Beiträge von trommla

    Ein Skyntone für die Snare (Soundking COB)

    Das passt auf jeden Fall. Hast du ne 5 oder 6,5? Meine 6,5 mit Skyntone nehme ich häufig für Jazz, auch wenn Puristen der Meinung sein mögen, dass man Jazz mit flachen Snares spielen muss. Funktioniert prima, auch mit Besen, und leichte "timbaleartige" Rim Shots klingen schöner als auf jeder meiner anderen Snares.

    Was ich auf jeden Fall mitnehme, ist, dass ich wohl mehr Spielraum bei der Wahl habe als ich dachte und mir nicht so sehr ins Hemd machen muss, aus Angst das falsche Fell zu kaufen.

    Die Sorge ist wirklich unbegründet. Selbst aus lieblos in der Ecke stehenden Staubfängern mit Uraltfellen hab ich schon vorzeigbaren Sound geholt, auch schon auf die Schnelle im Studio. Man muss sich halt an Stimmschrauben UND ans Innenleben (Kissen, Handtücher, Schaumstoff) ran trauen, dann wird das schon. Manche Bassdrums und manche Sounds brauchen mehr Innereien, andere kommen ganz ohne aus, das muss man eben rausfinden.

    Ich kenne viele Leute, die sagen "hat man, oder hat man nicht"

    Glaube ich weniger, hat schon auch viel mit dem Machen zu tun. Meine ersten Ausflüge ins Jazzlager waren aus heutiger Sicht gefühlt ne Katastrophe, und ich würde schon sagen, ich habe den Stil - wie auch andere Stile, die ich spiele - lernen müssen. Und wohl inzwischen auch ganz gut gelernt, wenn man dem Feedback Dritter glauben mag. Allerdings heißt "Lernen" in dem Fall vor allem auch viel "Hören", denn Verständnis entsteht nicht primär intrinsisch, da bin ich mir ziemlich sicher.

    Und ich glaube dir auch, dass du spieltechnisch sehr fit bist.

    +1

    Meist Du so ein Mikro? Das ist klasse für Gesang mit 30er / 40er Jahre klang. Wollte ich schon immer mal ausprobieren.

    Sieht eher wie ein Sprechermikrofon der damaligen Zeit aus. Taugt das auch für Gesang, hast du du Erfahrung?


    Ansonsten, coole Nummer, ich bin nur noch nicht ganz dahinter gestiegen, ob Archie Ancora @ His Motorboats

    tatsächlich aus mehreren Musikern besteht, oder ob das nur "Me, Myself and I" sind, wo du alles selbst einspielst. Find nämlich sowohl Gitarre als auch Bass richtig cool, und ganz ohne Unterstützung anderer Musiker wär mein Respekt vor deinen Projekten noch mal ne Ecke gewachsen, als er eh schon ist.

    Ich habe z.B. nie wirklich Swings oder Shuffles geübt, aber dennoch halte ich sowas ausdauernd und "flott" durch (das ist nicht arrogant gemeint sondern eine Observation).

    Sorry, aber das IST arrogant bzw. eher grandiose Selbstüberschätzung. Wenn du gemäß deiner Signatur denkst, es käme beim Trommeln nur auf Speed an, und wenn du obendrein glaubst, jeder Metaller könne dank "hervorragender" Technik Jazz und Shuffle (wahrscheinlich auch alle anderen Stile) mühelos bedienen, hast du weite Teile des Musikuniversums noch nicht begriffen. Du bist glaube ich noch recht jung, da gehört diese Haltung irgendwie dazu, man nannte das früher mal Sturm und Drang.


    Aber sei versichert, du wärst schon eine gewaltige Ausnahmeerscheinung, wenn du in ner Jazzband spielen müsstest und dort sofort überzeugen würdest. Diese Stile gut rüberzubringen, dauert Jahre, weil es eben NICHT primär auf Ausdauer und Schnelligkeit ankommt, sondern auf Musikverständnis. Und das lässt sich leider nicht zum Metronom üben ;)


    Larkis du siehst, schon der Begriff "schnelles" Spiel wird hier sehr unterschiedlich gesehen. Um noch mal auf dein Video einzugehen: ich finde, für die kurze Zeit spielst du doch schon ganz ordentlich, und du gehörst sicher nicht zu denen, denen man besser ein anderes Instrument nahelegen würde ;)


    Was dir aber noch weitgehend zu fehlen scheint, ist ein Gefühl für präzises Spiel und Bewegungsabläufe, denn du steigerst im Video die Geschwindigkeit schon ab dem 2. Takt, und man kann sofort hören, wie du zu schwimmen anfängst. Schon an dieser Stelle solltest du eigentlich auf die Bremse treten und erkennen, dass in dieser langsamen Geschwindigkeit die ersten Felsbrocken aus dem Weg zu räumen sind, ehe du weiter auf den Berg steigen kannst.

