Beiträge von trommla

    boysmile Hab mir gerade nochmal den DCP-Vergleich der verschiedenen Kesselkonfigurationen des SQ2 angehört. Ja, man hört einen Unterschied, wenn man einen hören will. Beim H2H-Vergleich des ersten Teils stelle ich jedoch fest, dass dieser Unterschied je nach Trommelgröße für mich unterschiedlich wahrzunehmen ist, mal gefällt mir das eine Holz "besser", mal das andere, mal scheint mir der Unterschied ins Reich der Phantasie zu gehören. Würde man mir einen Kesselsatz wild aus allen Konfigurationen zusammenwürfeln, wäre ich mir nicht sicher, ob ich das akustisch überhaupt störend wahrnehmen würde.


    Wobei das Ohr im Gegensatz zur DAW natürlich nicht einpegelt. Dickere Kessel mit mehr Projektion könnten also im Raum lauter wahrgenommen werden.


    Um nochmal auf den Sonntagsfahrer zu kommen, musst du dir halt die Frage stellen, ob du wirklich jedes Detail konfigurieren willst, oder ob ein Jahreswagen mit gehobener Ausstattung (Mercedes sagt glaub ich dazu "Junge Sterne" dazu) nicht auch glücklich macht, ohne aber die Bank zu sprengen. Beide Varianten können Spaß machen ;)


    Jürgen K warst du nicht eher Fan der "guten alten Wertarbeit" aus deutscher Produktion? Wie kommts, dass jetzt offenbar zeitgemäßer Luxus bei dir Einzug hält?

    Wo wir schon bei Oberflächen sind: ich würde ja Sparkle oder ein Folienfinish nehmen. Insbesondere Folien sind ja beinahe unkaputtbar. Jetzt könnt ihr mich steinigen *hihi*

    Hab noch nie Spannreifen mit der Lötlampe bearbeitet, aber schon andere Holzoberflächen abgeflämmt. Die Einwirkzeit der Flamme für einen schönen Effekt war dabei extrem kurz. Daher hätte ich auch beim BD-Reifen wenig Sorge, dass ich den Reifen ruinieren könnte. Teste doch mal an einem normalen Holzbrett und "miss" danach mit den Fingerspitzen die Oberflächentemperatur. Wenn du das Holz gefahrlos berühren kannst, wie ich vermute, ist alles ok und die Wärmewirkung überschaubar und nicht schädigend. Wenn nicht: die Hand wird wieder :evil: :D

    Was mein Video angeht, das das Tempo nach oben geht ist Absicht. Weil bringt ja nichts langsam zu spielen wo es mMn läuft

    Danke für die Erläuterung, dass die Temposteigerung beabsichtigt war, daran bestand aber denke ich kein Zweifel ;)


    Wer in jeder Tempostufe sicher ist, sollte jedoch auch ein Accelerando ohne Ruckeln hinbekommen. Bei dir hört man imho schon sehr früh, dass die Abstimmung noch nicht passt, nicht erst bei Maximaltempo. Das wollte ich zum Ausdruck bringen.

    schaue ich doch auch mal verstärkt nach etwas günstigeren, vorrätigen Modellen. Diese sind interessanter Weise häufig aus Ahorn.

    Es hat sich wohl über die vergangenen Jahrzehnte doch das Bild festgesetzt, Ahorn sei DAS Holz für Schlagzeuge überhaupt. Wie so oft, neigen wir wohl dazu, Dinge zu glauben, wenn sie nur oft genug wiederholt werden. 😉


    Mag meine dünnen Ahornkessel jedenfalls sehr gerne und behaupte, damit kann man ebenfalls sehr, sehr glücklich werden.

    11 Jahren mein sq2 für um die 3500 Flocken gekauft. Letztes Jahr für 2800 verkauft

    In dem Zusammenhang wäre interessant, was deine damalige Konfiguration heutzutage kosten würde. Möglicherweise relativiert sich die vermeintliche Wertstabilität etwas, wenn wir heute von einem Neupreis von 5000 oder gar mehr ausgehen müssten.

