Beiträge von trommla

    Hmmm, ich bin hin- und hergerissen. Nummer 2 gefällt mir gut, schöne Vocals und Backings, geht gut ab. Nr 3 ist auch ganz ok, obwohl nicht mein Sound.


    Nr. 1 wäre als Song an sich schön eingängig, nur finde ich, dass du die Nummer etwas übertrommelst. Am ausgeprägtesten meines Erachtens bei den Rimclicks. Das hört sich an wie der Versuch, nach Steward Copeland zu klingen, nur dass der solche Synkopen wohldosiert und sparsam einsetzt, während du sie überstrapazierst und dem Part gar keine Zeit läst, sich einzugrooven.


    Der Rest des Songs dürfte für meinen Geschmack auch straighter getrommelt sein, statt ständig mit der Gitarre zu synkopieren. Insbesondere der Teil, der wohl Strophe ist, gefiele mir besser, wenn der Backbeat einfach auf 2 und 4 durchläuft und maximal die Bass Drum die Synkopen unterstützt. Dann hebt sich der Chorus auch deutlicher ab, wo es dann richtig zur Sache gehen kann.


    Zur 4. Nummer fällt mir nix ein, außer vielleicht "Warum macht man denn sowas???" ;) Für mich klingt das wie musikalische Resteverwertung. Die verschiedenen Teile stehen in keinerlei Zusammenhang, geschweige denn, dass ein Spannungsbogen dadurch entstünde. Ein musikalischer Eintopf, dem aber die Würze fehlt, alles zu einer genießbaren Einheit zu verbinden. Verbesserungsvorschläge fallen mir dazu echt nicht ein, außer die Aufnahme ganz unten in irgendeiner Schublade verschwinden zu lassen. Sorry für meine Offenheit, aber das ist einfach Mist.


    Was nicht heißt, dass nicht die Einzelteile jeweils ihre Qualitäten hätten, vielleicht lassen sich davon ausgehend ja 3 bis 4 coole Songs bauen?

    Ist das so?


    Na gut, vielleicht hab ich es übertrieben ausgedrückt :)
    Bin ja selbst auch noch zu jung, um es aus erster Hand zu wissen. Allerdings erinnere ich mich an deutlich mehr abgehalfterte Sets, als man heute so sieht. Zwar vermutlich nicht auf großen Bühnen oder im TV, aber wo man Herrn Baker in diesem Moment abgelichtet hat, geht aus dem Foto ja nicht hervor, vielleicht ja nicht in der Öffentlichkeit.
    Allerdings hab ich auch schon Fernsehaufzeichnungen gesehen, auf denen z.B. die Resos ganz offensichtlich ehemalige Schlagfelle waren.


    Allerdings kommen wir auch gerade etwas vom Thema ab.

    Verstehe gar nicht warum Alle so streng mit dem Herren sind.


    Ach komm, was ist denn daran streng, wenn man seine Selbstwahrnehmung als größter Drummer des Jahrhunderts in Frage stellt?


    Die Drogen haben ihn unübersehbar kaputt gemacht, übrig bleibt über weite Strecken eine ziemlich bemitleidenswerte Figur. Dass er in der Aufnahme mit Werner Schmidbauer - nicht etwa Peter Illmann ;) - einige Male verlegen lacht, macht ihn für mich nicht zu einem Sympathieträger. Und das Solo klingt wie von einem, der total breit auf der Bühne steht...


    Gammlige Sets mit ausgelatschten Fellen waren damals hingegen wohl eher die Regel und nicht die Ausnahme, gab ja noch nicht alles im Überfluss. Das lässt für mich nicht zwingend Rückschlüsse auf eine Persönlichkeit zu.

    Also ich sehe das absolut nicht so, dass der Markt gesättigt ist


    Sorry, war nicht ganz klar formuliert. Ich meinte natürlich den Markt, in dem DW seine Kernkompetenz hat, nämlich Akustikdrums. Im Elektronikbereich sieht die Sache (vermutlich) völlig anders aus.


    Ich bin als reiner Akustiktrommler nicht sehr informiert, aber einen Modellingamp mit einem E-Drumset zu vergleichen, hinkt vielleicht etwas. Denn das Signal entsteht bei ner Gitarre ja genau gleich, ob man jetzt einen Modellingamp oder einen konventionellen dran hängen hat. Das heißt, ein Problem, welches bei elektronischen Schlagzeugen noch nicht zufrieden stellend gelöst zu sein scheint, nämlich die Wandlung von Schlagenergie in elektronische Impulse, also die Schnittstelle, ist bei der Gitarre ein uralter, gut funktionierender Hut. Oder denke ich da jetzt falsch?

    wird es einigen von euch den Magen umdrehen


    Gar nicht, die Alten haben halt gegroovt, wo viele der Jungen wahnwitzige Technik abliefern.
    Allerdings liegt für mich die Bedeutung eines Drummers selten in der Art, wie er Soli spielt, sondern wie er Musik begleitet. Bei beidem finde ich Ginger Baker für einen "Superstar" nur Durchschnitt. Das 2005er Toad ist zwar nicht übertrommelt, aber trotzdem eher langweilig. Mag aber auch an seinem gelangweilten Blick liegen.


    "Well, what kind of solo could I play today? Ah, let's play the same shit as the last hundreds of times"

    Auch gut: Mensch, dein Kübel hat ja viel mehr Sustain als meiner, was kann ich zur Verbesserung tun? Kübel auf nen Freischwinger stellen?


