Beiträge von trommla

    Hallo Tschattner,


    die Art wie du schreibst, verleitet mich zu der Annahme, dass du schon ein paar Jahre auf unserem Planeten verbracht hast und nicht gerade erst den ersten Flaum am Kinn entdeckt hast?


    Es ist völlig normal, dass man sich als Anfänger zunächst etwas müht und einen vermeintlich einfache Dinge (jaa, bei anderen sieht das immer so locker aus) an den Rand der Verzweiflung bringen. Je früher man beginnt, umso leichter fällt einem naturgemäß das Lernen, und Ü20 ist aber tatsächlich schon "steinalt", was die optimale Lernphysiologie betrifft. Und trotzdem gibt es hier und anderswo genügend erwachsene Leute, die die anfänglichen Bretter vor dem Kopf wegräumen und mit der Zeit zu richtig soliden Drummern werden. Was unter ADHS vielleicht geringer ausfällt, ist die Geduld, sich ausgiebig mit den Dingen zu beschäftigen, ohne dass einem langweilig wird. Zumindest ist das ein Merkmal, das ich bei meiner (angeblich ;)) ADHS-betroffenen Tochter häufig feststelle.


    Rhythmen nicht sofort zu verinnerlichen, ist hingegen m.E. alleine auf fehlende Übung zurückzuführen und kommt von ganz alleine. So ähnlich verhält es sich bei mir z.B., wenn ich komplette Arrangements vom Blatt weg spielen muss. Da ich bis vor wenigen Jahren trotz Notenkenntnissen selten in die Verlegenheit kam, mehr als Lead Sheets trommeln zu müssen, war diese Fähigkeit bei mir einfach nicht entwickelt. Seitdem ich regelmäßig Big Band spiele, merke ich wie ich sicherer werde und inzwischen auch Konzerte ungeprobt vom Blatt spiele, ohne mich zu verheddern. Na gut, bei Uptempo-Zeug fall ich nach wie vor gelegentlich raus, wenn ich mal wieder eine Wiederholung übersehen habe oder das Segno nicht gleich finde :D


    Also einfach schön dran bleiben und sich über kleine Schritte freuen, dann wird das!

    Wobei natürlich ein "Kampfpreis" von 2000,- Euro für's Shell Set auch nicht mehr in die Schnäppchenecke fällt. Wenn man zudem noch bedenkt, dass der Wertverlust eines Fame-Sets deutlich höher sein dürfte als der eines Set aus "gutem Hause", sollte man die Optionen trotz des ersten (guten) Gesamteindrucks schon sehr genau prüfen.

    Sorry, wenn meine folgende Einschätzung etwas am Thema des Freds vorbei geht, aber solche sensiblen Reaktionen gab es ja bei dir immer mal wieder.


    Es ist völlig unerheblich, welcher Mix "besser" oder "schlechter" ist. Klar kannst du vermutlich auch beim Mischen als Noch-Nicht-Ganz-Profi noch ein paar Kleinigkeiten lernen, wie im übrigen jeder Profi mit Sicherheit auch nie zu lernen aufhören sollte.


    Aber: als Mischer bist du im beruflichen Alltag - bei aller Respekt für die Kunst des ganzen - in erster Linie Dienstleister. Wäre ich Künstler und würde dich als Mischer buchen, hätte ich primär keine Lust darauf, mein Geld dafür zu bezahlen, dass ich mit dir über Eitelkeiten diskutieren muss.


    Du hast an anderer Stelle mal beklagt, dass du wegen gewisser Zeitgenossen beruflich noch nicht da bist, wo du eigentlich hin willst. Denk mal darüber nach, ob du nicht schneller am Ziel wärst, wenn du lernen würdest, dein Ego auch mal aus den Dingen raus zu halten. Das nervt schon bei Künstlern gewaltig (ich weiß wovon ich spreche!), aber für Techniker ist das ein No Go!!!


    So, und nun schweige ich, denn a) kenne ich dich ja gar nicht und b) geht's darum ja hier nicht. Musste wohl nur mal raus, da ich mich schon öfter bei manchen deiner Beiträge nur mühsam zurück halten konnte. Macht aber auch nix, wird ja von den Mods eh in kürze verschoben oder gelöscht. ;)

    Mix 2 gefällt mir viel besser!!!


