Beiträge von trommla

    Gab es hier nicht letztens einen Facharzt für Orthopädie? Vielleicht meldet der sich ja zufällig mal zu Wort.


    Diese Diagnose klingt für mich ehrlich gesagt ziemlich abenteuerlich. Abgesehen davon, dass es keinen Hüftknochen gibt, sondern das Hüftgelenk vom Beckenknochen und dem Oberschenkelknochen gebildet wird (man spricht allerdings vom Hüftkopf, nämlich der Kugel im Gelenk), würde eine unphysiologische Haltung des Hüftgelenkes ggf. alle möglichen Muskelpartien beanspruchen, aber zu allerletzt die Wadenmuskulatur. Da du allerdings im Alltag keinerlei Probleme bei Tätigkeiten zu haben scheinst, bei denen das Hüftgelenk weitaus größerer Aktivität ausgesetzt ist, traue ich mich auch als Nicht-Fachmann, diesen Zusammenhang mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen.


    Außerdem gehe ich davon aus, dass sich die beschriebene Fehlstellung "Bein will nach außen" auf den gestreckten Körper im Stehen oder Liegen bezieht. Vermutlich rotiert das Bein dabei von Geburt an etwas nach außen, und die Füße haben nicht den gleichen Winkel zur Mittellinie, sonst würde der Therapievorschlag "Knochen durchtrennen und neu justiert wieder zusammen wachsen zu lassen" wenig Sinn ergeben. Wäre die Beweglichkeit des Gelenkspalts selbst atypisch verändert, sprächen wir vermutlich von einer Hüftdysplasie, deren Folgen früher oder später Probleme im Bereich des Hüftgelenks selbst wären, nicht im Unterschenkel. In Deutschland sollte das im Rahmen der U-Untersuchungen schon im Kindesalter routinemäßig erfasst werden.


    Ein Nach-aussen-stellen des Beines dürfte daher überhaupt keinen Einfluss auf deine Situation haben, höchstens dass du noch mehr verkrampfst. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass dein Problem tatsächlich von Überlastung beim Spielen bzw. komplett falscher Technik herrührt. Ohne das gesehen zu haben, kann aber weder ich noch irgendjemand anders dazu was sagen.


    Ich möchte noch einmal betonen, dass ich zwar eine medizinische Ausbildung habe, aber kein Fachmann in solchen Dingen bin, also bitte meine Meinung nur als Gedanken zur Situation und nicht als fachlichen Rat verstehen. Das ganze fachlich gründlich abklären zu lassen, ist auf jeden Fall eine gute Herangehensweise, und unters Messer legen würde ich mich auch nicht!!!


    Hast du jemals Unterricht genommen oder aktuell einen Lehrer? Wieviele Stunden spielst du im Schnitt? Fühlen sich deine Beine beim Spielen locker an, oder arbeitest du mit hoher Kraft? (Federspannung bedenken)
    Meines Erachtens solltest du in jedem Fall immer dann mit dem Spielen aufhören, wenn die Schmerzen einsetzen. Du weißt ja, Schmerz ist ein Warnsignal des Körpers.

    Hat das Fell irgendeinen Aufdruck? Bei dem kleinen Format lässt sich nichts erkennen, aber vielleicht könntest du mal den Aufdruck aus der Nähe fotografieren?


    Wenn kein Aufdruck darauf ist, schließe ich Remo mal aus. Selbst die billigen Asien-OEM-Felle von Remo haben eigentlich immer ein Krönchen drauf, nur halt dann mit Remo UT oder ähnlichem Hinweis. Sind das denn sicher Werksfelle? Das Sonic Plus war zwar nicht gerade aus der stärksten Phase in Sonors Firmengeschichte, aber völlig ungebrandete Felle ab Werk kenne ich eigentlich höchstens von irgendwelchen No Name Sets

    Die Frage war zwar nicht an mich gerichtet, aber zähl doch einfach mal mit. Der Clou ist ja gerade, dass die HiHat einen 7/8 Rhythmus suggeriert und damit den 6/8 verschleiert. Den Auftakt darfst du natürlich nicht mitzählen ;)


    Wobei die Noten am Ende tatsächlich in die Irre führen, da das Hihat Ostinato als 7/8 durchläuft und sich daher verschiebt. Also 7 gegen 6. Die 2 notierten Takte zu wiederholen, klappt also nicht.


