Wobei ich Floyd in den 90ern schon auch ne geile Show fand, hängt halt immer von den Erwartungen ab. Ich erinnere mich in den 80ern an Dire Straits Love Over Gold Tour, da kostete die Karte glaube ich um die 20 Mark in der Olympiahalle, und mir hat eigentlich die Lightshow nur mit PAR-Kannen und Verfolgern auch schon tierisch Spaß gemacht. Klar, gegenüber heutigen Standards ist das ziemlich rustikal, aber mir würden solche Dimensionen nach wie vor reichen, um auch beim Eventcharakter nicht zu kurz zu kommen. Zum Glück gibts ja überall genug Bier...
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Beiträge von trommla
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Die jedoch beim Spielen enorm
viel ausmachen, sei es soundtechnisch, haptisch, optisch, ergonomisch, was auch immer.
Wohl war, zumindest manche Unterschiede. Hab mal ein Bigband-Konzert aus logistischen Gründen auf dem Set des Altsaxofonisten gespielt, der nebenbei auch Schlagzeug spielte. Leider war er Fan furztrockener Sounds und hatte auf seinen Toms schwarze Evans Hydraulic. Hab mich beim Spielen komplett unwohl gefühlt, sobald ich auf die Toms ging.
Kesselgrößen sind mir eher wumpe, wenn die Felle nicht zu tot sind. Zur Not muss man halt ein bisschen an fremden Sets rumdrehen und sich schon mal ne gute Ausrede für den Eigentümer überlegen

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Mal unter uns Klosterschwestern gefragt, was genau ist der Mehrwert gegenüber Übungen mit umgedrehtem Stick. Ich meine jetzt für den Drummer, nicht für den Verkäufer

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Timbale Sticks
Sind aber deutlich dünner als diese Dinger, so ungefähr das dünnste, was man spielen kann. Ein 7a ist dagegen ein Baumstamm.
Bin mir nicht sicher, ob der Kollege das sucht...
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Ich denke, in dem Moment, wo Künstler nicht mehr an normalen Veranstaltungsstätten mit vorhandener Bühne auftreten und stattdessen Sportstätten anmieten müssen, um genügend Publikum Platz zu bieten, geht die Kostenkurve nach oben. Eine große Sporthalle oder gar ein Stadion anzumieten, kostet unvorstellbare Summen. Ich meine mich zu erinnern, dass in meiner aktiven Zeit in den 90ern die Münchner Olympiahalle bei ca 50.000 DM pro Tag lag. Man kann sich vorstellen, dass diese Summe sich in den letzten 30 Jahren vervielfacht hat.
Die Bühne muss für so große Acts natürlich komplett mitgebracht werden, wofür alleine schon ein paar Sattelschlepper nötig sind, und da hängt noch kein Lautsprecher und kein Scheinwerfer. Trotzdem waren vor 30 Jahren selbst die größten Shows wie Pink Floyd noch nicht so exorbitant teuer wie heute, obwohl die damals verfügbaren technischen Mittel ausgenutzt wurden. Ich kann mir also vorstellen, dass auch heute tolle Konzerte zu vertretbaren Preisen möglich wären, wenn es diese Gigantomanie nicht gäbe. Aber wieviele Menschen kämen heutzutage noch zu den Konzerten, wenn nicht jedesmal die Dimensionen ein Stück weiter verschoben würden?
Meiner Einschätzung nach lebt die breite Masse heute nicht mehr in dem Wohlstand, um sich "einfach so" nen Konzertbesuch leisten zu können. Wenn man's doch tut, dann nur, wenn man Superlative erwarten darf. Die eher kulturaffinen Besucher reichen, um kleinere Venues mit vielleicht ein paar Tausend Plätzen zu füllen, und die leisten sich 40 oder 50 Euro dann gerne mehrmals im Jahr.
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dass ich versuche, meine Toms so tief wie nur irgendwie möglich zu stimmen, also vor Faltenwurf und dann noch ein bisschen höher.
Ich frage mich gerade, ob das am Ende vielleicht das Problem ist. Wie schon gesagt, mag ich 10" Toms gerne, bin aber noch nie ein Fan so ultratiefer Stimmungen gewesen. Vielleicht brauchen 10er zur Entfaltung ihres Potenzials einfach mehr Ton, also höhere Stimmung. Wie du weißt, bin ich ja in relativ vielen Stilistiken unterwegs, zu denen ultratiefes Tuning nicht wirklich passt. Umgekehrt kann man aber, wenn man nicht gerade so schrecklich hohe Bebop-Tunings fährt, vieles trotzdem überzeugend abdecken, wenn es darum geht, knackige Rockfills oder Tomgrooves zu spielen. In mittleren Tunings hat der Tomsound für mich den besten Mix aus Punch und Artikulation und auch ein gutes Spielgefühl, da funktionieren 10er für meinen Geschmack hervorragend.
Wenn ich mich für Blackberry Smoke bewerben dürfte, würde ich natürlich tiefe Tunings wählen und das 10er daheim lassen

