal Trommla...


    Hey Blue Note, was hat dich denn da getriggert? Möchte noch ergänzen, dass ich selbst regelmäßig den Drum Dial plus eine App ala Tune Bot nutze und gar kein Gegner solcher Stimmhilfen bin. Ob jemand das Stimmen wie m_tree nur mit seinen Ohren bevorzugt, oder wie du erst durch die Verwendung von Stimmhilfen beginnt, sein Gehör zu schulen, ist mir völlig gleichgültig. Am Ende muss halt das Gehör entscheiden, ob der Klang gut ist, da hilft kein Gerät.


    Allerdings gebe ich zu, dass ich schon seit je her eine gewisse Faszination für den Gebraucht menschlicher Sinne und Fertigkeiten ohne elektronische Helferlein hege, ob das nun beim Trommeln/Stimmen, bei der Navigation oder beim Handwerk ist. Das eine mag effizient und präzise sein, das andere begeistert mich eben eher. So schlimm?


    Um mein OT hier zu beenden, danke Nils für die gut verständliche und hochinteressante Kurzform der Sachverhalte.

    Wegen der Kopplung kann kein Oszillator mit seiner Eigenfrequenz schwingen, denn die Schwingungen beeinflussen sich gegenseitig.


    Das heißt also übersetzt, entweder John Good hat die Physik selbst nicht verstanden, oder er verarscht die Leute absichtlich :D
    Nicht, dass wir das nicht schon an anderer Stelle in Erwägung gezogen hätten...

    Ich hab ja, lange auch nur nach gehör gearbeitet, möchte den Tunebot aber auch nicht mehr missen.


    Ist wie automatisierte Produktion vs feinste Handwerkskunst. Beides funktioniert, aber Handarbeit hat mehr Zauber. Und ohne das Handwerk zu verstehen, hätte es die Automation nie gegeben.