Ein Schlauch ins Luftloch einer Tom stecken und rein-pusten
8 Takte mit dem laufenden Rhythmus weiter machen etwas variieren, dann auf der Snare mit ein paar Vorschlägen, Betonungen, Rudimentes dann 8 Takte über die Toms, 8 Takte leise Rhythmus und dann 8 Takte "Full Power" Double-Bass,Crash-Becken wechselnde Betonungen und wieder in den Rhythmus
Jungs, lest ihr auch, was dani808 schreibt, oder triggert euch "Solo" irgendwie?
Eure Vorschläge passen vielleicht in eine Performance auf nem Drumfestival, haben aber mit der Fragestellung nicht viel zu tun
kurze Soli, je nach Stück 8,12,16 Takte, idR einen Chorus lang
Songbeispiele die zeigen, um was für Sachen/Stilistik es geht
Ich bin selbst kein großer Solist, fand das auch immer eher überflüssig ehrlich gesagt. Gerade im Jazz, wo jeder mal darf, kommt man aber nur schwer drum herum, ob als echtes Solo oder 4er/Trading Fours. 4er finde ich zum Üben recht optimal, denn die Länge ist einerseits wirklich kurz und der Stoff geht einem nicht aus. Andererseits gibt es immer 4 Takte mit Melodieinstrumenten, die man aufgreifen und zitieren kann.
Echte "Konzepte" wüsste ich keine, ich versuche mich beim Solospiel aber von aller bewusster Technik zu lösen und nur die Dinge zu spielen, die ich ohne Nachdenken abfeuern kann, und damit eine kurze Geschichte zu erzählen. Allerdings nie, ohne den Groove bzw. das Feel aus den Augen zu verlieren. Laien und Nicht-Drummer erkennen nicht, ob ich Paradiddles oder ne X gegen Y Verschiebung spiele, ebenso wenig, wie viele Stunden Übung in meinen "Etüden" stecken. Aber sie erkennen, ob sie mitwippen können.
Das wichtigste ist in meinen Augen dynamische Bandbreite. Wenn du immer nur alles gleich laut spielst, kannst du die komplexesten Sachen spielen, am Ende ist es für die meisten langweilig. Wenn du ein paar wenige/wenig anspruchsvolle Figuren mit viel Dynamik spielst, wie wenn du ne Melodie singst, hören dir selbst die unmusikalischsten Menschen gerne zu.
Wenn mir grad gar nichts einfällt oder ich nen Knoten in Kopf/Gliedmaßen habe, lasse ich durchaus auch mal einfach die BD durchlaufen oder mach 4 Takte komplett Pause (quasi die extremste Dynamik, nämlich Stille) und grinse dabei frech ins Publikum. Noch nen Abschlag auf die letzte 4 mit nem abgestoppten Splash, und schon erzählt auch die Pause ne Geschichte. Das sind die Momente, bei denen ich am meisten positive Reaktion bekomme, denn damit rechnet kaum wer. Und wenn selbst die Mitmusiker ein Grinsen im Gesicht haben, war's wohl ne gute Idee.
Am Ende muss man aber wie immer machen, statt sich in Theorien zu ergehen, dann wird das mit der Zeit schon.