Beiträge von trommla

    Aus welcher Region kommst du? Bei dem zu erwartenden Investitionsumfang würde ich tatsächlich eine Exkursion zum nächstgelegenen gut sortierten Fachhandel anstreben. Beim Ansehen und -spielen erledigen sich manche Zweifel von alleine, und Geld- bzw. Zeitaufwand relativieren sich auch.


    Btw. man darf ein Set auch nach optischen Gesichtspunkten auswählen, oder einfach nach dem berühmten "Bauchgefühl". Meine Sets habe ich alle eher spontan gekauft, weil sie irgendetwas hatten, was ich haben wollte. In der "Kompaktklasse" meines Gretsch Catalina wollte ich einfach was günstiges für Unterwegs mit gutem Preis-Leistungsverhältnis. Das Sonor Vintage kam, weil ich primär die Optik geil fand, und das Drum Craft 8 hat mich damals in der Fachpresse und im Laden irgendwie neugierig gemacht, keine Ahnung, Design, Sound, Preis? Und dann lief mir ein gebrauchtes günstig über den Weg.

    Belehrt mich wenn ich da falsch liege.


    Gut, dann belehr ich dich mal ;)


    Was brauchst du für eine Rockballade? Na? Klar, nen fetten Rocksound!
    Und wovon hängt ein fetter Rocksound ab? Na klar, du musst die Trommel fett stimmen und vor allem fett spielen können.


    Nach Rock klingen kann jedes ordentliche Set, sofern die Kessel nicht allzu klein sind. Selbst mit einem Bopset geht das tief gestimmt zur Not. Da stört dann fast eher die Optik als der Sound.


    Bei den beiden favorisierten Sets kann man sicher klangliche Unterschiede hören, allerdings gibt es da wohl kein "besser" oder "schlechter", bezogen auf fette Rocksounds. Wir reden ja hier nicht über hohe, resonante Jazzklänge.


    Nicht übergehen möchte ich den Fakt, dass guter Sound für einen selbst für zusätzliche Inspiration sorgen kann. Da können aber deine Bedürfnisse völlig anders als meine sein. Ich dachte z.B. bei Rockballaden spontan sogar eher ans Saturn. Und mit klaren Ambas wird das Saturn melodischer zu stimmen sein als das Gretsch mit Pin Stripes. Ah, da haben wir ja wieder das Zauberwort ;)

    das Saturn klingt ein bisschen, als würde man an einem Hifi-Verstärker Loudness zuschalten.


    Haha, stimmt, guter Vergleich, jetzt hoffe ich nur, dass der TS schon alt genug ist, um HiFi-Verstärker mit Klangregelung und Loudness noch zu kennen. Also mindestens Ü40 :D


    Edit: wollte ja auch noch meinen Senf dazu geben. Beide Sets machen bei ner Rockcoverband vermutlich ne gute Figur und sind qualitativ amtlich. Was für dich einfaches Handling ist, ist natürlich sehr persönlich. Wenn die Transportkapazitäten knapp sind (kleines Auto), oder du überwiegend Privatfeiern im Wohnzimmer spielst, wird was anderes nötig sein als bei großen Firmenfeiern, oder größere Festivals. Na ja, da steht meistens was rum, ist natürlich dann einfach zu händeln ;)


    Wenn's um's Handling geht, würde ich beispielsweise vorzugsweise ein Set mit Rosette kaufen, weil ich nen Standardaufbau spiele und dabei dann flexibler bin, als wenn ich Beckenständer nach Tompositionen ausrichten müsste. Klappt auch auf der kleinsten Bühne. Aber da tickt jeder anders.


    Ansonsten halt drauf achten, dass mit dem Kram vernünftig umgegangen wird, also alles in Cases/Taschen transportieren, dann kann jedes vernünftige Set auch vernünftig was ab. Keine Kippen und Bier am Set sollte ja klar sein ;)


    Ach ja, für ein Liveset würde ich tendenziell eher ein foliertes Set nutzen, denn wenn die Folie mit der Zeit Macken bekommt, ärgert mich das weniger als bei Hochglanzlack.


    Edit: das mit dem 14er war wohl ein Einzelfall bzw. ein persönliches Ding zwischen Robi und dem Tom, ist nicht immer so. Wie unter Menschen auch, an manche Trommeln muss man sich erst gewöhnen, bei anderen klappt's auf Anhieb.


    Edit: das Gretsch hat je Hängetom nur 5 Stimmschrauben. Sollte man auf dem Schirm haben, denn mancher müht sich beim Stimmen mit dieser Tatsache ab. Allerdings bekommt man das mit der Zeit auch hin.

