Beiträge von trommla

    Jetzt verkomplizierst du das Ding aber schon ein bisschen ;)


    Klar braucht man Körperspannung, um IRGENDWAS motorisch gebacken zu kriegen. Worum es geht, ist die Fähigkeit, nicht gegen den Stick/das Pedal zu arbeiten, sondern den Eigenimpuls zu nutzen und ihm quasi kontrolliert und kontrollierend zu folgen. Halt einfach schön geschmeidig bleiben :D

    Danke für die Aufklärung, da bin ich wirklich voll der Laie, und bei 140 bpm komme ich schon ins Straucheln, wenn die Sechzehntel mal ne Weile durchlaufen sollen.
    Sollte das vielleicht auch regelmäßig mal 20 min probieren, dann wird aus mir vielleicht noch was :D

    Ich bin über rudimentäres DB nicht hinaus gekommen und auch stilistisch da nicht der Fachmann. Aber wenn ich den ganzen Metaldrummern auf die Füße schauen, zeigt sich primär Lockerheit und recht wenig Power. Nicht umsonst liest man, dass in diesem Genre häufig auf Samples zurückgegriffen wird. Vielleicht reicht auch bei den Superstars oft der Punch nicht für einen ausreichenden Powersound aus, so dass man besser nachhilft?


    Das trifft meiner Beobachtung nach ebenso auf die Hände zu. Wenn man 16tel per Finger Control auf Tempo trimmt, gelingt das nur bedingt mit großer Power.


    Der handelsübliche Amateurdrummer lässt sich vielleicht zunächst von der Power solcher Produktionen etwas blenden und glaubt, den Sound akustisch mit maximalem Bumms erreichen zu können, was aber - vermute ich als Nichtmetaller - schlicht unmöglich ist.


    Insofern: eindeutiges "Lockerheit first" auch von mir.

    Bleibt man bei dynamischen "Standard" Mikros wie einem Shure SM57, (mittlerweile auch) einem Audix i5 oder einem Sennheiser MD421 und dessen "kleinere Brüder" wie z.B. dem e604, spielt der Snare Sound selbst, die Mikrofon Ausrichtung und eben der Mix eine viel größere Rolle für den Sound. Weil die genannten Mikros alle in eine ähnliche Richtung färben und alle einen vernünftigen Job machen.


    Mit Sicherheit eine gute Erkenntnis, zumindest wenn ich für mich spreche.


    Entferne mich immer mehr von der Suche nach dem Heiligen Gral, weil ich immer wieder feststelle, wie relativ Einschätzungen wie "besser" oder "schlechter" im Alltag sind. Geht mir bei Snares schon unabgenommen so, dass ich denke, wow, die Snare klingt eindeutig besser als jene. Und kaum hört man die identischen Snares in anderer Stimmung, hat plötzlich ein anderes Modell die Nase vorn. Die Snare, die unter allen vorstellbaren Bedingungen (Stimmung, Fell, Raum, Musikstil etc.) immer "die beste" ist, habe ich noch nicht gefunden.


    Und wenn das schon bei unabgenommener Snare so schwierig ist, wie soll ich dann entscheiden, welches Mikro unter allen vorstellbaren Bedingungen an allen Snare Drums "das beste" ist? Klingen muss es so, dass man damit arbeiten kann, robust sollte es sein, und das Handling spielt natürlich gerade an der Snare ne Rolle, wenn es wie bei Mick auf den Platz ankommt.


    Wenn es "das Beste" gäbe, bräuchte ja auch kein Studio mehrere Optionen zur Auswahl ;)


    Für Mick als Sonorista wäre ja eigentlich ein Sonor C8 passend. k.A. wer damals die Technik für Sonor lieferte, aber die Dinger klingen gar nicht schlecht. Aber ich hör schon auf zu phantasieren, die findet man auf dem Gebrauchtmarkt glaube ich nicht so schnell. Halt, stimmt nicht, hier gäbe es gerade eines.

    Spannender fand ich die Diskussion, mit welchem Mikro ihr an der Snare zufrieden seit.


    Wobei natürlich die Thematik unabhängig von deinem Platzproblem auch nicht zum ersten Mal durchgekaut wird.


