Beiträge von trommla

    Glaubst du, er sucht noch? ;) Aber da sich diese Frage sicher auch andere stellen, hier ein gaaaanz kurzer "Erfahrungsbericht"


    Sibelius ist wirklich mächtig und mächtig teuer. Aber mit etwas Glück hat jemand eine ältere Lizenz für wenig Geld abzugeben. Selbst die uralte Version 2, die ich zeitweise hatte, dürfte noch mehr als genug können, um die im Eingangsthread gestellten Anforderungen zu erfüllen.


    Für jemanden, der nur gelegentlich mal ein paar einfache Noten schreiben möchte, gibt es aber vermutlich schneller erlernbare Programme.


    Grüße
    Jan

    Zitat

    Das scheint aber tatsächlich ein Amateurproblem zu sein, das nur mit viel Zeit (und Geld) zu beheben ist. Ein Profi, der nichts anderes tut als Studioaufnahmen, kennt das wahrscheinlich nur aus seiner Vergangenheit...


    Kommt Zeit, kommt Erfahrung. Das das so kostenintensiv sein muß, glaube ich gar nicht. Inzwischen gibt es so ausgereifte Softwarelösungen, dass man ausser einem guten PC/MAC, einem Interface, ein paar passablen Mikros und einer vernünftigen Abhöre ja bald schon nichts mehr braucht. Das Hauptproblem besteht imho oft in einem Mangel an gut klingenden Räumlichkeiten und eben Erfahrung.


    Zudem macht man sich als Hobbymucker bei solchen Aufnahmen vielleicht auch nicht klar, dass man gar nicht mit arrivierten Hochglanzproduktionen konkurrieren muß. Oft dienen solche Demos ja mehr Bewerbungszwecken für Gigs oder Labels, und die "Entscheider" sind erfahrene Hörer und bewerten sicher nicht primär die lupenreine Klangqualität, sondern den musikalischen Ausdruck und ob sich dieser ggf. kommerziell verwerten läßt. Der gute Sound kommt dann ggf. später. Huch, was für ein Bandwurmsatz :(


    Na ja, das wird jetzt echt etwas OT


    Aber um nochmal Kuttners Beschreibung der Session aufzugreifen. Vielleicht wäre es ein praktikabler Ansatz gewesen, zunächst die Rhythm Section (z.B. g, b, key, dr) live einzuspielen (dazu die Vocals als Orientierung, aber nicht final), danach dann die Horns ebenfalls live, und zum Schluß die Vocals bei Bedarf nochmal extra.
    Ich habe dass letztens mit meiner Funkband gemacht, und das hat recht gut geklappt. Das Feedback befreundeter Musiker und nicht "Eingeweihter" war durchwegs sehr positiv. Leider klang der "Aufnahmeraum" dafür suboptimal. Zum Glück machen wir Deep Funk, da darf der Sound dirty sein :)


    Beim Basic Track wurden Gitarre und Bass ohne Abnahme direkt über DI in den Rechner aufgenommen und der Sound mit Software-Emulatoren gestaltet. Damit war die Kanaltrennung optimal gegeben, und man spart sich kostbare Zeit beim Soundcheck. Klar, der Purist wird das nicht gelten lassen, aber unser Gitarrist, Bassist, Drummer und Tontechniker fanden's auch klanglich absolut überzeugend.


    Jetzt wird noch ein wenig gemischt bzw. - neudeutsch - editiert, und dann stell ich mal was hier rein, wenn es interessiert.


    Grüße
    Jan

    In weiterer Folge entfaltet sich dann eben der beste Klang wenn man vergleichsweise mehr reinhaut als mit einem 1-lagigen Fell.

    Ah, ok, danke dir. Aber wohl trotzdem (eher) für die Heavy Hitter geeignet. Die spielen ja dem Hörensagen nach auch manchmal Ghost Notes ;)


    Aber um auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen, ich habe auch lange nicht besonders über alternative Schlagfelle nachgedacht, weil eben auf fast jeder Snare ab Werk ein einlagiges weißes beschichtetes Fell drauf ist, das ist man halt gewöhnt und kann damit arbeiten bzw. findet immer einen vernünftigen Sound.
    Erst wenn mal eine Snare nicht ganz das macht, was man möchte, fängt man an verschiedene Varianten zu testen.


    Ähnlich geht es vermutlich auch "Fach"-Verkäufern. Und nicht jeder ist so ehrlich kompetent, auch mal sagen zu können "...das Fell xy habe ich selbst noch nicht probiert...", versteckt sich stattdessen hinter allgemeinen Phrasen wie die vom TS zitierten. Wirkt ja auch auf den ersten Blick viel fachmännischer.

    Mal ne völlig unwissende Frage zu den Hydraulics (weil noch nie ausprobiert). Ghostnotes oder allgemein leises Spiel ist damit wohl nicht möglich, oder? Das funzt nur bei "laut vs. noch lauter". Oder täusche ich mich?

