Beiträge von trommla

    Kommen wir doch wieder auf den Kern zurück.

    Und da wären wir grad wieder beim Thema. Entscheidest du, was der Kern ist? Entscheide ich es? Wenn es einen Teil der Community beschäftigt, ob diese Art der Präsentation weiblicher Trommelnder (*hust*) angemessen oder nötig ist, dann könnte die Frage vielleicht zumindest Teil des Kerns sein, oder?


    Edit: Bis auf Meg White, die bekanntermaßen für die White Stripes gerade soviel trommeln gelernt hat, um auf der Bühne bestehen zu können, sind in dieser Liste immerhin bekannte Könnerinnen ihres/unseres Fachs mit entsprechender Reputation zu finden. Insofern guter Beitrag, um zu zeigen, dass Frauen auch ohne jugendlich straffe Brüste in der Musikbranche was werden können ;)

    So, ehe der Shitstorm losbricht ("Er hat Brüste gesagt, der Sexist"), setz ich mir mal schnell nen Helm auf...

    weil bei Youtube viel mit Sexismus für Drummerinnen geworben wird.

    Bei Youtube "wird" nicht geworben, die Protagonistinnen tun das selbst und freiwillig und fördern damit aktiv Ungleichheit und Sexismus. Das ist ja auch meine Kritik an dieser unreflektierten Präsentationen aller möglichen Drummerinnen, die nicht schlecht, aber auch nicht gut sind. Und dass Stars wie Sina Döhring Millionen von Clicks haben, trotz imho wenig musikalischer Einzigartigkeit, passt da nur zu gut ins Bild. Brauchen Frauen heutzutage wirklich noch solche "Vorbilder", um ihnen zu "erlauben", selbst zu den Sticks zu greifen? Dann muss ich die Frage stellen, was mit den Frauenbewegungen des 20. Jahrhunderts passiert ist. Ich halte es seit Jahrzehnten für selbstverständlich, dass eine Frau machen kann, was sie für richtig hält. Dass weibliche Protagonistinnen Tabus brechen müssen, um damit in männlichen Domänen hervorzustechen, ist doch Schnee von vorgestern.


    Edit: m_tree war schneller

    mc.mod

    Ihr macht das auch unbestreitbar gut, und deine Rückfrage, statt gleich mit dem Schlüsselbund zu kommen, war definitiv richtig. Manchmal würde ich mir einfach ne Spur mehr Mut wünschen, Diskussionen moderiert laufen zu lassen, sofern sie die Grenzen der Fairness nicht sprengen, denn dass Diskussionen entstehen, deutet schließlich auf einen "Klärungsbedarf" hin.

    Statt alles, was kontrovers sein könnte, zu unterbinden, was eh schon jeden Tag mehr als genug stattfindet, sollte man wieder mehr Mut aufbringen, Argumente auszutauschen und miteinander zu lernen und zu wachsen, statt nur in der eigenen Lebenswirklichkeit zu verharren.


    Ihr Mods macht das super, danke für euer Engagement!!!

    Ich schließe mich meinen unmittelbaren Vorrednern an. So lange der Ton freundlich und konstruktiv bleibt, sollte Schließen die wirklich allerletzte Option sein. Es wiederholen sich hier so unendlich viele Fragen, Antworten und Meinungen, dass es immer irgendwen nerven wird. Das sollte bzw muss aber imho immer auch die Verantwortung des Einzelnen bleiben, um solche Themen dann "herumzulesen". Hier wird von den Mods eh schon (zu) oft entschieden, was zum Thema gehört, und was nicht, dass ich die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung schon vereinzelt als gefährdet empfand. Dass der Threadtitel auch Grundsätzliches aufwirft, gehört imho so lange mit dazu, so lange es nicht unfair ausartet. Und die Diskriminierung von trommelnden Frauen bleibt natürlich auch rein verbal unangebracht, aber das fand hier bisher überhaupt nicht statt.