    Hast du denn inzwischen das Opus87 mal an der Snare testen können? Warst du mit dem Sound zufrieden?

    Na klar, wenn man sich dran stört, ist es doch legitim, zu optimieren. Ich persönlich würde es lassen, wenn die Snare klanglich keine Mängel hat, da ich die Symmetrie des Beds beim Spielen ja eh nicht sehe, es sei denn, ich krieche mal wieder auf dem Boden rum, um runtergefallene Beckenfilze oder ähnliches zu suchen :D Aber da tickt jeder unterschiedlich.

    Was mir gerade bei dem ersten Foto aufgefallen ist, das Problem mit den Moon Gels auf Skyntones ist dir bekannt?


    Wenn man die abzieht, hinterlassen sie Flecken, an denen die schöne Oberfläche dann unschön glasig aussieht. Irgendwer hatte letztens sogar mal deshalb bei Remo nachgefragt, man kann wohl nicht viel dagegen tun, außer was anderes zum Dämpfen zu nehmen.


    Ich dämpfe jedenfalls meine Skyntones seither nur noch mit Materialien, die nicht mit der Oberfläche reagieren, das Auge isst ja schließlich mit ;)

    Wow, DIE alte Dame sähe aber in jeder Garderobe wundervoll aus. Bist du mit dem Sound bislang zufrieden? Oder muss die alte Dame ihre neuen Kleider bisher schweigend geniessen?

    Sorry, es ging mir nicht darum, den dicken Max zu spielen. Wenn aber jemand sinngemäß erklärt "Alles easy, geht alles ganz einfach" und dann unklare bis falsche Zahlen und Aussagen in den Raum stellt, finde ich es problematisch, sobald ein anderer Gefahr läuft, dadurch Geld zu verbrennen. Und das hat mich wohl gerade beim Schreiben etwas geärgert. Gut, dass du es nochmal kommentiert hast.


    Klar, ein erwachsener Rat Suchender wird sich vermutlich nicht auf die erstbeste Aussage stützen, trotzdem vertraut man halt in Foren auf anonyme Einschätzungen, und wer seinen Senf abgibt, sollte wenigstens auf korrekte Informationen achten. Just my 2 cents.

    Bis 30% ist normal


    Für akustische Holzinstrumente kenne ich andere Zahlen, nämlich mindestens 40% bis maximal 60%. Die Zahlen stammen zwar aus dem Gitarrenbereich, nur wird für Schlagzeuge die Physik keine Ausnahmen machen. Vielleicht ganz interessant klick


    Das mit den Ventilatoren klingt auch etwas nach "Klein Mäxchen erklärt sich die Welt". Wir wollen doch den Raum nach außen möglichst isolieren. Ventilatoren im Inneren tauschen aber keine Luft aus, sondern wälzen die gebrauchte Luft nur um. Ventilatoren nach außen könnten einen Austausch der Raumluft gewährleisten. Nur - dann haben wir wieder Schall- und Wärmebrücken nach draußen. Alles nicht so einfach.


    Grundsätzlich mag die Idee eines Übungs-Gartenhäuschens charmant sein. Aufgrund der von einigen hier bereits genannten Bedenken dürfte der Aufwand für ein unter allen Aspekten sicheres Domizil für die wertvollen Instrumente (Lärm, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) in der Gartenhausversion wohl enorm hoch sein. Falls du gerade eine Villa am bauen bist, kommt es darauf wahrscheinlich auch nicht mehr an, als einzelnes Projekt hingegen würde ich mit vielen Tausend Euro Budget rechnen. Bin zwar kein Fachmann, aber jeder, der sich schon mal selbst über Schall- und Wärmeisolation Gedanken machen musste, hat eine Vorstellung, wie schnell solche Kosten explodieren können.


    Zumal ein gemauerter Proberaum schon einen gewissen Isolationsvorteil mit sich bringt, den du im Gartenhaus erst mal schaffen musst.

    Ich bin mal wieder provokativ und behaupte, im Idealfall wirst du nach deinem Eingriff keinerlei Unterschied zum Istzustand hören.
    Dafür bleibt das geile Gefühl, was selber gemacht (und dabei nicht zerstört ;)) zu haben.