    Dass du bei 120 bpm stagnierst, ist eine Folge deiner Unsicherheiten schon bei 80 bpm!!! Und 40 bpm Differenz sind ne Menge Tempoabstufungen, die man noch mit Click üben könnte/sollte.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, sucht dani808 eine Fellkombi für das fertig restaurierte Superstar und kauft eh neue Felle. Nur welche?

    Diplomat als BD-Schlagfell, dafür würde mir der Mut fehlen. Selbst meine 18er wird von Zeit zu Zeit etwas härter getreten und muss nicht nur leichtem Jazz standhalten, nicht dass mir plötzlich das Fell um die Ohren fliegt.


    Ansonsten läuft es wohl auf einen "Konflikt" raus, Experimentierfreude gegen Pragmatismus. Da helfen keine Erfahrungsberichte, fürchte ich. Wenn du deinen Sound kennst und damit zufrieden bist, nimm ein PS3 wahlweise coated white, smooth white oder Fiberskyn. Wobei das dritte ja vielleicht auch schon klangliches Neuland wäre auf der Schlagseite.


    Wenn du mal was ganz anderes willst, dann sei ergebnisoffen, nimm ne für dich neue Kombi und probier einfach drauflos. Intuitiv ist dein Wunschsound ausreichend "middle of the road", dass du ihn mit so ziemlich jeder Fellkombi hinbekämst.


    Um mal noch nen Blick über den Tellerrand zu wagen, wenn ich ein Set für deinen EInsatzzweck zu befellen hätte, würde ich vermutlich entweder mal die Aquarian American Vintage testen, vielleicht Skyntone (zumindest auf Toms und Snare, für die BD sind mir die wieder zu dünn), oder aber wirklich Naturfelle, wenn Geld keine Rolex spielt.

    Für solche Drummer ist In the End, was für andere Live is Life ist.

    ... und dann kacken sie bei Take Five (01:23) komplett ab :D SCNR

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    Ich bin da doch etwas anderer Meinung.

    Glaub ich noch nicht mal. Mit neuen Stilen entstehen neue Techniken, und wer diese Stile lernen will, muss sich wohl auch mit diesen Techniken beschäftigen, da geh ich absolut mit.


    Aber wie m_tree schon schrub, der TS übt Toto und ähnliches, und er struggelt nicht etwa bei Tempi jenseits der 200 bpm, sondern weit darunter. Und dazu brauchts keine neueren Techniken, sondern Fleiß bei den Basics.


    Wer Technik um der Technik willen übt, hat vielleicht trotzdem Spaß an diesen Dingen, das ist legitim.

    Ich persönlich übe, um Musik zu machen, die mir gefällt, und beschäftige mich nur mit dem, was ich dafür brauche. Und so lange der TS klassische Rocksongs spielen will, würde ich ihm das auch erst mal empfehlen. Es sei denn, er hat so viel Freizeit, dass ihm permanent langweilig ist 8o

    Wanja Gröger

    Beim beim Topspeed sieht man bei ihm auch, dass das Handgelenk sich nicht mehr bewegt. Damit hättest du sogar recht, aber an diesem Punkt performt Wanja merklich über seiner Komfortzone

    Herrje, was soll an so nem Geschepper denn geil sein??? Für mich ein One Trick Pony at its best und gähnend einfallslos.

    Aber darum geht's hier ja nicht, dient ja nur zur Veranschaulichung, wo man Finger Control einsetzen kann.

    @Trommelfellaz

    Du haust dem TS gerade eins nach dem anderen die ganzen "Spezialtechniken" um die Ohren, die man gemäß Youtube angeblich so können muss. Ich spiel ja schon ne ganze Weile, 40+ Jahre, und ich hab den ganzen Quatsch noch nie gebraucht, obwohl ich fürs Tagesgeschäft ausreichend schnell sein dürfte. Allerdings blaste ich nicht, und das ist gut so 😉


    Ich stelle mal die These in den Raum, wer nicht gerade Zirkusartist wie Siberiano werden will, sondern einfach mit "normalem" Rockdrumming zufrieden ist, braucht Zeug wie Finger Control, Push-Pull oder Thumb Control (heißt das so?) einfach nicht und darf auch weiterhin die Sticks schwingen wie weiland Moeller oder gar Gladstone, die alten Recken.


