Beiträge von trommla

    Zudem sind meine Ansprüche sicherlich deutlich niedriger als die eines semiprofessionellen Jazz-/Studio-/wasweißichwas-Drummers

    Zumindest im Livebetrieb ist das DC8 auch profitauglich, wie die Herren Terrana, Gottlieb und andere beweisen. Welches Set renommierte Profis im Studio spielen, wenn kein Konsument zusieht, steht bei den meisten Endorsern eh auf einem ganz anderen Papier.


    Bisher sind meine Eindrücke dieser Drumserie insgesamt wirklich gut, wie sie sich in Zukunft entwickeln wird, bleibt natürlich abzuwarten.


    Grüße
    Jan

    Ich mag den Begriff "Profi" nicht, zum einen wegen der schon beschriebenen Unschärfe, hinzu kommt oft eine gewisse ideologische Verbrämung. Wie oft wird von uns Hobbymuckern dem "Profi" ehrfurchtsvoller Respekt erbracht oder der Angeber ironisch als "Superprofi" tituliert? Klarer und neutraler finde ich die Bezeichnung Berufsmusiker, klingt natürlich etwas profaner.


    Zur Frage:
    Die Unsicherheiten und Zukunftsängste des Musikers sind glaube ich keine anderen als bei jedem anderen Freiberufler. Wenn dir ein bis zwei wichtige Kunden wegbrechen, bedeutet das oft schon eine existentielle Schieflage. Wenn man das Risiko nicht fürchtet und keine Familie zu ernähren hat, kann man in jungen Jahren natürlich alles stehen und liegen lassen und sein Glück versuchen. Sollte es dann nicht klappen, kann man immer noch was anständiges lernen.


    Mein Traum wäre (bis heute) eine Festanstellung in Teilzeit, am besten noch mit flexiblen Arbeitszeiten, und die restliche Zeit mit der Musik Geld verdienen, so dass jedes Standbein einen Teil der materiellen Sicherheit übernimmt. Wenn die Musik "scheitert", hat man den Fuß noch in der Türe und stockt eben wieder auf Vollzeit auf.
    Derek Roddy z.B. arbeitet(e?) noch fest in einem Drumstore, während er trotzdem ein international gefragter Drummer ist. Aber ist er nun ein Profi, wenn er nicht ausschliesslich von der Musik lebt? ?(


    Grüße
    Jan

    Nachdem ich auf einer ungebohrte BD, die sich wie Gewittergrollen angehört hatte, eine Rosette nachgerüstet habe, klang sie plötzlich wie ein durchweichter 50 cm Pizzakarton :)


    Tatsächlich konnte ich auch ohne Dämpfung (allerdings mit 5'' Loch im Frontfell) überhaupt keinen Unterschied hören. Das hat mich nicht davon abgehalten, noch etwas Noppenschaum zum weiteren Dämpfen reinzupacken ;-).
    Was man allerdings hört, ist das etwas stärkere Mitschwingen der montierten Toms. Das ist jedoch kein unlösbares Problem.


    Fazit: "Oben ohne" brauch ich nicht. Ich finde es sogar opisch besser mit Rosette und Tomhalterung


    Grüße
    Jan

    wie viel wollen die Leutet tatsächlich für ein Schlagzeug ausgeben?

    Bzw. welcher Kundenkreis ist angesprochen und wieviel KANN dieser ausgeben. Speziell im I-Net-Zeitalter bekommt man dank der zahlreichen Foren manchmal den Eindruck, dass nur Equipment aus der "Luxus-Liga" überhaupt geeignet ist, um seinem Hobby nachzugehen. Eine analoge Argumentation "Dein Skoda ist doch gar nicht geeignet, um in die Arbeit zu fahren, es muss mindestens ein Audi sein, alles drunter taugt nicht" würde wohl jeder normal denkende Mensch lächelnd von sich weisen. Wobei, Dacia geht ja wohl überhaupt nicht ... ;)


    Früher haben bedeutende Drummer Musikgeschichte mit Instrumenten geschrieben, denen teilweise selbst noch die heutige 500,- € Klasse schallend ins Gesicht lachen dürfte. Hat das der Musik geschadet? Wichtig ist, dass die Qualität ausreichend gut ist, um nicht durch fortwährende technische Mängel (schlechte Gratung, schwergängige Stimmschrauben, minderwertige Hardware u.Ä.) die spielerische Entwicklung zu gefährden. Nicht mehr und nicht weniger.


