Beiträge von trommla

    Jein. Der Hauptgag in Niles genialem Post nebst meinem Feedback lag (siehe Smilies) ohnehin im Titel "Higher"
    Grandios!


    Dass der Titel in dem Kontext originell ist, lässt sich nicht leugnen.


    Ich vermute allerdings eher, da alte Stimmen - wie so vieles im Alter - unabhängig von der Tonlage häufig an Qualität verlieren, dass sich Songs in der Originaltonart heutzutage wahrscheinlich ähnlich traurig anhören würden.

    Der Song "Higher" so heruntertransponiert... das ist echt ein Stimmungs-downer für meine Seele


    Leute, meint ihr das im Ernst????


    Auch wenn der Fred nicht ganz ohne Augenzwinkern daher kommt, die Nummer ist gerade mal nen Halbton runtertransponiert, also die nach westlichem Musikverständnis kleinstmögliche Einheit. Ich bin zwar auch der Meinung, dass sich nicht jeder Song im Laufe der Jahrzehnte live positiv verändert hat, aber sollten die alten Herren deshalb Bühnenverbot bekommen? Wenn die Natur es nicht mehr ganz hergibt, dann findet Mensch doch auch in anderen Situationen Lösungen.


    Mir wäre lieber, manch ein Rock-Dino würde sein Outfit dem fortgeschrittenen Lebensalter anpassen und sich und uns manche Peinlichkeit ersparen :D

    Ich bin aus der ganz anderen Ecke Deutschlands, daher weiß ich nicht, wie viele hundert Schlagzeuglehrer es in Hamburg vermutlich gibt.


    Dennoch bin ich mal so frei, dir (ungefragt) meine Meinung kundzutun.


    Zwar kann ich die Idee nachvollziehen, sich professionelle Unterstützung zu holen, wenn man irgendwo nicht weiter kommt. Andererseits ist das Schlagzeugsolo dein ganz persönliches Feature und sollte daher noch mehr als alles andere (beim Covern ist der Spielraum ja naturgemäß etwas enger) deine Persönlichkeit präsentieren. Wenn du beim Entwickeln eines Solos stagnierst, heißt das nach meinem Verständnis
    a) deine technischen Fertigkeiten reichen nicht aus,
    b) du hast keine kreative Idee, was du deinem Publikum "erzählen" willst,
    c) Anspruch und spielerische Wirklichkeit stimmen nicht überein, oder
    d) von jedem etwas.


    Insgesamt nicht unbedingt eine Situation, die einen prädestiniert, Soli zu spielen. Daher würde ich die Idee von drumrumköln nicht unbedacht verwerfen, denn glänzen kannst du mit einem musikalischen Solo über einen Grooveteil der Band mindestens ebenso wie mit einem reinen Drumsolo. Und du schaffst dir selbst den doppelten Boden, auch an nem schlechten/uninspirierten Tag nicht völlig abzukacken, weil der Rest der Band dich sicher trägt. Im Gegenteil kann ein hörbar auswendig gelerntes Solo eines technisch durchwachsenen und uninspirierten Drummers echt abtörnen. Da gehe ich als Zuhörer schon mal vor die Türe, wenn es die Örtlichkeit zulässt.


    Entsprechend würde ich als Lehrer argumentieren, dass ich dir gerne ein paar Gimmicks zeigen kann, die kreative Ausgestaltung aber natürlich vom Drummer selbst kommen muss. Anders sähe es aus, wenn du schon jetzt und mittelfristig planbar mein Schüler wärst. Dann könnte man Solieren gern als Teil des regelmäßigen Unterrichts etwas forcieren, allerdings nicht unbedingt im Sinne eines festen "Abgabetermins" mit Erfolgsgarantie.


    Ehrlich gesagt klingt dein Anliegen so ein wenig nach All-Inclusive-Mentalität. Sollen dir Andere einen Lehrer suchen, Andere dir ein Solo "massschneidern", dann aber bitteschön keine alternativen Ideen nennen, und du darfst am Ende damit glänzen?


