Na ja, mit Masshoff-Empfehlungen halte ich mich persönlich eher zurück, aber das verlinkte Video mit Rossi Rossberg ist klasse. Kannte ich gar nicht, vielen Dank fürs Posten.
Beiträge von trommla
-
-
Erst mal: schau dir mal die Position des Mikros am Fellrand an. Die Vermutung liegt nahe, dass das Mikro reichlich Obertöne mit aufzeichnet, die dein Ohr aus einer gewissen Distanz nicht so dominant wahr nimmt.
Bei deiner Soundvorstellung dachte ich spontan ans Genera HD Dry. Hör dir das nochmal an, ich finde es vom Sound gut trocken (irgendwo in der Mitte des Videos).
Und mach dir nicht ins Hemd, wenn ein paar Obertöne stehen bleiben, die hört man im Kontext dann meist nicht mehr. Eine tote Snare setzt sich allerdings in der Musik nicht mehr durch, unter Umständen klingt's selbst mikrofoniert sch... -
Es gibt übrigens für wenig Geld schon auch ein paar explizite Piccolo-Strainer zu kaufen. Zwar wirst du dir für die Befestigung was überlegen müssen, da der Lochabstand vermutlich nicht übereinstimmt. Aber mit einer Adapterplatte lässt sich das meist lösen, falls neue Bohrlöcher nicht funktionieren oder nicht gewollt sind.
Eine in dieser Art habe ich selbst an ner Piccolo verbaut, und das klappt ganz vernünftig. Du könntest sogar kontern, wenn noch erforderlich

-
Für das Budget eine Empfehlung abzugeben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wie du selbst schreibst, ist vieles in der Range nur noch den Kilopreis für abgelagertes Brennholz wert. Allerdings gibt es auch immer wieder mal (möglicherweise) taugliche Angebote. Da führt nichts an persönlich anschauen vorbei. Wie sieht es mit Hardware aus? Ist die vorhanden? Oder soll die auch noch inbegriffen sein?
Das hier käme evtl. in Frage.
Oder dieses
Nicht als Geheimtipp zu verstehen, aber von Markenherstellern, die schon eine lange Tradition im Bau solider Sets haben. -
Für Bill Gates ist "günstig" vermutlich anders definiert als für dich, daher wäre ein Preisrahmen hilfreich. Ebenso, ob du nach nem neuen oder gebrauchten Set schauen willst. Wobei sich "neu" und "wirklich günstig" tendentiell gegenseitig ausschließen. Denn ein Shellset für 500 Euro mag zwar für ein ordentliches Instrument günstig sein, aber 500 Euro sind für manche Menschen schon ein halbes Monatsgehalt.
Einen Kompromiss findest du vielleicht bei Drums Direkt. Gebrauchte Sets mit 1 Jahr gesetzlicher Händlergewährleistung und fachgerecht überprüft. Manche Schmankerl, aber immer wieder auch Sets für wenige Euros.
Als Geheimtipp für gute Gebrauchte waren längere Zeit regelmäßig Basix Custom für 200 bis 300 Euro zu finden. Inzwischen scheinen mir die Dinger jedoch nur noch selten aufzutauchen.
-
Manche Schnüre dehnen sich tatsächlich spürbar, das kann auch konstruktiv so gewollt sein. Allerdings hat die Längung auch hierbei Grenzen.
Maurerschnur funktioniert jedoch (nicht nur) bei mir seit vielen Jahren absolut zuverlässig. Den Tipp bekam ich übrigens vom Trommelbauer

