Beiträge von trommla

    Ich käme nie auf die Idee, meine Becken, die ich durchaus sehr liebe, nur noch mit Handschuhen anzufassen. Allerdings hatte ich auch nie dieses pseudoerotische Verhältnis zu meinem Equipment, dass da keiner ran durfte und ich alles nach jeder Probe verhüllt hätte wie Christo.


    Becken sind in meinen Augen sicher keine Verschleißartikel wie Sticks, deren Abnutzung ich von Beginn an einkalkuliere. Auch wenn sie natürlich (Keyholes, Flecken etc.) mit den Jahren verschleißen.


    Instrumente darf man in meinen Augen durchaus pflegen, und Becken mit Korrosion finde ich weniger schön als ohne, daher werden zumindest von Zeit zu Zeit grobe Verunreinigungen entfernt und nach Kontakt mit Feuchtigkeit mal mit dem Lappen trockengewischt. Ebenso werden ab und an mal die Kessel und der Chrom saubergemacht.


    Zum Thema dünne Becken kaputt hauen. Ich habe vor einigen Jahren mal ein Interview mit Nort Hargrove von Sabian gelesen, in dem er bemerkte, dass es im Grunde ein Irrtum sei, zu glauben, dünne Becken könne man leichter kaputtspielen. Im Gegenteil sind dünne Becken elastischer und können seiner Aussage nach technisch mehr ab als dicke Bleche. Allerdings halte ich es für möglich, dass dünne Cymbals, die ja meist dunkler klingen, dadurch weniger Projektion haben und man deshalb kräftiger schlägt als bei vergleichbaren dickeren Becken. Mehr aus dem Gefühl raus, man könne sich sonst nicht durchsetzen. Und wenn man dann über die Belastungsgrenze kommt, geht's dahin.

    idealerweise so, dass man den Wechsel gar nicht hört.


    Da bin ich gespannt auf deinen Erfahrungsbericht.


    Nur, würde ich für diesen schnellen Wechsel in Kauf nehmen, die Stickpassagen mit einem nicht zufrieden stellend gewichteten Pseudostick spielen zu müssen? Für ein paar kurze Takte ja, aber eine komplette Litanei an Soli begleite ich dann doch lieber mit nem schönen Stick und lasse mir für den Wechsel technisch und musikalisch was besseres einfallen.

    Ich spiele Renaissance Ambas oben, klare Ambas unten. Die Bass Drum trägt ein PS3 smooth white und das Werksreso. Alles komplett ohne Dämpfung, nur die BD hat ganz dezent ein leichtes Tuch drinnen.


    Edit: falsch, im Floortom liegt auf dem Reso ein Wattepad aus der Kosmetikabteilung. Tatsächlich waren übrigens die stellenweise etwas hakeligen Stimmschrauben des Catalina exakt das Manko, welches mich erst mal am meisten genervt hat. Dafür ist zumindest meines im Gegenzug recht stimmstabil :)

    Skyntone kenne ich nur auf Snares, könnte mir aber vom weichen Charakter her vorstellen, dass sie auch für tiefere Stimmungen funktionieren. Sicher kann ich das bei Renaissance Ambassadors sagen, die spiele ich auf 12" und 14" Toms und komme recht weit runter. Nur die Optik ist relativ.

    Ich hab vor ner Weile ein Sabian Hollow Logo 20'' Crash Ride geschossen, welches in diese Richtung zu gehen scheint. Preis war unter 150,- Euro, und gelegentlich findet man frühe Sabians für wenig Geld. Ich habe ein 18er Chrash und besagtes CR, beide klingen fantastisch.

    Gähn, diese "News" sind ähnlich interessant, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt :D


    Mal ehrlich, da war bisher noch nichts dabei, was es nicht vorher auf die eine oder andere Art schon gegeben hätte. Mal wieder ne neue Beckenserie? Gibt ja erst 999, und die Tausendste muss natürlich erwähnt werden. Ne neue Schlagzeugserie? Endlich spielen wie Vinnie Colaiuta...nee wieder nicht, muss wohl noch ein Jahr warten. Ne Fußmaschine mit Lagern aus der Vorserienproduktion des Lunar Roving Vehicle, mit dem man ermüdungsfrei Mach 2+ spielt?