    Hock dich hin, sehe und höre dir andere Schlagzeugsoli an, analysiere und übe Passagen draus. Und dann spring ins kalte Wasser und versuch's einfach. Gitarristen oder Bläser machen es nicht anders, nur haben die im Programm oft mehr Gelegenheit dazu. In jedem zweiten Stück ein Drumsolo erträgt ja kein Mensch ;)

    Gibt sicherlich kein one-click-Gegenmittel?


    Beim letzten Cyber- Monday gab's ganz günstig ne Spezialapp zum Justieren der Körperhaltung mit eingebauter Pain-Reduction 8)


    Deine Einschätzung ist natürlich völlig richtig. Ich denke, Vergleichbares kennt vermutlich fast jeder hier im Forum aus eigener Erfahrung oder Erinnerung. Da du ja (vermutlich) schon ein paar Jährchen länger trommelst, hast du eventuell manche Unart kultiviert, die dir jetzt das Leben schwer macht.
    Meine spontanen Gedanken dazu:


    1.) Falls nicht schon lange geschehen, stell dir neben dein Übungsset einen großen Spiegel, in dem du deinen gesamten Körper beim Spielen beobachten kannst. Der fortwährende Vergleich dessen, was du im Spiegel siehst, mit (inneren) Bildern von entspannten Schlagzeugvirtuosen, hilft zumindest zu erkennen, wie dicht du an lockerer Spielweise dran bist.
    2.) Auf diesem Weg trainierst du die Wahrnehmung deiner eigenen Bewegungen und erkennst/erfühlst immer schneller, wo du entspannt und wo du vielleicht noch zu verspannt agierst. Fachleute nennen diese Selbstwahrnehmung Propriozeption.
    3.) Wende dich vertrauensvoll an deinen Arzt oder Apotheker Schlagzeuglehrer. Die von dir beschriebenen Probleme tauchen häufig bei Autodidakten auf, die selten regelmäßiges Feedback bekommen haben. Der Schlagzeuglehrer wird auch Dinge wie ergonomischen Aufbau, ungünstige Federspannung etc. überprüfen. Für einen alten Hasen muss das nicht unbedingt regelmäßiger wöchentlicher Unterricht sein. Manchmal hilft es auch, durch ein paar gezielte Stunden Input zu bekommen, mit dem man sich dann ne ganze Weile beschäftigen kann.


    Auf eurer Page sind leider nur ein paar wenige Bilder und keine Videos, bei denen man dich in Action sieht, daher wäre es wohl Kaffeesatzlesen, daraus irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Zusammen mit deiner Schilderung kommt mir das natürlich jetzt optisch auch etwas "verspannt" vor ;)

    Wackelfrei sogar unter fast allen Umständen. Mitten auf der Wiese beim Freiluft-Garten-Schulfest, auf wackeligen Bühnen, auf Kiesboden im Bayrischen Biergarten etc. pp.


    Nur einmal auf dem ziemlich unebenen Betonboden eines Proberaums bekam ich ein baugleiches IC-Modell nur mit Mühe stabil.


    Allerdings habe ich, nachdem meine Multifuß-Ambitionen abgekühlt waren, wieder mehr Geschmack an Dreibeinern gefunden. Sieht einfach weniger verkrüppelt aus :)

    Meine Tama IC etwas älteren Baujahrs steht auch bombensicher. Ein Zweibein hat den Vorteil, rechts UND links davon noch ein Pedal zu vertragen. Wer also neben Double Bass noch Fußcowbell oder Remote Hat spielt, gewinnt Beinfreiheit. Für DB alleine reicht ein drehbares Dreibein.

    was komplizierte Zusammenhänge auf abstruse Weise vereinfachen soll


    Vielleicht verkomplizieren aber auch die Werbeversprechen eines gewissen J.G. aus O. auf abstruse Weise einfache Sachverhalte? ;)


    Mit entsprechendem wissenschaftlichen Forschergeist ausgestattete Drummer mögen sich hier spielen können, die meisten Feld-, Wald- und Wiesenschlagzeuger sind glaube ich völlig zufrieden, wenn sie wie in den letzten Hundert Jahren aus einer einfachen Holzröhre mit nem Fell auf jeder Seite nen soliden Wumms rausholen.

    und im Ergebnis hat der voluminöseste/schönste (wie auch immer) Klang der Trommel doch was mit der Resonanzfrequenz des Kessels incl. Anbauteile was zu tun


    Er sagt nur, dass der Ton, auf den er das Tom nach Gehör und Geschmack gestimmt hat, (zufällig?) in etwa dem Kesselton mit Hardware entspricht. Ob tatsächlich ein Zusammenhang besteht, lässt er offen.