    Prima Unabhängigkeitsübung, Knopf (=bayrisch für Knoten) im Hirn garantiert.

    Ich glaube, unser Problem als Drummer ist, dass wir gewöhnt sind, überall relativ fest draufzuschlagen und eher mal das Feedback zu bekommen "geht's auch a bisserl leiser".
    Wenn wir mit nem Cajon ähnlich grobmotorisch umgehen, klingt das Ding einfach nicht, dafür tun uns nachher die Hände weh.


    So locker und leicht, wie die Cajon-Könner es uns vormachen, fühlen wir uns aber auch nicht wohl, weil wir dann das Gefühl bekommen, uns selbst nicht mehr zu hören. Also treten wir lieber mit nem Pedal gegen die olle Kiste, das ist für uns vertrautes Terrain und erfordert keine Auseinandersetzung mit einem ANDEREN (man kann's nicht oft genug betonen ;)) Instrument. Klingt nur eben relativ bescheiden...


    Aber wenn die Kiste nun schon mal im Haushalt rumsteht, verstehe ich, dass man sie nutzen möchte, ehe man extra was neues kauft. Und als Blumenständer sind zumindest gute Cajones zu schade.

    Würde mich über weitere Meinungen darüber freuen, ob die Kombi Cajon/normale Snare funktionieren kann. Oder könnte eine andere Art Snare funktionieren? Habe ein Video gesehen, in dem jemand eine Jingle-Snare genutzt hat, und zwar diese hier:


    Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich Drummer ticken. Das wäre auch mein Einwand gewesen, und ich würde, wenn schon Cajon als Bass Drum missbraucht werden soll, eher eine kleine Jungle-Snare o.Ä. dazu stellen. Die Kombi Cajon und "Fullrange"-Snare passt für meinen Geschmack hinten und vorne nicht.


    Vor ner Weile hab ich ne regionale Band in ner Kneipe gesehen, da hatte der Drummer einen robusten großen Versandkarton zur Bass Drum umfunktioniert, hübsch beklebt und ne Jungle-Snare sowie ein kleines Becken einfach oben auf die Fläche draufgeschnallt. Das fand ich ne witzige Lösung, und mit Sicherheit in Summe nicht teuer. Klang ähnlich wie ne Cajon Bass Drum, durch die Größe vielleicht nen Tacken lauter.

    (laut Verkäufer nicht so tollen) Fußmaschine die aber für den Anfang reichen sollte


    Bei solchen Aussagen krieg ich immer Magengrummeln. Wenn sich "nicht so toll" nur auf die Preisklasse bezieht, ist gegen diesen Satz nichts einzuwenden. Wenn jedoch das Spielgefühl "nicht so toll" ist, würde ich dir noch ein günstiges Pedal mit guten Laufeigenschaften ans Herz legen. An so genannten Profi-Maschinen kann man meist alle möglichen Dinge individuell einstellen. Budget-Pedale bieten da weit weniger, aber es gibt trotzdem Geräte, die ausreichend stabil sind und ordentlich laufen,
    neu z.B. die Einstiegsmodelle von Tama. Oder auch gebrauchte Markenware der einschlägigen Hersteller wie ne alte Camco (=Tama), DW, Yamaha oder Sonor. Bei diesen Herstellern weiß man, dass sie Hardware können.


    Ich musste zum Teil schon mit "nicht so tollen" Fußmaschinen an irgendwelchen Proberaumsets spielen, die schwergängig waren, quietschten oder sonst irgendein Problem hatten, da vergeht auch einem Anfänger schnell die Lust. Ich würde auch als Anfänger wollen, dass mein Equipment meine Entwicklungsmöglichkeit nicht behindert.
    Man gibt dir ja auch keine Kochlöffel statt Sticks und behauptet, die tun's schon für den Anfang. Gerade an die"Eingabegeräte", also Sticks und Pedale, darf man als Anfänger einen gewissen Anspruch haben.

