Alleine die Stadt München verspricht sich im Gegenzug daraus Einnahmen von über 500 Mio.
Ich denke, genau da liegt, wie auch bei gigantomanischen Sportevents, der eigentliche Grund für diese Entwicklung. Früher waren Rockkonzerte klein, günstig und machten Dreck. Seit Kommunen diese Form der Unterhaltung aus wirtschaftlichen Gründen unterstützen, um selbst daran zu verdienen, stehen auch Tourneeveranstaltern ganz andere Möglichkeiten offen. Anreize kommen vermutlich zur Genüge aus der Politik, und dass es dabei nicht primär ums Wohl der Besucher geht, wissen wir in D spätestens seit der Loveparade 2010.
Wenn uns als Konsumenten diese Exzesse missfallen, hilft es wenig, auf die "gierigen, bösen Veranstalter" zu schimpfen und ansonsten weiterzumachen wie bisher. Da muss man dann einfach auch konsequent bereit sein, zu verzichten und statt zu den Großveranstaltungen mit all ihren Superstars zu den kleinen örtlichen Gelegenheiten zu gehen und trotzdem Spaß zu haben. Kleine Festivals sind eh am aussterben, die können Unterstützung brauchen.
Ich finde, das trifft übrigens auf so ziemlich alle Lebensbereiche zu. Wir pflegen einen Lebensstil, der imho total übertrieben und in weiten Teilen verzichtbar wäre. Immer das Neueste kaufen oder in die entlegensten und exklusivsten Länder reisen, ist gleichzeitig Ursache und Folge dieses Irrsinns. Die Marktwirtschaft verbrennt sich selbst ![]()