Beiträge von trommla

    Ne das verstehst du falsch, es gibt überhaupt keinen Grund für Top40-Bashing. Solche Shows sind oft hochprofessionell mit hervorragenden Musikern und Technikern. Solche Produktionen kennen zu lernen, kann jeden nur weiterbringen.


    Nur ist halt das Publikum nicht an den darbietenden Künstlern interessiert, da geht's nur um Party, und leider häufig auch um viel Alk.

    Ob man das sein Leben lang möchte, ist halt ne Typenfrage. Im Moment scheint es für dich ein logischer Schritt, und da kann man dich nur beglückwünschen.

    Ist zwar immer noch nicht mein Finish, aber du hast definitiv das schönste Sonic, dass ich bisher (zumindest bewusst) gesehen habe. Neu folieren ist für ein Sonic nach Verbrennen aber auch die maximal mögliche Aufwertung. Immer wieder erstaunlich, wie man ein klanglich und verarbeitungstechnisch ordentliches Set optisch so verunstalten konnte.

    Glückwunsch, zum Ergebnis und zu deinem Mut ;)

    Das Pro-M, die Starphonic Brass und die Tama Hardware sind jetzt als "Tour-Schlampe" verdonnert. Und gewisse Situationen hatten mir in der kurzen Zeit schon gut veranschaulicht, warum es sich kaum lohnt neues bzw. "neu" gebraucht gekauftes Zeug für Touren in der Form zu besorgen.

    Ich find das gar nicht despektierlich und würde auf Tour immer Gerät verwenden, dessen Verlust mich im Falle eines Falles nicht schmerzt. Bei Kesseln meinetwegen runtergerockt und zur Not mit etwas Decefix aufgehübscht, bei Becken nicht unbedingt nach Klanggüte, sondern nach schneller Ersetzbarkeit ausgewählt. Hört sowieso keiner, ich hab schon Gigs mit den letzten Billigblechen gespielt, wo nicht mal ich selbst durch den Bühnensound mitbekommen habe, dass die Dinger schei*** klangen. Bei Top40-Bands sollte der Drumsound halt "hifi" genug sein, um niemanden zu irritieren und gängigen Hörgewohnheiten zu entsprechen. Feinheiten jedweder Art sind dabei imho völlig fehl am Platz. Der Drummer stimmt ordentlich, den Rest soll biddeschön der FoH regeln ;)

    Für dich als Recording-Crack natürlich potenziell nicht ganz so leicht realisierbar wie für mich...

    70-80% des Neupreises für vertretbar

    Natürlich, vertretbar ist das. Nur muss es auch jemand zahlen wollen, und das wirst du merken, wenn weiterhin keine Anfragen kommen. Tama Roadpro ist eine der beliebtesten Serien überhaupt und leider auch entsprechend oft auf dem Gebrauchtmarkt zu finden.


    Wenn ich mich bei Hardware für Gebrauchtkauf entscheide, dann mit dem Vorsatz, deutlich Geld zu sparen. Eventuelle Restgarantie wäre mir völlig wumpe, ich habe bei all meiner Tama-Hardware in Jahrzehnten keinen Garantiefall gehabt.


    Trotzdem drücke ich dir natürlich die Daumen, dass dein Verlust sich in Grenzen hält.

    Und falls es mir keiner glaubt dass ich recht habe probiert es aus.

    Bin da etwas zurückhaltend, nem User zu glauben, der durch seine Stimmversuche schon ganze Snarekessel ruiniert hat. Nicht bös gemeint, aber mir fehlt bei deinen sicher konstruktiv gemeinten Tipps oft ein wenig die Expertise (sprich: einfach valide praktische Erfahrung). Jede mir bekannte Herangehensweise zum Stimmen einer Snare verwendet im Gegensatz zu Toms NICHT das Reso zum Einstellen der Tonhöhe, da geht es immer ausschließlich um die Ansprache, ob nun "table top tight" oder darunter.


