Beiträge von trommla

    Welche Snare du hast, ist völlig wurscht relativ unerheblich. Die Hersteller packen zwar ab Werk bestimmte, so genannte Werksteppiche drauf, diese sind aber häufig kostengünstige und teilweise ziemlich schlechte Modelle, nicht etwa besonders geeignete.


    Wenn du dir bzw. deiner Snare einen neuen Teppich gönnst, dann sollte es doch gleich ein Upgrade sein. Hersteller guter und bezahlbarer Teppiche ist bekanntermaßen die Firma Puresound. Andere Mütter haben natürlich auch schöne Töchter (z.B. Canopus, Fat Cat, Sonor u.a.)


    Gängige Teppiche kannst du in unterschiedlichen Längen kaufen, du brauchst einen in 13 Zoll Länge. Und dann heißt es einfach kaufen und ausprobieren ;)

    Wichtig finde ich dass man ganz genau aufschreibt und den bands kommuniziert was vor Ort ist, mach ich immer zusammen mit der Technik-Info....


    Das ist eigentliche das allerwichtigste, um entspannt zum Gig zu fahren und dort auch zu BLEIBEN!!!
    Ein schwammiges "Kloa, Schlachzeuch is da, aber k.a. was genau. Kannst dich aber drauf verlassen" macht mich nervös, und man rechnet mit dem Schlimmsten :D

    Wenn ich auf kleinen Bühnen bislang das Vergnügen hatte, vor Ort ein Set gestellt zu bekommen, war das meist nichts prickelndes, teilweise sogar relative Grütze. Immer schön mit Pin Stripes bespannt (weil die jeder halbwegs gestimmt und abgenommen bekommt ;)), optisch oft nicht gerade schick. Gerne einfache Modelle ohne Freischwinger.


    Das ist es, was ich erwarte, wenn es heißt "Backline vor Ort", denn wie schon gesagt, Snare, Becken und FuMa hab ich sowieso dabei. Wenn was besseres da steht (hatte auch schon Tama Starclassic o.ä.) schließe ich die Backline Company in mein Nachtgebet ein.


    Gaaanz wichtig ist, dass die Stative einigermaßen solide sind und alle Schrauben wirklich fest halten und gut sitzen sowie leicht zu lösen sind. Wenn da Mist rum steht, bekomme ich ziemlich schlechte Laune, denn wer will schon seine guten Cymbals auf Drahtverhau legen.


    Die vorhandenen Becken sind meistens irgendwelche ollen B8-Teller, die meist erträglich klingen, keine Risse haben und robust sind. Für feinen Jazz nicht die richtige Wahl, für alles andere sowieso akustisch fürs Publikum nicht zu differenzieren. Kann man schon mal machen, wenn man gerade nichts eigenes dabei hat.


    Alles in allem dürften vor Ort selten Drums für mehr als Dreistellig gestanden haben.


    Wenn natürlich deine Kunden häufiger danach fragen und bereit sind, dafür auch zu bezahlen, kann man ja kalkulieren, welche Investition sich über welche Zeit amortisieren wird, und danach das Budget definieren.

    Freut mich, dass dich meine Erfahrungen mit dem Gretschchen weiter gebracht haben. :)
    Ich spiele es auch nach wie vor mit Vergnügen, obwohl es formal mein schlechtestes Pferdchen im Stall ist.


    Klar, den Spaß beim Suchen und Finden habe ich ja auch, sonst hätte ich diese Erfahrungen gar nicht gemacht. Allerdings ist (inzwischen) meine Herangehensweise trotz (oder wegen?) halbwegs geübtem Gehör die, dass mich etwas am Sound stören muss, um etwas daran verbessern zu wollen. Spart Zeit, Geld und Nerven ;)

    Klingt nun ausgewogener und richtig nach Supra


    Das ist doch eigentlich das Entscheidende.