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Hmmm, offenbar gehen dir Kesselmaße nicht am A* vorbei, da dir die Optik wichtig ist.
okeeokee, hab mich falsch ausgedrückt. Ich würde mir nie bestimmte Kesselgrößen zulegen, die Drummer XY spielt, nur weil mir sein Sound gefällt oder mir irgendwer mal gesagt hat, für bestimmte Musik bräuchte man bestimmte Trommeln. Ich kaufe Trommeln nicht, weil irgendwer sagt, die klingen besser als andere. Ich kaufe sie, weil sie für mein ästhetisches Empfinden besser aussehen als andere. (Natürlich kaufe ich Trommeln, die gut klingen, sonst wär's ja rausgeworfenes Geld).
Die unbestreitbaren Vorteile ganz kleiner Trommeln kann ich gut nachvollziehen, da ich aber hier im ländlichen Raum sowieso fast ausschließlich auf das Auto angewiesen bin, fällt das bei mir nicht so arg ins Gewicht. Für ganz kleine Bühnen lasse ich für meine Bands und Projekte, wo das gut funktioniert, die Toms eh weg, und nur mit kompakter 22x7 Bassdrum, Snare und ein paar Becken ist mein Footprint ebenfalls recht überschaubar.
Aber auch bei solchen Fragestellungen geht's ja nicht um optimales Tuning "optimaler" Größen, sondern um logistische Erwägungen.
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12, 13, 16 konnte ich noch nie verstehen, um ehrlich zu sein
Ich hab z.B. noch nie verstanden, wie man (außerhalb vom Jazztrio) mit 14" als größtes Tom klarkommt.
Mein Standard-Bühnenset hat die Tomkombi 8-12 - und ich lebe noch
Nur mal so als Zusammenfassung, ich weiß von euch allen, wie ihr am Set klingt, und zwar jeder in seinem Genre/Setting klasse, obwohl ihr komplett unterschiedliche Vorlieben bei der Kesselzusammenstellung habt. Am Klang der unterschiedlichen Konfigurationen liegt es also eher nicht, mit allem kann man toll musizieren. Schlägt da nicht eher ein optisches (oder andere Sinne betreffendes?) Empfinden durch?
Ich mag beispielsweise diese Mode überhaupt nicht, möglichst kleine Kessel zu spielen. Klar, praktisch bei Proben wegen des geringen Transportaufwandes, aber auf Bühnen gefällt mir der Look einfach nicht. Bei richtiger Nischenmusik, bei der eh "alles anders" ist, gerade noch ok, wenn aber Jazz, Rock, Pop und Co gespielt werden, will ich ein richtiges Drumset sehen, kein Playmobil.
Ich bin inzwischen an dem Punkt, dass mir Kesselmaße und -konfigurationen beinahe komplett am Allerwertesten vorbei gehen und ich vor allem danach entscheiden würde, was mir optisch oder intuitiv zusagt. Arbeiten kann ich mit so ziemlich allem, was einem gewissen Qualitätsstandard genügt, das weiß ich mittlerweile. Ich persönlich mag 10" Toms gerne, wenn ich daneben ein 12er stehen habe, alleine ist es mir zu klein, und die Kombi 10/16 wäre definitiv nicht mal meine 2. oder 3. Wahl. Wenn es aber so da stünde, würde ich das 10er eben stimmen, dass es für mich passt, und gut is. Und ich hab zumindest im Geschäft schon auf so ulkig kleinen Safari-Kits gespielt und fand's klasse. Nur kaufen würde ich es nicht, weil s.o.
Unsere Ansichten bezüglich optimaler Kesselzusammenstellung, gebohrte vs. ungebohrte Bassdrum, gerader frontaler vs.leicht gedrehter Sitzposition, Open Handed vs Cross Handed, das alles versuchen wir immer gerne mit "Fakten" zu begründen und unsere Sicht als vorteilhaft darzustellen. Ich glaube aber mittlerweile, nein ich bin sogar überzeugt davon, dass es am Ende nur drum geht, ob man lieber Pizza oder Frikadellen isst. Wirkliche Gründe dafür gibt es schlicht nicht, wenigstens bei den meisten Menschen, und es spielt auch keine Rolle, da man über Geschmack nicht diskutieren braucht.
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Perfekt. Freut mich, dass ich helfen konnte

