Beiträge von trommla

    Schon mal einen Fuß in den gut sortierten Fachhandel gewagt? ;)


    Ich vermute, dass nahezu jeder Hersteller mehrere Modelle in seinem Portfolio hat, die deiner Beschreibung entsprechen könnten. Insofern wirst du hier vermutlich etliche Vorschläge bekommen. Ob die am Ende auch nur halbwegs dem entsprechen, was dein inneres Ohr dir sagt, bleibt dabei vermutlich dem Zufall überlassen.


    So, wie ich deine Beschreibung interpretiere, würde ich eher bei 21" bis 22" suchen als bei 18" oder 20". Aber auf die Gefahr, mich zu wiederholen, ich würde mit dem Stick in der Hand suchen, nicht mit den Fingern auf den Tasten. Denn einen wesentlichen Aspekt gut klingender Instrumente "spürst" du beim Anspielen, nämlich ob das Instrument deine Kreativität anregt oder nicht. Das lässt sich nicht in Audiofiles oder Empfehlungen Dritter abbilden.


    Daher gibt's von mir hier nur ein "viel Erfolg bei der Suche!"

    Moe Jorello:
    +1
    Dem gibt es eigentlich nicht viel hinzuzufügen. Was da auf dem Gebrauchtmarkt in D abgeht, entbehrt teilweise jeglicher Logik.
    Nicht dass es nicht auch alte "Schätze" gäbe, aber inzwischen nimmt das schon groteske Formen an.


    Edit: David, manchmal frage auch ich mich, mit welcher Intention du uns hier immer wieder neue und alte Bleche präsentierst. Es ist doch mittlerweile hinreichend bekannt, dass es gefühlte tausende Cymbalmanufakturen auf dem Markt gibt. Wenn dadurch irgendwo ein paar hungrige Mäuler mehr gestopft werden können, freut es mich, nur Neues entdecke ich dabei eigentlich NIE. Bewundernswert finde ich allerdings deinen Fleiß, immer noch einen neuen Beckenschmied aus dem Hut zu zaubern.

    das Gefühl einem Trend aufgesessen zu sein.


    Das ist wohl nicht nur ein Gefühl :)
    Manche Trends sind allerdings durchaus nützlich, Jahrzehnte lang war leichte Hardware gleichbedeutend mit minderer Qualität und fehlender Stabilität. Heute wetteifern die renommierten Hersteller um die leichtesten Hardwarekomponenten. Der Teil des Trends, der mich eher kalt lässt, ist der nostalgische mit Flatbase und so. Fand ich schon in der Jugend nicht schön, und bis heute hat sich das nicht geändert.

    Meines Erachtens bedarf es gegenüber Schülern eigentlich nur eines Vergleiches, nämlich:


    "Kaufst du dir ein Keyboard, wenn du Klavier lernen möchtest?"


    Damit können sich viele den Unterschied zwischen beiden Instrumenten halbwegs vorstellen. Man darf meines Erachtens klar darauf hinweisen, dass man eines nicht auf dem anderen lernen kann, man aber gerne beides unterrichtet. Nur dass der Unterricht beim E-Drumdann halt weniger akustische, dafür mehr elektronische Aspekte beinhaltet. Stichworte z.B. Klangbearbeitung, MIDI.


    Daher ist für mich auch jemand, der nie auf anderem als Elektronik gespielt hat, ebenso wenig ein Drummer, wie jemand mit ner Heimorgel ein Pianist ist.

    Was ich zudem ganz lustig finde ist, das D.drummer sich immer gerne mal auf alte "Vintage"-Cymbals bezieht - und alles was man damit versucht zu verbinden, selbst aber in seiner Cymbal-Auswahl doch ganz andere Klänge als "passend" empfindet ...


    Ich find das gut, wenn man neugierig ist und mit Klängen spielt. Und jemand, der Bremsscheiben als Schlaginstrument für sich entdeckt, darf auch in seinem Beckengeschmack flexibel sein :D

    bergheimer: freut mich, dass ich mit meinem Tipp richtig lag. Mir war klar, dass du aus deinem Catalina rein klanglich durchaus noch einiges rausholen wirst. Ein neuer Satz Felle kickt zwar nicht so wie ein ganz neues Set, aber für die Ersparnis ist dann vielleicht noch ein extra Becken drin. Hast ja schon eine tolle Grundausstattung.