    Meine Vintage-Series-Trommeln sind deutlich schwerer als die Prolites!! Das macht sich insbesondere

    bei der 22"-Bassdrum durchaus bemerkbar.

    Und ich dachte schon, ich wär ne Memme, weil ich mich manchmal so arg mit meiner Vintage Bassdrum abmühe. :D

    Das ist in der Tat ein ganz schöner Brocken

    da ich ein Buche-Set möchte

    Nur noch der Vollständigkeit halber gefragt, weshalb hast du Buche ins Auge gefasst? Ich habe Buche, Birke, Ahorn, Mahagoni und Kirsche im Fundus (neben Snares aus Stahl, Messing und Alu), kenne also diverse Kesselmaterialien ziemlich gut. Für mich sind Kesselmaterialien erfahrungsgemäß fast völlig nebensächlich, und ich würde nie mehr ein Material zum wichtigsten Kriterium erheben.


    Wenn ich mir 1000+ Euro sparen kann, indem ich ein anderes, ebenso hochwertiges Klangholz bei ansonsten vergleichbarer Qualität wähle, denk ich keine Sekunde darüber nach.


    Oder geht's dir einfach ums einheimische Holz?

    Oder beziehst du dich jetzt einfach auf das etwas dick geratene 3-D-Logo bei den SQ2s?

    Ich meinte einfach das klassische Sonor-Klöppel-Logo im Allgemeinen ...

    Ich dachte, du meinst explizit die dicken 3D-Klöppel. Ansonsten bin ich ganz bei dir, mochte das Sonor-Logo auch immer sehr. Nur eben nicht diese großkotzige Variante am SQ2. Wenn man dann noch die Goldhardware wählt, sind wir wirklich schon dicht am Rapper-Habitus.

    z.B. Prolite

    Das war sogar mein erster Gedanke zum Traumset made in Germany by Sonor. Ist auch ein Mercedes, aber halt keine S-Klasse, sondern ne E-Klasse. ;)

    Über's SQ1 habe ich mehrfach gelesen, dass die Tomaufhängung nicht ganz optimal sei, was für mich in dieser Preiskategorie ein Auschlusskriterium wäre. Ob das noch Stand der Dinge ist, weiß ich jedoch nicht. (Die restlichen genannten Modelle sind ja nur noch gebraucht zu erwerben)

    Hochi genau das mein ich doch. Beim echten Custombauer hast du halt auch echte Beratung und nicht nur ne formale Vielfalt an Wahlmöglichkeiten, die u.U. keiner recht braucht oder einschätzen kann. SQ2 wäre nicht schlechter, wenn man wie bei manch anderen Premium-Serien nur aus tollen Finishes auswählen könnte. Und wer das beste Set sucht, das er sich für Geld leisten kann, würde auch dann sein Traumset finden, wenn er nicht zwischen Holzsorten, Dicke, Lagen, Re-Rings und Schraubentyp wählen müsste. Na ja, zumindest wer Sonor heute noch sexy findet ;)

    ich spiele mit dem Gedanken, mir den Traum vom Traumset zu erfüllen und habe dabei ein Sonor SQ2 mit Buchenkesseln im Kopf.

    Glücklicherweise bin ich schon raus aus dem Alter, wo man sein Geld noch für solche Nebensächlichkeiten wie Traumsets ausgeben will, somit spare ich mir auch die Mühe, in einem Konfigurator über Optionen nachdenken zu müssen, deren Relevanz mir möglicherweise selbst gar nicht recht klar ist. Und wo nach dem Kauf - wohl auf ewig - das Gefühl bleibt, vielleicht doch nicht das Optimum aus allem herausgekitzelt zu haben., weil ich nie den direkten Vergleich hatte.