    Damit sind Singles bis an die 200 bpm gut spielbar, wenn's nicht grad nen ganzen Song lang sein muss. Für die allermeisten Belange also ausreichend und für sich schon übeintensiv genug.

    Ich finde zwar, dass es ein pragmatischer Ansatz ist, auf bewährtes zu setzen, doch möchte mich dadurch auch nicht limitieren. Die Welt ist weiter als mein Horizont.

    Auf jeden Fall die richtige Einstellung. Ich kann dir in diesem konkreten Fall aus eigener Erfahrung bestätigen, dass mein PS3 Smooth White auf meiner 18er für Jazz und andere Stile hervorragend funktioniert und deiner Klangvorstellung nahe kommt, und du dich nicht limitieren würdest. Neue Erfahrungen machst du aber natürlich damit nicht ;)

    Was die Becken angeht, hatte ich mir überlegt erstmal Zultan Rock Beat oder Masterwork Troy anzuschaffen.

    Oder ich warte bis ich Zildjian A-Custom gebraucht finde.

    Beides imho ne gute Wahl mit Langzeitspielspaß und ausreichend Auswahl.

    A-Customs bieten auf lange Sicht den Vorteil einer breiteren Modellpalette, ein normaler Hobbyist dürfte mit den "Billigheimern" aber gut versorgt sein.


    Das Hardwarepaket, welches Thomann gerade mit dem Decade Maple anbietet, kostet knapp über 400€.

    Ich würde allerdings überlegen, mir statt dieses HW-Sets ein Set ohne Bassdrum-Pedal zu kaufen und ein gutes Pedal extra anzuschaffen. Gerade beim BD-Pedal gehen die Geschmäcker ja recht auseinander.


    Edit: mir fällt gerade im Anzeigentext auf, dass dort die abgebildete Snare nicht genannt wird. Die Rede ist nur von 2 Hängetoms, 2 Standtoms und 1 Bassdrum. Solltest du zumindest hinterfragen, ehe du dich ins Auto setzt.

    schnelleres spielen kommt aus dem Handgelenk (der Unterarm steht so gut wie still) & sehr schnelles spielen, kommt nur noch aus den Fingern.

    Wenn der TS diesem Rat folgt, sehe ich ihn schon in ein paar Monaten mit Schmerzen hier wieder Rat suchen ;)

    Was du beschreibst, trifft nur auf die so genannte Finger Control Technik zu, die man z.B. für Blast Beats braucht, um wirklich in die Extreme zu kommen. Für die derzeitigen Limitierungen des TS jedoch imho völlig unerheblich, da geht es erst mal um flüssigere Bewegungsabläufe aller relevanten Muskelgruppen.


    Im Verlauf deines Posts bin ich dann aber bei dir, ohne diese Wrist-Motion wird es schwer, schnell und ohne Anstrengung zu spielen. Dave Weckls erstes Video, damals noch auf Videoband, zeigte das sehr gut. Hab's leider bei YT nicht finden können, sonst hätte ich es verlinkt.


    Die Einstellung der FuMa wurde ja schon angesprochen. Ich würde folgende Dinge probieren:

    - Beaterschaft ganz ausziehen (Beater braucht das Fell nicht mittig treffen!)

    - Beaterwinkel auf ca. 45° einstellen

    - Bassdrumfüße etwas weiter ausziehen, damit sich das Schlagfell dir etwas entgegenneigt

    - Federspannung so lose wie möglich, ohne dass du die Kontolle übers Pedal verlierst

    - falls am Beaterschaft ein Gewicht ist, dieses mal nach oben verschieben, um mehr Masse am Kopf zu haben


    Auch die Fellspannung könnte ein Grund sein, wenn der Fuß nicht spielt, wie er soll. Mir kommt das Schlagfell sehr hoch vor, was den Rebound erhöht und sich möglicherweise für deinen Fuß zu "schnell" anfühlt. Eine gleichmäßige Fußbewegung könnte dadurch erschwert werden.

    Irgendwie bin ich jetzt noch unentschlossener welches Fell ich kaufen möchte.

    Ich glaube, am besten wählt man einfach irgendeinen Startpunkt, statt lange hin- und her zu überlegen. Ich würde das Fell nehmen, mit dem ich die meiste Erfahrung habe, das ist das PS3 in unterschiedlichen Varianten. Ich weiß, damit bin ich bislang immer gut klargekommen, und ich konnte die Sounds erreichen, die mir vorschwebten.