    Die generelle Skepsis gegenüber der DWschen Theorie zieht sich hingegen wie ein roter Faden durch den Beitrag, ich wollte daher auch das Video eher als unterhaltsame Auflockerung allzu strenger Positionen Posten. Ich musste jedenfalls schmunzeln.

    Zu diesem Thema gerade druckfrisch rausgekommen:


    [video]

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    [/video]

    Edit: Hoffte halt, daß ich diesmal mit dem Notenbild bei dir ankomme; wegen deiner Beschwerde habe ich es jedenfalls mit reingenommen...


    Fu**, und ich Depp hab den Vorspann übersprungen, weil ich dachte, da kann ich eh nix lesen ;(
    Jetzt komm ich wohl rüber wie der Super-Nörgler :D


    Yeah, so verstehe ich, was du da machst :thumbup:

    So, nach über einem Jahr dazu von mir noch mal ein Feedback.


    Wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich es dieses Mal nicht so positiv formulieren wie 2017. Nicht weil du irgendwas anders machst, sondern weil du für meine Ohren genau das gleiche machst. Obwohl die fleißig geübten Patterns sich natürlich unterscheiden, klingt alles sehr ähnlich, in Feel und Tempo gibt es da, na ja, sagen wir diverse Überschneidungen.


    Nach wie vor finde ich die Präzision deines Drummings bemerkenswert, wie es auch DS1 damals schrub. Jedoch kam mir diesmal schnell der Begriff "One Trick Pony" in den Sinn. Und da setzt dann, zumindest bei mir, gähnende Langeweile ein. Bei deinen technischen Fertigkeiten, die ja nicht zu übersehen sind, finde ich es eher schade, dass du dich uns nur mit - auf Dauer - eintönigem Geklapper statt mit abwechslungsreichem Drumming präsentierst.


    Um die Videos konkret zu thematisieren, finde ich sie alle viel zu lang. Trotz o.g. Gesamtbildes wäre es völlig ausreichen, den/die Grooves ein paar Takte vorzustellen, dann alles gaaaanz langsam ein paar Takte zu wiederholen, und am Ende wieder ein paar Takte im Originaltempo. Die Gesamtdauer sollte je Abschnitt aber mit 16 Takten absolut ausreichen bemessen sein. Die Nuancen, die du minutenlang demonstrierst, bekommt vermutlich eh kaum einer mit, also kann man sie auch der Kreativität des Zusehers überlassen.


    Viel Spaß weiterhin beim Musizieren!

    Wie schon geschrieben, bist du preislich da bei den Big Four. Qualitativ kannst du für deutlich weniger Geld schon ähnlichen Klang bekommen. Allerdings dann in der Regel nicht in so unüberschaubar großer Vielfalt.

    Ein Basix Custom kann alles, was auch ein Catalina mit 18" Bass Drum kann. Das Catalina Jazz spiele ich selbst, und ich nutze es ebenso für soliden Rock bei engen Platzverhältnissen, wie ich meine größeren Sets mit 22" Bass Drum für leisere akustische Dinge aufbaue (z.B. Gospelchor in Kirchen) Zwar muss man die BD dann recht vorsichtig treten, klappt aber auch. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich für leises Spiel - vorausgesetzt man beherrscht es technisch - nicht zwingend die allerleichtesten Sticks wähle, da dickere Sticks auch leise noch etwas voller klingen als Zahnstocher.


    Fellauswahl und Stimmung dürften dabei "die Musik machen". Nicht/wenig vorgedämpfte Felle mit keiner/kaum zusätzlicher Dämpfung sollten bei zarter Spielweise gut ansprechen, und du musst nicht wie ein Depp reinlangen, damit die Trommeln nach was klingen.


