Holla, ihr zwei, ich glaube ich verstehe eure Intention bzw. den Kern eurer Aussagen, aber mit Pauschalierungen, wie ihr sie euch gerade gegenseitig um die Ohren haut, wird man der Thematik glaube ich nicht gerecht. Und belastbar dürften eure Aussagen auch nicht so richtig sein, außer dass ich keinen Zweifel an der Preisentwicklung des 18" Power Crashes habe. 
Ich bin auch eher der Auffassung, dass man für deutlich weniger als "Premiumkohle" Instrumente neu kaufen kann, die kaum Wünsche offen lassen dürften, sofern man nicht auf Luxus oder völlig Ausgefallenes steht. Bei welcher konkreten Summe man das für sich selbst ansiedelt, hängt vermutlich primär von individuellen Faktoren ab. Ein gut verdienender Single kann da eher aus dem Vollen schöpfen als ein Durchschnittsverdiener mit Familie, vom Berufsmusiker mal ganz zu schweigen. Dass der Listenpreis dabei nur bedingt Rückschlüsse auf die Qualität zulässt, halte ich für unstrittig. Interessanterweise fällt mir dabei sofort Sonor ein, wo ich aus eigener Erfahrung und aus Reviews diverse Beispiele von Produkten im Kopf habe, bei denen die Qualität dem Preis hinterherhinkt. (Delite-Abhebungen, Freischwinger beim SQ1, Danny Carey Sig. Snare, um nur ein paar zu nennen). Das mag bei anderen Herstellern ähnlich sein, nur habe ich tatsächlich seit der Jugend einen gewissen Sonor-Bias.
Da ich Instrumente eher nach Gebrauchswert als nach Namen/Nimbus kaufe, stelle ich mir immer als erstes die Frage, was ein Instrument mindestens können sollte, und wieviel ich mindestens dafür hinblättern muss. Bin da 100% bei m_tree, wenn man's nicht so dicke hat, versucht man eben unter den günstigeren Optionen die beste zu wählen. Und wenn Anspruch und Budget nicht zueinanderpassen, muss man halt an einer der beiden Stellschrauben drehen. Oft bleibt dabei leider nur, die Ansprüche zu überdenken. Sich statt bei Paiste bei Zultan umzusehen, ist da ein absolut konsequenter Schritt. Wenn man da nicht drunter kann, muss man eben das Budget überdenken und ggf woanders einsparen.
Bleibt natürlich die Frage, wen unterstützt und wem schadet man, wenn man günstige Hausmarken kauft. Aber lässt sich das in einer globalisierten Welt überhaupt noch sagen? Gibt es überhaupt noch Hersteller, die alles im eigenen Betrieb fertigen, und kann "Made in Germany" überhaupt noch bedeuten, dass man ein deutsches Produkt kauft? Mir fehlt das Hintergrundwissen, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Sonor oder irgendein anderer großer Trommelhersteller noch wie früher sämtliche Beschlagteile selbst herstellt und verchromt. Die Vermutung, dass man mit beinahe jedem Produkt auch die Fernost-Produktion unterstützt, liegt zumindest nahe. Eine Kompressor-Snare dürfte jedenfalls bei weitem nicht mehr so "deutsch" sein wie eine HLD588.
Wenn ich den wiederholten Andeutungen von Drumstudio1 Glauben schenke (und warum sollte ich das nicht tun?), geht es der gesamten Musikalienindustrie nicht besonders rosig. Hätten die Hersteller die Möglichkeit, große Margen einzupreisen, wäre das vermutlich völlig anders. Insofern nehme ich an, dass die betriebswirtschaftliche Kalkulation der bekannten Marken auf ziemlich reailsistischen Füßen steht. Zu billig hälst du nicht lange durch, zu teuer aber oft auch nicht, wenn du starke Konkurrenz hast.
Diese "schrecklich überteuerten" Preise dienen am Ende dazu, Arbeitsplätze längerfristig zu sichern und uns weiterhin unseren Spaß zu ermöglichen 
Edit: m_tree 22"x16" Bassdrums sind doch gängig, würde ich ohne Bauchschmerzen schauen, was gebraucht zu bekommen ist. Ne Tomhalterung/Rosette (guter Plan!!!) ist im Zweifel schnell nachgerüstet und nicht arg teuer. 22 x 14 ist aber noch geiler 