Spontan fällt mir der Sonor Rocketlauncher aus dem SQ2 System ein
Ist glaube ich mehr oder weniger identisch mit der alten Designerlösung, oder?
Spontan fällt mir der Sonor Rocketlauncher aus dem SQ2 System ein
Ist glaube ich mehr oder weniger identisch mit der alten Designerlösung, oder?
Bohren war eigentlich nicht vorgesehen und würde ich tatsächlich nur als allerletzte Maßnahme in Erwägung ziehen.
Natürlich kann jeder machen, was er will. Wenn du allerdings sowieso eine Tomhalterung auf die BD bauen willst, warum um Himmels Willen dann nicht bohren???
Üblicherweise wird mit der Rosette eine Schablone mitgeliefert, es ist daher überhaupt kein Risiko, die erforderlichen 5 Löcher an der richtigen Stelle zu bohren. Und lediglich für das Tauchrohr brauchst du wenigstens einen scharfen Forstner-Bohrer, alles andere geht mit einer handelsüblichen Heimwerkerausstattung und etwas Geschick.
Apropos "ungebohrt": ich halte das ja sowieso für einen grandiosen Marketingerfolg der Branche. Man lässt etwas weg, spart dadurch Kosten, und verkauft das dann noch als höherwertig. Wer den Look lieber mag, der darf sich ja gerne drüber freuen. Ich habe allerdings noch keine (in Worten: KEINE) Bass Drum gesehen, ob gebohrt oder ungebohrt, die mit entsprechender Befellung nicht über ein mehr als ausreichendes Maß an Sustain verfügt hätte. Gerade die Jazzer sind ja gerne oldschool "oben mit" unterwegs und spielen wohl am ehesten offene Sounds. Wie kann das denn dann sein? Haben die alle keine Ahnung von gutem Sound? ![]()
Für alle anderen Stilrichtungen, bei denen die BD einen gewissen Punch haben sollte, ist es eh nicht relevant. Ganz abgesehen davon, dass die frei schwebenden Lösungen, na ja, gewöhnungsbedürftig aussehen und vermutlich deutlich teurer sein dürften als normale Rosetten.
Da Anhänger der Instruments' Rights Bewegung "Freiheit für die Bass Drum" durchaus einen gewissen religiösen Eifer besitzen, bin ich mir über die geringen Chancen meiner Missionierungsversuche natürlich durchaus bewusst ![]()
Edit: wenn es nur um die Vermeidung des Tauchrohres geht, gäbe es noch die DW-Lösung. Zwar wird die Grundplatte auf die BD geschraubt, aber es bedarf keines größeren Loches, und die Halterung ist zudem noch sehr flexibel. Mapex hatte auch mal ne Variante, aber leider auch nur 16", und zudem hättest du an der Stelle dann andere Böckchen, was vermutlich grottig aussieht. Ach ja, und Sonor Designer gab's auch noch, im damals angesagten Kampfpanzer-Design, tierisch klobig und schwer.
Ich bin überhaupt kein Fan der Herangehensweise, Schlagzeug lernen zu wollen und dann aus Lautstärkegründen ein E-Drum zu beschaffen. Bei Tasteninstrumenten kann man ein Klavier ja auch nicht durch ein Keyboard ersetzen, sondern nur ergänzen. Ja, ein gutes Masterkeyboard mit gewichteter Tastatur und Hammermechanik mag für einen Pianisten (halbwegs) realistisch zu spielen sein, sofern gute Sounds dabei sind, aber das kostet dann auch Vierstellig.
Ein Instrument vernünftig zu lernen, setzt voraus, die grundlegenden Techniken üben zu können, und schon bei nuancierter Dynamik (essentiell für einen guten Drummer) beschränken dich selbst hochwertige E-Drums im Vergleich zu mittelmäßigen akustischen Instrumenten. Ganz zu schweigen von den unzähligen Sounds, die man, an unterschiedlichen Stellen angespielt, aus einem akustischen Kessel oder Becken zaubern kann.
Ich denke, wenn du tatsächlich erst mal austesten willst, ob das ganze langfristig Spaß macht, kauf einfach, was dein Budget hergibt, in deiner Preislage kannst du nicht viel richtig machen. Falls du tatsächlich längerfristig dabei bleibst, wird früher oder später das Bedürfnis nach einem Upgrade kommen, und dann stimmt hoffentlich auch der Kontostand zwischenzeitlich.
Abgesehen davon solltest du dir bewusst sein, dass ein E-Schlagzeug kein Garant für nachbarschaftlichen Frieden ist. Auch Pads ohne eigenen Klangkörper übertragen nicht zu knapp Schwingungen über den Trittschall, und schon mancher Nachbar stand plötzlich genervt an der Wohnungstüre ob des Gerappels. Der Vorteil ist, mit Kopfhörer hörst du das Klingeln nicht ![]()
Aber nachbarschaftliche Querelen können ein realer Grund sein, das Interesse am Instrument zu verlieren.
