Beiträge von trommla

    Gibt aber auch nen Unterschied zwischen "konzentriert" und "angespannt" schauen. Konzentrierter Blick auf der Bühne stört mich an sich nicht, nur wenn jemand angespannt und verkrampft wirkt, macht sich das nicht so gut. Kaugummi wär jetzt net meine Lösung, ich finde mich aber auch in dem Punkt nicht so auffällig.

    Mein "Problem" ist eher, dass mein Kopf ständig hin- und herzuckt wie der Kopf einer Henne, was mich furchtbar nervt. Versuche schon, darauf zu achten, und bei der letzten Liveaufnahme fand ich es tatsächlich gar nicht so arg schlimm. Aber es gibt so viele Arten, sich auf der Bühne zu präsentieren, die eigene ist sowieso immer die peinlichste ;)


    Inzwischen ist mir im Grunde am wichtigsten, schnell nen Draht zu meinen Mitmusikern zu bekommen und auf der Bühne wirklich zusammenzuspielen, anstatt jeder fehlerfrei, aber doch gefühlt für sich alleine. Für Publikum wirkt es einfach anders, wenn ne Band auf der Bühne (je nach Charakteren) miteinander scherzt, sich gegenseitig anheizt, mit- und übereinander lacht, was auch immer. Und wenn man sich mal verspielt, auch mal dem Fehler ins Gesicht lacht, statt im Boden versinken zu wollen. Und je häufiger sich die Band verspielt, umso fröhlicher wird natürlich das Personal ;)

    Spielt man eine Aushilfe oder steigt irgendwo neu ein und ist von Notizen abhängig, wird's besonders mit langen Sets stressiger.

    Und wenn dann noch direkt neben dir ne Nebelmaschine steht, auf die der Techniker ständig draufdrückt und du deine Aufzeichnungen nicht mehr erkennst, wirds derb.

    Seitdem gilt bei mir für Aushilfsgigs, checken wo der Nebel herkommt und ggf vorher dem Beleuchter ein Bier ausgeben :D

    mein Beispiel war ja Will Champion. Ich bezweifle stark, dass der eine grosse Musikerkarriere gemacht hätte, wenn er nicht mit seinen Mates eine Band gegründet hätte.

    Naja, der gute spielt aber auch diverse andere Instrumente wie Geige, Klavier und Gitarre. Würde ich jetzt nicht zwingend als perspektivlos ansehen, auch wenn er am Drumset kein Magier sein mag ;)

    So muss es ja eigentlich unzählige "Profis" geben die grosse Konzerte geben aber nicht besonders versierte Musiker sind...

    Da hast du glaube ich ne völlig falsche Vorstellung vom Rockbusiness. Schau dir mal die Biografien bekannter Bands an, da gab es oft schon in der Frühzeit Umbesetzungen, und viele der Gründungsmitglieder kennt kein Mensch, weil sie entweder zu schlecht waren für die Ansprüche der Band, oder weil sie den Sprung ins Profilager nicht mitgehen wollten. Nachbesetzt wurde dann natürlich gleich mit versierten Profis aus dem Umfeld der Bands.


    Die wenigen bekannten Namen, die trotz mäßiger Skills über Jahrzehnte mit Bands in Verbindung gebracht werden, kannst du glaube ich an einer Hand abzählen, und die haben in ihren Bands vermutlich andere wesentliche Aspekte abgedeckt. Wirklich einfallen tun mir da aber eigentlich auch nur Charlie Watts, Ringo Starr und Nick Mason, aber die 60er waren auch noch ne andere Zeit. Und alle 3 haben einen sehr eigenen Stil entwickelt, der unabhängig vom Level des Drummings den Sound mit geprägt hat.

    Eine der Fragen, die den "Profi" - etwas naiv vielleicht - auf ein Podest stellen, auf das 99% aller Profimusiker gar nicht gehören...

    Klar, die haben die Songs ja entwickelt und 1000 mal gespielt, das sollte für die keine Hexerei sein.

    Profi heißt erstmal nur, dass sie ihre Brötchen damit verdienen. Die wenigsten davon tun das heutzutage mit nur einer Band, sondern man hat ständig wechselnde Programme, die man zuhause vorbereitet und dann meist mit überschaubarem Probenaufwand, je nach Job auch ungeprobt überzeugend auf die Bühne bringen sollte. Als Amateur ist man in "seinem" Programm vermutlich in der Regel sattelfester als mancher Profi. Der Profi hat dafür einen viel umfangreicheren "Werkzeugkasten", aus dem er sich bedienen kann, und wer 7 Tage die Woche Musik macht, weiß in der Regel exakt, wie er welches Werkzeug benutzt.

