Bisher hat mir hier noch keiner den Unterschied erklären können bzw. überhaupt versucht zu erklären, warum Musikgewalt von Nazishoutern was anders ist als Musikgewalt von Coreshoutern.
Es gibt keine Musikgewalt, Musik ist Musik, Gewalt ist Gewalt.
Das gilt auch für Nazimukke, die übt ebensowenig Gewalt aus wie jede andere Musik. Das Problem an Nazimusik sind auch nicht die Inhalte, die sind nämlich in den Betonköpfen drin, ob die nun Musik machen oder nicht. Das Problem an Nazimusik ist vielmehr, dass es Jahrzehntelang einen gesellschaftlichen Konsens gab, Naziinhalte zu ächten. Das scheint sich gerade zu ändern, denn die Neonaziszene zeigt sich vielerorts öffentlich und ohne Konsequenzen. Mal durch Musik, mal durch Aufmärsche, mal in Gestalt von Bürgerwehren.
Menschen wie Björn Höcke werden inzwischen als Mitte der blauen Partei von 25% der Bundesbürger akzeptiert. Ganz schön blauäugig...
Dass zum Wiedererstarken dabei auch Musik die Identität fördert, ist kein neues - und an sich auch kein verwerfliches - Phänomen, denn viele gesellschaftlichen Strömungen lassen sich musikalischen Strömungen zuordnen. Hippies hatten ihre Musik, der Punk war sowohl Lebenseinstellung als auch Musik, Rocker, Mods, usw usf., überall kamen Lebensgefühl und Musik zusammen.
Kein Mensch wird zum Nazi, weil er irgendwo mal Nazimusik gehört hat. Wer allerdings in Nazikreisen verkehrt, wird die dort übliche "Kultur" vermutlich ebenfalls adaptieren.