    Na ja, die farbigen Felle finde ich ganz originell auf klaren Acryldrums, aber mangels Acrylset geht auch die einzige nennenswerte Neuigkeit an meinem Bedarf vorbei.

    Erst mal: Jazz kannst du mit jedem Set spielen, es kommt nur drauf an, WIE du das Set bedienst. Ich spiele regelmäßig Jazz sowohl mit 18'' als auch mit 22'' Hupen, und bevorzuge klanglich eindeutig 22'', mit weichem Beater gespielt. Gerade wenn die Viertel unten sanft durchlaufen, spürt man das Volumen, ohne dass es zu laut wird. Das 18'' Bop Kit nehme ich vor allem für ganz kleine Venues oder wenn ich keinen Bock auf Schlepperei habe. Ist übrigens ein Catalina Jazz.


    Nun zum CCJ: das Renown mag in einer höheren Liga spielen, ich glaube aber nicht, dass du klanglich einen deutlichen Schub nach vorne spürst. Solche Dinge bemerkt man eher optisch und haptisch, wirkt einfach in der Summe gediegener.


    Beim CCJ habe ich eine Weile gebraucht, um die für mich richtige Fellkombi zu finden, musste auch ein paar kleine Tweaks vornehmen, aber seitdem steht es meinen teureren Sets zumindest klanglich in nichts nach. Und die häufigste Reaktion von Mitmusikern war bislang "geiles Set!"


    Ich stelle mir beim Neu (oder Gebraucht-)kauf immer als erstes die Frage, was bringt mir das neue Set, was das alte nicht schafft. Das kann eine andere Konfiguration sein, ein anderer Klang durch unterschiedliche Konstruktion, oder einfach nur ne geile neue Optik.


    Ich würde das Cat Jazz weiter nutzen und mir ein weiteres, deutlich anderes Set zulegen z.B. 22/13/16 oder 22/12/16. Das klingt dann wirklich anders, und mit entsprechende Fellwahl lässt sich das noch unterstützen. Ob da dann Gretsch, Ludwig, Tama, Sonor, Mapex oder Pattex draufsteht, ist eher nebensächlich bzw. eine Frage des Geschmacks.

    Vergiß die Tragelösung, sein bevorzugtes Handling wird sich der werte Fußballfän selbst dann überlegen.


    Ich würde die Trommel in den Farben seines Lieblingsclubs tapezieren, Pinstripe beidseits mit zusätzlichen Filzstreifen drauf, und gut is. Andere Dämpfung macht die Trommel schwerer, und Dämpfung brauchts für ein gepflegtes "Bumm", zumal der Laie vermutlich keine Ahnung von und keine Lust auf saubere Stimmung hat.

    du bist der erste, den ich hier in 15 Jahren treffe, der Pierre Moerlens Gong kennt


    Ich gebe zu, mir sagt Pierre Moerlen auch nur was, weil er damals in dem blauen PAISTE Buch stand, wo auch ein gaaaaanz junger Jojo Mayer mit seinem Setup erwähnt wurde. Hach, noch so ne Jugenderinnerung mit "Nostalgischem Verklärungs-Faktor" :)


    P.I.L. ist mir dafür sowas von hinten runtergefallen, dass ich mich nicht mal mehr erinnert hätte, welche Songs von denen waren. Aber Guhgel hat mir wieder mal die Augen geöffnet.


    Hermann Brood hab ich zweimal live gesehen und kriege bei dem Gedanken dran ein breites Grinsen!