    Nö, was sollte ich da? Ich habe genügend Leute in meinem Leben getroffen, die für irgend wen große Idole waren, habe selbst Autogramme für was weis ich was gegeben, weil Leute dachten, ich wär einer von den "tollen Hechten". Das ist mehr Projektion als sonstwas, und aus der Ferne erscheint alles groß und leuchtend.


    Die wirklichen Cool Cats sind die, die sich nicht drum reißen, zu den Cool Cats zu gehören, sondern einfach ihr Ding durchziehen, ob nun andere jubeln oder nicht.


    Mal ne andere Frage, du bist Bassist, sagtest du. Machst du das in der Freizeit, oder musst du davon leben?


    Na da sind wir uns zumindest mal alle einig. Ich beschwer mich nur nicht ständig über Dinge, die sich nicht ändern werden. Und davon bin ich überzeugt, die All-in-One-Lösung ohne PC-Anbindung wird den Software-Samplern immer deutlich hinterher hinken. Alles andere wäre aus marktwirtschaflichen Erwägungen in meinen Augen völlig abwegig, wenngleich aus Sicht von uns Drummern wünschenswert. Wir sind einfach nicht die Kernzielgruppe dieses Marktes.

    In den USA würde sich niemand über ein Kind aufregen, das auf Youtube spielt.


    Da hast du natürlich ein starkes Argument gebracht. USA war ja schon immer ein Vorbild, wenn es darum ging, Maßstäbe für soziales Miteinander zu setzen. Wo sonst könnte man besser lernen, dass sich die Starken für die Schwachen einsetzen und sich die menschliche Solidargemeinschaft als verbindlicher Konsens bewährt? ;)


    Mal ganz im Ernst, gerade die derzeitige Krise sollte jedem denkenden Menschen sehr deutlich vor Augen führen, dass Amerika eine völlig dysfunktionale Gesellschaft ist. Wir täten gut daran, uns von solchen "Vorbildern" zu lösen und unseren eigenen Stärken wieder mehr zu vertrauen.

    Ich würde Option 2 streichen. Da wäre mir die Angst zu groß, dass das tolle Becken danach anders klingt.


    Zwischen 1 und 3 könnte ich mich spontan nicht entscheiden. Ich kenne mich, selbst wenn das Becken noch so toll klingt, bräuchte es schon ne Menge Autosuggestion, um mir klar zu machen, dass ein schiefes Becken keinen Mangel, sondern eine Besonderheit aufweist. Wohl dem, der gelernt hat, seinen Intuitionen vertrauen zu können.

    Check mal ganz unbearbeitete simple Default-Sounds aus neueren SDX-Packs wie Death&Darkness, Decades und The Rooms Of Hansa und vergleich mal mit dem G9...


    Aber genau das meine ich doch. Mir und 90% aller Drummer ist es vermutlich total wumpe, ob irgendwelche Software-Lösungen besser klingen. Die Anwendung ist mühsam (zumindest ohne Hintergrundwissen), also lässt man es und ist mit dem zufrieden, was Roland & Co von der Stange anbieten. Weshalb sollten die Firmen sich um "Besserung" bemühen? Die paar Kunden mit deinen Qualitätskriterien verschmerzen die locker ;)


    Oder anders rum gesagt, erst wenn ein überwiegender Teil aller E-Drum-Nutzer über alle Gruppen hinweg (Kinder, Anfänger, Mietwohnungsbewohner, Partyband-Trommler, Musiklehrer etc.) plötzlich nicht mehr zu den Produkten greift, die die Etablierten im Portfolio haben, wären diese gezwungen, ihre Politik zu überdenken. Da die Kunden es mehrheitlich komfortabel und praktisch wollen, erwächst aus den Software-Lösungen keine Konkurrenz. Zumal viele Drummer ja auch leidenschaftlich musizieren, ohne ihre akustischen Trommeln halbwegs stimmen zu können.


    Um mal wieder einen meiner leidigen Kfz-Vergleiche ins Rennen zu schicken, vom Fahrspaß mögen Sportwagen die Nase deutlich vorne haben, trotzdem bauen so gut wie alle Hersteller mehrheitlich praktische und komfortable Autos, statt Sportflitzer zu entwickeln. Und wir Drummer sind die ersten, die das verstehen und sagen "was soll ich mit nem Auto, mit dem ich kein Drum Set transportieren kann" ;)