    Wenn du dich mit dieser Empfehlung aber auf irgendwas gängiges beziehst, immer her mit weiterführenden Infos. Ein Evans Hydraulic ist allerdings schon ne sehr spezielle Herangehensweise und imho nicht für die alltägliche Anwendung zu gebrauchen. Ohne Mikrofonierung in akustischem Setting geht ne Snare damit unter, sobald man mehr als nur brachiale Backbeats spielt. Dynamik? So ziemlich Fehlanzeige. Zumindest sind das meine Erfahrungen mit Hydraulics.


    Allerdings ist jede Hilfestellung nur Stochern im Nebel, so lange wir die Snare nicht gehört haben. Ne technisch intakte Snare, und so habe ich NinjaFreak verstanden, sollte erst mal ok klingen und mit etwas Dämpfung in den Griff zu bekommen sein. Da braucht's keine Zig neuen Felle, nicht mal ein einziges.

    Ich würde es ja gar nicht hergeben. Du wärst nicht der erste, der eines Tages feststellt, dass ein Zweitset viele Vorteile hat. Erstens muss dann nicht das sündteure SQ2 mit zu jeder Session, zweitens kommt man früher oder später (zumindest wenn man auch mal mit anderen spielt) in die Verlegenheit, mal irgendwo ein Set hinstellen zu wollen, sei es nur für ne Weile, oder sogar ständig im Proberaum. Dafür dann die heimische Übungsmöglichkeit verlieren ist ebenso nachteilig, wie das Traumset für 8000 Öcken aushäusig unbeaufsichtigt zu lassen. Und auch verschiedene Sounds und Stimmungen machen für unterschiedliche Einsatzgebiete durchaus Laune. Wer dann jedesmal sein Set umstimmen muss, tut mir beinahe leid ;)


    Dass du beim Traumset gerne alles aus einem Guss hast und deshalb die Hardware tauschst, kann ich voll verstehen. Es gibt zwar keinerlei vernünftige Gründe dafür, Tama gegen Sonor zu tauschen, aber muss man denn immer vernünftig sein?

    das schlagfell soweit hochstimmen kurz vor dem moment wo es obertöne produziert

    D.drummer

    David, alter Youtuber, da hast du wohl irgendwo nicht richtig aufgepasst. Jedes Fell produziert in jeder Stimmung Obertöne, außer vielleicht verpackt in der Pappschachtel. Je höher die Stimmung, umso kürzer werden diese Obertöne. Tiefer Stimmungen erzeugen naturgemäß längere und für die meisten Drummer unangenehmere Obertöne. Erst in mittleren bis hohen Stimmungen bekommt das Obertonverhalten ne Note, die man auch gerne mal ohne Dämpfung verwenden will. In tiefen Stimmungen wäre das schon eher exotisch, allerdings natürlich nicht ausgeschlossen.


    NinjaFreak

    Kann es vielleicht sein, dass deine Snare einfach zu tief gestimmt ist? Viele weniger erfahrene Drummer stimmen weder Schlagfell noch Reso so richtig hoch, als Konsequenz klingt die Snare nach Doooong und gar nicht knackig (s.o). Nimm deine Snare doch mal mit dem Handy auf und stell ein Audio ein. Damit wäre es leichter, dir Tipps zur Klangoptimierung zu geben.

    Ein Schlauch ins Luftloch einer Tom stecken und rein-pusten

    8 Takte mit dem laufenden Rhythmus weiter machen etwas variieren, dann auf der Snare mit ein paar Vorschlägen, Betonungen, Rudimentes dann 8 Takte über die Toms, 8 Takte leise Rhythmus und dann 8 Takte "Full Power" Double-Bass,Crash-Becken wechselnde Betonungen und wieder in den Rhythmus

    Tempovarianten

    Jungs, lest ihr auch, was dani808 schreibt, oder triggert euch "Solo" irgendwie?