    Ich finde auch, die Aufnahme kann sich hören lassen. Vor allem die teilweise sehr interessanten Bläsersätze. Aber:

    Etwas Meckerei auf hohem Niveau: nach meinem Geschmack bist Du gelegentlich etwas zu weit hinten.

    Das glaube ich gar nicht mal. Täusche ich mich, oder habt Ihr Stimme für Stimme hintereinander weg zum Click eingespielt? Klingt für mich so, und ich habe es leider fast immer so empfunden, dass dadurch eine Aufnahme (zumindest bei uns Amateuren) zwar soundtechnisch sauberer, aber sogar rhythmisch unpräzise bzw. "ungroovig" wird, weil jeder sein eigenes unsynchronisiertes Grooveempfinden in die Aufnahme legt. Verständlich formuliert?
    Die Drums scheinen mir soweit auf den Punkt zu sein, aber Gitarre und Bläser gehen teilweise ziemlich nach vorne. Einen beurteilbaren Bass höre ich leider hier am PC nicht.


    Klare Tendenz jedenfalls: schuld sind immer die anderen, nie der Drummer ;)


    Grüße
    Jan

    Hallo Drummer Girl,


    die Aussage, als Schlagzeuger den Bassisten (und umgekehrt) zu verstehen, kann ich 100 % unterstreichen. Trotzdem würde ich eher mit der Gitarre beginnen, denn damit bekommst du wahrscheinlich mehr Verständnis für Harmonielehre, zumindest wenn du intensiver einsteigen willst, als nur am Lagerfeuern C, F und G zu schrubbeln. Den Schritt zum Bass kannst du dann denke ich leichter machen, als vom Bass zur Gitarre.


    Ob mit diesem Wissen allerdings auch das Verständnis für Gitarristen steigt, weiß ich nicht, ich verstehe manche Stromgitarristen bis heute nicht ;)


    Generell macht es für SchlagzeugerInnen und MitmusikerInnen glaube ich immer Sinn, wenn Trommler nicht nur die "Rhythmusdeppen" sind.


    Richtig oder falsch gibt es eh nicht bzw. richtig ist, was einem Spaß macht!


    Grüße
    Jan

    Wie wär's einfach mit einem Solostück?


    Ist der Vorschlag ernst gemeint bzw. kennst du da gute einfache Stücke? Ein Solostück abwechslungsreich und interessant - also nicht grottig - zu trommeln, ist glaube ich um ein vielfaches schwieriger, als eine einfache Rocknummer zu begleiten. Andersherum, wer spielerisch nicht in der Lage ist, einen einfachen Song mit einfachen Mitteln halbwegs akkurat zu begleiten, tut sich doch mit einer Solonummer eher schwerer.


    Oder sprichst du von freier Improvisation? Da könnte die Lautstärke und der Gehörtschutz echt ein Thema werden, da viele Freizeitdrummer gerade beim freien Solieren kaum in der Lage sind, ihre Lautstärke zu kontrollieren. Da gibts dann oft nur laut, lauter und noch lauter.


    Um vernünftige Tipps geben zu können, wäre es aber evtl. hilfreich, etwas mehr über den musikalischen Background des TS zu erfahren, um seine Spielstärke besser einschätzen zu können.


    Grüße

    Ps: Ich möchte meine Snare wenn möglich nicht zukleben also nicht viel dämpfen (am besten garnicht)


    Hallo Drummer_96,


    beste Grüße vom Zeitgeist, er lässt dir ausrichten, dass das mit dem Dämpfen alles nicht so schlimm ist. Erlaubt ist, was zu einem guten Snare-Sound führt.


    Wenn du einen tiefen, rockigen Sound mit wenig "Ring" - so wird dieses Mittönen ja gerne genannt - dann solltest du tatsächlich über ein anderes/dickeres/vorgedämpftes Schlagfell nachdenken. Ein (vermutlich) Ambassador UT-Schlagfell wird dir ungedämpft wahrscheinlich wenig Freude machen.


    Grüße
    Jan

    Huch, ein Thread, der Sonntag nachmittag von einem Neuling eröffnet und nach etlichen, teils konstruktiven Bemerkungen vom TS anscheinend nicht einmal intensiv verfolgt wird?


    Ein Designer mit Teenie-Slang und Arbeitsmustern, die neben der noch zu prüfenden Funktion (nach meinem Geschmack) wenig Linie im Design erkennen lassen, eher wie "Gebastel" daher kommen?


    Irgendwas scheint hier nicht zu passen.


    Bin trotzdem gespannt, denn den Ansatz finde ich grundsätzlich mal sehr spannend. Wohne übrigens im Münchner Raum.


    Grüße
    Jan

    Die DW 8002 gibt es in Longboard, ist aber - zumindest neu - in der gleichen Preisliga.


    Es gab mal das Mapex Janus Doppelpedal, das man gelegentlich noch gebraucht zu günstigen Tarifen angeboten bekommt.


    Das konnte man auf Longboard umrüsten, soweit ich mich erinnere. Zur Qualität kann ich leider nichts sagen, allerdings habe ich darüber schon die unterschiedlichsten Meinungen gelesen, von "Super" bis "Grottenschlecht" (sinngemäß).