Beiträge von trommla

    Bin selbst trotz erster Gehversuche vor Jahren kein DB-Spieler und kenne daher weder typische Beschwerden noch geeignete Gegenmaßnahmen. Trotzdem ein paar Gedanken dazu.


    1.) Posts zu irgendwelchen schlagzeugassoziierten Schmerzen sieht man hier immer wieder. Gemeinsam haben meinem Eindruck nach die Beiträge, dass die TS i.d.R. keinen Schlagzeugunterricht haben oder hatten. Auch bei dir kommt der Begriff "Schlagzeuglehrer" nicht vor, und ich vermute bzw. interpretiere, mit Unterricht hättest du das Problem nicht. Oder aber, du hättest uns davon berichtet, dass trotz des Feedbacks deines Lehrers, deine Technik sei in Ordnung, die Beschwerden bleiben oder gar zunehmen. Aber vielleicht kannst du uns diese Info noch geben, denn ein Lehrer sollte eigentlich immer die erste Anlaufstelle sein, nicht ein Forum oder andere Ferndiagnosen.


    2.)

    habe vor gut einem Jahr auch intensiv mit dem Doublebass-Spiel begonnen

    Du wärst bei weitem nicht der erste, der höchst motiviert und viel zu ungeduldig mit dem Kopf durch die Wand will und viel zu schnell viel zu viel erreichen will. Nur wird oft übersehen, dass unsere Vorbilder meist sehr früh angefangen und dann konsequent und jahrelang geübt haben, bis sie da waren, wo sie uns beeindrucken konnten.


    Wenn ich nach einem Jahr von 32tel lese, frage ich mich, ob du nicht den zweiten, ach was, den fünften Schritt vor dem ersten machen willst. 32tel entsprechen bei 100 bpm 16tel Singles/Doubles bei 200 bpm, dafür habe ich mit den Händen Jahre gebraucht, diese einigermaßen sicher und vor allem sinnvoll in mein Spiel zu integrieren. Als ich ne Zeit lang DB geübt habe, war mir recht schnell klar, dass mich der Aufbau solider Technik mit beiden Füßen noch einmal (mindestens) so lange kosten würde. Diese Zeit schien mir in meinem fortgeschrittenen Alter dann doch an anderer Stelle besser investiert zu sein, daher beendete ich den Ausflug in die DB-Welt irgendwann.


    Ohne dich und dein Spiel je gehört zu haben, vermute ich, dass deine 32-Figuren und -grooves auf versierte Drummer ähnlich wirken wie deine Körpermitte für dich, nämlich schmerzhaft. Diese äußere Beurteilung, den Blick von außen, kann aber eigentlich nur ein Lehrer wirklich fundiert vornehmen. Leider ist es unter uns Drummern weit verbreitet (und für manche vielleicht sogar DER entscheidende Grund für die Wahl des Instruments), dass man glaubt, trommeln könne man im Gegensatz zu anderen Instrumenten ohne Unterricht und Noten lernen.


    Zu glauben, Schlagzeug wäre da irgendwie anders als andere Musikinstrumente, ist aber natürlich völliger Quatsch. Nur haben die meisten Menschen halt im Laufe ihres Lebens eine gewisse Fähigkeit mitbekommen, falsche Töne als unangenehm zu empfinden. Falsche Rhythmen erkennt hingegen zumindest in unserer Kultur kaum jemand ohne intensive Übung. Deshalb legen wir Melodie- und Harmonieinstrumente auch viel schneller wieder beiseite, wenn es nicht klappt, halbwegs gut darauf zu klingen. An Schlagzeug oder Percussion laufen dagegen nicht zu knapp Leute rum, die echt holpern und stolpern, schleppen wie sonst was, jeden Fill vergeigen, und trotzdem in Bands oder Ensembles unterkommen, weil halt niemand so richtig darauf achtet, dass der Rhythmus nicht stimmt.


    Sorry, ich schweife ab, mein Fazit: vergiss alle Esotherik! Locker bleiben, kleinere Brötchen backen und nen guten Lehrer suchen, wäre mein Rat an dieser Stelle.