    Da heutzutage viele Menschen nicht mehr den finanziellen Spielraum für Luxus haben, schon gar nicht Familien, ist es m.E. logisch, dass gute Mittelklasseprodukte Konjunktur haben und der Luxux verstaubt.

    @ HOHK
    Auch dieser Aussage kann ich zustimmen. Allerdings ist es nach meinen bisherigen Erfahrungen (habe letztens selbst ein DC8 gekauft) eine unzutreffende Unterstellung, diese Aussage auf Gewa/DC anzuwenden. Ich halte dieses Set für absolut in Ordnung, keinesfalls schlechter als andere Sets dieses Preissegments. Gewa macht hier, soweit ich es einschätzen kann, nichts anderes als z.B. Sonor, die günstigeren Linien in China nach deutschen Qualitätsstandards und mit deutschem KnowHow fertigen zu lassen, da die Nachfrage nach günstigeren Drumlinien hoch ist. Was DC hauptsächlich fehlt, ist lediglich der Coolness-Faktor eines Markenkits.


    Zugegeben, solche Erfahrungen, wie sie der Kollege beschreibt, erschrecken mich dann doch etwas, selbst habe ich sie aber nicht gemacht. Ich würde mich als Kunde auf jeden Fall sofort auch an den Hersteller wenden, selbst wenn der Handel alles zu meiner Zufriedenheit erledigt. Hoffen wir, dass es ein Einzelfall ist, Montagsprodukte kommen ja leider immer mal wieder vor.

    Und der Rost an einem Spannreifen lässt ja schon einiges für die Zukunft erwarten

    Uneingeschränkte Zustimmung, das mit dem Rost finde ich allerdings auch ziemlich heftig.


    Ob die Discount_Strategie langfristig die richtige ist, muss man natürlich abwarten bzw. wissen, dass der Wert nach 20 Jahren bei annähernd 0,-€ sein wird, im Gegensatz zu (beispielsweise) den Sonor-Kits aus der "guten alten Zeit". Qualitativ stehen die Langzeiterfahrungen nach 2 Jahren wohl noch aus.


    Dass in vielen Bereichen aufgrund des internationalen Wettbewerbs nicht mehr die Qualität vorherrscht wie vor Jahrzehnten und nicht mehr für die Ewigkeit produziert wird, kann man gut finden oder nicht, so ist eben die globale Marktwirtschaft. Da bildet Gewa/DrumCraft keine unrühmliche Ausnahme.

    @Rainer/HOHK


    Warum Zumutung? Der Kunde erhält die Ware, die er zu zahlen bereit ist. Wenn man ein insgesamt gutes Set für wenig Geld kaufen möchte, muss man Abstriche machen. Sofern bei Mängeln anstandslos getauscht wird, ist mir das die Ersparnis unter Umständen wert, zumal bei weitem nicht jedes ausgelieferte Stück Mängel hat.
    Der Hersteller spart in der Endkontrolle Kosten, was dem preisbewussten Verbraucher zugute kommt.
    Das ist eine einfache, ziemlich trockene Rechnung.


    Ärgerlich wäre es, wenn die Abwicklung von Mängeln selbst mangelhaft abgewickelt würde, oder wenn jeder zweiter Artikel ausgeliefert würde, was meiner Kenntnis nach nicht so ist.


    Insgesamt bekommt man zu einem mehr als fairen Kurs ein durchaus gut verarbeitetes und gut klingendes Kit mit einer gewissen Eigenständigkeit, allerdings ohne besonderen Charme.


    Ähnlich machen das andere Branchen schon lange. Ich denke z.B. an Aldi, Ikea etc.