    Am Ende ist es für die meisten Profis ein Handwerk, hinter dem die Kunst zurücksteht. Und wie es beim Handwerk eben so ist, besteht ein Großteil aus Routine, und wie in bürgerlichen Berufen auch verlässt man sich in vielen Situationen auf seine Routine. Wäre ja auch anstrengend, wenn der ganze Arbeitstag dauerhaft nur aus Herausforderungen bestünde.

    Müssen die sich so gut wie gar nicht mehr anstrengen wenn sie auf der Bühne sind?

    Das hängt von so vielen Aspekten ab, dass man Profi und Profi nicht vergleichen kann. Wer mit klassischem Jazz sein (bisschen) Geld verdient, geht da vermutlich entspannter dran als jemand, dessen Schwerpunkt im Progmetal liegt. Wer wie Vinnie Colaiuta Noten liest wie du und ich die Tageszeitung, hat vermutlich kaum Stress, ein ausnotiertes Programm ad hoc auf den Punkt abzuliefern. Da ein normaler Profi, ich rede nicht von den Topstars, sich in der Regel nicht aussuchen kann, wofür er gebucht wird, sind natürlich auch die Anforderungen jedes Mal unterschiedlich.


    Ich selbst betreibe die Musik nebenbei, bin existenziell also nicht davon abhängig, arbeite aber an sich eher "professionell", auch mit anderen Profis, und spiele nicht in klassischen Amateurbands. Stilistisch sind das meist Jobs, die ich mit meinem Werkzeugkasten gut und meist entspannt bedienen kann. Deshalb zu sagen, man müsste sich weniger anstrengen auf der Bühne als reine Amateure, wäre aber imho falsch. Man konzentriert sich eher auf andere Dinge, versucht beispielsweise als Drummer seinen Groove noch "deeper in the pocket" zu spielen und tighter mit der restlichen Rhythmusgruppe zu interagieren. Oder man konzentriert sich darauf, mit den Mitmusikern gemeinsam gute Laune zu verbreiten, um sein Publikum mitzureißen. Die Basics, also die Rhythmen und Fills, die ich spiele, sitzen natürlich schon, denn was ich nicht souverän beherrsche, gehört einfach noch nicht auf die Bühne.


    Das ist vielleicht auch der gewisse Unterschied zwischen Amateuren und Profis. Ein Amateur hat keinen großen Druck, wirklich auf den Punkt zu spielen, und ich habe oft genug Bands erlebt, deren Haltung war "ist doch egal, perfekt ist eh niemand". Zuhause geübt wurde dementsprechend wenig bis typischerweise gar nicht.

    Als Profi lebst du davon, deinen Auftraggebern zuverlässig Qualität abzuliefern. Wenn ein Profi unvorbereitet zum Job kommt, reicht das eine Mal, um beim nächsten Mal u.U. nicht mehr gebucht zu werden. Deshalb konzentriert sich jeder Profi darauf, ordentlich abzuliefern, man will ja schließlich gebucht und weiterempfohlen werden.


    Edit: Weil Lampenfieber angesprochen war, das habe ich so gut wie nie wegen des Publikums. Man muss sich klar machen, das Publikum hat selten Ahnung, und die wenigsten hören und schauen auf mich als Drummer. Wozu also nervös sein? Nervös macht mich eher, mit für mich neuen Leuten zu spielen, deren Ansprüche ich nicht kenne. Das kann schon zur ersten Probe Thema sein, wenn aber mal wieder Probe=Konzert gilt, beschleicht mich gelegentlich leichtes Unwohlsein. Die gute Nachricht: ein fröhliches Auftreten hilft mir dagegen, so merke ich es nicht so stark, und der Rest oft gar nicht.

    wollte unbedingt diesen Aha-Effekt spüren, also ein Pedal finden dass mich pusht und mir hilft schneller und besser zu spielen

    Was aber, wenn man genau beim Jojo-Pedal diesen Aha-Effekt spürt?

    Ich hatte nicht geplant, mir das Pedal zu kaufen, bis ich im Laden drauftrat und mir dachte, das isses. Daher musste es für mich Sonor sein. Ich würde selbst das Pedal nicht uneingeschränkt empfehlen, wenn man aber exakt dieses Spielgefühl mag, dann wäre ein Gebrauchtkauf womöglich ein vernünftiger Weg.

    meine ist uralt, erste Version

    Das sollte man auch noch beachten. Ich habe beispielsweise bereits die zweite, überarbeitete Version gekauft, hatte zuvor auch etwas Magengrummeln wegen einiger Erfahrungsberichte. Heute würde ich evtl zur Version ohne "Klapp" greifen, da aber mein Modell gut funktioniert, freue ich mich weiterhin über das transportfreundliche Format. Finde allerdings den zwischenzeitliche aufgerufenen Preis doch recht happig.

    Okay, dann bin ich doch nicht so unfähig. Ich lege meistens ein Geschirrtuch drauf. Dann tuts auch, wenn es "leiser" sein soll.