    Wobei man ehrlich sagen muss, dass das alles zwar rasend interessant, aber überhaupt nicht relevant ist. Zumindest nicht, wenn die Bandkasse nur ein paar Euro 50 für Akustikmaßnahmen hergibt. Schall breitet sich omnidirektional aus, und wenn du explizit nur die Höhenanteile deines Sets eliminieren willst, musst du in eine Kabine. Sonst wirkt sich das zwingend auf alle Mitmusiker aus.


    Einen Raum akustisch wirklich zu optimieren, kostet Tausende von Euro und benötigt einen Akustiker, der den Raum durchmessen und analysieren kann, das fällt wohl raus ;) Hab das gerade bei einem befreundeten Studiobetreiber mitbekommen, ziemlich irrer Aufwand.

    Dann schau ich mal rein zu den Hessen äh Rheinhessen, ja sag ich doch. Rheinhessen sind doch auch die, die den Wein erfunden haben so wie die Sachsen das Angeln, nicht wahr? :D ist ja eh viel besser dann...


    Edith macht mich gerade aufmerksam, dass es sich ja auch um einen traditionellen Schreibfehler handelt und das eigentlich mal die Weinhessen waren, die zu viel Flüsterpost gespielt haben ^^

    Da wäre ich glatt bereit, mal einen Ausflug in Richtung Hessen zu machen. Vorausgesetzt, die Degustation findet dann in der Mittelmühle statt, denn die Location sollte man als Schlagzeuger eigentlich kennen. :thumbup:

    Ausschließen möchte ich das nicht. Aufgebrachte Absorber verändern natürlich auch den Klang anderswo im Raum, da Reflexionen nicht nur rechtwinklig am nächstgelegenen Ort stattfinden. Wir erinnern uns: Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel. Und in welche Himmelsrichtung Becken den stärksten Schall emittieren, müsste man erst mal messen. Vielleicht ja gar nicht nach oben, sondern horizontal? Oder schräg?


    Aber der Gitarrist wird sich schon dran gewöhnen, vielleicht muss er auch nur seinen Amp etwas anders stellen.

    So langsam wird ein Schuh draus :)
    Das Thema oben anzupinnen, fänd ich tatsächlich überlegenswert (hoffentlich sieht das ein Mod), denn aus deinen Ausführungen als Fachmann kann auch ein Einsteiger recht klar schließen, dass vor dem Neuerwerb eines Sets die Frage nach dem "richtigen" Holz nicht nur wenig hilfreich, sondern im Grunde sogar kontraproduktiv sein kann, weil man nämlich Gefahr läuft, das extremst geil klingende und aussehende Set vom Hersteller XY zu übersehen, da es vermeintlich nicht den eigenen Bedürfnissen entspricht.

    So, und jetzt bitte noch wie Oliver Stein das Playalong, um die Abstimmung zur Musik ebenfalls beurteilen zu können :D
    Ich finde es ja klasse, wie ihr euch da ins Zeug legt


    Ehrlich gesagt hab ich aber schon im ersten Step das Problem, dass mir der Drumsound nicht gefällt. Hört sich nach dogmatischem "Auf meine Felle kommt keine Dämpfung!!!" an. Bei der Snare ist es noch ganz ok, aber Toms und vor allem Bass Drum (durch das Übersprechen auf die Toms) resonieren für meinen Geschmack unschön. Irgendwie "gongig" ohne Punch, eher Richtung "jazzig". Das ist natürlich mein persönlicher Geschmack, jeder empfindet das anders.


    Da fände ich jetzt interessant, mal mit unterschiedlichen Mikropositionen zu versuchen, mehr Bauch und Attack und weniger Obertöne einzufangen, um das Ausgangssignal zu optimieren. Denn ein suboptimales Signal - um kurz in meinem Empfinden bleiben zu dürfen - behält auch im Laufe des Processings seinen Charakter.


    Aber was mecker ich, meine eigene Erfahrung hört ungefähr am Multicore auf und ich dürfte so gesehen eigentlich mangels Ahnung gar nicht mitschnabeln.