    Immer eine Frage der Herangehensweise. Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Klar kannst du jetzt rumprobieren in der Hoffnung, noch ein (evtl. kaum hörbares) Quäntchen besseren Sound rauszukitzeln. Oder dir gefällt der Sound, du freust dich daran und lässt den 12er erst mal da, wo er ist, nämlich im Musikgeschäft.
    So würde ich es glaube ich machen, nachdem ich schon öfter die Erfahrung machen durfte, dass allseits gepriesene Teppiche - teilweise auch richtig teure - mich klanglich nicht zufrieden gestellt haben oder zumindest keinen Vorteil gegenüber dem Vorhandenen brachten, der die Mehrkosten gerechtfertigt hätten.

    Klar, n Pizzadeckel hat ja auch Attack. Aber keinen, der sich gegen ne Band durchsetzt ;)


    Es ging mir wie gesagt nicht darum, diese Felle zu verteufeln, sondern meine Eindrücke als unbefangener Zuhörer zu schildern. Das tollste Fell der Welt hilft mir nichts, wenn es im Bandgefüge nicht schön klingt.


    Klar, für den Heimtrommler (also ich mein jetzt nicht den Hebbe!!!) mag das ausreichen und die Spielfreude sogar fördern. Wenn man aber regelmäßig vor Publikum spielt, und dabei auch in nennenswertem Maß ohne Abnahme, sollten sich doch auch die Gäste am Drumsound freuen können.


    Dein Test ist nur sinnvoll, wenn du die identische Trommel mit unterschiedlichen Fellen von deiner Tochter schlagen lässt, sollte klar sein.

    Hydraulics haben mit Sicherheit ebenso wie andere Felle ihre Daseinsberechtigung. Um aber noch einen neuen - und in meinen Augen viel wichtigeren - Aspekt unterzubringen, finde ich erwähnenswert, dass diese Felle sich im Bandkontext unmikrofoniert kaum durchsetzen. Halt wirklich fast wie ein Pizzakarton. Leider hat man kaum die Chance, diese Erfahrung aus Zuhörersicht zu machen, da wenige Drummer damit ausgestattet sind.


    Mir war es ebenfalls nicht so klar, bis ich vor einiger Zeit mal ne Rockband bei nem kleinen Kneipengig gehört habe. Optisch hübsch, auf dem blauen Acrylkit waren blaue Hydraulics :) Nur habe ich die Fills kaum gehört, weil die Toms kaum noch Attack und keinerlei Volumen mehr hatten.


    Daher mein persönliches Fazit: über Hydraulic kann man nachdenken, um im Studio einen bestimmten Sound zu fahren, oder eben aus optischen Gründen, dann aber zwingend mikrofoniert. Alles andere ist aus Publikumsperspektive klanglich Mist.

    Mir ist nicht klar, was du mit dem verlinkten Video zeigen willst. Das, was Alex Vesper mit der Hihat macht, ist völlig normal. Sieht es bei dir auch so aus, oder machen deinen Hats was anderes?


    Klingt denn der Chick deiner Becken getreten so, wie du dir das vorstellst? Und liegt das Beckenpaar rundherum plan aufeinander?


    Meine Vermutung ist, dass es sich nicht um einen technischen Fehler handelt, sondern dass dir an diesem Punkt das Grundverständnis zu Cymbals, Hardware und deiner Spielweise fehlt. Leises Spiel scheitert niemals an falsch oder zu lose montierter Hihat. Du kannst/könntest selbst dann leise auf einer Hihat spielen, wenn die Clutch (die obere "Feststellschraube") überhaupt nicht an der Zugstange befestigt wäre. Und es ist überhaupt nicht erforderlich oder wünschenswert, das Pedal wie ein Ochs durchzutreten, damit die Cymbals nicht mehr schwingen. Das killt nur den Sound und auf Dauer das Material.


    Wenn du tatsächlich von einem technischen Problem ausgehst, wäre es am besten, mal ein Filmchen hochzuladen, bei dem man erkennt, was nicht so ist, wie es soll. Ansonsten nimm die Kombi mal mit zu deinem Lehrer und lass dir die Anwendung erklären.