    Der Tenor war doch über 8 Seiten sehr positiv. Dass es mich und scheinbar auch andere überrascht, dass man im 21. Jahrhundert - natürlich in guter Absicht - immer noch auf jede Dame hinweisen will, die sich "traut", Sticks überhaupt in die Hand nehmen, verfestigt eher die Wahrnehmung als "Auißergewöhnlich", und da bin ich glaube ich in Kopf und Herz schon nen ganzen Schritt weiter. Für mich IST ne Frau an den Drums nichts anderes als ein Mann, und ich lege exakt die selben Maßstäbe an. Wenn es da draußen wenige Spitzendrummerinnen gibt, dann ist das eben so, man muss deshalb aber nicht auf jedes Mädel hinweisen, das nicht besser trommelt als der Durchschnitt männlicher Kollegen.


    Das genau das immer noch passiert, scheint zu zeigen, dass wir Trommler*innen noch nicht so weit sind, wie wir es gerne wären, und dann sind genau die Diskussionen, die hier stellenweise kontrovers, aber freundlich geführt werden, wohl nötig. Zumal jegliche Kritik an den trommlerischen Fähigkeiten einzelner Damen, die ich bisher las, nie unfair oder gar sexistisch waren, soweit ich mich spontan erinnere.

    Ich würde es wie JohnDrum sehen. Die Interpretation, die 8tel ternär zu interpretieren, halte ich für unwahrscheinlich, da der Swingpattern davor korrekt aussortiert ist. Falls das, wie im Jazz nicht unüblich, gerade notiert, aber swingend gespielt wäre, gäbe es idR einen entsprechenden Hinweis am Seitenanfang, dieser fehlt hier.


    Beide Varianten zu üben, ist sicher kein Fehler, denn es geht hier ja nicht um Werktreue zB für eine öffentliche Darbietung, sondern um ein reines Lern- und Übekonzept.


    Falls du mit den Einschätzungen hier aus irgendwelchen Gründen noch nicht zufrieden bist, dann kontaktier doch mal Cloy Petersen, den Leiter und Gründer von Drummers Focus in München. Drummers Focus ging nämlich aus einer Dante Agostini Schlagzeugschule hervor, und Cloy dürfte das Agostini-Material ziemlich gut kennen 😉

    Sorry da hätte noch ein Zwinkersmiley hingemusst, bitte nicht allzu ernst nehmen. Wobei ich trotzdem glaube, dass solche Doublebass-Exzesse eher Kerle ansprechen dürften. Weiter brauchen wir das aber nicht zu vertiefen, was meinst du?

    Ist es denn wirklich so, dass sich bei den anderen akustischen Instrumenten noch etwas großartiges im technischen Bereich verändert?

    Nein da magst du recht haben. Was ich damit sagen wollte, das System der Klangerzeugung ist bei anderen Instrumenten einiges bis wesentlich komplexer. Da führen minimale Abweichungen zu deutlichen Unterschieden in Klang und Spielgefühl. Eine ordentlich gestimmte Trommel, sofern sauber verarbeitet, ist da weit weniger anfällig. Entsprechend sind selbst hochpreisige "Profi"instrumente oft günstiger als wirklich gute Blas- oder Streichinstrumente.

    Männlein und Weiblein sollte egal sein.

    +1

    Sie ist einfach ein bisschen gut.

    Interessant, ich finde sie einerseits wirklich kreativ, andererseits empfinde ich ihr Spiel als - steinigt mich - "bemüht", aber nicht wirklich ausgereift. Gute Ideen, die mich musikalisch (noch) nicht überzeugen. Ob sich meine Wahrnehmung irgendwann ändert, wird sich zeigen, sie ist ja wirklich noch sehr jung.

    Hast du die originalen Dinger mal ausprobiert?

