Beiträge von trommla

    Allein schon dass Böckchendesign

    Da musst du dich dann aber bei Camco beschweren, DW hat die Rechte am Design nur gekauft ;)


    Ansonsten kann ich dir nur beipflichten, mir ist diese Firma auch ausgesprochen unsympathisch.

    Zufriedene Kunden gibt's trotzdem genügend, und überteuerten Kram an zahlungskräftige Kunden verticken können andere Firmen auch, also was soll's?

    Vielleicht so ein Ding, wo man nicht bemerkt, dass man es braucht, bis man es mal hatte und dann nicht mehr hergeben möchte. So jedenfalls bei mir ;)

    ...und führe mich nicht in Versuchung... 😉


    Gerade habe ich btw beim Thema überteuerte Hihats den DW Lowboy entdeckt. DAS Teil hätte ich gerne, obwohl entsetzlich überteuert. Ich behaupte mal, das wissen die ganz genau, und um den Preis iwie zu rechtfertigen, packense flugs ein Paar grottiger Becken dazu, wahrscheinlich für ein paar Cent aus nem Blech Messing gestanzt.

    Mir ist in der Vergangenheit jedoch des öfteren beim Abbau die Konterschraube runtergefallen, und diese war dann im halbabgebauten Drumset schwer zu finden.

    Wer kennt es nicht, dann über die dunkle Bühne zu kriechen, auf der Suche nach irgendwelchen Schrauben :D


    Bei der Clutch ist mir das aber NIE passiert, denn beim lösen der Schraube drehe ich das Topcymbal ja kopfüber und habe dann eine 30 cm große Auffangschale in der Hand, in der Filz und Schraube sicher landen. Bei allen übrigen Becken bin ich bei dir, da schützen Cymbal Mates definitiv vor Verlust.

    eine Hihat Maschine sollte schon gut gemacht sein - keine Nebengeräusche produzieren, einen schnellen Beckenwechsel ermöglichen

    Sagt mal, wozu brauche ich denn nen schnellen Beckenwechsel bei der Hihat??? Ich spiele ja relativ viel und baue auch ständig auf und ab. Aber das habe ich in Ü40 Jahren noch nicht erlebt, dass ich mir ne "Schnellwechsel-Clutch" herbeigesehnt hätte.


    Meine normalen Tama-Clutches sind jedenfalls so konstruiert, dass die untere Rändelschraube zügig in der Endposition ist. Und um jetzt noch einen draufzusetzen, ich hab seit einigen Jahren sogar 2 Stagemaster-Hihats ohne justierbare Federspannung im Einsatz, und auch das Feature vermisse ich nicht. Ich erinnere mich genau, an allen meinen Maschinen mit Einstellmöglichkeit hab ich zwar mal herumgedreht, um es mal ausprobiert zu haben. Aber das, was mein Hihat-Fuß zu tun bekommt, war noch nie so herausfordernd, dass ich hier was hätte tweaken wollen. Ok, mag sein, dass man es braucht, um seine 17er oder 18er Hihats in Fahrt zu bringen. 14 oder leichte 15er schaffen die Stagemasters aber locker.


    Dass ich gestern Abend an der Left-Foot-Clave gescheitert bin, lag übrigens auch nicht an der falschen Federspannung 😉


    Soweit es mich betrifft, muss eine Hihat also weder besonders teuer noch besonders fancy sein, sondern nur leicht und geräuschlos arbeiten. Meine Stagemasters tun das für 100 Euro absolut zufriedenstellend, haben drehbare Beine und nen Schrägsteller, was will ich im Grunde mehr!?


    Edit: ach ja, ein wenig war ich zunächst selbst überrascht, dass mir die "unverzichtbare" einstellbare Federspannung so gar nicht fehlt, schließlich wurde und wird einem ja immer gesagt, das sei ein wesentliches Merkmal guter Maschinen.

    Ich meinte tatsächlich eher die Feld- Wald- und Wiesendrummer in englischsprachigen Schlagzeugforen, nicht die arrivierten Größen. Aber klar, Paiste klingt ja überall auf der Welt gut, warum sollten das nicht auch Amis wissen ;)


    Mir scheint nur, dort hat Paiste nicht den Nimbus wie unter vielen deutschsprachigen Drummern, sondern ist halt eine unter mehreren Optionen zu Zildjian und Sabian.

    Mir scheint, dass Sabian in den 90er/2000ern sehr hoch im Kurs waren aber seither ziemlich abgestürzt sind

    Ich kenne keine Zahlen dazu, empfinde das in D aber ähnlich. Weltweit sieht es glaube ich anders aus, zumindest wenn man mal in internationalen Drumforen liest, gibt es nach wie vor etliche Sabian-Spieler. In Amerika scheint mir Sabian neben Zildjian nach wie vor ne große Nummer zu sein, wohingegen man Paiste und Meinl eher wenig liest. Vielleicht spielen doch regionale Bezüge eine Rolle bei der Präferenz?


    Bei Sabian geht es mir allerdings wie ähnlich wie bei Sonor, dass mir ansprechende Neuentwicklungen völlig fehlen. Ob das die vorgestellten Serien und Modelle an sich oder das vor einigen Jahren geänderte Logo betrifft, das packt mich einfach nicht. Neue Modelle gehen komplett an mir vorbei, eher schaue ich mal nach alten Teilen aus den 80ern, die ein ziemliches Schattendasein fristen.