-
als keine snarespezifische Schnur erscheint
Du meinst die, bei der 2x 20 cm 2 Euro kosten? Mein Beileid an jeden, der sowas macht
Allerdings hält die Klemmung meiner Erfahrung nach selbst billigste Paketschnur so fest, dass da nix mehr durchrutscht. Da mache ich mir eher Gedanken über die Langlebigkeit. Du hast aber recht, eine Überprüfung wäre das allemal wert.
-
Ich wüsste halt nicht, warum man nicht die volle Stereobreite ausnutzen sollte
Ich wüßte auch nicht, weshalb man immer alle Optionen ausnutzen sollte, nur weil man sie hat. Jeden technisch versierte Drummer, der das täte, würde man zu Recht kritisieren. Das Zauberwort heißt auch beim Mischen "musikdienlich"
-
Hab kurz mal reingehört in die beiden Songs. Ich weiß nicht genau, was du als Anfänger kannst, ist ja alles relativ. Vielleicht liebst du ja ein gewisses Understatement.
The Reckoning ist relativ gut zu spielen, allerdings sollte man schon das eine oder andere Mal Double Bass gespielt haben, sonst wird's anstrengend.
Raise your Banner wäre mir als Vorschlag für nen Anfänger definitiv zu arg, das ist aufwändig zu spielen.Wenn dein Ziel ist, akkurate Youtube-Cover zu produzieren (Gääähn!!!;)), dann helfen Noten vermutlich weiter. Wenn du es als Herausforderung siehst, um ein guter Banddrummer zu werden, wäre meine Herangehensweise, Ohren aufsperren und lauschen, was der Kollege da macht. Und dann einfach das mitspielen, was dir dazu einfällt. Reduzieren wirst du es als Anfänger eh müssen, ob du jetzt Noten vor dir hast oder nicht.
Ich habe schon immer viel nach Gehör gespielt und bin heute froh über ein gut geschultes Gehör, denn ich erfasse vermutlich die Essenz einer Nummer schneller durch hören als durch lesen.
Gegen Gebühr kann man sich übrigens Songs auch von manchen Menschen transkribieren lassen, ob es dir das Wert ist, musst du natürlich selbst entscheiden.
-
(und hier wirds Geschmackssache)
Ich denke, das sollte man bei fast jeder Kritik hier im Auge behalten. Sowohl Oliver Stein als auch du selbst mixt beide so gut, dass viele Aspekte nicht mehr einfach als richtig oder falsch eingestuft werden können. Ich finde z.B. den Maryan-Mix von Oliver sehr stimmig und überhaupt nicht zu trocken, aber dass deine Präferenz in eine etwas andere Richtung geht, hört man ja an deinen bisherigen Sachen. (Wobei, das Solo finde ich tatsächlich auch zu dominant ;))Bei deinem letzten Song geht es mir wie einigen Vorschreibern, ich finde auch den Rohmix interessanter und mit mehr Atmosphäre als deine "finale" Version".
Generell fällt mir bei dir auf, dass du (in meinen Ohren) zu viel mit dem Panning arbeitest. Da spielt sich vieles auf der einen oder anderen Seite ab, und die Mitte schafft es nicht mehr, die Tracks zusammenzuhalten. Dadurch fehlt mir bei vielen deiner Arbeiten die Kompaktheit.Bei Orchesteraufnahmen möchte ich auf einer guten Anlage auch exakt hören, welches Instrument wo sitzt und das Orchester vor meinem inneren Auge sehen können.
Bei modernen Popsongs stört mich diese Breite eher. Die Aufnahmen sind ja eh meist schon Track by Track, und wenn das ganze dann auch noch exzessiv gepannt wird, fällt die Kiste endgültig auseinander. Unter anderem deshalb wurden glaube ich die Senior-Mixes stellenweise als Runder bewertet und deine als steril-analytisch (k.a. ob das die genaue Wortwahl war, hab's nicht mehr nachgelesen).Nach meinem Geschmack (! s.o.) sollte das Panning der meisten Instrumente relativ dicht um die Mitte herum stattfinden, so wie halt eine Band auch beieinander steht. Nur weil man pannen kann, muss man es noch lange nicht übertrieben tun, das wäre nur Selbstzweck.
-
Auch möglich und in vielen Haushalten zu finden: einen Faden Zahnseide mit ins Gewinde drehen, um die Reibung zu erhöhen
-
Verstehe ich das richtig, Ihr nehmt gar keine speziellen Snare-Resofelle, sondern die normalen Diplomaten, die man auch auf die Toms schnallt?
Nein, natürlich die Reso-Variante. Normale Ambas oder Diplomaten wären ne Nummer zu dick, was sicher zu hörbaren Klangeinbußen führt.Aber wo du das so sagst, vielleicht hat Chris Beam das auch so verstanden, dann würde sich natürlich sein Einwand erklären.
-
Es ist höchste Zeit, dass wir uns endlich von den Gitarristen emanzipieren

Hab's schon im Gitarrensektor nicht verstanden, und hier geht es mir nicht anders. Viel Rauch um nicht(s) viel.
-
Mit dem Diplomat als Snare Reso wirst du zu wenig Teppichansprache und einen insgesamt stumpferen Sound haben.
Hä? Bezogen auf die Supra, oder generell?
Ein Diplomat wird doch aufgrund der geringen Masse schneller angeregt, was der Ansprache zugute kommt?Ich spiele zwar nur eine Snare mit Diplomat untenrum, auf dieser kann ich aber im Vergleich zu meinen anderen Snares keine diesbezügliche Einschränkung feststellen. Im Gegenteil war ich überrascht, dass ich eigentlich keinen relevanten Unterschied höre. Seitdem nehm ich, was gerade da ist

-
Danke für deine näheren Erklärungen, aber ich versteh das ganz immer noch nicht ganz. Wenn ihr für die Proben ein abgenommenes Set nur wegen Monitoring braucht - was ich per se nur schwer nachvollziehen kann - warum dann nicht ein paar Overheads plus ggf. ein BD-Mikro kaufen? Ich kann ein vollständig mikrofoniertes Set bei Proben durchaus verstehen, wenn man neben den rein spielerischen Herausforderungen auch am Sounddesign arbeiten will. Das setzt aber dann eigentlich zwingend voraus, dass die gleiche Technik wie on stage zum Einsatz kommt. Alles andere ist klanglich immer ein Kompromiss, und der kann dann auch mit 2 - 3 Mikros kostengünstig realisiert werden.
Im übrigen finde ich es bei 40 Konzerten im Jahr mit der gleichen Band kein Luxusproblem, sich das Leben etwas leichter machen zu wollen

