Beiträge von trommla

    Klar Hochi, natürlich ist das Vintage kein High End, dann käme da ja dann noch das Quäntchen Exklusivität und Sternenstaub hinzu, welches High End ausmacht. Aber es ist solide Profiqualität und entsprechend eben durchaus kein Einsteigerschnäppchen.


    Und schon diese Preisklasse muss man nicht zwingend bezahlen, um wirklich guten Sound mit vernünftiger Verarbeitung zu bekommen. Yamaha und Tama Mittelklassesets können das alles beinahe genauso, nur sehen sie halt nicht so umwerfend gut aus :D


    Wenn ich, wie gestern Abend wieder, beim Big Band Gig Sing Sing Sing spiele, fühle ich mich mit dem Old School Sound gleich wie Gene Krupa himself. Ach ne, der spielte ja Slingerland :D

    Manchmal freue ich mich, wenn so alte Freds wieder ausgebuddelt werden, denn sonst wäre dieser ganz an mir vorbei gegangen.


    Das Magazin schaut doch nett aus, und wenn irgendwelche Drummerinnen das Ding seit Jahren wuppen, scheint zumindest ausreichend Interesse der Drummerinnenwelt zu bestehen. Oft stecken hinter solchen Nischenmagazinen ja ein paar Idealist(inn)en ohne finanzielle Interessen, und meist geht es auch nicht darum, die Gesellschaft zu verändern.


    Ebenso könnte jemand ein Heft für einarmige Drummer rausbringen, die sind eindeutig auch unterrepräsentiert. Ob Rick Allen sich das kaufen würde? ;)


    Ich gebe zu, den Artikel über Sex-Spielzeuge für den Tournee-Alltag habe ich mit Schmunzeln zur Kenntnis genommen und mich gefragt, ob da vielleicht doch Männer dahinter stecken, mit denen beim Schreiben der Gaul ihrer erotischen Phantasien durchgegangen ist. Aber wenn es wirklich das ist, was Drummerinnen bewegt, dann ist das wohl so. Als nächstes könnte man wohl diskutieren, ob Frauen im Schnitt dickere Sticks als Männer spielen und daraus erotische Aspekte konstruieren.


    Sich über (noch) ein Frauenmagazin zu echauffieren, finde ich jedenfalls etwas "over the top"

    Also ein chinakracher


    Boah ich kann diese pauschalen Chinaurteile echt nicht mehr hören. Falls es dir entgangen ist, China ist aktuell die zweitstärkste Wirtschaftsmacht der Welt, und das wären sie sicher nicht, wenn "Made in China" immer noch bedeuten würde, dass ausschließlich minderwertig gefertigt wird. Ebensowenig, wie Made in Germany automatisch hohe Wertigkeit bedeutet. Im Gegenteil besteht sogar die Gefahr, dass hohe Lohnkosten zu schlechterer Qualtätskontrolle führen, weil man hier als allererstes den Rotstift ansetzen kann, wenn die zu erwartende Summe aller Reklamationen geringer ist als die Kosten für höhere Qualtätskontrollen.


    Danke für das neue Video, wobei ich ja glaube, dass das eigentlich ein Konzentrationstest sein soll, ob man am Ende noch weiß, wieviele verschiedene Paar Sticks du insgesamt im Fundus hast. Definitiv deutlich mehr als ich :D


    In einem Punkt schließe ich mich Curby aber an, ich würde auch nicht von einem realistischen Gesamteindruck vor dem Kauf sprechen wollen, sondern unterm Stich immer noch von Blindkauf. Mit einiger Erfahrung kann man zwar aus Soundfiles und Videos gewisse Rückschlüsse ziehen, aber man kann eben auch enttäuscht werden.


    Aber wenn's klappt und man einen Fehlkauf nicht bereut (Rückgabe, Umtausch, Wiederverkaufswert), kann man das durchaus so machen.
    Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass du als sehr markenaffiner Drummer nach mehrfacher Komplettumstellung zwischen Nicht-Premium-Marken schon einiges an Geld verbrannt haben könntest, für das du ohne Risiko auch etablierte Produkte bekommen hättest.

    Zunächst war ich etwas gefrustet, weil ich ursprünglich ein White Marine Pearl Finish haben wollte


    Haha, ich hatte mich im Herbst 2015 für White Marine (22/13/16) als einziges Folienfinish entschieden, und relativ kurz danach kam das rote und bald auch das Black Slate raus. Da wäre mir dann die Wahl wohl schwieriger gefallen, weil ich die beide ziemlich schick finde, und Black Slate wäre vermutlich sogar mein Favorit gewesen.