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Dürfte bei durchsichtigen Fellen eigentlich kein Problem darstellen, oder?
Na ja, vielleicht wenn man Giftgas für nen Terroranschlag reinschmuggeln will...

Für deutsche Behörden gilt meist "Vorschrift ist Vorschrift", vernünftiger Ermessensspielraum gilt für andere...
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Becken sind schon mal nichts.
Becken sind völlig ok. Keine Super-Duper-Becken, aber mit den Armonis, die ich bisher unter den Sticks hatte, macht man nichts verkehrt. Verstehe nur nicht, weshalb sich jemand ein teures Jubiläumsset kauft und dann nen günstigen 0815-Beckensatz mit 20 - 16 - 14 dran schraubt.
Wer sich ein wenig auskennt und so ein Set verkauft, verkauft aber niemals mit einem solchen Wertverlust, irgendwas ist da faul. Verkäufer ist auch erst seit gestern registriert und hat nichts anderes online. Zum eben mal ansehen ist es mir mit 1,5 Stunden noch zu weit weg, aber 20 Minuten würde ich alleine aus Neugier fahren. Schön ist das Set ja.
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Dann ist ein 10er einfach nicht dein Ding, scheint mir. Mal mit 12 und 13 probiert? War vielleicht nicht ohne Grund mal son Standard.
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Wenn ich 2up 1 down spiele, greife ich tatsächlich eher zu 10 - 12 - 16. Zwischen 10 und 12 hab ich typischerweise etwa ne Quarte, zwischen 12 und 14 ne kleine Terz, zwischen 14 und 16 ne große Terz. Vom 16er ausgehend also an sich nen Dur-Dreiklang mit Grundton und Oktave. Je tiefer die Trommel, umso schwerer ist es natürlich, von einem Ton zu sprechen, ich versuche aber das Gefühl von Terzen zu erwischen.
10 -12 - 16 ergäbe auf die Gitarre übertragen einen Power Chord, was ziemlich gut funktioniert. Besser als nur Terzabstände finde ich. Dann ist nämlich das 16er schön tief, die beiden anderen aber hoch genug, um sowohl klanglich als auch vom Spielgefühl das zu liefern, was ich brauche. Für wirklich hohe Akzente gäbe es dann noch das 8er im Keller

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Kann es sein, dass wir inzwischen über alles diskutieren, was als Wortbestandteil Tom enthält, ohne auf MoM Jovi 's Gedanken einzugehen? Fehlt nur noch die PhanTOMspeisung.
Frage an den TS: hast du denn mal verschiedene Stimmungen ausprobiert? Und stimmst du die Toms grundsätzlich alle gemeinsam? Ich fände es glaube ich leichter, so rum dranzugehen und mir schon beim Stimmen vorzustellen, ob man eins weglassen könnte, als ein drittes Tom nachträglich zu ergänzen, wenn 2 Toms schon toll zusammen klingen. (Ich hoffe man versteht, was ich meine).
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Junger Mann, kommense erstma in mein Alter, die kompakten Aufbauten gewinnen immer mehr an Charme 😉
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Aber ganz ehrlich, wenn ich dann Taylor Swift 3 Stunden auf der Bühne sehe, wie sie selbstgeschriebene Songs in sehr guter Qualität mit toller Show und gutem Support (Paramore sind live geil) abliefert, dann lohnt sich das.
Na ja, auch das kann man so oder so sehen. Ich hab wohl zu lange in dem Business gearbeitet, als dass ich da noch Feuer und Flamme wäre. Der Künstler ist in diesem Uhrwerk einer professionellen Produktion ebenso ein Zahnrad im perfekt geölten Getriebe und stellt das parat, was er/sie am besten kann. Als Markenbotschafter verdienst du natürlich dabei mehr als der Bühnentechniker, eh klar.
Selbst wer dabei die Credits für die Songs bekommt, ist am Ende auch wieder nur ein kleiner Teil des Ganzen, denn die fertige Nummer ist ja nur höchst selten vom Künstler arrangiert und instrumentiert, das Sounddesign und der Mix findet vielleicht noch unter dessen Mitwirkung statt (?), vielleicht aber auch nicht. Dann bekommt so ein "Sängerchen" nach Fertigstellung halt als erstes "seinen" neuen Hit präsentiert, und alle klopfen ihm auf die Schulter.
Ich sehe es so, dass in dieser Gewichtsklasse die Kunst nur noch eine extrem untergeordnete Rolle spielt, die wahren Künstler sind Marketingfachleute, Produktionsmanager und Logistiker. Ich sorge mit meinen astronomischen Eintrittsgeldern letztendlich dafür, dass es sie überhaupt braucht, obwohl ich mir für einen Bruchteil dessen die tolle Musik ebenso und viel unmittelbarer anhören könnte.
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Schön finde ich die 100 Meter Catwalk, weil die Künstlerin ganz nahe bei ihren Fans sein möchte.
Imagination einer Künstlerin trifft Imagination von Fans und schafft Imagination von Nähe