    Wenn dir diese "Referenz" fehlt, wäre mein Startpunkt ein Amba Coated. Es würde mir vermutlich zu offen klingen, aber dämpfen kann man auf diverse Arten, und mit etwas rumprobieren lässt sich sicher ein guter Sound finden.

    Nach deinen Beispielen zu urteilen, spricht imho nichts gegen ein vorgedämpftes Schlagfell. Auf meiner 18er BD nutze ich aktuell schon ne Weile ein PS3 in Smooth White plus Falam Slam. Sieht etwas "klassischer" aus als ein normales PS3, da es homogen weiß ist. Und wie schon gesagt lässt sich der Dämpfungsring beschneiden, falls der Grad der Dämpfung zu hoch ist. Ich meine sogar, auf der Resoseite ist auch ein vorgedämpftes mit 4" Loch, kommt klanglich jedenfalls wunderbar an deine Soundbeispiele hin. Zusätzliche Dämpfung hab ich keine in der Bass Drum. Tief gestimmtes Schlagfell für den Attack, etwas höheres Reso für den Ton. Ein Fiberskyn als Reso könnte ich mir dazu auch gut vorstellen.


    Apropos Beater, man kann nen Lambswool-Beater nehmen, aber auch ein normaler Filzbeater tut's hervorragend, wenn man sowas drüberstülpt:

    s-l500.jpg (500×497)

    Kostet dabei nur nen Bruchteil eines Lammfellbeaters, und du kannst nach Gusto schnell hin- und herwechseln.

    Da machst du nix falsch. Denk aber dran, dass du noch Becken brauchst. Um als Drummer gut zu klingen, sind Becken ungleich wichtiger als Trommeln, denn die lassen sich nicht stimmen oder neu befellen. Wieviel Geld du in Trommeln investiert, würde ich vom Gesamtbudget abhängig machen und dabei mindestens 400 bis 500 Euro für Blech einplanen.

    Sie ist dazu da den selbstständigen Künstlern das Leben etwas zu erleichtern.

    Sie ist dazu da, dafür zu sorgen, dass auch (oft etwas "lebensunpraktische") Künstler in die Sozialsysteme einzahlen, statt irgendwann völlig verarmt der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen. Ich sehe da historisch nicht unbedingt nur altruistische Motivation.

    Im Moment ist es aus Sicht der Sozialversicherungspflicht nur deshalb ein Spezialfall, weil Betroffene es behaupten. Das Gesetzt sieht es anscheinend derzeit anders. 😉

    Allerdings wäre ich natürlich schwer dafür, es mit gesetzlicher Grundlage ganz offiziell zum Spezialfall zu machen. Der "Verlust" für Vater Staat wäre bei durchschnittlichen Musiklehrereinkünften wohl ziemlich überschaubar.

    Nur, ob das juristisch überhaupt zulässig wäre, fände ich spannend.

    Das Problem liegt an dieser "neuen" Regelung hier

    Und genau hier liegt der Hund begraben, die Regeln sind nämlich nicht neu, werden nur jetzt auch (endlich?) mal auf Musikschulen angewandt.


    Wer in anderen Branchen weisungsgebunden in die organisatorischen Abläufe eingebunden ist, damit aber nur einen geringen Teil seines Lebensunterhaltes hinzuverdient, geht einer sog. geringfügigen Beschäftigung nach, eben einem "Minijob", natürlich mit festem Arbeitsvertrag. Der Arbeitgeber zahlt dabei einen Pauschbetrag in KV und RV ein, "umgeht" also nicht mal eben jegliche sozialen Sicherungssysteme, weil es für alle Beteiligten "günstiger" ist.


    Allerdings wird man nicht so einfach in eine Scheinselbstständigkeit kommen, wenn man auf Honorarbasis an mehreren Musikschulen arbeitet, zusätzlich in einer oder mehreren Bands (offiziell!) Geld verdient und noch privat unterrichtet.

    So hat das lange Zeit funktioniert, allerdings scheint mir hier gerade ein Paradigmenwechsel stattzufinden. Man ist wohl zunehmend der Ansicht, dass alleine die Aufteilung des Einkommens auf mehrere Geschäftsbereiche nicht mehr ausreicht, um in allen Bereichen als Selbstständig zu gelten. Mal überspitzt ausgedrückt, wenn ich freiberuflich gegen Honorar einer Beratertätigkeit nachgehe, muss ich mich im Einzelhandel für nen Nebenjob trotzdem korrekt anstellen lassen, auch wenn ich dort ebenfalls Kunden berate. ;)