    Wichtiger als das Set sind die Becken, wie schon geschrieben wurde. Für Akustikmukke führt nach meinem Geschmack kaum ein Weg an dünnen B20-Blechen vorbei. B20 bietet einfach mehr dynamische Bandbreite und insbesondere bei leisem Spiel rundere, musikalischere Sounds. Ob man dann in günstige Hausmarken ala Zultan, Fame Masters etc., Mid Range wie z.B. Masterwork/Anatolian oder in High End der "Großen Vier" investiert, ist durchaus persönliche Einstellungssache. Auch einige der günstigen tönen durchaus wohl.

    Sag mal, dat Ding gehört doch unter Sch(l)achzeug, oder meinst du das ernst?


    Ich bin mir ja noch nicht mal sicher, ob da was verkauft werden soll oder nur ein Schüler aus Langeweile ein Gimmick programmiert und online gestellt hat.

    Damit dürftest du gut aufgestellt sein. Würde vielleicht noch ein 18er Crash dazu tun und ein 16er weg. 16er Crashes sind schon arg klein, vor allem wenn man mal durchcrashen will.
    Du könntest die zwei 16er aber alternativ auch als große HiHat anbieten ;)

    Kugelgelagerte Federaufhängung (unten an der Säule)


    Das ist glaube ich die verzichtbarste aller Optionen, it ain't rocket science ;)


    Ansonsten sehe ich es ähnlich wie m-tree und andere, in Profipedale zu investieren ist mittel- und langfristig unter Umständen der bessere Weg, da die Dinger einfach unverwüstlich sind. Und Lager, die schon kurz nach dem Kauf Spiel aufweisen, werden dieses mit der Zeit verstärken. Das verringert nicht nur die Stabilität, sondern erhöht auch Nebengeräusche. Ich hätte keine Lust, dass mir mein Pedal ständig in die Mikrofone klackert.


    Die Einstellung des Beaterwinkels und der Trittbretthöhe kann übrigens schon ein Vorteil sein, denn du kannst dich ausgiebig an deine Wunschgeometrie rantesten und merkst vielleicht mit der Zeit, dass du mit ner anderen Einstellung noch besser fährst. Auf diese Weise bin ich z.B. dahinter gekommen, dass ich den Beater in Ruheposition eher weiter zu mir geneigt haben möchte, als meist ab Werk eingestellt.


    Bin jetzt schon gespannt, welche Maschine es wird :) Neben den von dir favorisierten baut auch Yamaha noch tolle Pedale, da ist nur möglicherweise wieder das Thema der glatten Trittplatte wie bei Sonor.

    Jetzt mal ne doofe Frage,was mache ich,wenn dieser Ton zu hoch ist? Anders ausgedrückt die Fellspannung ist nach meinem Geschmack zu stark.


    Immer eine Frage der Perspektive. Entweder schafft man es nicht, durch korrekte Herangehensweise den tiefsten Ton zu stimmen, oder du hast eine falsche Erwartung, wie tief eine Trommel klingen kann (zudem vielleicht das falsche Fell, dicke doppellagige Felle klingen tiefer als dünne einlagige).


    Ich selbst hatte bei meinen Toms lange den gleichen Eindruck wie du, irgendwann - dank YouTube und DTB - wurde mir aber klar, dass ich nicht sauber zentrieren konnte und ein halbwegs sauberer Ton eher Glückssache als Können war.


    Andererseits ist es als Banddrummer auch nicht falsch, sich mit etwas höheren Stimmungen anzufreunden, denn dann setzen sich Toms einfach besser gegen den Rest durch. Hab ja keine Lust, tolle Fills zu üben, die dann im Mulm keiner hört ;) Außerdem unterstützen etwas stärker gespannte Tomfelle durch besseren Rebound dein Spiel.

    Doubles sind Doubles und im Zweifelsfall genau ZWEI Schläge ;) Die sollten bei 140 Bpm machbar sein, auch ohne Geschwindigkeitsrekord.
    Er schrub ja nichts von Double Stroke Roll, was wiederum auf einer Single FuMa unwahrscheinlich schwer wäre.