    Zwar ist das Stereobild bei Mix 1 viel offener (irgendwer schrub glaube ich "luftiger"), was in den ersten Takten von Mix 2 kurzzeitig Platzangst aufkommen lässt, wenn man beide unmittelbar hintereinander hört.
    Nach einigen Takten finde ich aber Mix 2 dann kompakter, ausgewogener und fetter. Liegt mit Sicherheit auch an meinen persönlichen Vorlieben. Ich mag es einfach, wenn sich ein Mix anhört, als ob alles gleichzeitig gespielt wird und die Musiker gemeinsam da standen und Spaß hatten. Selbst und besonders dann, wenn es dadurch vielleicht etwas rauher klingt. Wobei Mix 2 da natürlich auch kein Paradebeispiel ist.


    Mix 1 klingt, als hätte jemand mit hohem Fleiß aus jeder Spur alles technisch mögliche rausgekitzelt, dabei aber den Gesamteindruck nicht so sehr in den Vordergrund gestellt. Mir fällt spontan das alte Bild ein, dass der Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen ist.


    Oder anders ausgedrückt, so stelle ich es mir vor, wenn ein angehender Tontechniker voller Elan gegen einen alten Profi antritt. Der alte Profi (=Mix 2) hängt sich sicher nicht mehr so in jedes Detail rein, weiß aber genau, was funktioniert. Und liefert am Ende ein rundes Gesamtbild ab, was zwar keinen Aha-Effekt bietet, aber grundsolide funktioniert.


    Daher vermute ich, dass Mix 1 deiner ist.

    Evtl. taugt dir ja ein Alukoffer mit Rasterschaumeinlage


    Die Baumarkt-Alukoffer, die ich bislang zum Transport von Equipment im Einsatz hatte, hatten eine Verschleißquote von 50%. Sprich, einer von beiden ist bei regelmäßiger Transportbelastung nach kurzer Zeit auseinandergefallen. Den anderen habe ich noch, nutze ihn aber nur gelegentlich, und da auch nur mit gebührender Vorsicht. Sind meines Erachtens für regelmäßigen Roadeinsatz nicht zu empfehlen.


    Die Tama Tasche hat keine eigene Stabilität, heißt die fällt ohne Inhalt in sich zusammen. (Wird auch komplett zusammengefaltet geliefert)
    Finde ich persönlich suboptimal.


    Des einen Leid, des anderen Freud ;)
    Genau das ist der riesige Vorteil von weichen Taschen. Nicht jeder Veranstaltungsort hat geräumige Lagermöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der Bühne. In manchen Kneipen muss man schon mal alles ins eh schon enge Getränkelager packen, da ist man froh, wenn man sämtliche Taschen in die BD-Tasche stopfen kann. Oder das Lager ist geräumig, aber 200 m weit zu laufen. Da gehe ich auch lieber nur einmal, statt Case für Case tragen zu müssen.
    Und Einspruch, die Tama-Taschen haben materialbedingt genügend Steifigkeit, um sich gut befüllen zu lassen. Das kann ich aus eigener Erfahrung mit Gewissheit sagen. 1 cm Polsterung (geschätzt) rundrum fällt nicht einfach in sich zusammen.

    Weiß da jemand eine vernünftige und günstige Lösung für die DW 3002?


    Die Frage ist, wie definierst du günstig. Für mich ist jede Tasche günstig, die mir hilft, ein wesentlich teureres Teil vor Schäden zu wahren. Ehe ich ein Doppelpedal für 300 Euro schrotte und austauschen muss, gebe ich gerne 40 Euro für ne Tasche aus.


    Da gibt es ja Verschiedenes im Handel. Die Tama-Powerpad Double Pedal Bag ist zwar nicht die allerbilligste, allerdings sind diese Taschen wirklich top verarbeitet und haltbar. Ich selbst habe aus der Serie zwei Hardwaretaschen und eine Tasche für meinen First Chair.