    Grüße
    Jan

    Hallo Sebb,


    ich finde, das kann man so pauschal nicht sagen, wenn man die Musik, deinen angestrebten Sound und vor allem die gesamte Signalkette (inklusive Mann am Mischpult) nicht kennt.
    Wenn du einen fetten, modernen Rocksound erreichen willst, lauten die Empfehlungen vermutlich anders, als wenn der Sound eher Vintage sein soll.


    Auch wenn ich recordingtechnisch bei weitem nicht so kompetent bin wie Jürgen K, möchte ich seinen Empfehlungen vorsichtig widersprechen. Arbeiten kann man sicher mit allen Mikrofonen, sofern der Mann am Pult sein Handwerk versteht. Prinzipiell gibt es, wie schon gesagt wurde, immer eine noch bessere Alternative, die sich allerdings beim "Homerecording" im Proberaum angesichts der sonstigen vermutlich suboptimalen Variablen (z.B. Raumakustik) relativieren.


    Vor zwei Wochen habe ich unter vermutlich ähnlichen Voraussetzungen ein paar Tracks aufgenommen, bei denen ich einen sehr vintagemäßigen, nicht zu "schönen" Sound wollte. Dabei hatte ich zwei AKG C 414 und alternativ zwei NT5 als Overheads gestellt und fand, dass die weitaus günstigeren NT5 den für diese Musik treffenderen Sound lieferten.
    Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte: wenn du mehrere Optionen und ausreichend Zeit hast, dann leg dich nicht vorher fest, sondern teste nach Möglichkeit alles, was ins Budget paßt. Zum Glück gibts bei T ja 30 Tage Rückgabe.


    Die Opus 53 sind für den Preis sicher o.k., vor allem schön leicht und live wirklich gut einzusetzen. Soweit ich weiß, hat es die gleiche Kapsel wie das Opus87.
    Ich würde aber einen anderen Weg gehen und mir erst mal nur ein gutes Bassdrum-Mike und zwei gute OH gönnen, vielleicht noch eine Stütze für die Snare (SM57 kann man immer brauchen). Damit dann erst mal experimentieren, auch mal Recorderman und Glyn Johns probieren und so Kram. Damit läßt sich meist schon ein recht ordentlicher Sound machen, sofern das Set vernünftig gestimmt ist. Den Rest dann peu a peu aufrüsten.


    Grüße
    Jan

    Du redest bzw. schreibst, wie wenn du planst, in deinem biblischen Alter ;) noch Fußballprofi zu werden.


    Natürlich spielt körperliche Fitness auch eine Rolle, aber das was du brauchst, ist vor allem das Körperbewusstsein, deine Bewegungsabläufe zu analysieren und zu optimieren. Das hat nicht unbedingt was mit Drumming zu tun. Der Rest - Koordination, Lockerheit und so - ist Kopfsache.
    Da du selbst Schüler unterrichtest, vermute ich, dass du dir dieser Dinge an sich bewusst bist. Warum also solche Zweifel?


    Man kann auch den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen, wenn man sich zu viel Stress macht, also hübsch locker bleiben. Wahrscheinlich bist du in ein paar Monaten, vielleicht nicht technisch, aber musikalisch besser bzw. ausdrucksstärker als viele andere "Freizeitdrummer". Und wenn es doch länger dauert, spielt das auch keine Rolle.


    Oder planst du, demnächst bei DSDSD (Deutschland Sucht Den Super Drummer) mitzumachen?


    Grüße
    Jan

    Das hängt auch davon ab, wie konkret die Idee schon ist. Wenn wirklich schon alles außer den Drums steht, vermute ich, dass der Komponist schon eine vage Idee hat, was das Schlagzeug machen könnte. Da frage ich schon mal nach, ob es spezielle Ideen / Wünsche gibt, ob es eher straight oder synkopiert, hart oder soft, nach vorne oder laid back oder wie auch immer klingen soll.