Schöne neue Welt...
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Aber es war wirklich DIE Lösung die Hängetoms zu tauschen weil ich mit der rechten Hand mit den Fills beginnen will und dann nicht wie vorher über Kreuz starten muss
Versteh ich nicht. Ob ich nun Open oder Cross Handed spiele, ändert doch nichts an der Führhand bei Tomfills, und ebensowenig, wie und wo man ein Fill beginnt?
Billy Cobham nicht
Der ist aber auch kein typischer OH-Player, sondern Linkshänder. 😉
War aber tatsächlich einer der ersten, die mit der Reihenfolge experimentierten. Ich erinnere mich an einen frühen d&p Artikel, in dem er genau dazu befragt wurde.
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Das wäre dann schon die nächste Fragestellung, ob jemand bei vorproduzierten E-Drum-Sounds ähnliche Eindrücke hat wie Moritz bei Akustikdrums. 😉
Ich hab inzwischen nochmal nachgedacht und würde meinen, den beschriebenen Effekt kenne ich nicht. Mein großes Set stimme ich anders und fahre drauf andere Felle als bei meinen kleinen Sets. Das große Set kommt immer mit mindestens 2 Hängetoms zum Einsatz, und die sind so durchgestimmt, dass die ganze Reihe passt. Eins der beiden Standtoms lasse ich vielleicht mal weg und spiele 10 - 12 - 16, und das kleine 8" Tom kommt viel zu selten zum Einsatz.
Wenn ich nur 1up 1down brauche, bleibt dieses Set aber im Keller, es entsteht also nicht durch Weglassen ein Loch im Klangbild, und es wird bei den "kleinen" kein Tom hinzugefügt.
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Alleine die Stadt München verspricht sich im Gegenzug daraus Einnahmen von über 500 Mio.
Ich denke, genau da liegt, wie auch bei gigantomanischen Sportevents, der eigentliche Grund für diese Entwicklung. Früher waren Rockkonzerte klein, günstig und machten Dreck. Seit Kommunen diese Form der Unterhaltung aus wirtschaftlichen Gründen unterstützen, um selbst daran zu verdienen, stehen auch Tourneeveranstaltern ganz andere Möglichkeiten offen. Anreize kommen vermutlich zur Genüge aus der Politik, und dass es dabei nicht primär ums Wohl der Besucher geht, wissen wir in D spätestens seit der Loveparade 2010.
Wenn uns als Konsumenten diese Exzesse missfallen, hilft es wenig, auf die "gierigen, bösen Veranstalter" zu schimpfen und ansonsten weiterzumachen wie bisher. Da muss man dann einfach auch konsequent bereit sein, zu verzichten und statt zu den Großveranstaltungen mit all ihren Superstars zu den kleinen örtlichen Gelegenheiten zu gehen und trotzdem Spaß zu haben. Kleine Festivals sind eh am aussterben, die können Unterstützung brauchen.
Ich finde, das trifft übrigens auf so ziemlich alle Lebensbereiche zu. Wir pflegen einen Lebensstil, der imho total übertrieben und in weiten Teilen verzichtbar wäre. Immer das Neueste kaufen oder in die entlegensten und exklusivsten Länder reisen, ist gleichzeitig Ursache und Folge dieses Irrsinns. Die Marktwirtschaft verbrennt sich selbst