    Ich hab genau diese RIMS Style Aufhängung drangemacht. Allerdings war die vor 5 Jahren noch einiges günstiger, wenn ich mich richtig erinnere. Bin gerade etwas erschrocken 8|


    Edit: ja, dieser Unsinn, man könne nur mit 18er Bassdrums Jazz spielen, hat sich seit den Zeiten des Bebop in den Köpfen festgesetzt. Allerdings hat es doch was für sich, denn als Altherren-Jazzer trägt man nicht mehr gerne zu schwer und steht meist auf kleinen Kneipenbühnen :D


    Edit 12.02.18: Hab gerade in den alten Unterlagen gesehen, dass mich mein Eindruck nicht getäuscht hat. 10,-€ Preissteigerung in den letzten 5 Jahren 8|

    Die Rims hab ich mittlerweile noch ausgetauscht, die Originale taugten durch den zusätzlichen Auflagepunkt am Kessel nicht viel


    Das war auch eine meiner ersten Maßnahmen. Die RIMS-Style Aufhängung an 4 Böckchen hat dem 12er Tom spürbar gut getan, die Werksausstattung schien mir die Trommel ziemlich zu behindern. Ebenfalls getauscht habe ich die harten Gummifüße am Floortom gegen die gefederten von Pearl.
    Und nachdem ich zeitweise coated Felle auch als Resos hatte, bin ich wieder zu klaren übergegangen. Finde ich klanglich runder, insbesondere beim leisen Spiel.


    Mit dem Catalina muss man sich glaube ich etwas mehr Mühe geben als bei vielen höherpreisigen Sets, aber dafür erhält man für lachhaft wenig Geld ein gut klingendes Set. Um "mal schnell" komplett umstimmen zu müssen, bin ich wohl zu selten kurzfristig im Studio gefragt. Wenn ich ins Studio gehe, habe ich Zeit, mir vorher Gedanken über meinen Drumsound zu machen und mich entsprechend vorzubereiten. Mal eben unschöne Resonanzen rausstimmen geht aber auch mit dem Catalina.

    Mann, wie war es früher leicht, als Schlagzeuger irgendwo mitzuspielen. Man musste nur Bumm-Tschak-Bumm-Tschak beherrschen, schon stand dem Spaß nichts mehr im Wege. Heute musst du Double Bass Gewitter abliefern und Bpm fehlerfrei buchstabieren können, sonst bekommst du Stress :D


    Aber mal im Ernst, widerwillig zur Probe zu gehen, kann nicht Ziel eines Hobbys sein. Sich selbst fordern zu lassen, ist ok, so lange es mit Spaß verbunden ist, für alles andere muss dann schon Schmerzensgeld gezahlt werden.


    Wirklich schwierig wird es, wenn die Musiker nicht auf einer Hierarchieebene kommunizieren. Völlig wurscht, wie gut oder schlecht jeder einzelne ist, jeder hat das Recht, für voll genommen zu werden. Bei dir hört sich das nicht so an.


    Daher würde ich davon ausgehen, dass es in NRW noch andere Bands gibt, die besser zu dir und deinen Fähigkeiten passen.

    Jetzt kommt natürlich die unvermeidliche Frage: welches Ride spielst du denn aktuell?


    Wenn Geld eine untergeordnete Rolle spielt, dann wäre wohl wirklich der bessere Weg, mit einem paar Sticks und genug Geld bewaffnet in den gut sortierten Fachhandel zu gehen und einfach auf alles mal draufzuhauen, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Sich an Aufnahmen zu orientieren, kann irreführend sein, denn du hörst ja vom Fahrersitz aus niemals diesen bearbeiteten Sound der Aufnahme, und erst recht nicht die Nuancen, die du beim Spielen aus dem Ding noch so rausholen kannst.


    Gerade die Facetten hinter dem Ping machen doch den Charakter eines Ridebeckens aus, und genau diese klangliche Abstimmung inspiriert einen beim Spielen, finde ich. Beim Jazz sogar wesentlich ausgeprägter als z.B. bei Rock, Funk etc.