    Da lobe ich mir doch das Schlagzeug / Percussion. Da ist ein Wechsel in jedes Genre möglich

    Haha, wenn du so etwas schreibst, verkennst du aber, dass ein Metaldrummer nicht automatisch Jazz spielen kann, und umgekehrt. Die Spieltechnik und auch das Musikverständnis unterscheiden sich glaube ich massiv. Hab letztens ein Video eines recht bekannten Youtubers aus dem Metalsektor gesehen, wo er zu Demonstrationszwecken auch den bekannten Take Five-Rhythmus einfließen lässt, das war schon echt arm.


    Ich kenne jedenfalls nicht viele Drummer, deren Fähigkeiten auch nur im Ansatz die instrumentellen Möglichkeiten abdecken. Da kann man ebenso ein neues artverwandtes Instrument lernen, welches besser zu den eigenen Hörgewohnheiten passt.


    Aber zur Ausgangsfrage: ich weiß eigentlich gar nicht, weshalb ich so eine Leidenschaft für Musik habe. Die war einfach seit der Kindheit da, und Musik war in unserer Familie immer um mich. Einerseits war da das Gefühl, mit Musik Emotionen ausdrücken zu können, andererseits auch beim gemeinsamen Musikzieren die Verbindung zu anderen Musikern. Und natürlich genoss man in der Jugend die Aufmerksamkeit, die einem die Mädels entgegenbrachten, wenn man am Lagerfeuer in die Saiten griff. :D

    Punkt eins und zwei sind bis heute die entscheidenden Faktoren, das mit den Mädels hat sich inzwischen aber etwas gelegt...

    Irgendwelche Bohlen aus Hartholz, die noch im Schuppen rumlagen.


    Wenn es ein elektronischer Sound ist, wird es wohl ewig im dunkeln bleiben, weil sich vermutlich niemand jeden Soundeffekt merkt, wenn ein Projekt erst mal abgeschlossen ist. Ich würde ehrlich gesagt keine Zeit auf eine (am Ende möglicherweise ergebnislose) Recherche verwenden, sondern tatsächlich wie ein Gestörter auf alles draufklöppeln, was mir so vor die Flinte kommt. Solche Experimente finde ich weitaus spannender als eine 1:1 Reproduktion, und wirklich sinnstiftend ist der Sound glücklicherweise nicht. Ist ja nicht die Bimmel aus Hells Bells ;) Wenn man am Ende "nur" was ziemlich ähnliches hinbekommt, verliert die Musik nicht an Aussage, will ich damit sagen.

    Angenommen ich gehe da hin und setzt mich ans Set und spiele einfach drauf los,

    dann rechne ich damit, dass recht schnell irgendwer auf dich zugeht und dich bittet, mit dem Lärm aufzuhören. Weder Musiker noch Gäste von Open Stage - Veranstaltungen haben üblicherweise gesteigertes Interesse an Solodarbietungen, zumal solchen von Drummern.


    Wenn du solche Ambitionen hast, dann geh zum Supertalent und hoffe, dass Dieter dich nicht rausbuzzert. Ach ne, den gibt's ja nicht mehr 😉

    Für mich grenzt das gerade beinahe an Kaffeesatzleserei. Ich bilde mir ein, Unterschiede zu hören, wäre aber nicht einmal massiv erstaunt, wenn die Auflösung am Montag lautete "Ätsch, hab euch nur veräppelt, alle Aufnahmen sind mit den selben Mikros entstanden. Für eine exakte Zuordnung fehlt mir allerdings auch die Erfahrung mit den einzelnen Modellen. Bis auf die t-bones hatte ich sie zwar schon öfters am Set, allerdings eher auf Live-Bühnen, wo das Klangerlebnis an mir selbst ja eher vorbei geht.


    Fakt ist, die Wahl des Equipments wird überbewertet, guter Sound entsteht in erster Linie durch den erfahrenen Anwender. Ich kann da nur neidisch werden. Trommeln stimmen sowie das passende Mikro auswählen und in Position bringen, das schaffe ich (gerade noch). Alles, was hinter den Mikros so alles stattfindet, ist mir aber im wesentlichen bisher verborgen geblieben.

    Muß man alles unter einem wirtschaftlichen Aspekt sehen?