-
Ich kenne von Ludwig nur Weather Master Felle, ab Werk werden damit neue Supras (in Medium) ausgeliefert.
Schaust du hier, da bekommst du sie zum vernünftigen Kurs in Medium oder Heavy.Ich muss zugeben, klanglich konnte ich zwischen Medium und Heavy keinen großen Unterschied ausmachen. Aktuell habe ich auf der Supra ein Heavy, finde es ebenso wie das Medium ziemlich universell einsetzbar. Geeignet von Jazz bis Rock (vermutlich auch härteres, aber das hab ich noch nicht getestet).
Sehr überrascht bin ich vom Coating, welches weit weniger Spielspuren annimmt als meine Ambas. Auf dem derzeitigen Fell habe ich schon einige Konzerte und Proben bestritten und es sieht im Grunde aus wie unbespielt.Edit: Tunebot nutze ich nicht, sondern Drum Dial. Wie du schon schreibst, ersetzen solche Stimmhilfen nicht ein geschultes Gehör. Allerdings ist der große Vorteil des Drum Dials, auch bei hoher Umgebungslautstärke schnell eine vertretbare Stimmung zu bekommen. Und sobald auf der Bühne die Mitmusiker erscheinen, ist's halt mit der Ruhe schnell dahin und das Stimmen wird zur Geduldsprobe.
-
@Moe, da bin ich völlig bei dir. Rein rational gibt es keinen Grund für die Mehrinvestition. Schon zum Preis eines Stage Custom kann auch ein Profi in meinen Augen alles abdecken, was man abdecken können muss. Außer vielleicht ein Endorsement, da soll ja die Oberliga beworben werden

Für mich ist ganz prioritär ausschlaggebend, wie ein Instrument aus der Spielerpositiopn klingt, denn hier entsteht in dem Moment des Tuns die Inspiration
Mit Sicherheit, und das wäre natürlich noch zu überprüfen, ob der doppelte Preis aus dieser Sicht doppelt inspirierend ist.
Mich hat bislang meist nicht der Preis eines Sets inspiriert, sondern die Befellung und Stimmung, die anders als mein gewohntes Tuning waren. Auch auf günstigen Sets. -
Wie hoch ich das Reso exakt spanne, könnte ich dir gar nicht genau sagen, aber schon eher hoch. Es hört sich, ohne Teppich VORSICHTIG (
) angespielt, Timbale-artig an, also schon noch mit Ton. Ich unterscheide auch nicht nach Stilistik, wie ich das Reso stimme. Es ist immer hoch, denn ich möchte ja immer präzise Teppichansprache und nen kurzen Ton.Gute Video-Tutorials dazu gibt es reichlich, hier Material mit der LM400, was ich persönlich sehr gut gemacht finde:
Snarestimmung allgemein
Stimmen des Resos 1
Stimmen des Resos 2
Stimmen des Resos 3Ein Richtig oder Falsch gibt es ja bekanntermaßen eh nicht, man stimmt halt rum, bis einem selbst der Sound zusagt.
-
Bei dem oben genannten Remo Powerstroke 3 handelt es sich um ein nicht unter Marching Drums ausgewiesenen Felltyp.
Ist eigentlich ein Fell für Drumset.
In der Regel sind Marching Felle vor allem auch im Fellkragen etwas anders Gestaltet, gecrimpt und nicht verklebt.
Wie gesagt, bei Guggenmusik fehlt mir die Ahnung. Aber Lefima beispielsweise liefert seine Marching Bass Drums mit Powerstroke-Fellen aus. Nicht explizit ausgewiesen, heißt nicht zwingend, nicht geeignet. Das kann auch Marketinggründe haben, um somit die Preise für "Spezialausstattung" höher ansetzen zu können.Und besondere Fellkragen beziehen sich explizitauf die High-Tension-Anwendungen. Ich glaube, die Spielmannszüge kommen ohne aus, da rumpelt's mehr so im Keller, was ich bisher so gehört habe.
Auch der Drum-Tec Marching Shop bietet PS3 Felle für Bass Drums an (allerdings Remo UT, also etwas schlechtere Qualität). Vielleicht solltest du dort mal anrufen und die Spezialisten fragen, als uns mit unserem Drummer-Halbwissen (sorry Orinocco, nicht böse gemeint) allzu sehr zu vertrauen.
-
Im direkten Vergleich höre ich durchaus insgesamt einen klaren Unterschied, selbst auf meinen Smartphonequäken. Das Hybrid Maple klingt viel präsenter als das Tour Custom, und das würde ich SOFORT im Blindtest raushören. Allerdings nur, wenn ich wie in diesem Video beide unmittelbar neben- bzw. nacheinander höre.
Sobald ich nur eines - egal welches von beiden - aus der Distanz vor mir hätte, wäre mein Eindruck mit Sicherheit: gut klingendes und gestimmtes Set. Klanglich bildet sich die Preisgestaltung in meinen Augen in keinster Weise ab. Ob andere Aspekte mehr Relevanz hätten (Finishes, Hardware etc. pp.), kann ich nicht beurteilen, da ich mich nie für Yamaha-Drums interessiert habe.
Naja, außer für das alte schwarze Recording Custom eines Bekannten Ende der 80er, das hat mich umgehauen.