    In den Fällen, wo mir Thomann Ware geschickt hat, die mir nicht gefiel oder einen Mangel hatte, war die Reklamationsabwicklung immer top.


    Daher habe ich mir bislang Becken einfach bestellt und vor allem getestet, ob sie mit meinem Setup harmonieren. Becken desselben Typs mehrfach bestellen war mir immer zu mühselig, denn grundsätzlich hasse ich den Aufwand, irgendwas zurück schicken zu müssen, je größer umso schlimmer. Und wenn mir das eine Exemplar gefällt, ist es mir völlig wumpe, ob es da draußen ein noch um Nuancen besseres gibt.


    Wenn ich mir "blind" ein Becken bestellen, schaue ich mir meist bei YT diverse Videos des Beckentyps an, um ein Gefühl zu bekommen, wie groß die Streuung ist und ob mir über alle Videos hinweg der Klangcharakter gefällt. Das gibt mir mehr Sicherheit, am Ende zwar nicht "das eine" Becken, aber mit Sicherheit ein schönes Becken zu kaufen. Wurde bislang eigentlich noch nicht enttäuscht.


    Hab ich zwar noch nicht probiert, aber nachdem Big T ja auch ein Ladengeschäft hat, könntest du mal anrufen und fragen, ob sie dir ein bestimmtes schicken könnten z.B. das leichteste, das sie da haben, wenn du einen besonders tiefen Klang bevorzugst. K.A. ob sie das machen, aber Versuch macht kluch.

    Die Knicksi-Knacksi-Geräusche sind übrigens etwas gutes beim Stimmen


    ...die aber im wesentlichen nur bei Remo-Fellen auftreten, da dieser Hersteller die Felle um den Ring verklebt (das Knacken ist das Aufbrechen des Klebers am Übergang), während z.B. Aquarian die Mylarfolie um den Ring klemmt. Fragt mich aber bitte nicht nach technischen Details des Verfahrens. Bei Evans hab ich keinen Plan, da ich Evans so gut wie noch nie gespielt habe. Allerdings knacken die auch nicht wie die Remos.


    Dass du schneller zum Erfolg gekommen bist als vor 2 Jahren, liegt möglicherweise auch mit der intensiveren Beschäftigung mit dem Thema seitdem. Als ich mir erstmalig Aquarianfelle zulegte zu einem Zeitpunkt, an dem ich zwar schon lange spielte, aber noch keine Ahnung vom Stimmen hatte, fand ich diese - entgegen den Werbeversprechen in der Fachpresse - nicht leichter zu stimmen und fluchte stundenlang rum.


    Heute geht mir das Stimmen locker und schnell von der Hand, ich meine allerdings bei Evans und Aquarian einen leichten Vorteil gegenüber Remo auszumachen, was die "Stimmfreudigkeit" betrifft. Ändert aber nichts daran, weiter Remo zu verwenden, da ich deren Sortiment und Eigenheiten einfach am besten kenne, ich das Evans-Logo nicht mag und nicht jeder Händler Aquarian vorrätig hat ;)


    Schön, dass du die nächsten Monate (Jahre?) viel Spaß am Set mit deinem Traumsound haben wirst!

    Ich kann schon verstehen, dass man auf ein Pedal steigt und sich denkt "das isses". Bei mir war es das (ebenfalls viel zu teure ;)) Jojo-Pedal.
    Und möglicherweise wird es ja nicht der einzige Tapetenwechsel des Drummerlebens sein, wer weiß was die Zukunft im Schlagzeug- und Hardwarebau noch so bringt.


    Was ich nur nicht verstehe: wenn man das 3000er anspielt und eine solche Offenbarung erlebt, warum kaufst du dir dann nicht einfach das 3000er als Doppelhuf? Die einzige relevante Frage ist doch eigentlich nur, ob es Langzeiterfahrungen gibt, die dagegen sprechen könnten.


    Der von mir verlinkte Vergleich kommt ja unter anderem zu dem Fazit, dass sich 3000 und 5000 unterschiedliche am Fuß anfühlen, manche das 3000 vorziehen, und das 3000 ein gut konstruiertes, professionelles Pedal ist.


    Jetzt aufgrund irgendwelcher Marketingaussagen nach langem Hin und Her das vermeintlich höherwertige 5000er zu kaufen, wäre in meinen Augen nicht nur Zeitverschwendung, sondern möglicherweise sogar kontraproduktiv, wenn das etwas andere Spielgefühlt dann genau nicht mehr diesen Aha-Effekt böte.

    https://drumsauce.com/dw-3000-…dw-5000-double-bass-pedal
    Vielleicht beantwortet das zumindest teilweise deine Fragen.