    Mir ist es wichtig das beim Transport weder mein Equipment, noch mein Transportfahrzeug leidet.

    Eher die Frage, welche Aspekte unter "wirtschaftliche Betrachtung" fallen ;)


    Ich halte es für unwirtschaftlich, meine Instrumente, auch wenn ich sie nur ein paar mal im Jahr (gegen Gage versteht sich) brauche, irgendeinem Risiko der Beschädigung auszusetzen. Insofern ist mir eine Umverpackung für < 50 Euro allemal die Ausgabe wert. Mein Fuhrpark sieht dadurch auch immer noch hübsch aus, egal wie alt das Zeug teilweise ist. Chimes sind zwar bis auf die Schnüre eigentlich unkaputtbar, aber so ticke eben ich.


    Finde es aber ebenso legitim, eine andere Lösung zu suchen, weil man die Investition für unangemessen und/oder unpraktisch hält. Jeder Jeck ist halt anders.

    Das einzige Manko, was bei mir der Transport im Molton gelegentlich mit sich brachte, war ein Reißen der Aufhängeschnüre, weil ich natürlich nicht so gewissenhaft war wie danyvet, das Packerl auch noch mit Draht zu umwickeln. Beim Auspacken hatte sich dann schon mal ein Schnürchen am Beckenständer verhakt, wenn durch den Transport die Umwicklung etwas verrutscht war. Damals hab ich halt schnell irgend ne Schnur als Ersatz genommen, nach einer Restauration meiner uralten Chimes (+/- 40 Jahre) wurden aber sämtliche Schnüre gegen frische Sicherheitsschnüre aus dem Textilhandel (du weißt schon, die mit denen Preisschilder in Knopflöchern oder Gürtelschlaufen befestigt werden) getauscht. Von denen habe ich immer Ersatz in der Tasche dabei. Seitdem ist mir dank des guten Rundumschutzes der Meinl-Tasche aber nichts mehr gerissen.


    Für die paar Auftritte im Jahr ist eine eigene Tasche nicht ganz wirtschaftlich

    Da hast du natürlich nicht ganz unrecht. Allerdings kaufe ich mir im Grunde für alles, was gelegentlich mit zum Job geht, eine passende Tasche, denn mein Instrumentenlager im Keller ist inzwischen so vollgestopft, dass ich auch das Einlagern im schützenden Täschchen bevorzuge. Möchte ja nicht jedes mal ne zentimeterdicke Staubschicht runterwedeln müssen, ehe das Zeug auf der Bühne glänzt.

    Wenn ich dann was davon brauche, muss ich nur an die richtige Stelle im Regal greifen und hab sofort das passende Instrument reisefertig in der Hand.

    Nur die ganze Kleinpercussion (Shaker, Maracas, Claves etc.) wohnt gemeinsam im Percussioncase, in dem auch der Ablagetisch Platz findet. Das darf dann beim Schlepper meinetwegen auch ein wenig rappeln ;)

    Der Vorteil der Meinlbag sind die Klettbänder im Inneren, mit denen die Bars fixiert werden, sowie die Unterteilungen. Ohne die Milleniumtasche zu kennen, hat sie auf den Bildern nichts dergleichen, die Chimes würden darin lose rumplumpsen, wie es ihnen gefällt. Nicht ganz optimal, finde ich.

    Früher hab ich die Chimes immer mit nem Stück schwarzem Molton umwickelt und im Hardwarecase transportiert, wenn ich sie denn mal brauchte (was nicht allzu oft der Fall war). Seit einigen Jahren nehme ich sie häufiger mit, auch unabhängig vom Drumset, deshalb gab es irgendwann eine eigene Tasche dafür click

    Allerdings war sie damals noch deutlich günstiger, soweit ich mich erinnere.

    Servus Olli,


    finde deine Aussage "seit einiger Zeit plagt mich das Problem..." ehrlich gesagt merkwürdig. Kannst du den Beginn des Problems, welches deiner Formulierung nach nicht schon immer bestand, auf ein konkretes Ereignis zurückführen? Hast du irgendwas an deiner Ausstattung oder an deinem Spiel verändert? So ein Verschleiß tritt ja nicht eines Tages urplötzlich auf.