    Ansonsten erst mal zuhören, analysieren und dann im Geiste mitspielen bzw. mitsingen. In der Regel weiß ich dann schon, was ich spielen möchte, wenn ich mich ans Set setze. Wenn es dabei noch spielerische Hürden zu beseitigen gibt, lege ich als Time Keeper erst mal einen einfachen "Platzhalter"-Groove drunter und sage meinen Kollegen, wie ich mir das ganze eigentlich vorstelle und dass ich das bis zur nächsten Probe vorbereite. Und dann ist halt üben angesagt.


    Oft hilft es auch, sich den Text durchzulesen, weil man die Stimmung einer Nummer dadurch besser definieren kann.


    Im Grunde ist das aber kein standardisiertes Vorgehen, sondern ein intuitives Zusammensetzen von Bausteinen, die ich mir in der Vergangenheit zusammen gesammelt habe. Je größer das Repertoire, umso besser natürlich.


    Ob der Drumpart, wie du in der Überschrift schreibst, neu ist oder besonders, ist mir allerdings sch... egal, es muss den Song unterstützen. Es lebe Phil Rudd :)


    Grüße
    Jan

    Hallo Antony,


    bei deinem musikalischen Hintergrund kann ich mir nicht recht vorstellen, dass es für dich ein größeres Problem sein würde, das Schlagzeug für das von dir angestrebte Ziel ausreichend spielen zu lernen, zumindest solange sich deine Musik in "normalen" bereichen bewegt. Klar, bei Free Jazz sieht das vermutlich anders aus ;)


    Als Gitarrist/Bassist bist du ja ebenfalls nicht gerade unerfahren mit Rhythmik und hast vermutlich ein größeres musikalisches Grundgerüst als manch anderer Schlagzeuger, da sollte sich das leicht übertragen lassen. Einen guten Lehrer zu suchen, halte ich auf jeden Fall für sinnvoll.


    Also ran an die Sticks und viel Spaß,


    Grüße
    Jan

    Hallo,


    die prinzipiellen Fragen bringen doch den jungen Mann auch nicht weiter tztztz.


    Ich würde mir an deiner Stelle das Angebot vom Kollegen Jürgen K durch den Kopf gehen lassen. 22'', Sonor, schwarz, günstig, was willst du mehr? Die 2,5 cm Tiefenunterschied machen's nicht aus. Und ab Ende August/Anfang September würde er sie sogar verschicken.


    Wenn du irgendwann darauf kommst, dass eine BD mit Doppelpedal doch streßfreier ist, kannst du sie immer noch verkaufen oder ne Gongdrum draus bauen. Oder Blumen reinpflanzen.


    Grüße
    Jan

    Hallo Jan,


    sauber und exakt getrommelt, aber ehrlich gesagt finde ich es trotzdem eher langweilig. Meines Erachtens - aber das ist natürlich immer persönlicher Geschmack - zu wenig Musik und zu viel "Schaut- mal- was-ich-kann". Nicht böse gemeint. Ich steh halt nicht so auf dieses technokratische Drummen.


    Grüße
    Jan ;)

    Danke euch allen für die Tipps. Die Rolle kann es eigentlich auch nicht sein, denn


    a) scheinen mir beide Teile noch voll im Saft zu stehen sprich keine erkennbare Abnutzung, sowie bestens geschmiert und
    b) kommt ja das Klicken akustisch eindeutig aus Richtung Slavepedal, und beide Federn sind am Hauptpedal


    Ich komme jetzt übrigens etwas ins Grübeln, weil mir das Geräusch erst aufgefallen ist, nachdem ich vergangene Woche die Coils ausgebaut habe.
    Das Klicken hört sich von der Tonhöhe tatsächlich etwa an, wie wenn die Trittplatte gegen irgendwas schlägt. Aber wo drauf, ich kann nichts erkennen, und ich erkenne keinen Zusammenhang zu den Coils.


    Ich werde weiter zerlegen, festziehen, montieren, schmieren, einstellen und was mir sonst noch einfällt. Sobald ich (hoffentlich) eine Erklärung habe, werde ich sie euch erzählen, falls es interessiert.


    Grüße
    Jan


    P.S.: falls ich in einigen Wochen noch immer keine Lösung präsentiert habe, liegt es vermutlich daran, dass ich inzwischen auf der Geschlossenen verweile :wacko: