Beiträge von trommla

    Für Bill Gates ist "günstig" vermutlich anders definiert als für dich, daher wäre ein Preisrahmen hilfreich. Ebenso, ob du nach nem neuen oder gebrauchten Set schauen willst. Wobei sich "neu" und "wirklich günstig" tendentiell gegenseitig ausschließen. Denn ein Shellset für 500 Euro mag zwar für ein ordentliches Instrument günstig sein, aber 500 Euro sind für manche Menschen schon ein halbes Monatsgehalt.


    Einen Kompromiss findest du vielleicht bei Drums Direkt. Gebrauchte Sets mit 1 Jahr gesetzlicher Händlergewährleistung und fachgerecht überprüft. Manche Schmankerl, aber immer wieder auch Sets für wenige Euros.


    Als Geheimtipp für gute Gebrauchte waren längere Zeit regelmäßig Basix Custom für 200 bis 300 Euro zu finden. Inzwischen scheinen mir die Dinger jedoch nur noch selten aufzutauchen.

    Manche Schnüre dehnen sich tatsächlich spürbar, das kann auch konstruktiv so gewollt sein. Allerdings hat die Längung auch hierbei Grenzen.


    Maurerschnur funktioniert jedoch (nicht nur) bei mir seit vielen Jahren absolut zuverlässig. Den Tipp bekam ich übrigens vom Trommelbauer ;)

    als keine snarespezifische Schnur erscheint


    Du meinst die, bei der 2x 20 cm 2 Euro kosten? Mein Beileid an jeden, der sowas macht :D


    Allerdings hält die Klemmung meiner Erfahrung nach selbst billigste Paketschnur so fest, dass da nix mehr durchrutscht. Da mache ich mir eher Gedanken über die Langlebigkeit. Du hast aber recht, eine Überprüfung wäre das allemal wert.

    Ich wüsste halt nicht, warum man nicht die volle Stereobreite ausnutzen sollte


    Ich wüßte auch nicht, weshalb man immer alle Optionen ausnutzen sollte, nur weil man sie hat. Jeden technisch versierte Drummer, der das täte, würde man zu Recht kritisieren. Das Zauberwort heißt auch beim Mischen "musikdienlich" ;)

    Hab kurz mal reingehört in die beiden Songs. Ich weiß nicht genau, was du als Anfänger kannst, ist ja alles relativ. Vielleicht liebst du ja ein gewisses Understatement.


    The Reckoning ist relativ gut zu spielen, allerdings sollte man schon das eine oder andere Mal Double Bass gespielt haben, sonst wird's anstrengend.
    Raise your Banner wäre mir als Vorschlag für nen Anfänger definitiv zu arg, das ist aufwändig zu spielen.


    Wenn dein Ziel ist, akkurate Youtube-Cover zu produzieren (Gääähn!!!;)), dann helfen Noten vermutlich weiter. Wenn du es als Herausforderung siehst, um ein guter Banddrummer zu werden, wäre meine Herangehensweise, Ohren aufsperren und lauschen, was der Kollege da macht. Und dann einfach das mitspielen, was dir dazu einfällt. Reduzieren wirst du es als Anfänger eh müssen, ob du jetzt Noten vor dir hast oder nicht.


    Ich habe schon immer viel nach Gehör gespielt und bin heute froh über ein gut geschultes Gehör, denn ich erfasse vermutlich die Essenz einer Nummer schneller durch hören als durch lesen.


    Gegen Gebühr kann man sich übrigens Songs auch von manchen Menschen transkribieren lassen, ob es dir das Wert ist, musst du natürlich selbst entscheiden.

    (und hier wirds Geschmackssache)


    Ich denke, das sollte man bei fast jeder Kritik hier im Auge behalten. Sowohl Oliver Stein als auch du selbst mixt beide so gut, dass viele Aspekte nicht mehr einfach als richtig oder falsch eingestuft werden können. Ich finde z.B. den Maryan-Mix von Oliver sehr stimmig und überhaupt nicht zu trocken, aber dass deine Präferenz in eine etwas andere Richtung geht, hört man ja an deinen bisherigen Sachen. (Wobei, das Solo finde ich tatsächlich auch zu dominant ;))


    Bei deinem letzten Song geht es mir wie einigen Vorschreibern, ich finde auch den Rohmix interessanter und mit mehr Atmosphäre als deine "finale" Version".
    Generell fällt mir bei dir auf, dass du (in meinen Ohren) zu viel mit dem Panning arbeitest. Da spielt sich vieles auf der einen oder anderen Seite ab, und die Mitte schafft es nicht mehr, die Tracks zusammenzuhalten. Dadurch fehlt mir bei vielen deiner Arbeiten die Kompaktheit.