    150% Präzision mag man bei Schweizer Uhrwerken erwarten. Trommelbau funktioniert zum Glück auch bei etwas größeren - manchmal erstaunlich großen - Toleranzen. So zumindest meine bisherige Erfahrung nach so mancher Troubleshooting - Arie.

    Snarebeds scheinen ne Wissenschaft für sich zu sein. Generell gibt es natürlich Snares mit schmalem und sogar mit (annähernd) gar keinem Bed, ohne dass das Aussagen über die Qualität zulässt. Die Firma Fat Cat verkauft sogar Teppiche in zwei Versionen, einmal "no pitch" für Snares mit Bed, und "with pitch" für Snares ohne oder mit Mini-Bed. Ist also erst mal kein Grund zur Sorge.


    Dein Bed wird möglicherweise mit breiten Teppichen schlecht funktionieren, aber ein schmaler Teppich sollte eine saubere und präzise Ansprache zaubern können. Erst wenn das trotz intensivster Bemühungen nach allen Regeln der (Stimm-)Kunst nicht funktioniert, solltest du übers Nacharbeiten nachdenken. Auf den ersten Blick sehen deine Beds nämlich völlig o.k. aus.


    Und du wärst nicht der erste, der beim Versuch, Schäden zu fixen, wo gar keine sind, die ganze Sache verschlimmbessert.

    Klang ist immer Geschmackssache, aber ganz schlecht klingen die Opus 87/88 (gleiche Kapsel, nur andere Mechanik) nicht. Ich selbst hab die Opus 53 im Fundus, ebenfalls die gleiche Kapsel. Zumindest gut genug, dass namhafte Künstler wie Phil Collins damit auf der Bühne stehen/standen. Auch hier nachzulesen.


    Für den Hausgebrauch mit Sicherheit völlig ausreichend, aber m_tree hat natürlich andere Ansprüche und vielleicht auch bessere Alternativen im Köfferchen. Wenn mir wer einen Satz MD421 an die Toms stellt, freu ich mich natürlich auch. Fürs Homerecording möchte aber nicht jeder so viel Geld ausgeben.


    Mick: ich find sowas ja stilvoll. Und die Schuhe klaut zumindest keiner, solange man nicht berühmt ist.

    Das geilste auf dem letzten Bild finde ich nicht etwa die aus der Zeit gefallene Dämpfungsmethode (danke für die Erklärung), sondern die weißen Slipper auf dem Boden neben dem Set, in Reih und Glied neben den Pedalen. :thumbup:

    Snare nur von der Resoseite ist natürlich, wie du selbst gemerkt hast, Mist nicht optimal. Mit einem Opus 87/88 lässt sich eine Snare problemlos abnehmen, der Nachteil an solchen Klemmlösungen ist halt unter Studiobedingungen unter Umständen, dass mehr Nebengeräusche mit aufgezeichnet werden, als wenn das Mikro vom Klangkörper unabhängig ist. Da kann es schon reichen, wenn du mit dem Knie an den Kessel stößt, und man hört es auf dem Track.


    Ob man die Snare von oben und unten abnimmt, ist Geschmackssache. Hab gestern zufällig ein Video gesehen, bei dem Alan Parsons zur Aufnahme von Dark Side of the Moon befragt wurde und angab, dass er so gut wie nie die Snare von unten mikrofoniert. Manche mögen hingegen die Möglichkeit, die Teppichansprache extra zu betonen. Allerdings musst du dann daran denken, das untere Mikro phasenzudrehen.


    Es gibt noch die Variante, ein SM57 o.ä. seitlich auf den Kessel zu richten. Hab ich mal in einem YT-Tutorial gesehen und fand den Sound recht ok, habs aber selbst nie ausprobiert.


    Trotzdem ist der Gedanke nicht ganz abwegig, den Aufbau zu überdenken und etwas Platz für Mikros einzuplanen. Zumindest wenn du öfter was aufnehmen willst. Das irritiert zwar im ersten Moment, aber man gewöhnt sich recht schnell daran.