    Nein tatsächlich nicht, Hab irgendwie keinen Bezug zu Speziallösungen, die man sich für gaaaanz wenig Geld selbst bauen kann. Ähnlich auch beim Muffkopf, irgendwelchen gekauften Dämpfungsringen oder manch anderem Zubehör. Selbst wenn der Effekt nicht 1:1 identisch wäre, geh ich für 30 Euro lieber mal essen. Der Zubehörmarkt bietet inzwischen so vieles, was man sich vor 30 Jahren selbst gebaut hat.


    Ohne es probiert zu haben, funktionieren diese Dokumentenklammern sicher auch bei den Vintage-Spannreifen. Auf meinen Slingerland-Snares mit ähnlich nach innen gebördelten Reifen habe ich damit jedenfalls überhaupt kein Problem.

    Ich glaube, da wirfst du zwei Bedingungen in einen Topf.

    Nur bedingt. Wenn ich einen Standardaufbau spiele, sollte dieser doch möglichst unter allen Bedingungen funktionieren. Hab ja nicht ne Kiste Ersatzmaterial dabei, um mal eben ne bessere Lösung zu finden. Vieles an nur einem Dreibein hängend kann in meiner Vorstellung den stabilsten Ständer überfordern, deshalb die Nachfrage. In den 90ern hatte ich nen ähnlichen Aufbau an sackschweren Phonic-Plus-Stativen, da hab ich mich nicht getraut, noch 2 Becken an Galgen dranzuhängen. Hätt ich vielleicht mal machen sollen 8)

    Beam

    Hab gerade nochmal über deine Montage nachgedacht:

    So kann ich 2 Tonnen und 2 Becken auf einem Fuß befestigen und habe mehr Platz auf dem Boden.

    Verwendest du diesen Aufbau auch auf (wackeligen) Bühnen? Trotz aller Genialität stellt sich ja durchaus auch die Frage nach der Stabilität, wenn der Untergrund mal nicht wie im eigenen Proberaum massiv und eben ist. Man kennt das ja als Live-Drummer, von Zeit zu Zeit muss man sein Set statt auf der professionellen Bühne auf wackeligen und schwingenden Paneelen aufbauen, wo man besser nicht nachsieht, auf wie vielen leeren Bierkästen das wieder aufgebockt wurde. Oder vergangenen Sonntag, als ich in einer zugegeben schönen Gartenanlagen mitten auf er Wiese stand. Bietet dein doppelter Doppelaufbau unter diesen Bedingungen noch ausreichend Stabilität?

    Was vielleicht auch ne Rolle spielt, man muss erst mit der Zeit lernen, sich von der akustischen Rückkopplung über die Ohren beim Spielen etwas zu lösen.


    Anders ausgedrückt, lange Zeit war ich wie so viele andere auch darauf angewiesen, jeden Schlag exakt so zu hören, wie ich es gewohnt war. War es mal laut um mich herum, wurde mein Spiel unsicher, weil ich versuchte, das zu kompensieren und viel lauter zu spielen, als es meiner Komfortzone entsprach. Ähnliches Bild, wenn das akustische Feedback wegen Ohrstöpseln ein anderes war.


    Inzwischen habe ich gelernt, auf (annähernd) gleichem Niveau spielen zu können, ob ich mich nun detailliert höre oder nicht. Manche Konzerte sind echte Blindflüge, trotzdem weiß mein Körper inzwischen, was er zu tun hat. Und mein Kopf hat gelernt, nicht jeden Schlag auf die Goldwaage zu legen aus Sorge, andere könnten Fehler mitbekommen, die ich nicht höre.


    Zwar hier nicht das Thema, aber ich halte das auch für eine mögliche Ursache, weshalb viele Drummer nicht wirklich leise spielen können. Leise zu grooven klingt natürlich auch komplett anders, als in "normaler" Lautstärke, und man muss lernen, sich davon nicht irritieren zu lassen.

    Nö.

    Mach überwiegend leisere Musik, da geht das. Hab aber die Ohrstöpsel immer dabei, für den Fall der Fälle.