    Edit

    Bei so viel blanker Metallfläche kann mehr Dämmmaterial an den Wänden sicher nicht schaden. "Flatterechos" und "spitz" sind genau die Attribute, die ich bei solch einer Konservendose erwarte. Ähnlich wie mit den Drumpositionen würde ich auch mit Schaumstoffmatten im Raum experimentieren. Erst mal per Hand an die Wände halten und akustische Auswirkung testen. Nicht nur in der Drumecke, sondern überall im Raum mal versuchen. Und dort, wo der Effekt am positivsten ist, befestigen :)

    Hab gerade diesen Hardwaresatz von Tama im Haus. Für den Preis echt klasse und ausreichend standfest für die meisten Belange. Die Hihat vermittelt trotz fehlender Federeinstellung ein angenehmes Spielgefühl, und der Galgenständer hält mein Ride auch bei ausgefahrenem Galgen.


    Falls es interessiert, was die Einzelteile auf die Waage bringen:


    HC43BS Stage Master Boom Cymbal Stand 3.100 g
    HH45S Stage Master Hi-Hat Stand 3.146 g
    HC42S Stage Master Straight Cymbal Stand 2.610 g
    HS40S Stage Master Snare Drum Stand 2.440 g

    Sagt mal, ehe ich hier was falsch verstehe, ihr behauptet, dass diese Verformungen nur ein Artefakt der Videoaufzeichnung sind? Leute, Leute, kann es sein, dass ihr hier was gründlich durcheinanderbringt? Der Kameraverschluss öffnet und schließt sich bei der ANALOGEN FILMKAMERA(!!) 24 mal in der Sekunde, da das analoge Filmmaterial vom so genannten Malteserkreuz entlang der Perforation exakt einen Frame weiter transportiert werden muss. Auf diese Weise wird erreicht, dass überhaupt Einzelbilder fotografiert werden können, denn die Folge wäre sonst kontinuierlicher Lichteinfall, vergleichbar der Langzeitbelichtung in der Fotografie.


    Der zu beobachtende Effekt ist der, den die älteren von uns aus Westernfilmen kennen: man hat den Eindruck, dass sich die Räder der Postkutsche rückwärts drehen. Bei Flugzeugpropellern sieht man das ebenfalls. Ein anderer Effekt ist, dass Fernsehbilder (25 Frames), 1 zu 1 ohne Filter mit der Filmkamera (24 Frames) aufgenommen werden, durchlaufende Streifen aufweisen.


    Die übrigen kühn vorgebrachten Thesen sind ähnlich realistisch wie die Vermutung, dass ein Mensch, der in suizidaler Absicht vom Münchner Fernsehturm spränge, auf dem Weg zur Erde verglühen würde. Nicht lachen, das wollt mir mal jemand ernsthaft erklären :)

    Falsche Herangehensweise ;)
    Akustische Maßnahmen sind nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Was genau möchtest du erreichen bzw. wie ist der Sound jetzt?


    Wenn der Raum zufrieden stellend klingt und keiner weiß warum, ist es doch auch recht!? Wenn nicht, dann sollte man erst mal halbwegs eruieren, was im Raum bzw. wo es im Raum schlecht klingt. Raumakustik ist ja keine homogene Geschichte, sondern es gibt aufgrund von Reflexionen, Raummoden etc. Spots mit ganz unterschiedlichen Höreindrücken. Klingt es dumpf oder schrill? Dröhnt irgendwas? Gibt es in einem Frequenzbereich unschöne Resonanzen? Ohne diese Information wäre jede unorganisierte Verschlimmbesserung mit Schaumstoff wenig zielführend. Je nach Art der Störgeräusche gibt es nämlich ganz unterschiedliche Hilfsmittel. Für tieffrequentes Dröhnen zum Beispiel kommst du mit dünnem Schaumstoff nicht weiter. Für langwellige Frequenzen braucht es ziemlich dicke Absorber, sonst verlieren diese langen Wellen nämlich keine Energie.


    Irritieren sieht diese Masse an metallischen Oberflächen aus, das ist kein typisches Material für gute Raumakustik. Rein intuitiv hängt daran viel, falls es im Raum nicht klingt. Und ja, um eine ordentliche Raumakustik zu bekommen, ist es ganz entscheidend, was wo steht, die Mühe sollte man sich also machen. Zum Beispiel kann man eine gute Drumsetposition dadurch finden, dass man mit einem Tom in der Hand durch den Raum schreitet und beobachtet, wo der Sound besser und schlechter ist.


    Aber leider gibt es keine Standardlösungen, zu unterschiedlich sind die Räume. Raumakustik ist eine echte Wissenschaft, und Fachleute verlangen gutes Geld dafür.