    Edit: und zwei niedrige Galgen gehören sowieso zur Grundausstattung des Drummers, einer für die Bass Drum, einer für die Snare.

    Haha, danke fürs Ausgraben, Bergheimer. Schon lustig, dass sich diese Diskussionen seit Jahrzehnten halten und beide Seiten - Paradiddler und Nicht-Paradiddler - unversöhnlich nebeneinanderstehen. Mich haben Rudiments in Ansätzen schon in der Jugend interessiert, ohne dass ich sie allerdings exzessiv bis zur Perfektion geübt hätte. Aber so ein bischen Paradiddeln musste schon sein, und Gadd und Weckl waren natürlich die Heroes. Von Altersgenossen, die mehr der rauen Gangart anhingen, wurde daher über mich die Auffassung kolportiert, ich hätte kein Feeling.


    Inzwischen würde ich sagen, das kann man sogar so stehen lassen, weil ich natürlich beim Streben nach umfangreicherem "Handwerkszeug" den Kern der Musik gelegentlich übersah. Logisch, man möchte ja ausprobieren, was man da stundenlang im heimischen Keller geübt hat. Das muss nicht zwingend, kann aber in jungen Jahren schon mal passieren. Die musikalische Reife kommt; wie im restlichen Leben auch, erst im Laufe der Jahre. Na ja, bei mir Jahrzehnte :)


    Meine Sicht würde ich mit folgender Analogie beschreiben:
    Das sichere Beherrschen des Alphabets ist ein wichtiges Element beim Erlernen der Sprache in Wort und Schrift. Ein Analphabet kann sicher ebenso gut sprechen, sich der Sprache aber nicht in jedem Rahmen optimal bedienen. Oder wie soll ein Analphabet ohne fremde Hilfe einen Brief oder eine Mail verfassen oder eine Rede/Vortrag vorbereiten?
    Allerdings reicht die Beherrschung des Alphabets alleine nicht aus, um ein bedeutender Schriftsteller zu werden. Nun könnte man die Frage stellen, ob ein Autor aufs Alphabet verzichten, seine Gedanken beispielsweise diktieren und dennoch ein bedeutendes Werk schaffen könnte. Klar könnte er, aber um es 1:1 aufs Schlagzeug zu übertragen, müssen wir das natürlich ausschließen. Wir können uns ja auch nicht eben Hilfe holen, wenn wir technisch überfordert sind, sondern müssen brav üben, bis wir's können.


    Unser Glück ist, dass wir ein Instrument spielen, bei dem wir häufig nur einen absoluten Bruchteil dessen abrufen müssen, was am Schlagzeug möglich ist. Vergleichbar einem Gitarristen, der 95% seiner Zeit damit verbringt, nur C/F/G in der Grundform spielen zu müssen. Was wäre, wenn der plötzlich behaupten würde, Harmonielehre sei überbewertet? Wenn ich nur für mich spreche, würde ich wohl inständig hoffen, dass er gerade einen Scherz gemacht hat. Und wenn er tatsächlich bei allem anderen Schwierigkeiten hätte, dann wäre es wohl an der Zeit, nach Alternativen zu suchen...
    Und ich vermute, so würden viele Musiker reagieren.


    Meine Meinung ist, Rudiments werden niemals überbewertet, so lange sie nicht Selbstzweck, sondern Werkzeug zur musikalischen Ausdrucksweise sind. Da keiner von uns als Drummer geboren wurde und beim Beginn seiner Laufbahn schon absehen konnte, in welchen musikalischen Zusammenhang ihn das Schicksal irgendwann mal steckt, sollten zumindest die wichtigsten Rudiments mit dazu gehören und halbwegs solide beherrscht werden.

    die letzten beiden Tomschläge RR spielen


    Wäre jetzt auch meine Lösung gewesen.


    Mal abgesehen davon, sich Fills wie dieses einfach abzugewöhnen und spannendere Ideen zu entwickeln. Die bei Anfängern und angehenden Fortgeschrittenen so beliebten Hand to Hand Läufe über alles, was sie haben, waren ja noch nie besonders aufregend ;)