    Nicht nur deshalb finde ich die Empfehlung eines konkreten Beatermodells schwierig. Die Tama-Filzbeater kenne ich selbst als sehr angenehm und an der IC wirklich passend. Meine erste Idee ginge daher auch in Richtung Holzbeater desselben Typs. Allerdings empfinde ich den "richtigen" Beater als eine seeeeehr individuelle Frage, die neben der Spielweise noch dazu vom verwendeten Pedal abhängt. Wenn dir der Tama vom Spielgefühl liegt, dann gibt es eigentlich keinen Grund, dass dir jeder Leser sein Lieblingsmodell präsentiert und du am Ende auf Verdacht Zich Euro ausgibst. Und dein Problem betraf wohl in erster Linie die Haltbarkeit der Kombination Beater - Patch. Hierzu wurde anderswo und auch hier schon vieles geschrieben, was die Kombi von Filz und Nylon betrifft. Genau da würde ich ansetzen und zunächst mal für wenig Geld andere Patches testen, wenn du das nicht schon erfolglos hinter dir hast.

    Um einem möglichen Missverständnis vorzubeugen, keiner - zumindest nicht jeder - der "Resofellwechsel-Verweigerer" bestreitet, dass es hörbare Unterschiede zwischen neuen und alten Fellen gibt. Für mich steht das sogar völlig außer Frage. Wenn allerdings der Sound mit alten Resofellen immer noch ausreichend gut ist, um andere Drummer, Mitmusiker und Tontechniker zufriedenzustellen und einen tollen Drumsound abzuliefern, sträubt sich was in mir, 100 (+) Öcken dafür auszugeben, dass der Sound vielleicht "noch" frischer wird, was sich im Gefüge der Musik dann wieder verspielt und im finalen Mix unter "ferner liefen" steht.


    m_tree und nils

    Ich stelle mal die Behauptung auf, gerade Könner wie ihr bekommen mit gut abgehangenen Resos einen Sound aufgenommen, der dem mit nagelneuen Resos in nichts nachsteht.

    Ich glaube ja, dass dieser Fred eigentlich einen Titel tragen müsste wie "Was sind eure kühnsten E-Drumming-Träume, die niemals in Erfüllung gehen werden".


    Die Tatsache, dass seit Jahrzehnten trotz aller vorhandener Technologien (soweit ich euch verstehe) noch keine zufrieden stellende Lösung auf dem Markt ist, interpretiere ich so, dass es schlicht keinen echten Bedarf dafür gibt. 3 unzufriedene Drummer machen halt noch keinen Markt. Der überwiegenden Mehrheit scheint egal zu sein, ob nun E-Drums wirklich in allen Belangen realistisch klingen, also kaufen sie Bekanntes/Bewährtes. Warum sollten Firmen, deren Marktanteile sicher sind, in Projekte investieren, die möglicherweise keinen nennenswerten Absatzzuwachs erzielen?


    Und wenn ich überlege, wie viele Akustiktrommler mit ihren Billigbecken und schlecht gestimmten Trommeln trotzdem mit Freude ihrem Hobby nachgehen, ticken die meisten Elektrotrommler vermutlich mehrheitlich nicht wesentlich anders. Wem das aktuell gebotene nicht reicht, muss halt selbst was entwickeln und hoffen, damit die Drummerwelt retten zu können ;).


    Ich verstehe schon, dass man als begeisterter Elektro-Nerd mit den Möglichkeiten hadert. Marktwirtschaft bedeutet aber eben auch, dass Nachfrage das Angebot bestimmt. Wäre ich der Herr Roland, sähe ich keinen Grund, bei fehlender Nachfrage mein Angebot zu überdenken, auch wenn ich wüsste, was technisch alles machbar wäre.

    Bei meiner Snare bin ich ja tatsächlich den umgekehrten Weg gegangen. Da habe ich mittlerweile ein Emperor Snare Side statt einem Amba Snare Side drauf und dieses ordentlich fest angezogen. Das bringt den dicken Kessel aus Gussstahl so richtig zum knallen.

    Da würde mich interessieren, wie es sich mit dem Dynamikumfang verhält. Kann der Eimer damit nur knallen, oder geht auch dynamisch-gefühlvoll?