    Deshalb mal ne blasphemische Frage. Wenn du wirklich "dein" ganz persönliches Traumset kaufen möchtest, weshalb greifst du dann nach Stangenware wie einem SQ2? Schon mal darüber nachgedacht, dir von einem der tollen Custombauern, die es zweifelsohne in Deutschland gibt, wirklich was auf den Leib schneidern zu lassen? Das dürfte preislich nicht unbedingt teurer kommen als ein SQ2, aber du genießt die Vorteile individueller Kundenbetreuung und -beratung sowie die tatsächlich nahezu unendlichen Optionen. Member Bruzzi baut mit seiner Firma Midmill Drums beispielsweise ganz tolle Sets. Und Rheinhessen ist zwar nicht mehr ganz Südwesten, wäre aber noch in Reichweite für nen kleinen Ausflug.


    Ich will dich nicht vom SQ2 abhalten, das sind hochwertige Drums, keine Frage. Aber wirklich Custom geht in meinen Augen deutlich besser, als es Sonor anbietet/anbieten kann. Der Konfigurator kommt mir vor wie ein 3D-Wohnungsplaner von vor 20 Jahren und ist imho eher ein Gimmick als ein Feature mit Mehrwert. Und ob der Preis dann dem Endprodukt angemessen ist, kann man zumindest unterschiedlich empfinden. Ist ein bisschen wie mit DW, der Anstrich von Exklusivität, der beim SQ2 mit nem breiten Pinsel doch recht dick aufgetragen wird, hebt das Produkt qualitativ imho nicht so deutlich vom Wettbewerb ab, wie der Preis vermuten ließe.

    Ich hatte wohl Glück. Der angrenzende Bach war gestern schon über die Ufer getreten, und viel hätte wohl nicht mehr gefehlt, bis unser Keller geflutet worden wäre. Aber dank der fleißigen Feuerwehr ist inzwischen alles abgesichert, und laute Pumpen laufen hinter dem Nachbargrundstück (liegt etwas tiefer) im Dauereinsatz.

    Hoffe wie Chuck Boom, dass keiner unserer DF-Kollegen sein Hab und Gut in den Fluten verliert. Hochi liegt deutlich erhöht, Hebbe zumindest laut Umweltatlas außerhalb der Gefahrenzone, allen anderen drück ich die Daumen.

    den viel zitierten und diskutierten Ausflug Neil Pearts in die Buddy-Rich-Big-Band

    Viel zitiert und diskutiert wußte ich jetzt auch nicht, aber was Neil Peart damals gespielt hat, hat deutlich offenbart, dass selbst Drummer mit Weltruf nicht mal eben so Jazz überzeugend spielen können. Er hat sich natürlich nicht verspielt, und die Time war perfekt, und trotzdem war's halt kein schönes Jazzdrumming.


    Wäre es nicht N.P. gewesen, sondern irgendein Nobody, hätte man ihn wohl gerne darauf hingewiesen, dass das kein Rockkonzert ist, was er da trommelt.

    Aber ich denke schon, dass es nicht ohne Grund schon so lang gängige Praxis ist, das Reso höher zu stimmen und nicht umgekehrt.

    Die umgekehrte Variante ist durchaus auch gängig. Im Jazz beispielsweise, wo gerne auch mal Rudiments auf den Toms gespielt werden und die Drums nicht (nah) mikrofoniert werden, findet man diese Variante gerne mal. Ein höher gestimmtes Schlagfell hat halt bekanntlich mehr Rebound, und unmikrofoniert ist wohl auch die Projektion besser. Von Steve Maxwell gibt's zum Thema die Aufzeichnung eines seiner Stimmworkshops bei YouTube.

    Würde ich ja gerne mal im Vergleich hören. Meine flache "Soundking" ist ja trotz der 3 Rillen seltsamerweise ne Stahlsnare, keine COB. Hab nirgends was zu diesem Modell gefunden, außer dass sich das Baujahr recht genau auf Mitte der 80er festlegen lässt.