    Eure Vorschläge passen vielleicht in eine Performance auf nem Drumfestival, haben aber mit der Fragestellung nicht viel zu tun

    kurze Soli, je nach Stück 8,12,16 Takte, idR einen Chorus lang

    Songbeispiele die zeigen, um was für Sachen/Stilistik es geht

    Ich bin selbst kein großer Solist, fand das auch immer eher überflüssig ehrlich gesagt. Gerade im Jazz, wo jeder mal darf, kommt man aber nur schwer drum herum, ob als echtes Solo oder 4er/Trading Fours. 4er finde ich zum Üben recht optimal, denn die Länge ist einerseits wirklich kurz und der Stoff geht einem nicht aus. Andererseits gibt es immer 4 Takte mit Melodieinstrumenten, die man aufgreifen und zitieren kann.


    Echte "Konzepte" wüsste ich keine, ich versuche mich beim Solospiel aber von aller bewusster Technik zu lösen und nur die Dinge zu spielen, die ich ohne Nachdenken abfeuern kann, und damit eine kurze Geschichte zu erzählen. Allerdings nie, ohne den Groove bzw. das Feel aus den Augen zu verlieren. Laien und Nicht-Drummer erkennen nicht, ob ich Paradiddles oder ne X gegen Y Verschiebung spiele, ebenso wenig, wie viele Stunden Übung in meinen "Etüden" stecken. Aber sie erkennen, ob sie mitwippen können.


    Das wichtigste ist in meinen Augen dynamische Bandbreite. Wenn du immer nur alles gleich laut spielst, kannst du die komplexesten Sachen spielen, am Ende ist es für die meisten langweilig. Wenn du ein paar wenige/wenig anspruchsvolle Figuren mit viel Dynamik spielst, wie wenn du ne Melodie singst, hören dir selbst die unmusikalischsten Menschen gerne zu.

    Wenn mir grad gar nichts einfällt oder ich nen Knoten in Kopf/Gliedmaßen habe, lasse ich durchaus auch mal einfach die BD durchlaufen oder mach 4 Takte komplett Pause (quasi die extremste Dynamik, nämlich Stille) und grinse dabei frech ins Publikum. Noch nen Abschlag auf die letzte 4 mit nem abgestoppten Splash, und schon erzählt auch die Pause ne Geschichte. Das sind die Momente, bei denen ich am meisten positive Reaktion bekomme, denn damit rechnet kaum wer. Und wenn selbst die Mitmusiker ein Grinsen im Gesicht haben, war's wohl ne gute Idee.


    Am Ende muss man aber wie immer machen, statt sich in Theorien zu ergehen, dann wird das mit der Zeit schon.

    unfassbar viele, nervige Obertöne

    ...sind u.U. völlig normal. Manche Snares klingen von Haus aus trockener, andere "lebendiger".


    Was sich für welchen Drummer "noch" gut anfühlt und was "schon" zu viel ist, ist dabei seeeehr unterschiedlich. Es gibt aber gute Nachrichten: es ist überhaupt keine Schande, seiner Snare zusätzliche Dämpfung zu spendieren, sei es punktgenau mit Moongels o.ä., oder aber brachial mit Dämpfungsringen.


    Diese beiden Varianten sind auf jeden Fall auch gut geeignet, um sich ans richtige Maß heranzutasten. Ich hatte mal ne Force 3000 unter den Sticks und fand das Powerstroke 3 nicht schlecht. Ob der Ring, also die Obertöne, den ich an Snares gerne hab, dir schon viel zu viel wäre, musst du selbst herausfinden. Das HD Dry mag ich als Snarefell ebenfalls gerne, aber all diese Spezialfelle dämpfen ne Snare im Prinzip nicht anders als jedes Moongel, nämlich über zusätzliche Masse, nur schimpft die Musikerpolizei nicht.


    Dämpfungsringe und vor allem Moongels sind dafür flexibler, und man kann den Sound schnell auf wechselnde Bedingungen anpassen.


    Allerdings mache ich immer wieder die Erfahrung, dass nicht jede Trommel mit jedem Fell harmoniert bzw meinen Geschmack trifft. Das Amba X hatte ich nur einmal auf den Toms eines meiner Sets, und da konnten sie mich auch nicht überzeugen.