    Iron Cobra, die in der 5000er Liga spielt


    Die beiden Modelle hatte ich vor einigen Jahren auch mal gegeneinander antreten lassen und war überrascht über die völlig unterschiedliche Abstimmung der beiden. Das einzige, was sie gemeinsam hatten, war der Preis. Allerdings bin ich inzwischen ziemlich weg von aufwändiger Suche nach dem Heiligen Gral. Ich weiß, welches Gefühl ich unter dem Fuß mag, der Rest ist zweitrangig. Sprich, welches Pedal sich unter den Füßen gut anfühlt, ist das richtige. Egal, ob ein anderes dieses oder jenes Extra hat, so lange (wie bei den üblichen Verdächtigen wohl anzunehmen) die Verarbeitung solide ist. Einstellen tu ich eh meist weit weniger, als manche Geräte zu bieten hätten.


    Auf meiner alten Camco spiele ich auch nicht viel anders als auf meiner Cobra oder meinem Jojo-Pedal, obwohl preislich und konstruktiv teils Welten dazwischen liegen. Spielerische Probleme bereiten mir alle drei vor allem dann, wenn ich länger nicht zum Üben gekommen bin ;)


    Was die 7000er betrifft, gabs die meines Wissens nach zunächst als Einzelkette, was auf Einstiegsgerät hindeuteten könnte. Also vielleicht in Summe weniger hochwertige Komponenten, weniger Einstelloptionen und so Kram?

    Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege, aber meiner Meinung nach sind doch die Ebony-Modelle lediglich schwarz gefärbt aber ohne Coating, d.h. die würden den Smooth White Fellen entsprechen. Mit Coating wäre dann Black Suede


    Das ist natürlich völlig korrekt, hatte mich da vertan. Bei den Ebonys ist wohl sogar nur die untere Lage schwarz, die obere hingegen clear.

    Wenn du Powerstroke 3 auf den Toms magst, kannst du bedenkenlos zu Emperors greifen. Die dürften sogar offener klingen als die PS3.
    Ich kenne zwar nur die weißen Ambas und Emps, aber der Unterschied ist nicht so gravierend. Offen und resonant klingen ungedämpfte Emperors immer noch zur genüge, allerdings empfinde ich den Klang für Rock runder als bei Ambassadors.


    Das schwarze Coating dürfte im Vergleich zum weißen nicht so viel Unterschied machen, denn die Schwingung des Fells wird ja nicht durch die Farbe des Auftrags beeinflusst, sondern durch die Dicke. Ob da jetzt schwarze oder weiße Pigmente beigemischt sind, dürfte im Blindtest kaum jemand hören. Vermutlich gehört das eher in den Bereich "Psychoakustische Phänomene".


    Auf jeden Fall finde ich die Idee, aufs weiße Set schwarze Felle zu packen, schon cool :)

    Wenn man sich mal die sonstigen Anzeigen der „Produktionsfirma“ durchliest, müssten die ja ständig im Fernsehen sein!?


    Die Köpfe hinter Encanto sind seit langer Zeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen etabliert und stehen durchaus für "Fernsehen mit Anspruch". Die Sorge um fehlende Seriosität halte ich für unbegründet.


    Einige Passagen der Anzeige finde ich zwar ebenfalls unglücklich formuliert, aber vielleicht stammt die ja vom Redaktionspraktikanten :D

    Um aber zur eigentlichen Fragestellung noch was beizutragen: ich glaube ehrlich gesagt, die Frage des persönlichen Stils wird völlig überbewertet. Wenn ich mir so durch den Kopf gehen lasse, welche Drummer mir im Laufe meines Lebens über den Weg gelaufen sind, egal ob Profis oder Amateure, waren diejenigen eindeutig in der Überzahl, denen ich keine ausgeprägte eigenen Handschrift attestieren würde. Nicht, dass sie nicht gut gewesen sein mögen, aber die musikalische Anforderung war wohl eher darauf ausgerichtet, unspektakulär ein gängiges Genre zu bedienen. Und Profi ist erst mal nur derjenige, der mit der Musik seinen Lebensunterhalt bestreitet, die Bandbreite zwischen schlecht und überragend ist hier nicht kleiner als bei Amateuren, möglicherweise sogar größer.


