Beiträge von trommla

    was dann so eine original Halterung (...) kosten würde


    Die mir bekannten Rosetten kosten meist so um die 30,- € ,dazu noch die Tomhalterung.
    Ich glaube übrigens nicht, dass die Gefahr des Wertverlustes besonders groß ist. Schließlich stellt eine BD mit Aufbau keinen Mangel dar, und die meisten Interessenten werden wohl wissen, dass man beim Gebrauchtkauf eben nicht die exakte Wunschkonfiguration bekommt. Und bei wem es daran scheitert, dem ist eh nicht zu helfen :D

    Ich liebe Babyblau. Sieht absolut hinreißend aus :D
    Obwohl ich die alten Füße jetzt net so schlimm fand.


    Allerdings habe ich auch Zweifel wegen der Haltbarkeit der Dezefix-Folie. Was mich etwas überrascht hat: die Folie feucht aufzubringen, kenne ich vom Autos bekleben. Aber bei Holzuntergrund hätte ich Bedenken mit der Feuchtigkeit. Dringt das nicht ein?

    Klar hab ich auch Blech gekauft, welches mich nicht dauerhaft überzeugt hat. Das lässt sich aber an einer Hand abzählen und war weit weg von Drama. Dadurch, dass ich sehr früh den Wert guter Becken zu schätzen gewusst habe, habe ich die Budget-B8 Phase gleich (nahezu) übersprungen und mit Aveden begonnen. Einzig meine erste Hihat war damals Amir by Zildjian, ich weiß gar nicht mehr, was damit passiert ist.


    Und seit ich Ende der 80er mit Sabian HH angefangen habe, habe ich im Grunde nichts mehr aus Enttäuschung verkaufen müssen. Natürlich gäbe es für jedes Genre Spezialisten. Da ich aber musikalisch ziemlich hin und herspringe, brauche ich Becken, die relativ universell funktionieren. Komplett unterschiedliche Setups für Jazz, Big Band, Rock, Reggae und Funk wäre mir einfach zu aufwändig, da bräuchte man viel mehr Platz und Geld.


    Übrigens, auch Becken klingen oft deshalb nach Jazz, weil der Drummer eben weiß, wie man's anstellt. Jazzig klingen können sehr, sehr viele große, dünne Cymbals aus B20.

    Ansonsten finde ich, dass vieles oft unnötig dramatisiert wird. Z.B. der Beckenkauf


    :thumbup:
    Es ist wohl wie vieles im Leben. Man könnte viel entspannter sein, wenn man einfach mal zufrieden wäre mit dem, was man hat. Ich bin's zum Glück mit meinen Becken, auch wenn mir immer mal wieder Bleche begegnen, die mich faszinieren.


    Aber bei meiner Ausstattung weiß ich, dass alles auch zusammen gut klingt und viele Stile bedienen kann. Daher kommen zwar ggf. immer mal wieder neue Teile dazu, die müssen aber in erster Linie Teamplayer sein statt herausragende Alleinunterhalter. Und wie so oft gilt auch bei Becken "Haust schee nei, kummts schee raus" (W. Haffner). Der Klang liegt in den Händen des Musikers.

    Bohren war eigentlich nicht vorgesehen und würde ich tatsächlich nur als allerletzte Maßnahme in Erwägung ziehen.


    Natürlich kann jeder machen, was er will. Wenn du allerdings sowieso eine Tomhalterung auf die BD bauen willst, warum um Himmels Willen dann nicht bohren???


    Üblicherweise wird mit der Rosette eine Schablone mitgeliefert, es ist daher überhaupt kein Risiko, die erforderlichen 5 Löcher an der richtigen Stelle zu bohren. Und lediglich für das Tauchrohr brauchst du wenigstens einen scharfen Forstner-Bohrer, alles andere geht mit einer handelsüblichen Heimwerkerausstattung und etwas Geschick.


    Apropos "ungebohrt": ich halte das ja sowieso für einen grandiosen Marketingerfolg der Branche. Man lässt etwas weg, spart dadurch Kosten, und verkauft das dann noch als höherwertig. Wer den Look lieber mag, der darf sich ja gerne drüber freuen. Ich habe allerdings noch keine (in Worten: KEINE) Bass Drum gesehen, ob gebohrt oder ungebohrt, die mit entsprechender Befellung nicht über ein mehr als ausreichendes Maß an Sustain verfügt hätte. Gerade die Jazzer sind ja gerne oldschool "oben mit" unterwegs und spielen wohl am ehesten offene Sounds. Wie kann das denn dann sein? Haben die alle keine Ahnung von gutem Sound? ;)


    Für alle anderen Stilrichtungen, bei denen die BD einen gewissen Punch haben sollte, ist es eh nicht relevant. Ganz abgesehen davon, dass die frei schwebenden Lösungen, na ja, gewöhnungsbedürftig aussehen und vermutlich deutlich teurer sein dürften als normale Rosetten.