    Aber ehe das hier ausartet, bleiben wir doch beim Thema des TS.

    und wo bleibt nun der gute alte Ginger ?


    In dieser Betrachtung außen vor, denn wirklich innovativ und prägend für die Entwicklung des Instruments war sein Spiel dann wohl nicht ;)


    So einen alten Miesepeter nehm ich ehrlich gesagt nicht ernst, denn es zeigt nur deutlich seinen Weltschmerz, nicht die Bedeutung - und das Vermögen - erlangt zu haben, die ihm seiner Meinung nach zusteht. Im Grunde eine bemitleidenswerte Figur, die vermutlich noch auf dem Sterbebett unzufrieden sein wird.

    schön, dass nicht alle die idee "komisch" oder "hat nichts mit schlagzeug zu tun", finden.


    Die Idee komisch zu finden, heißt ja nicht, dass man sie ablehnt. ;)
    Manch große Idee ist schließlich ebenso aus "komischen" Ideen geboren worden.


    Allerdings darf man doch auch schmunzeln, oder?


    Um eine etwas provokative Analogie aufzustellen, schickst du auch eine Mail an die BMW-Entwicklungsabteilung, wenn du ein Seifenkisterl bauen willst?


    Ich glaube, von allzu perfektionistischer Herangehensweise kannst du dich lösen, denn jeder Kübel und jedes Tape, was "Bumms" macht, wird deine Tochter - hoffentlich - zum Strahlen bringen. Nach dem perfekten Kübelsound zu suchen, ist meines Erachtens hingegen übertrieben, weil dazu die Unterschiede zur echten Trommel material- und konstruktionsbedingt zu groß sind.


    Als Alternative zum Tixo/Tesa könntest du auch über Kleinanzeigen für ein paar Öcken ein leicht gebrauchtes Trommelfell erwerben, den Ring am Rand ausschneiden und mit Tape festkleben. Klingt wahrscheinlich auch nicht besser als Tesa, ist aber robuster. Und sieht professioneller aus :)
    Um die Frage vorwegzunehmen, bei der Variante kannst du an sich jedes beliebige Fell nehmen. Ich würde allerdings darauf achten, keine Ölfelle zu nehmen, nicht dass du den Wohnzimmerteppich versaust.

    würdet ihr jetzt den boden des kübels aufschneiden?


    Nein, 13 Monate alte Töchter haben noch kein so differenziertes musikalisches Gehör.
    Zumal der Kübel beim Spielen eh auf dem Boden stehen wird, und dann ist es wumpe, weil das "Reso" abgedämpft wäre.

    ob das dann allerdings der Eimer aushält, wage ich zu bezweifeln...


    Warum nicht? Eine Metallsnare hält das ja auch aus (und wird von manchen liebevoll "Metalleimer" genannt).
    Scheitern wird das Unterfangen vermutlich schon früher, wenn ein gängiger Blechkübel nicht zufällig 12, 13, oder 14 Zoll Durchmesser hat. Um dazu dann noch Custom-Felle fertigen zu lassen, fehlt mir vorstellungsmäßig der Ernst des Unterfangens, denn das kostet dann Geld. Aber vielleicht klärt uns der TS ja demnächst auf...

    Ich frage mich, ob das Forum stimmt. Wir sind ein Forum für Schlagzeug, nicht für moderne Kunst oder Kinderbasteln ;)


    Zu deinen Fragen:


    Heute haben eigentlich alle Trommeln am Drum Set Resofelle, und mir fällt nur noch Phil Collins ein, der das anders sieht. Ob oder ob, nicht ist eine Frage der klanglichen Vorlieben und natürlich der Mode. Mit je einem Fell oben und unten (oder vorne/hinten bei der BaSS Drum) klingt die Trommel einerseits voluminöser und weniger knallig, andererseits kann man über das Tonhöhenverhältnis beider Felle den Klangcharakter zusätzlich beeinflussen.


    Für eine Kübelspritze äh -Trommel mit Tesafell behaupte ich ohne persönliche Erfahrung, das kannst du vernachlässigen.


    Ebenso zu vernachlässigen ist mein Kopfschütteln, weshalb man als erwachsener Mensch so etwas bauen möchte :D

    Danke für den Link :) Nicht dass ich ihn nicht auch selbst hätte finden können, aber so geht's schneller.
    Na ja, die Ausstellerliste führt jetzt nicht unbedingt dazu, dass ein Besuch zwingend wär'.


    Edit: Zumal, wenn man voraussichtlich nur am Wochenende Zeit hätte, wo sich die Leute gegenseitit auf den Füßen stehen

    Wirklich gespannt bin ich da nicht, eher so, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt.


    Zwar wird man abwarten müssen, was da wirklich raus kommt, ehe man es voreilig kleinredet. Nur sehe ich spontan nicht allzu viel Potential, wenn ein großer Akustiktrommelfabrikant mit unbestreitbaren Marketingtalenten und ein großer Vertrieb sich zusammentun, um etwas zu bauen, was nicht unbedingt ihrer Kernkompetenz entspricht.


    Ich glaube eher, dass die Gewa selbst keinen der einschlägigen Elektronikkonzerne im Portfolio hat und möglicherweise auch nicht bekommt, vom Kuchen aber gerne was ab hätte, und daher auf die Stärke von DW baut, ein Eigengewächs "veredeln" zu können. Vielleicht hat aber DW als Partner auch die Daumen drauf, keine Elektronikkonkurrenz innerhalb des Vertriebes zu bekommen?