    Auch ne Lösung, nur hab ich Papier immer dabei, Geschirrtuch nur, wenn ich vorher weiß, dass ich meine Gage noch mit Spülen aufbessern muss.

    Klanglich klingt Ahorn weicher als Bambus

    Danke, das ist ein Anhaltspunkt, der meine Vermutung ein wenig bestätigt. Meine aktuellen dürften Ahorn sein, und mir schienen diese angenehm wenig unschönen Attack zu haben. Eben weich.

    Dabei frage ich mich eben auch: Wie robust ist der Klappmechanismus? Leiert da was aus?

    Das Jojo-Pedal nutze ich seit 2015 als fast ausschließliches Pedal und komme gut damit klar. Meiner zugegeben eher moderaten Spielweise hält das Pedal seitdem gut stand, und ich baue es wirklich jedes Mal auf und ab.


    Eine häufige Fehlerquelle war zu Beginn, das Pedal zu fest an den Rim klemmen zu wollen. Dann kann die Säule häufig nicht komplett einrasten, die Folge ist unerwartetes Kollabieren. Ansonsten hab ich bisher keinen relevanten Verschleiß bemerkt, nur die Trittplatte glänzt nicht mehr wie zu Beginn.

    Edith erinnert mich grad dran, dass im Klappgelenk etwas schwarzes Schmieröl austritt. Kollege Hebbe hat sich darüber mal beschwert, ich finde es hingegen nicht störend.

    Finde aber, die Snare klingt immer scheußlich mit Rods, wenn man eben nicht voll reindrischt.

    Das ist definitiv ein kleiner Nachteil von Rods.

    Da habe ich mir inzwischen angewöhnt, einfach ein Blatt Papier auf die Snare zu legen (z.B. mein Lead Sheet) wenn ich nen leisen, trockenen Backbeat brauche. Klappt wunderbar.

    Am Sonntag hatte ich zufällig diverse Musiker und auch Drummer im Publikum, als ich diese "Technik" häufig brauchte. Waren alle begeistert, was ich auf die Weise an Groove nur aus Bassdrum und Snare geholt habe für ein leises Akustikprojekt.

    Drumcraft Serie 8 zur Abholung in Hamburg für 290€

    Wer ein günstiges Live- oder Zweitset sucht, das hier kann man definitiv empfehlen. Sauber verarbeitet, sehr amtlicher Sound, auch Tontechniker haben sich bisher immer darüber gefreut. Und sogar in einem ansehnlichen Finish. Was genau an der Snare defekt ist, geht aus der Anzeige nicht hervor, klingt nach Strainer oder Buttend. Wenn man den Nickel Drumworks Strainer etwas pflegt, funktioniert der tadellos, aber vielen ist der Plastikhebel suspekt. Ich vermute, der Besitzer hat vielleicht zu lange mit der Schmierung gewartet und den Acrylhebel abgebrochen.

    Liebe Gemeinde,


    schön langsam stehen bei mir mal wieder ein paar neuer Rods auf der Wunschliste, die alten schauen schon ein wenig mitgenommen aus.

    Nun stellt sich mir die Frage, welches Grundmaterial wohl haltbarer ist, und welches Material "schöner" klingt, Bambus oder Holz. Jaja, ich weiß schon, schöner Klang liegt im Ohr des Zuhörers.


    Was bevorzugt ihr, und gibt es dafür sachliche Gründe? Das Thema Rods habe ich immer etwas stiefmütterlich behandelt, und in 40 Jahrzehnten kam ich mit 2 Paar (plus einem aus Kunststoff) gut über die Runden. Erst in den letzten Jahren hat sich das bei mir intensiviert, da ich diese Klangfarbe zwischen Sticks und Besen häufiger mal brauche. Daher steht der Sound auch an erster Stelle, und Modelle aus Plastik dürften trotz hoher Haltbarkeit eher weniger in Frage kommen.


    Danke für euren Input :)

    Ich hatte das Problem so noch nie, allerdings glaube ich, dass du Soundunterschiede getrost vernachlässigen kannst. Nur lässt sich der Sound natürlich dann auch nicht mehr durch Verschieben ändern.


    Vermutlich würde ich statt Bastellösungen einen Ring abmachen, damit in den Baumarkt fahren und mir dort passende O-Ringe kaufen, die ein wenig strammer sitzen. Die auf dem Foto sehen tatsächlich etwas "lasch" aus, bei mir sitzen und saßen die Dinger immer ausreichend fest. Es kann natürlich auch sein, dass deine Spielweise mit Rods ne Spur zu rustikal ist, etwas lockerere Stickführung kann eventuell auch ein Ansatz sein.


    Oder tatsächlich mal ganz ohne versuchen, durch den Schrumpfschlauch haben die Stäbe eigentlich genügend Halt.