    Ich stelle mir das in etwa so vor. Das permanente Spiel mit Ohrstöpseln führt schlimmstenfalls dazu, dass man selbst die Feinheiten seines Spiels nicht exakt hört und somit auch nicht richtig in sein Spiel integriert. Lässt man nun die Dinger nur in seltenen Ausnahmen weg, hört man erst, was man für nen Sch*** spielt. Da wär mein Spielgefühl dann auch dahin 😉


    Ich muss zugeben, ich lebe hinter dem Mond und verwende live kein IEM, sondern bekomme mein Monitoring auf die guten alten Wedges. Und da will ich eigentlich nur Vocals und Bassdrum draufhaben, alles andere versuche ich "live" von den Amps zu hören. Da höre ich zwar nicht unbedingt jedes Detail, es muss halt zur Orientierung reichen. Dafür ist es an meinem Arbeitsplatz dann auch angenehm "leise", und die Stöpsel können häufig im Stickbag bleiben.


    Ach ja, bin auch nach 45 Jahren Trommelei noch nicht taub und habe keine relevanten Einschränkungen des Gehörs.

    Lexikon75

    Aus welcher Zeit stammt dein Zweitset? Wir raten zwar hier von so billigem Zeug eh ab, aber selbst in diesem Sektor dürfte sich die Kesselqualität im Vergleich zu früher deutlich gesteigert haben. Was mir da grundsätzlich mehr Sorgen als ein doofer Holzzylinder macht, ist billigst verarbeitete Kesselhardware, die schon bei zu grimmigen Blicken auseinanderbröselt. Hab da schon Böckchen und Strainer bersten sehen, obwohl man sie nur ganz normal bedienen wollte. Und wenn schon der Fellwechsel nicht gelingt, weil Gewindemuffen ausreißen, bringt man solch ein Set natürlich nicht mal halbwegs zum Klingen.

    Manchmal findet man dann im Internet passende Austausch-Böckchen mit ähnlich suspekter Anmutung, aber Spaß macht das auf lange Sicht nicht.


    Trotzdem, und da bin ich bei Druffnix , erstaunt es mich, wie günstige Sets in der Art eines Catalina so beachtliche Qualität haben, dass man sie problemlos für ernsthaftes Musizieren einsetzen kann. Ich habe ja selbst eins, und tatsächlich hält dieses kleine Set schon seit 12 Jahren regelmäßiges Giggen anstandslos aus. Ein SQ2-Bopset zum zehnfachen Preis würde mir vermutlich nicht wesentlich mehr Freude bereiten können. Die Kesselhardware verrichtet brav ihren Dienst, die Verchromung glänzt tiptop, und dass der BD-Spannreifen auf der Schlagfellseite ein wenig "angefressen" ist, liegt eher daran, dass ich es versäumt habe, einen ordentlichen Kantenschutz anzubringen, der bei Sonor möglicherweise ab Werk verbaut wird.


    Klar, da hat man dann nur 1,6 mm Hoops, was zwar günstiger, aber nicht automatisch schlechter als 2,3 mm ist, gerade wenn man Oldschool-Sounds mag. Auch die Böckchen sind etwas leichter ausgeführt als die von Oberklasseserien, was aber trotzdem gut funktioniert und sogar Gewicht spart. Floortombrackets, BD-Spurs und Tomhalter funktionieren ebenfalls ohne Einschränkung, also könnte man schon sagen, mehr Schlagzeug braucht's eigentlich nicht. Selbst die Finishes der Catalina-Serie sind über die Jahre immer sehr brauchbar gewesen, sogar mit manchen Highlights zwischenrein. (Ich erinnere mich an das Green Pearl sowie das cremeweiße Hochglanzfinish, lecker...)


    Da läuft mir doch gerade wieder dieses Video über den Weg

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    So kann ich 2 Tonnen und 2 Becken auf einem Fuß befestigen und habe mehr Platz auf dem Boden.

    Geiler Tipp. Nur erkenne ich auf dem Foto vor lauter Chromblitzen gar nicht, wo du den Parallelverbinder eingebaut hast, und welche Teile original Sonor sind.