    Bei Orchesteraufnahmen möchte ich auf einer guten Anlage auch exakt hören, welches Instrument wo sitzt und das Orchester vor meinem inneren Auge sehen können.
    Bei modernen Popsongs stört mich diese Breite eher. Die Aufnahmen sind ja eh meist schon Track by Track, und wenn das ganze dann auch noch exzessiv gepannt wird, fällt die Kiste endgültig auseinander. Unter anderem deshalb wurden glaube ich die Senior-Mixes stellenweise als Runder bewertet und deine als steril-analytisch (k.a. ob das die genaue Wortwahl war, hab's nicht mehr nachgelesen).


    Nach meinem Geschmack (! s.o.) sollte das Panning der meisten Instrumente relativ dicht um die Mitte herum stattfinden, so wie halt eine Band auch beieinander steht. Nur weil man pannen kann, muss man es noch lange nicht übertrieben tun, das wäre nur Selbstzweck.

    Verstehe ich das richtig, Ihr nehmt gar keine speziellen Snare-Resofelle, sondern die normalen Diplomaten, die man auch auf die Toms schnallt?


    Nein, natürlich die Reso-Variante. Normale Ambas oder Diplomaten wären ne Nummer zu dick, was sicher zu hörbaren Klangeinbußen führt.


    Aber wo du das so sagst, vielleicht hat Chris Beam das auch so verstanden, dann würde sich natürlich sein Einwand erklären.

    Mit dem Diplomat als Snare Reso wirst du zu wenig Teppichansprache und einen insgesamt stumpferen Sound haben.


    Hä? Bezogen auf die Supra, oder generell?
    Ein Diplomat wird doch aufgrund der geringen Masse schneller angeregt, was der Ansprache zugute kommt?


    Ich spiele zwar nur eine Snare mit Diplomat untenrum, auf dieser kann ich aber im Vergleich zu meinen anderen Snares keine diesbezügliche Einschränkung feststellen. Im Gegenteil war ich überrascht, dass ich eigentlich keinen relevanten Unterschied höre. Seitdem nehm ich, was gerade da ist ;)

    Danke für deine näheren Erklärungen, aber ich versteh das ganz immer noch nicht ganz. Wenn ihr für die Proben ein abgenommenes Set nur wegen Monitoring braucht - was ich per se nur schwer nachvollziehen kann - warum dann nicht ein paar Overheads plus ggf. ein BD-Mikro kaufen? Ich kann ein vollständig mikrofoniertes Set bei Proben durchaus verstehen, wenn man neben den rein spielerischen Herausforderungen auch am Sounddesign arbeiten will. Das setzt aber dann eigentlich zwingend voraus, dass die gleiche Technik wie on stage zum Einsatz kommt. Alles andere ist klanglich immer ein Kompromiss, und der kann dann auch mit 2 - 3 Mikros kostengünstig realisiert werden.


    Im übrigen finde ich es bei 40 Konzerten im Jahr mit der gleichen Band kein Luxusproblem, sich das Leben etwas leichter machen zu wollen ;)

    Ich kenne von Ludwig nur Weather Master Felle, ab Werk werden damit neue Supras (in Medium) ausgeliefert.
    Schaust du hier, da bekommst du sie zum vernünftigen Kurs in Medium oder Heavy.


    Ich muss zugeben, klanglich konnte ich zwischen Medium und Heavy keinen großen Unterschied ausmachen. Aktuell habe ich auf der Supra ein Heavy, finde es ebenso wie das Medium ziemlich universell einsetzbar. Geeignet von Jazz bis Rock (vermutlich auch härteres, aber das hab ich noch nicht getestet).
    Sehr überrascht bin ich vom Coating, welches weit weniger Spielspuren annimmt als meine Ambas. Auf dem derzeitigen Fell habe ich schon einige Konzerte und Proben bestritten und es sieht im Grunde aus wie unbespielt.