Hässliche alte Gaffa Klebereste mit Butter (Ja, wenig gute Butter reicht) überstreichen und Einmassieren. Kleberest löst sich garantiert und kann abgewischt werden. Funktioniert überall. Bei ganz alten verhärteten Kleberesten länger Einmassieren und Butter erneuern. Geduld, dass funktioniert garantiert.
Gerade erstmalig getestet. Hätte nicht erwartet, dass Zeug selbst von geriffelten Standtom-Beinen so easy abzubekommen.
Ich glaube, mit dem Tipp bist du (zumindest für mich) ein heißer Kandidat für den Tipp des Jahrhunderts
Dankeschön!
Toller, sehenswerter Bericht, den uns aber Bruzzi selbst schon verlinkt hatte ![]()
vielleicht hat es der ein oder andere noch nicht gesehen.
Zum Beispiel ich
vielen Dank!
Ich hätte als Bewerber kein großes Problem mit der Tatsache, aber es würde mir die Band nicht unbedingt sympathischer machen. Musik lebt vor allem von der Interaktion beim gemeinsamen Spiel, und die höre ich zwar mit Glück einer Aufnahme im Nachhinein auch an (vgl. manch alte Blue Note Scheibe), aber meiner Intuition vertraue ich meist schon nach wenigen Takten.
Ihr kennt das alle, wenn die Chemie stimmt, dann rastet alles irgendwie spürbar ein, und jeder hat ein Grinsen im Gesicht. Aufzeichnungen helfen bestenfalls, wenn es darum geht, zwischen mehreren Notlösungen zu wählen, weil der Richtige nicht dabei war. Ob man mit Verlegenheitslösungen leben will, muss jede Band für sich entscheiden.
mit der auch helfende Bandmitglieder sinnvoll mitmachen können
Die lasse ich bei Bedarf Trommeln aus den Cases holen, leere Cases ins Backstage räumen und Hardware vorbauen, was primär bedeutet, Beine auszuziehen und mir das entsprechende Stativ in Reichweite zu stellen. Justage mache ich komplett selbst, da mich alles andere weit mehr Zeit und Nerven kostet. Beim Abbau sinngemäß.
Wenn andere direkt am Set werkeln, steht man sich doch meist gegenseitig im Weg.
Edit: Bilder deiner Lösungen wären natürlich klasse ![]()
Hab inzwischen mal ein bisschen bei YT rumgeclickt.
Da TRX Cymbals schon seit 2006 auf dem Markt sind, die entsprechenden YT-Videos kaum vierstellige Clicks erreichen und die Marke nichts bietet, was nicht auch andere preiswerte Schmieden liefern, baut sich da anscheinend in Europa nicht viel auf ![]()
Ungeachten meines persönlichen Geschmacks - die verfügbaren Videos klingen für mich sehr "papierartig" ohne Bauch - würde ich die Marke daher ganz pragmatisch von meiner Wunschliste streichen, sofern Budget und Praktikabilität eine Rolle spielen.
Das ist nicht von der Hand zu weisen. Habe das eine oder andere Sabian Hollow Logo (Pre AA) aus der Anfangszeit für sehr wenig Geld bekommen, und das sind richtig geile Cymbals mit Charakter.
Erfahrung habe ich absolut keine, Meinung natürlich schon.
Ich mache einen weiten Bogen um beinahe alle Signature-Produkte, da der Name eines prominenten Drummers auf einem Instrument in der Regel eine Werbemaßnahme zum Steigern des Absatzes ist. Der (naive) Kunde verbindet dann die musikalische Exzellenz des Protagonisten im Kopf mit der vermeintlichen Qualität des Produktes. Was Simon Phillips mitentwickelt hat, kann ja nicht so schlecht sein
Ein klangvoller Name verbindet sich zu vermutlich 100% mit einem deutlichen Preisaufschlag gegenüber vergleichbaren Produkten.
Wenn man bedenkt, wie hoch der Preis für ähnlich konfigurierte Markensets ausfällt, habe ich keine sehr hohen Erwartungen an dieses Modell.
Als Einstiegslösung bei begrenztem Budget kann aber so ein Set durchaus besser sein, als gar nicht spielen zu können, das hängt vom individuellen Anspruch ab.
Wie machen das Drumtecs bei großen Produktionen?
Ich kann nur mutmaßen, dass der Schlagzeuger da keine Feinheiten mehr einzustellen hat. Ein guter/gut bezahlter Drum Tech weiß genau, was sein Chef haben möchte, da man sowohl Aufbau als auch Sound schon in der Probenphase genau festlegen kann.