    Nicht dass die Mehrzahl der Drummer nicht auch gewisse "Angewohnheiten" kultiviert hätten, die sie in gewisser Weise einzigartig machen, aber die meisten Jobs werden nicht an die Koryphäen vergeben, deren "persönlichen Sound" ein Künstler sucht, sondern an diejenigen, die schnell, einfühlsam und menschlich angenehm die Musik zum Klingen bringen, da die meisten Nicht-Drummer sowieso keine Unterschiede hören. Selbst Thomas Lang wird von Produzenten nicht engagiert, weil er so spektakulär spielen KANN, sondern weil er zum Click so perfekt SPIELT, dass man so gut wie nix mehr editieren muss. Spart ne Menge Zeit und damit Geld.


    Die Einzigartigkeit selbst der Großen besteht zudem meist aus einer Kombination unterschiedlicher Aspekte wie z.B. Bühnenpräsenz. Ein Beispiel ist Mike Terrana, den ich spielerisch total langweilig und uninspiriert finde, der aber a) durch seine Erscheinung und b) durch seinen Setaufbau trotzdem einen völlig eigenständigen Stil transportiert.

    Ach, ich hab schon nen Jazzgig überraschend aus Platzgründen nur mit Besen auf Snare und Hihat gespielt. Eigentlich als Garden Party im Rahmen einer Geburtstagsgesellschaft in einem Hotel gedacht, musste die Gesellschaft wetterbedingt in die Stube umziehen. Alles hatten sie bei der Planung bedacht, nur nicht, dass die Band ja mit rein muss, wenn man was hören möchte. Den Festsaal hatte der Gastgeber für zu groß/teuer(?) erachtet. Wir standen also als Sextett kuschelig vor dem Kachelofen, der Pianist hatte sein E-Piano senkrecht auf den Boden gestellt und spielte die Chords im Stehen, und für ne Bass Drum, Toms oder Becken war einfach nullkommanull Platz. Hat trotzdem - oder gerade deshalb - extrem viel Spaß gemacht.

    aber mir ist immer wieder aufgefallen, dass "musikalische Größe" auch immer mit perfekter Beherrschung des Instruments zusammen hängt


    Das erste Wort, was mir dazu gerade über die Lippen kam, war "Billshut" (oder so ähnlich, ich glaube meine Legasthenie plagt mich grad wieder).


    Nein im Ernst, diese Aussage zeugt von einer sehr einseitigen Wahrnehmung. Art Blakey, Charly Watts, Ringo Starr, um nur drei Namen zu nennen, die Insidern bekannt sein dürften ;). Keiner dieser drei ist oder war ein perfekter Techniker, dennoch haben alle drei mit Sicherheit Musikgeschichte geschrieben und Generationen geprägt. Perfekt haben aber mit Sicherheit alle drei in ihr musikalisches Umfeld gepaßt, und alle drei spiel(t)en grundsolide.


    Oder habe ich dich falsch verstanden?

    dass mein Proberaum über den Winter sehr abkühlt, nicht konsequent geheizt wird und eher von der feuchteren Sorte ist.


    und mir ein gutes gebrauchtes Set kaufen


    Ohne den Proberaum zu kennen, lässt sich wenig mit Sicherheit sagen. Wenn du das Klima in eurem Raum tatsächlich für riskant hältst, würde ich dort das abgerockteste Mittelklasseset reinstellen, welches ich für kaum Geld käuflich erwerben kann. Hauptsache technisch ist es in Ordnung, dann sollte man es zum Klingen bringen können. Gute Becken kann man sicherheitshalber nur zur Probe aufhängen und sonst trocken und sicher lagern.


    Das gute Set kommt zuhause in den Keller und wird nur bei repräsentativen Anlässen ausgeführt, z.B. bei Gigs. Auch wenn ich Hammu's (ja ich weiss, im Deutschen gehört da eigtl kein Apostroph hin) Beiträge immer sehr schätze, also Hammu seine Beiträge, hätte ich kein unbedingtes Vertrauen in die Resistenz moderner Sets. Kurzzeitig bin ich ebenfalls sehr entspannt, aber wenn ein Set über längere Zeit im feuchten Proberaum steht, hätte ich durchaus Sorge, dass sich das zumindest optisch irgendwann bemerkbar macht.


    Hier oder hier gäbe es so etwas in deiner Nähe. Dann könntest du tatsächlich in Ruhe abwarten, bis dir das perfekte Angebot über den Weg läuft. Dass man in Wien irgendwelche Problem bei der Wahl seines Equipments hat, kann ich mir allerdings so gar nicht vorstellen. Schließlich reden wir von einer künstlerisch sehr aktiven Weltstadt mit großer Musikszene.