    Edit: Tunebot nutze ich nicht, sondern Drum Dial. Wie du schon schreibst, ersetzen solche Stimmhilfen nicht ein geschultes Gehör. Allerdings ist der große Vorteil des Drum Dials, auch bei hoher Umgebungslautstärke schnell eine vertretbare Stimmung zu bekommen. Und sobald auf der Bühne die Mitmusiker erscheinen, ist's halt mit der Ruhe schnell dahin und das Stimmen wird zur Geduldsprobe.

    @Moe, da bin ich völlig bei dir. Rein rational gibt es keinen Grund für die Mehrinvestition. Schon zum Preis eines Stage Custom kann auch ein Profi in meinen Augen alles abdecken, was man abdecken können muss. Außer vielleicht ein Endorsement, da soll ja die Oberliga beworben werden ;)


    Für mich ist ganz prioritär ausschlaggebend, wie ein Instrument aus der Spielerpositiopn klingt, denn hier entsteht in dem Moment des Tuns die Inspiration


    Mit Sicherheit, und das wäre natürlich noch zu überprüfen, ob der doppelte Preis aus dieser Sicht doppelt inspirierend ist.
    Mich hat bislang meist nicht der Preis eines Sets inspiriert, sondern die Befellung und Stimmung, die anders als mein gewohntes Tuning waren. Auch auf günstigen Sets.

    Wie hoch ich das Reso exakt spanne, könnte ich dir gar nicht genau sagen, aber schon eher hoch. Es hört sich, ohne Teppich VORSICHTIG ( ;) ) angespielt, Timbale-artig an, also schon noch mit Ton. Ich unterscheide auch nicht nach Stilistik, wie ich das Reso stimme. Es ist immer hoch, denn ich möchte ja immer präzise Teppichansprache und nen kurzen Ton.


    Gute Video-Tutorials dazu gibt es reichlich, hier Material mit der LM400, was ich persönlich sehr gut gemacht finde:


    Snarestimmung allgemein
    Stimmen des Resos 1
    Stimmen des Resos 2
    Stimmen des Resos 3


    Ein Richtig oder Falsch gibt es ja bekanntermaßen eh nicht, man stimmt halt rum, bis einem selbst der Sound zusagt.

    Bei dem oben genannten Remo Powerstroke 3 handelt es sich um ein nicht unter Marching Drums ausgewiesenen Felltyp.
    Ist eigentlich ein Fell für Drumset.
    In der Regel sind Marching Felle vor allem auch im Fellkragen etwas anders Gestaltet, gecrimpt und nicht verklebt.


    Wie gesagt, bei Guggenmusik fehlt mir die Ahnung. Aber Lefima beispielsweise liefert seine Marching Bass Drums mit Powerstroke-Fellen aus. Nicht explizit ausgewiesen, heißt nicht zwingend, nicht geeignet. Das kann auch Marketinggründe haben, um somit die Preise für "Spezialausstattung" höher ansetzen zu können.


    Und besondere Fellkragen beziehen sich explizitauf die High-Tension-Anwendungen. Ich glaube, die Spielmannszüge kommen ohne aus, da rumpelt's mehr so im Keller, was ich bisher so gehört habe.


    Auch der Drum-Tec Marching Shop bietet PS3 Felle für Bass Drums an (allerdings Remo UT, also etwas schlechtere Qualität). Vielleicht solltest du dort mal anrufen und die Spezialisten fragen, als uns mit unserem Drummer-Halbwissen (sorry Orinocco, nicht böse gemeint) allzu sehr zu vertrauen.

    Im direkten Vergleich höre ich durchaus insgesamt einen klaren Unterschied, selbst auf meinen Smartphonequäken. Das Hybrid Maple klingt viel präsenter als das Tour Custom, und das würde ich SOFORT im Blindtest raushören. Allerdings nur, wenn ich wie in diesem Video beide unmittelbar neben- bzw. nacheinander höre.


    Sobald ich nur eines - egal welches von beiden - aus der Distanz vor mir hätte, wäre mein Eindruck mit Sicherheit: gut klingendes und gestimmtes Set. Klanglich bildet sich die Preisgestaltung in meinen Augen in keinster Weise ab. Ob andere Aspekte mehr Relevanz hätten (Finishes, Hardware etc. pp.), kann ich nicht beurteilen, da ich mich nie für Yamaha-Drums interessiert habe.