Große Produktionen kommen ja nicht unvorbereitet auf unbekannte Bühnen, sondern die gesamte Show wird im Vorfeld schon auf der Probebühne mit allen Elementen durchexerziert. Da sitzt dann jeder Handgriff, ob das nun Toncrew, Lichtcrew, Backliner, Requisiteure, Garderobieren oder Caterer betrifft.
Ob der Aufbau des Drum Sets dann mittels Memory Locks, Gaffa oder Gravur optimiert wird, entscheidet vermutlich der Drum Tech nach persönlicher Präferenz. Der Drummer wird davon wenig bis nichts mitbekommen und sich zu Dienstbeginn an seinen Arbeitsplatz setzen wie der Vertriebsinnendienstler an seinen Schreibtisch. Wenn man sieht, wie manche namhaften Tourdrummer im Video ihre Tourkits vorstellen und gelegentlich ins Schwimmen geraten, welche genauen Trommeln und Becken sie wohl spielen, scheint mir diese Analogie sehr wahrscheinlich.
Wie bist du denn auf diese Marke gekommen? Mal irgendwo live gehört? Oder nur Videos/Audios? Dazu sollte man wissen, dass man mit entsprechender Aufnahmetechnik so viel nachbearbeiten kann, dass vermutlich Mamas Backblech noch wie ein geiles Crash klingt ![]()
Neben den möglicherweise sehr unrealistischen Sounds rate ich weiterhin, sich über mögliche Reklamationen bzw. die Chance auf deren korrekte Abwicklung Gedanken zu machen. Ein irgendwo auf der Welt erworbener Artikel unterliegt nämlich nicht deutschem Recht, wenn du feststellen musst, dass dir so ein Becken doch nicht gefällt. Einfach innerhalb 14 Tagen vom Kauf zurücktreten ist dann nämlich nicht.
Um dir ein paar in D erhältliche erschwingliche Alternativen zu nennen:
Masterwork Troy oder Custom
Sonor Armoni
Istambul Samatya
Fame Masters B20
Zultan (Thomann Hausmarke)
Anatolian Baris (falls die noch nen deutschen Vertrieb haben?)
Bei diesen Cymbals muss man möglicherweise eine höherer Serienstreuung in Kauf nehmen als bei den "Big Four", aber dank Umtauschmöglichkeit bei Onlinekauf könnte ich damit gut leben. Ansonsten wurde schon Gebrauchtkauf genannt, da lässt sich manch ein Schnäppchen machen, wenn man etwas Geduld und idealerweise Ahnung hat.
Um es mal anders herum auszudrücken: Vintage = alles bis Anfang/ maximal Mitte der 1970er Jahre (= meine unmaßgebliche Meinung).
Ich widerspreche mal ganz unmaßgeblich
Vintage macht von der englischen Wortherkunft keine Angabe über exaktes oder minimales Alter. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Weinlese und beinhaltet neben einem gewissen Alter vor allem eine qualitative Aussage im Sinne von "erlesen", "hervorragend", "alt(ehrwürdig)". Somit dürfte Hardware aus der Signature-Baureihe der 80er unter Vintage laufen, ein 70er Klappergestell unklarer Herkunft hingegen nicht, obwohl älter.
Gut, dass es keine allgemeingültige Definition gibt, so haben wir vermutlich beide unmaßgeblich recht ![]()
Ich gehe allerdings d'accord, dass das abgebildete Modell zwar halbwegs alt, aber nicht wirklich vintage sein dürfte. Da die Frage aber war, ob wir den Hersteller eruieren können, muss ich leider passen.
Dann fällt das für mich wohl raus, denn den einen Aufbau gibt es für mich langfristig nicht, und mit der Zeit sähe meine Hardware wohl ziemlich ramponiert aus
Normalerweise hält so ein nicht-wasserlöslicher Edding aus Erfahrung fast überall
Wenn man nur sporadisch auf- und abbauen muss, mag das sein. Meine Erfahrung als Vielauf- und abbauer ist jedoch, dass Edding relativ bald bis zur Unkenntlichkeit verblasst. Auch, wenn man Gaffa damit beschriftet.
Memoryklammern sind auch nicht immer die beste Lösung, schließlich muss man die Ständer dann in Einzelteile zerlegen
Definitiv. Memory Clamps an Beckenständern kosten vermutlich dadurch mehr Zeit, als sie beim Aufbau sparen. An Tomarmen jedoch ein Muss, um sofort die gewohnte Position zu finden.