    Auf jeden Fall freue ich mich seitdem jedes Mal, wenn ich es für einen Gig auspacke, wie ein Schneekönig, weil ich es optisch und vor allem klanglich einfach mag.


    Obwohl natürlich die Skeptiker auch irgendwie recht haben: es ist letztendlich nur ein Schlagzeug. Dafür einen stolzen Preis zu zahlen, ist ja meist rational nicht mehr ganz greifbar, wenn man bedenkt, dass man heute schon für die Hälfte des Geldes wirklich ansprechende Qualität bekommt. Das trifft aber für alle Topserien der Hersteller zu.

    Was sagt ihr denn zu unserem Konzept, nicht nur bekannte Stücke aneinanderzureihen, sondern auch mal recht Unbekanntes zu spielen? Passt das?
    Willi


    Das ist beim Covern doch das Salz in der Suppe. Ausschließlich bekannte Gassenhauer kann man bei Bierzeltgigs machen, um den Bierumsatz zu steigern. Sonst macht für mich die Mischung aus Ohrwürmern und unbekannten Perlen weit mehr Reiz aus.

    Bitte, bitte, bitte motiviert euren Sänger, die Texte auswendig zu lernen!!!


    Die Band wäre so cool, wenn er nicht ständig in seinen Ordner starren würde. So etwas wirkt wie eine unsichtbare Wand zwischen Publikum und Band, und ihr wärt noch viel besser ohne diese.


    Dem Rest der positiven Meinungen schließe ich mich ohne Wenn und Aber an.

    Haha, hatte auch mal so eine Seniorenband, auch wenn damals noch keiner im Rentenalter war. Musikauswahl ziemlich die gleiche Richtung, Unzulänglichkeiten absolut vergleichbar, und auch ich hatte ne Weile zu tun, um in angeregten Diskussionen meine Mitmusiker von Dingen wie Lautstärkenminderung und Gebrauch von Dynamik zu überzeugen :D

    Hmmm, da ist in meinem Kopf mal wieder der alte Konflikt, soll man anerkennend sein oder ehrlich? Oder beides?


    Die Songauswahl finde ich klasse, das ist Musik, die den meisten älteren Semestern wohl einfach tierischen Spaß machen dürfte. Insbesondere bei den letzten beiden zucken mir die Finger, da ich beide schon oft selbst spielen durfte. Und man merkt, dass ihr die Songs nicht nur "ungefähr" nach Gefühl covert, sondern euch auch mit den Details der Originale beschäftigt. Hut ab.


    Allerdings, und das ist das am Ende aus Zuhörerperspektive entscheidender, holpert es doch insgesamt gehörig. Zwar habe ich nicht das Gefühl, dass du als Drummer dafür verantwortlich wärest, aber wirklich tight, dynamisch und groovig sind die Nummern nicht.
    Wenn es nur um ein bisschen Spaß nach Feierabend geht, bei dem vielleicht gelegentlich ein Gig im Freundeskreis rausspringt, mit Sicherheit völlig ausreichend. Falls allerdings der Maßstab regelmäßige Konzerte vor fremdem (zahlendem?) Publikum sind, solltet ihr definitiv ein wenig an eurem "musikalischen Ausdruck" und eurer Präzision arbeiten. Und vielleicht den Keyboardsound am Anfang von Perfect Strangers noch mal überdenken ;)


    Wobei ich natürlich gerade bei reiferen Bands total verstehe, dass man nicht mehr unbedingt nach musikalischer Höchstleistung strebt, sondern einfach Spaß haben will.

    Hurraaaaa, ein Auskotz-Fred :D


    Bei mir sind es vor allem:
    Udo Lindenberg - das gesamte "Spätwerk". Wenn ich den Kerl sehe, wird mir echt übel. Ein wahrer Wegbereiter deutschsprachiger Musik, nur leider auch die Fleisch gewordene Stagnation mit einem Hang zur Peinlichkeit.
    Herbert Gröhlemeier - spätestens seit "Mensch" versteh ich nicht mehr, was uns der Mann eigentlich sagen will. Geschwurbel allererster Güte.
    Cat Stevens - quengelt der heute immer noch so?


    Daneben gibt es tausende von Instant-Hits, deren Belanglosigkeit eine Erwähnung völlig überflüssig machen, die aber trotzdem das zerebrale Brechzentrum gehörig in Aktion versetzen.l

    Alfons Schuhbeck würde jetzt sagen: "da kannst net meckern"


    Klingt gut, sieht gut aus, also alles richtig gemacht. Ich staune ja, wie viele Stöcke du da durchtestest. Wäre interessant, jeweils den genauen Sticktyp eingeblendet zu bekommen, ich habe nämlich relativ bald den Überblick verloren.