    Und ehe ich ne Millenium Tasche für 29 Euro kaufe, hole ich mir vielleicht lieber die Tama für 43,-€ und weiß, dass sie auch in ein paar Jährchen noch hält. Ich persönlich finde auch Kosten wie für 4 Paar Sticks überschau- und bezahlbar.

    kennt ja jeder das Problem mit dem Holzspähnen


    Ich glaube, so habe ich das bisher tatsächlich noch nicht gesehen. Selbst in gemeinsam genutzten Proberäumen nicht. Oder war da der allgemeine Dreck so dominant, dass mir die Hobelspäne einfach nicht aufgefallen sind?
    Aber wahrscheinlich sammelst du schon seit dem Neukauf deiner Signature-Hihat? :D

    Dann frage ich mich ernsthaft, warum das Beyer M201 (ist übrigens das einzige dynamische Mikro hier, die anderen sind Condenser) an vielen Stellen so gelobt wird


    Was am M201 gelobt wird, sind primär nicht dessen Fähigkeiten als OH, sondern die Tatsache, dass man es für ein sehr breites Einsatzspektrum nehmen kann, ohne ne völlige Niete zu ziehen. Daher wird es ja stellenweise als "Schweizer Taschenmesser unter den Mikros" bezeichnet. Ein schweizer Taschenmesser nehme ich auch nicht, um ein Haus zu bauen, wenn ich aber schnell mal nen Kreuzschraubenzieher oder ne Schere brauche, hab ich halt was dabei.
    Und mittels Close Miking kann man aus Snares, Toms, Gitarren, Bläsern und anderen Instrumenten durchaus vernünftige Sounds zaubern.
    OH geht damit prinzipiell passabel, aber natürlich mit Abstrichen, was man wohl nach diesem Vergleich nachvollziehen kann.

    Ist ein bisschen wie "Mastermind" spielen damals in den 70ern.


    Zumindest wissen wir definitiv, was es somit nicht sein kann, nämlich irgendeine Zuordnung von m_tree, Moe Jorello und mir.


    Dann wäre eine mögliche Lösung:


    1. Universum
    2. AKG
    3. Oktava
    4. Beyerdynamik


    Wann wird aufgelöst?

    Von Tama gibt es in der S.L.P.-Serie diverse Snares in deiner Wunschgröße, teils aus Holz, teils Metall, teils Gußreifen, teils normale Stahlreifen.


    Bei den S.L.P.-Snares macht Tama verdammt viel richtig, was Klang, Kesselhardware und Verarbeitung betrifft.


    Da du ja in der Nähe eines Ballungsraumes lebst, würde ich den Weg in den gut sortierten Fachhandel antreten. Davon gibt es im Umkreis von 100 km von Rheinberg so einige, und man kann telefonisch vorher erfragen, welche Modelle gerade anspielbereit sind.


    Testen ist ja sowieso Pflicht, denn was mir gefällt, kann dir die Nackenhaare aufstellen und umgekehrt.

    Gemein, wenn man nur die Hälfte der Miks kennt :(


    Bei Nummer 1 und 3 würde ich mich anschließen, weil


    1. Klingt so, wie ich die M201 kenne, rund und ausgewogen, insgesamt zurückhaltend, und als dynamische Mikros nicht so luftig wie typische Kondenser.
    3. Das feinste Klangbild mit der schönsten Durchzeichnung, gleichzeitig sehr lebendig, kling einfach wie ein 700 Euro Mikro


    Auch bei den restlichen beiden schließe ich mich an, aber nur, weil ich mir den Klang eines Quelle-Katalog-Kondensers in etwa so vorstelle wie die Nummer 4, dann bliebe für die Oktavas die Nummer 2 übrig.

    Meine Hauptsorge ist bei der Nummer die Langlebigkeit der Carbonrohre. Im regelmäßigen Liveeinsatz wird es nicht ausbleiben, dass das Zeug Macken bekommt. Und Carbon hat vermackt die sehr unschöne Eigenschaft, dass man sich an beschädigten Kanten Splitter einziehen kann, die so brüchig sind, dass man sie nur mühsam wieder aus den Händen rausbekommt. Ist mir nur einmal selbst passiert, aber seitdem bin ich kuriert von Carbonelementen, die ich regelmäßig mit meinen Händen berühren muss.