Der Rest ist wohl wirklich vor allem Routine, ich weiß bei meinem 3-4-Becken-Setup einfach, was wo zu stehen hat, ohne lange zu überlegen. Und wenn ich mal rumspinne und noch mehr Blech brauche, finde ich sicher auch schnell eine Lösung.
Apropos Markierungen, hat schon mal jemand versucht, seine Hardware mit Lack zu markieren? Hält das? Lässt es sich auch wieder entfernen?
Wie gesagt, ich bin kein Tontechniker.
Wenn du dir den ersten meiner beiden Links durchliest, findest du weiter unten ein paar Graphen, die gut illustrieren, wie der typische Mix einer Rock-Bassdrum aussehen könnte. Wenn du in deinem Pult nur festgelegte Frequenzen anheben oder senken kannst, statt mit parametrischen Reglern punktgenau zu arbeiten, bist du leider limitiert.
In diesem Link findest du auch noch ein paar Grundlagen zum Umgang mit EQ.
Ich würde dir gerne konkrete Tipps geben, aber mein tontechnisches Grundwissen ist rein angelesen und entbehrt nahezu jeglicher praktischer Erfahrung. Ich weiß in etwa, wie ich welches Mikro für ein gutes Ausgangssignal positioniere, alles was hinter dem Mikrokabel kommt, überlasse ich jedoch schon immer anderen.
Noch heute bin ich beeindruckt, wie erfahrene Techniker zielsicher eine PA einpfeifen und dabei genau die Störfrequenzen identifizieren. Ob einem das heutzutage gar computerbasierte Helferlein abnehmen, weiß ich noch nicht mal mehr, so unbeleckt bin ich ![]()
Und in meine BD packe ich das Audix D6, das klingt schon neutral schön rockig. Kritiker sagen "einseitig"
Badewanne halt
Edit: der Kollege war schneller und hat mehr Ahnung
Nutzt man live EQ-Einstellungen?
Live ist das EQing natürlich ebenso eine Option wie im Studio. Ob und in welchem Umfang man an den Reglern rumschrauben muss, hängt von allen möglichen Faktoren ab z.B. Stimmung der BD, Mikrofontyp und -position, Raum, Musikstil usw.
Ich spiele auf kleinen Bühnen in kleinen Läden auch häufig mein Catalina, und die BD-Abnahme ist bei rockigem Zeug für mich obligatorisch. Ausgangspunkt neben der Stimmung ist für guten Sound die optimale Mikroposition, und Kompression/Equalizer helfen dann zum optimalen Ergebnis.
Ich hoffe, nichts falsches zu sagen (bin Drummer und kein Tontechniker), aber der große Unterschied zwischen Live und Studio ist in meinen Augen vor allem, dass man live nicht ganz so penibel mit manchen Parametern umgehen muss, da die akustischen Informationen im allgemeinen Getöse teilweise untergehen. Z.B. ist ein leichtes Rauschen live eher tolerabel als im Studio.
Im akustischen Umfeld einer Kneipe/ eines Clubs ist schon viel gewonnen, wenn überhaupt ein BD-taugliches Mikrofon wie dein D112 an einer PA mit Tiefgang anliegt. Wenn man natürlich eine Kompakt-PA mit 10" Tieftönern nutzt, sind dem Effekt Grenzen gesetzt ![]()
Ich finde deine Selbsterkenntnis herausragend. Nicht ohne Grund sind die wirklich gut gebuchten Drummer häufig Leute, deren Kunst darin besteht, einfach klingende Grooves und Fills schnörkellos und punktgenau abzuliefern.
Bei mir selbst habe ich die Erfahrung gemacht, dass mein Spiel insgesamt deutlich grooviger geworden zu sein scheint, seit ich nach einer Trennung keine Chance mehr habe, stundenlang im eigenen Keller tolle Dinge zu üben. Seither sind meine Hauptübungszeiten (außer Stick Control auf Pad) bei gemeinsamen Konzerten und Proben. Das zwingt einen automatisch, vor allem am Bandvortrag zu arbeiten statt an individuellen Skills.
Daher sind Open Handed und Co. für mich auch nicht mehr sonderlich interessant, denn das Spiel mag dadurch potienziell origineller werden, aber die Basics sind halt Bumm und Tschakk, und da bringt's mir keine Vorteile.
da geht mal garnix ab, das klebt wie Hulle
Gut, vielleicht haben die seit den 70ern auch dazu gelernt, was Klebekraft und Verarbeitung betrifft. Aber der Name stammt definitiv von dem Herrn aus Bayern, der's erfunden hat.
"De..Zefix!!!"
(Eigentlich wollte er ja sagen "Des schaugt nachad schee aus", aber schon zu Satzbeginn begann die Verklebung Falten zu werfen, was ihm einen herzhaften bayrischen Fluch entlockte)