Mir scheint, das ist ne Generationenfrage. Ich kann mir auch ziemlich wenig vorstellen, was schlimmer ist als die frühen Meinl-Beckenserien
Allerdings hab ich ich trotzdem schon bei manch einem aktuellen Meinl-Becken aufgehorcht, welches ich im Geschäft angespielt hatte. Aber kaufen? Niemals!!!
Zur Ausgangsfrage:
Ich kann absolut verstehen, dass man irgendwann mal anderes Besteck braucht. Die Alphas sind zwar für Rock passabel, aber wie viele B8er finde ich den Klang etwas eindimensional. Ich würde allerdings einen Austausch ebenfalls nicht zwingend "en bloc" mit einer kompletten Serie vornehmen. Manches spricht vielleicht noch für Crashes aus der gleichen Serie, aber Ride und Hihat sind doch eine völlig andere Baustelle und können für meinen Geschmack komplett losgelöst betrachtet werden.
Und ob man dann bei unterschiedlichen Serien EINES Herstellers fündig wird oder völlig breit aufgestellt ist, hängt mehr von ästhetischen Aspekten ab als vom Klang. Mancher (wie z.B. ich) mag es einfach lieber, wenn auf allen Becken das gleiche Logo prangt.
Allerdings hängt die Aufdringlichkeit der Becken durchaus auch von der Spielweise ab. Selbst Alphas verlieren an Aufdringlichkeit, wenn man sie etwas sanfter behandelt. Die Becken trotz Power Drummings etwas sanfter zu behandeln, gehört übrigens zur hohen Schule des Spielens. Gerade abgenommen oder im Studio sind nämlich Becken im Vergleich schnell mal zu laut. Auch ein kraftvoller Drummer sollte es daher beherrschen, Becken gefühlvoll zu bedienen, um ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen.
Deine Spielweise von vorne herein nicht zur Disposition zu stellen, ist also vielleicht durchaus in Maßen überdenkenswert. Sein Instrument im Laufe der Jahre immer besser beherrschen zu lernen, ist ja schließlich nichts negatives.