    Ich schlag mich mal auf die andere Seite, indem ich zugebe: das Frontfell muss parallel zur Vorderkante des Risers/Teppichs, alles andere sieht kagge aus. Ich achte (primär aus optischen Gründen) meist darauf, dass die Bassdrum in Richtung Bühnenmitte Vorderkante schaut. Je weiter seitlich das Set steht, umso mehr verändert sich der Winkel der Bassdrum. Seitlich stehen mag ich im Grunde ganz gerne, wenn dadurch mehr Kontakt zu den Mitmusikern stattfindet. "Klassisch" hinten mittig birgt halt immer ein gewisses Risiko, dass du isoliert wirst, was bei eingespielten Bands kein Problem darstellt, aber für Aushilfsjobs schon mal dazu führt, dass der Drummer hinter einem vergessen wird, wenn es eigentlich auf klare Cues ankäme.


    Auf dem Bild hängt die Ecke des Teppichs vorne über den Riser. Das würde ich persönlich unbedingt vermeiden, auch wenn es die praktische Lösung ist.

    +1

    aber sowas von ;)

    Die weniger schönen Kunstoffspannreifen der Bassdrum werden durch schwarze Metallspannreifen getauscht.

    Darf man fragen, weshalb du Metall gewählt hast? Holz wäre ja auch schon zur damaligen Zeit der mehr oder minder Standard gewesen, sähe imho besser aus und ist bei der Montage von FuMa oder Cowbell-Halterung meiner Erfahrung nach weniger zickig als profilierte Metallreifen.

    Curt Cress ist ein bekannter deutscher Schlagzeuger und Musiker, der für seine Arbeit mit zahlreichen Künstlern und Bands vor allem in den 1970er und 1980er Jahren bekannt ist.

    Wow, daran merke ich, wie alt ich schon bin. In meiner Jugendzeit hätte man keinem Drummer erklären müssen, wer Curt Cress ist. Wohl damals einer, wenn nicht DER bekannteste deutsche Drummer. Seine LP "Avanti" (damals echt was neues) steht immer noch in meinem Plattenschrank.

    Dann würde ich in deiner Situation wohl voller Optimismus und Ungeduld die Teile bestellen, und zwar in der Erwartung, dass Sonor aus wirtschaftlichen Erwägungen beides aus dem gleichen Rohmaterial fertigt, statt ohne ersichtlichen Grund Abweichungen im Millimeterbereich zu planen, die für unterschiedliche Serien dann eben unterschiedliche Rohlinge zur Folge hätten. Beim heutigen Kostendruck dürfte so ziemlich jede Firma jeder Branche darauf achten, durch Standardisierung der Bauteile Einsparungen zu erreichen.

    Aber klar, Sicherheit gibt dir meine Einschätzung jetzt auch nicht ;)

    Drum Bee

    Oh Gott, hab ich alles falsch gemacht in meiner Jugend? 😉

    Hierbei sind Transkriptionen sehr hilfreich

    Das hat doch gar niemand bestritten. Nur ist es imho nicht der Königsweg. Wer als Anfänger glaubt, es gäbe nichts besseres zum Lernen neuer Songs als (oft schlampige) Transkriptionen, liegt halt etwas daneben. All das, was du ausführt, lernt man nämlich noch besser, indem man anderen Drummern zuhört und auf die Finger schaut, statt nur Noten nachzuspielen.


    Ehrlicherweise habe ich noch nie einfach so nen Song durch Transkriptionen zu lernen versucht, sondern von Anfang an mit Unterstützung meiner Lehrer Stücke selbst erarbeitet. Ebenso mit Gitarre und Bass. Daher kenne ich nur diese Herangehensweise aus eigener Erfahrung.


    Was ich aber tagtäglich merke, sind die unbestreitbaren Vorteile, schnell die wesentlichen Punkte neuer Songs erfassen zu können, auf die es ankommt.


    Es geht mir nicht darum, never ever Transkriptionen zu verwenden, sondern die eigene Analyse inkl. Gehörtraining nicht zu kurz kommen zu lassen, weil ich das letztendlich für wesentlich wichtiger und für Musiker essentiell erachte.