    Edit: wie fühlt sich das Pedal an, wenn du es maximal durchtrittst? Spürst du einen deutlichen harten Anschlag? Dann könnte theoretisch die Clutch nach unten zu lang sein und auf den Schaft auftreffen, ehe die Cymbals richtig schließen. Das ist mir mal vor langer Zeit mal passiert, ich weiß aber nicht mehr genau die Ursache. Wenn aber der untere Filz zu dick ist, könnte das u.U. passieren.

    Überhaupt keine Probleme, hält die Spannung jederzeit und ist leichtgängig. Allerdings muss ich dazu sagen, dass meine Abhebe nicht völlig identisch ist, der Hebel sieht etwas anders aus, nicht so geschwungen. Die Grundkonstruktion ist jedoch gleich, deshalb schrub ich "in der Art". Ich gebe dir aber Recht, der Gibraltar ist hübscher.

    Ich kenne die Kombi auch nicht. Allerdings halte ich die Wahl des Resos nicht für allzu kritisch. Der Einfluß auf den Gesamtsound ist unbestreitbar, aber zum Glück brauchen wir für einen Rocksound mit sattem Punch ja sowieso Dämpfung ;)


    Es dauert vielleicht etwas länger, bis die Stimmung passt, aber das falsche Reso hat mir auf ner Bass Drum noch nie nen druckvollen Rocksound versaut. Außer vielleicht, wenn das Port Hole 12" groß und genau mittig ist :D

    Das abgebildete Fell gibt es so nicht mehr.


    Aber lass mich die Sache mal von einer anderen Seite betrachten. Was wäre falsch daran, einfach mal irgendeines der genannten auszuprobieren, statt hier stundenlange Diskussionen zu führen oder Produktvideos zu konsumieren? Ein Aspekt ist hier nämlich noch überhaupt nicht genannt worden. Nicht jede Trommel funktioniert gleichermaßen mit jedem Fell. Was auf meiner Snare grandios klingt, kann auf deiner grottig klingen, obwohl vom gleichen Drummer im gleichen Raum gestimmt und gespielt.


    Ich habe schon manches "falsche" Fell gekauft. Klar habe ich dabei schlimmstenfalls ein paar Euro zum Fenster rausgeworfen, obwohl ich meist irgendeine Verwendung z.B. auf ner anderen Snare fand. Vor allem habe ich aber meine Trommeln besser kennen gelernt und Effekte bestimmter Felle auf bestimmte Kessel abschätzen können. Und wenn ein Fell tatsächlich "nur" zu viele Obertöne hat, dann kommt halt doch etwas Gaffa oder Gel drauf, bis ich beim nächsten Fellwechsel eine neue Kombi testen kann. Der Erfahrungsschatz, den man dadurch mit der Zeit gewinnt, ist weit mehr wert als ein paar Euro, die man - vielleicht - in den Sand gesetzt hat. Zumal wir ja von EINER Snare sprechen und nicht von einem Set mit 10 Toms, welches neu befellt werden soll.


    Aber immer daran denken, Obertöne wegnehmen kannst du immer, hinzufügen nicht ;)

    Ich seh gerade, dass du in München bist. Wenn du magst (und idealerweise ein aufgebautes Set hast), können wir uns gerne mal treffen und zusammen die Nummern rausschreiben. Vielleicht nicht Note für Note mit jedem Fill, aber Part für Part durcharbeiten.


    Schick mir ne PM, wenn du Interesse hast.

    <<< Don't it always seem to go
    That you don't know what you've got til its gone >>>
    (Counting Crows)


    Manchmal muss man die Dinge wohl aus einer gewissen Distanz betrachten, um zu erkennen, was man an ihnen hat ;)


    Hast du eigentlich schon einmal versucht, die Cobra mit etwas kopflastigeren Beatern zu kombinieren? Vielleicht wäre das ja genau das Feel, was du dir wünschst?
    Zumindest könnte ich mir vorstellen, wenn daraus nicht unerheblich das Gefühl resultiert, DW-Maschinen hätten mehr Bumms.

    Na ja, mit Masshoff-Empfehlungen halte ich mich persönlich eher zurück, aber das verlinkte Video mit Rossi Rossberg ist klasse. Kannte ich gar nicht, vielen Dank fürs Posten.