    Naja, außer für das alte schwarze Recording Custom eines Bekannten Ende der 80er, das hat mich umgehauen.

    Explizit zum Thema Guggenmusik kann ich dir nicht viel sagen. Da allerdings die großen Trommeln bei deinem Einsatzgebiet primär laut und vernehmlich im bunten Treiben "Bumm" machen sollen, braucht man neben Optik und Haltbarkeit keine allzu differenzierten Anforderungen stellen. Klangliche Nuancen - und genau darum geht es bei eingehender Betrachtung - fallen schon in kleineren
    Ensembles außer dem Drummer selbst kaum jemandem auf. Bei Spielmannszügen völlige Fehlanzeige ;)


    Das Remo Power Stroke 3 ist ein seit langer Zeit bewährtes, robustes Fell aus der Fertigung eines der Marktführer. Selbst mit dem Fuß getreten hält es (bei mir) sehr lange durch, und "handgeklöppelt" ist die punktuelle Belastung mit Sicherheit deutlich geringer. Der Klang ist kräftig und rund und hat mir bislang auf jeder BD zu einem durchaus gefälligen Sound gereicht. Für mich eine Art "Allzweckwaffe", mit der man alles bedienen kann. Klar gibt es soundtechnisch um Nuancen besser passende Felle, je nach Stilistik. Wobei wir aber wieder beim ersten Absatz wären :)


    Eine weitere Alternative könnte das Pin Stripe in schwarz sein. Ist noch etwas robuster als das PS3, da doppellagig, allerdings auch ein paar Euro teurer.


    Von irgendwelchen "Schnäpchen" (ebay o.ä.) würde ich abraten, denn das ist meistens bessere Frischhaltefolie und nach kurzer Zeit völlig hinüber.


    Falls es von Evans oder Aquarian irgendwelche Alternativen gäbe (T. hat nichts gelistet), kannst du natürlich ebenfalls bedenkenlos zugreifen, das ist vergleichbare Qualität.


    Edit: auch Trommeln muss (oder sollte) man stimmen. Falls du davon ähnlich wenig Ahnung hast wie von Fellen, dann schau dir ruhig bei YT diverse Filme zum Thema an. Sonst kehrt möglicherweise nach dem Kauf schnell Frust statt Lust ein.

    In einem Punkt hat Gaschi aber völlig unrecht. Ein unabgenommenes A-Set klingt nicht sch..., das hängt vielmehr davon ab, welches Soundideal man anstrebt. Bei gepflegter Jazzmusik klingt ein E-Set scheiße, ein unabgenommenes A-Set hingegen gut gestimmt Wahnsinn ;)


    Die Frage lässt sich in meinen Augen nicht pauschal beantworten, auch nicht aus Sicht eines überzeugten Akustiktrommlers. Daheim nachbarschaftsverträglich üben zu können, ist jedoch alleine zu 100% noch KEIN Grund zur Anschaffung eines E-Sets. Wer glaubt, Schlagzeug spielen zu wollen, sollte auch Schlagzeug spielen und nicht irgendein elektronisches Instrument, selbst wenn die grundsätzliche Herangehensweise ähnlich sein mag.


    Ich sitze zum Beispiel immer mal wieder an E-Sets und bin immer wieder enttäuscht, was die Dinger alles nicht an Nuancen mitbringen, die ich am A-Set so liebe. Klar, einen fetten Backbeat bekomme ich damit mit guten Sounds allemal hin, und vielleicht sogar fetter als an jedem meiner Akustiksets. Gerade wenn es aber daran, geht mit feinen und feinsten Nuancen zu arbeiten oder sich beim üben mit Dynamik und Microtime zu beschäftigen, versagen die mir bekannten E-Sets immer an einem bestimmten Punkt. Insbesondere, wenn das Budget so niedrig ausfällt wie bei dir, muss man Abstriche machen können bzw. seinen spieltechnischen Anspruch halbwegs niedrig halten.