    Da Anhänger der Instruments' Rights Bewegung "Freiheit für die Bass Drum" durchaus einen gewissen religiösen Eifer besitzen, bin ich mir über die geringen Chancen meiner Missionierungsversuche natürlich durchaus bewusst 8)


    Edit: wenn es nur um die Vermeidung des Tauchrohres geht, gäbe es noch die DW-Lösung. Zwar wird die Grundplatte auf die BD geschraubt, aber es bedarf keines größeren Loches, und die Halterung ist zudem noch sehr flexibel. Mapex hatte auch mal ne Variante, aber leider auch nur 16", und zudem hättest du an der Stelle dann andere Böckchen, was vermutlich grottig aussieht. Ach ja, und Sonor Designer gab's auch noch, im damals angesagten Kampfpanzer-Design, tierisch klobig und schwer.

    Ich bin überhaupt kein Fan der Herangehensweise, Schlagzeug lernen zu wollen und dann aus Lautstärkegründen ein E-Drum zu beschaffen. Bei Tasteninstrumenten kann man ein Klavier ja auch nicht durch ein Keyboard ersetzen, sondern nur ergänzen. Ja, ein gutes Masterkeyboard mit gewichteter Tastatur und Hammermechanik mag für einen Pianisten (halbwegs) realistisch zu spielen sein, sofern gute Sounds dabei sind, aber das kostet dann auch Vierstellig.


    Ein Instrument vernünftig zu lernen, setzt voraus, die grundlegenden Techniken üben zu können, und schon bei nuancierter Dynamik (essentiell für einen guten Drummer) beschränken dich selbst hochwertige E-Drums im Vergleich zu mittelmäßigen akustischen Instrumenten. Ganz zu schweigen von den unzähligen Sounds, die man, an unterschiedlichen Stellen angespielt, aus einem akustischen Kessel oder Becken zaubern kann.


    Ich denke, wenn du tatsächlich erst mal austesten willst, ob das ganze langfristig Spaß macht, kauf einfach, was dein Budget hergibt, in deiner Preislage kannst du nicht viel richtig machen. Falls du tatsächlich längerfristig dabei bleibst, wird früher oder später das Bedürfnis nach einem Upgrade kommen, und dann stimmt hoffentlich auch der Kontostand zwischenzeitlich.


    Abgesehen davon solltest du dir bewusst sein, dass ein E-Schlagzeug kein Garant für nachbarschaftlichen Frieden ist. Auch Pads ohne eigenen Klangkörper übertragen nicht zu knapp Schwingungen über den Trittschall, und schon mancher Nachbar stand plötzlich genervt an der Wohnungstüre ob des Gerappels. Der Vorteil ist, mit Kopfhörer hörst du das Klingeln nicht ;)


    Aber nachbarschaftliche Querelen können ein realer Grund sein, das Interesse am Instrument zu verlieren.

    Hässliche alte Gaffa Klebereste mit Butter (Ja, wenig gute Butter reicht) überstreichen und Einmassieren. Kleberest löst sich garantiert und kann abgewischt werden. Funktioniert überall. Bei ganz alten verhärteten Kleberesten länger Einmassieren und Butter erneuern. Geduld, dass funktioniert garantiert.


    Gerade erstmalig getestet. Hätte nicht erwartet, dass Zeug selbst von geriffelten Standtom-Beinen so easy abzubekommen.


    Ich glaube, mit dem Tipp bist du (zumindest für mich) ein heißer Kandidat für den Tipp des Jahrhunderts :thumbup: Dankeschön!

    Ich hätte als Bewerber kein großes Problem mit der Tatsache, aber es würde mir die Band nicht unbedingt sympathischer machen. Musik lebt vor allem von der Interaktion beim gemeinsamen Spiel, und die höre ich zwar mit Glück einer Aufnahme im Nachhinein auch an (vgl. manch alte Blue Note Scheibe), aber meiner Intuition vertraue ich meist schon nach wenigen Takten.


    Ihr kennt das alle, wenn die Chemie stimmt, dann rastet alles irgendwie spürbar ein, und jeder hat ein Grinsen im Gesicht. Aufzeichnungen helfen bestenfalls, wenn es darum geht, zwischen mehreren Notlösungen zu wählen, weil der Richtige nicht dabei war. Ob man mit Verlegenheitslösungen leben will, muss jede Band für sich entscheiden.

    mit der auch helfende Bandmitglieder sinnvoll mitmachen können


    Die lasse ich bei Bedarf Trommeln aus den Cases holen, leere Cases ins Backstage räumen und Hardware vorbauen, was primär bedeutet, Beine auszuziehen und mir das entsprechende Stativ in Reichweite zu stellen. Justage mache ich komplett selbst, da mich alles andere weit mehr Zeit und Nerven kostet. Beim Abbau sinngemäß.
    Wenn andere direkt am Set werkeln, steht man sich doch meist gegenseitig im Weg.