    Die Snare selbst habe ich noch nie gespielt, ich würde aber mal eine gute Snare mit einem Concert-Teppich ausstatten und hören, was passiert. Meine Pommerenke-Snare (Lirsch-Stave) war nicht als solche konzipiert, ich wollte nämlich eigentlich was allroundtaugliches. Durch Experimente mit verschiedenen Fellen und Teppichen wurde sie jedoch im Laufe der Zeit immer mehr zu meiner Spezialistin für eher konzertante Anwendungen, und der Puresound Concert Teppich macht den Sound eben auch absolut crisp, artikuliert und dynamisch.

    Band ist wie Familie


    Findste? Ich bin froh, dass meine Bands nie so waren. Allerdings waren das in der Regel auch eher (Semi-)professionelle Geschichten, bei denen die musikalische "Aufgabe" im Vordergrund stand, nicht Freundschaft oder gemeinsamer Spaß (den es natürlich oft trotzdem macht)


    Mein Vergleich wäre eher der Arbeitsplatz, wo man manche mehr, manche weniger mag, und wo es menschlich daher mal mehr, mal weniger knirscht. Aber unterm Strich ist meine Familie mein Lebensmittelpunkt, auch und vor allem emotional, das kann ich für Bands nun gar nicht behaupten.


    Und auch am Arbeitsplatz sollte gelten "Don't fuck the Company" ;)

    Ich hatte schon immer was gegen's Marschieren, egal ob mit Trommel oder Gewehr. Insofern bin ich kein Fachmann. Allerdings fand ich die verschiedenen Metallsticks, die ich mal in Händen hielt, nicht wirklich angenehm, da Metall eine andere Steifigkeit/Elastizität hat als Holz.


    Daher wäre meine erste Wahl immer Holz. Ob Holz- oder Nylontip, ist ebenfalls nicht nur eine Frage des Sounds, sondern auch des Spielgefühls. Klanglich macht sich ein Unterschied primär bei Becken so richtig bemerkbar, auf Fellen finde ich das vernachlässigbar. Daher wäre mein Votum ein eher schwerer Holzstick mit Holzspitze, die sich für mich einfach besser anfühlt. Vielleicht nicht gerade ein SD2 mit rundem Kopf, weil die Felloberfläche da vergleichsweise schnell Hagelschäden bekommt.


    Am Ende hilft wohl auch in dieser Frage nur der persönliche Test, um seinen individuellen Geschmack herauszufinden.

    Um mal ein paar Korinthen zu kacken, ist es nicht DIE Niete, die hinter dem Schlagzeug sitzt, wohingegen DER Niet mit etwas handwerklichem Geschick den Ridesound modifiziert?


    Allerdings wäre ein Punkrock-Sizzle in den 80ern und 90ern vermutlich der Renner gewesen :D

    Echt jetzt?
    Dinosaurier des Ostrock, wie Puhdys, Renft, Karat usw.
    Wobei, da stoße ich mit meiner Allgemeinbildung jetzt auch schon an meine Grenzen, obwohl ich schon alt wie ein Baum bin ;)

    Sorry wenn ich mich als Mann dranhänge, aber ich frage mich das selbst auch manchmal. Nicht jeder Kerl steht drauf, mit nacktem Oberkörper auf der Bühne rumzuspringen, ich persönlich finde es unabhängig vom Körperbau eher peinlich, Drummer "oben ohne" zu sehen.


    Da mein Hauptproblem jedoch die Sch(w)eissdrüsen am Haaransatz sind und mir die Suppe dann die Augen versalzt, wäre auch ganz nackelich keine Lösung. Schweißbänder um Kopf und Handgelenke sind seit den 80ern auch out, also habe ich mich inzwischen auf weniger Kraft zehrende Musikstile verlagert und bin halt Jazzdrummer. Aber selbst da kam es an heißen Tagen schon vor, dass ich tropfte wie ein Regengott. Ganz besonders gut, wenn man gerade irgendwas vom Blatt zu spielen hat.


    Ob nun Mann oder Frau, ich glaube selbst die leichteste Kleidung hilft bei starker körperlicher Anstrengung nicht, das Schwitzen zu verhindern. Daher bleibt wohl auf der Bühne nur ein gewisser Pragmatismus, sein übliches Bühnenoutfit unter Abwägung aller Faktoren zu wählen und ggf. still zu leiden. Auf jeden Fall immer ein Handtuch mit auf die Bühne nehmen, damit der Schweißsee unter dem Set einen nicht im Laufe des Konzertes auf seinen Wogen davon trägt.


    Oder man stellt sich sowas nebens Drumset und baut auf die Verdunstungskälte