    Falls es mit einem gewissen Enthusiasmus ums (Wieder)erlernen präziser Spieltechnik geht, tut es hingegen auch ein normales Set mit Meshheads darauf. Ohne Samples auf dem Ohr hörst du Feinheiten deiner Hand- und Fußtechnik nämlich besser als mit effektvollen Drumsounds. Und selbst wenn man hörbar "auf die Pauke haut", hat man in einer Reihenhaussiedlung das Recht dazu, sofern es im gewissen Rahmen bleibt (Einhalten täglicher Übungs- und Ruhezeiten). Das muss man gegenüber der Nachbarschaft natürlich mit einer gewissen "kooperativen Hartnäckigkeit" einfordern ;)


    Falls du definitiv nur die Option Elektronik in Erwägung ziehst, würde ich mir im Fachhandel alle derzeit angebotenen Varianten ansehen und danach über das erforderliche Budget entscheiden. Der Markt hält in deinem Preisrahmen zwar vieles bereit, aber damit ist es meist ähnlich wie bei Aldi-Schlagzeugen. Sehen zwar aus wie Schlagzeuge, fangen aber schon daheim beim Aufbau an zu nerven. Und für ein Provisorium wären mir mehr als 1000 Euro einfach zu viel Geld.
    Zumal du fürs gleiche Geld im Akustikbereich schon wirklich was sinnvolles bekommen kannst.


    Ob du dein altes Set weiterverwendest, hängt unter anderem davon ab, wie funktional die Hardware noch ist. Wenn noch alles stabil steht und gut zu justieren ist, spricht m.E. nichts dagegen, das Set umzubauen. Letztendlich immer eine Frage des persönlichen Anspruchs.

    Finde den Gedanken zwar emotional nachvollziehbar, aber irgendwie unlogisch. Durch das Kürzen all deiner Kessel auf modernere Maße in Kombination mit der Aufbereitung vernichtest du in meinen Augen alles Nostalgische, was dieses Set ausmacht. Es wäre nach dem Umbau gefühlt ein "neues" Set.


    Rein handwerklich sind solche Aktionen eine tolle Herausforderung, wenn man über Zeit, Geld und die nötige Technik verfügt, wirtschaftlich halte ich es eher für Unsinn. Zumal du ja gar nicht weißt, ob es dir im Anschluss klanglich zusagt. Und dann bekommst du es als Selbstbau noch nicht mal mehr verkauft, wenn es ganz dumm läuft.


    Ohne den Zustand zu kennen, würde ich das Set mit möglichst geringem finanziellen Aufwand aufmöbeln, mit neuen Fellen ausstatten und in Taschen verpackt im Keller einlagern. Und dann für das Geld, welches du in deinen Umbau investiert hättest, ein ordentliches Mittelklasseset kaufen und darauf spielen.


    Wenn du das Hobby für dich wiederentdeckt hast, dann wird auch bald der Zeitpunkt kommen, dass du wieder mit Bands irgendwelche Bühnen unsicher machen willst, und spätestens dann ist ein Set im Proberaum und eins zuhause eine sinnvolle Planung.


    Grundsätzlich sind ja schon einige Trommelbauer genannt worden, die solche Arbeiten ausführen, es gibt aber noch deutlich mehr davon
    z.B. Pommerenke in Berlin, Troyan und Kandler in München, Handmade Drums in Hammelburg (?) Die meisten Kleinbetriebe dürften derartige Reparaturarbeiten ausführen.


    Hier wurden mal vor einigen Jahren deutsche Trommelbauer gesammelt, vielleicht ist ja was in deiner Umgebung dabei. Ein guter Trommelbauer wird dich beraten und dir ein Angebot erstellen bzw. ggf. auch Grenzen aufzeigen. Vielleicht erübrigt sich der Gedanke dann von alleine ;)


    Edit: ich kenne diese Nostalgie übrigens. Hatte selbst ein Sonor-Set, mit dem ich (vor einer längeren Pause) so manches erlebt hatte. Nach der Pause spielte ich zwar noch ein paar Projekte darauf, entschied mich aber relativ bald, alles zu verkaufen und mir vom Erlös was neues anzuschaffen, weil die "alte Zeit" trotz altem Set einfach nicht wieder kam. Hab es bis heute nicht einmal bereut, ausser vielleicht bei der Signature-Snare (ich DEPP!!!)