    Edit: Bilder deiner Lösungen wären natürlich klasse :thumbup:

    Hab inzwischen mal ein bisschen bei YT rumgeclickt.


    Da TRX Cymbals schon seit 2006 auf dem Markt sind, die entsprechenden YT-Videos kaum vierstellige Clicks erreichen und die Marke nichts bietet, was nicht auch andere preiswerte Schmieden liefern, baut sich da anscheinend in Europa nicht viel auf ;)


    Ungeachten meines persönlichen Geschmacks - die verfügbaren Videos klingen für mich sehr "papierartig" ohne Bauch - würde ich die Marke daher ganz pragmatisch von meiner Wunschliste streichen, sofern Budget und Praktikabilität eine Rolle spielen.

    Das ist nicht von der Hand zu weisen. Habe das eine oder andere Sabian Hollow Logo (Pre AA) aus der Anfangszeit für sehr wenig Geld bekommen, und das sind richtig geile Cymbals mit Charakter.

    Erfahrung habe ich absolut keine, Meinung natürlich schon.


    Ich mache einen weiten Bogen um beinahe alle Signature-Produkte, da der Name eines prominenten Drummers auf einem Instrument in der Regel eine Werbemaßnahme zum Steigern des Absatzes ist. Der (naive) Kunde verbindet dann die musikalische Exzellenz des Protagonisten im Kopf mit der vermeintlichen Qualität des Produktes. Was Simon Phillips mitentwickelt hat, kann ja nicht so schlecht sein ;) Ein klangvoller Name verbindet sich zu vermutlich 100% mit einem deutlichen Preisaufschlag gegenüber vergleichbaren Produkten.


    Wenn man bedenkt, wie hoch der Preis für ähnlich konfigurierte Markensets ausfällt, habe ich keine sehr hohen Erwartungen an dieses Modell.


    Als Einstiegslösung bei begrenztem Budget kann aber so ein Set durchaus besser sein, als gar nicht spielen zu können, das hängt vom individuellen Anspruch ab.

    Wie machen das Drumtecs bei großen Produktionen?


    Ich kann nur mutmaßen, dass der Schlagzeuger da keine Feinheiten mehr einzustellen hat. Ein guter/gut bezahlter Drum Tech weiß genau, was sein Chef haben möchte, da man sowohl Aufbau als auch Sound schon in der Probenphase genau festlegen kann.


    Große Produktionen kommen ja nicht unvorbereitet auf unbekannte Bühnen, sondern die gesamte Show wird im Vorfeld schon auf der Probebühne mit allen Elementen durchexerziert. Da sitzt dann jeder Handgriff, ob das nun Toncrew, Lichtcrew, Backliner, Requisiteure, Garderobieren oder Caterer betrifft.


    Ob der Aufbau des Drum Sets dann mittels Memory Locks, Gaffa oder Gravur optimiert wird, entscheidet vermutlich der Drum Tech nach persönlicher Präferenz. Der Drummer wird davon wenig bis nichts mitbekommen und sich zu Dienstbeginn an seinen Arbeitsplatz setzen wie der Vertriebsinnendienstler an seinen Schreibtisch. Wenn man sieht, wie manche namhaften Tourdrummer im Video ihre Tourkits vorstellen und gelegentlich ins Schwimmen geraten, welche genauen Trommeln und Becken sie wohl spielen, scheint mir diese Analogie sehr wahrscheinlich.

    Wie bist du denn auf diese Marke gekommen? Mal irgendwo live gehört? Oder nur Videos/Audios? Dazu sollte man wissen, dass man mit entsprechender Aufnahmetechnik so viel nachbearbeiten kann, dass vermutlich Mamas Backblech noch wie ein geiles Crash klingt ;)


    Neben den möglicherweise sehr unrealistischen Sounds rate ich weiterhin, sich über mögliche Reklamationen bzw. die Chance auf deren korrekte Abwicklung Gedanken zu machen. Ein irgendwo auf der Welt erworbener Artikel unterliegt nämlich nicht deutschem Recht, wenn du feststellen musst, dass dir so ein Becken doch nicht gefällt. Einfach innerhalb 14 Tagen vom Kauf zurücktreten ist dann nämlich nicht.


    Um dir ein paar in D erhältliche erschwingliche Alternativen zu nennen:


    Masterwork Troy oder Custom
    Sonor Armoni
    Istambul Samatya
    Fame Masters B20
    Zultan (Thomann Hausmarke)
    Anatolian Baris (falls die noch nen deutschen Vertrieb haben?)


    Bei diesen Cymbals muss man möglicherweise eine höherer Serienstreuung in Kauf nehmen als bei den "Big Four", aber dank Umtauschmöglichkeit bei Onlinekauf könnte ich damit gut leben. Ansonsten wurde schon Gebrauchtkauf genannt, da lässt sich manch ein Schnäppchen machen, wenn man etwas Geduld und idealerweise Ahnung hat.