    Ich habe es wohl selbst auch nie als Hype wahrgenommen. Wie viele andere ältere Drummer kannte ich von Meinl in jungen Jahren vor allem Billigblech, das man als seriöser Drummer nicht unter den Sticks haben wollte. Daher war ich natürlich phasenweise neugierig geworden, als Meinl auch gute Becken anbot. Das passte nicht sofort in mein Weltbild.


    Dass Meinl-Becken sogar richtig gutes (und teures) Zeug auf dem Markt hatte und meiner Wahrnehmung nach dabei vielleicht sogar Vorreiter bei der Gestaltung roh belassener Beckenoberflächen und den damit möglichen Sounds war, könnte tatsächlich zu einem gewissen Hype geführt haben.


    Ich selbst habe aus Selbstschutz nie diese Leidenschaft entwickelt, ständig auf der Suche nach neuen Becken zu sein. Da ich schon ein paar Becken habe und felsenfest davon überzeugt bin, auf anderen Becken auch nicht besser zu klingen, kenne ich den Markt im Grunde gar nicht und interessiere mich für keinen der gängigen Hersteller nennenswert. Falls es also wirklich nen Hype gab, war ich zumindest nicht daran beteiligt.

    Bist du auf die Größe fixiert? Persönlich finde ich ein 14" Crash ja eher verzichtbar, das ist mehr ein Splash als ein Crash, aber beides nicht richtig. Zwischen 16" und 18" passt noch das 17" Crash aus deiner Serie, das würde ich mal testen.

    Wenn du tatsächlich ein 14er möchtest, kannst du glaube ich recht vieles mit den vorhandenen Becken kombinieren, für mich klingen die nach dem Soundfiles nicht so extravagant, dass nicht auch andere eher dünne Becken passen könnten.

    Wobei ich Floyd in den 90ern schon auch ne geile Show fand, hängt halt immer von den Erwartungen ab. Ich erinnere mich in den 80ern an Dire Straits Love Over Gold Tour, da kostete die Karte glaube ich um die 20 Mark in der Olympiahalle, und mir hat eigentlich die Lightshow nur mit PAR-Kannen und Verfolgern auch schon tierisch Spaß gemacht. Klar, gegenüber heutigen Standards ist das ziemlich rustikal, aber mir würden solche Dimensionen nach wie vor reichen, um auch beim Eventcharakter nicht zu kurz zu kommen. Zum Glück gibts ja überall genug Bier... 8) ;)

    Die jedoch beim Spielen enorm

    viel ausmachen, sei es soundtechnisch, haptisch, optisch, ergonomisch, was auch immer.

    Wohl war, zumindest manche Unterschiede. Hab mal ein Bigband-Konzert aus logistischen Gründen auf dem Set des Altsaxofonisten gespielt, der nebenbei auch Schlagzeug spielte. Leider war er Fan furztrockener Sounds und hatte auf seinen Toms schwarze Evans Hydraulic. Hab mich beim Spielen komplett unwohl gefühlt, sobald ich auf die Toms ging.

    Kesselgrößen sind mir eher wumpe, wenn die Felle nicht zu tot sind. Zur Not muss man halt ein bisschen an fremden Sets rumdrehen und sich schon mal ne gute Ausrede für den Eigentümer überlegen :D

    Ich denke, in dem Moment, wo Künstler nicht mehr an normalen Veranstaltungsstätten mit vorhandener Bühne auftreten und stattdessen Sportstätten anmieten müssen, um genügend Publikum Platz zu bieten, geht die Kostenkurve nach oben. Eine große Sporthalle oder gar ein Stadion anzumieten, kostet unvorstellbare Summen. Ich meine mich zu erinnern, dass in meiner aktiven Zeit in den 90ern die Münchner Olympiahalle bei ca 50.000 DM pro Tag lag. Man kann sich vorstellen, dass diese Summe sich in den letzten 30 Jahren vervielfacht hat.


    Die Bühne muss für so große Acts natürlich komplett mitgebracht werden, wofür alleine schon ein paar Sattelschlepper nötig sind, und da hängt noch kein Lautsprecher und kein Scheinwerfer. Trotzdem waren vor 30 Jahren selbst die größten Shows wie Pink Floyd noch nicht so exorbitant teuer wie heute, obwohl die damals verfügbaren technischen Mittel ausgenutzt wurden. Ich kann mir also vorstellen, dass auch heute tolle Konzerte zu vertretbaren Preisen möglich wären, wenn es diese Gigantomanie nicht gäbe. Aber wieviele Menschen kämen heutzutage noch zu den Konzerten, wenn nicht jedesmal die Dimensionen ein Stück weiter verschoben würden?


    Meiner Einschätzung nach lebt die breite Masse heute nicht mehr in dem Wohlstand, um sich "einfach so" nen Konzertbesuch leisten zu können. Wenn man's doch tut, dann nur, wenn man Superlative erwarten darf. Die eher kulturaffinen Besucher reichen, um kleinere Venues mit vielleicht ein paar Tausend Plätzen zu füllen, und die leisten sich 40 oder 50 Euro dann gerne mehrmals im Jahr.

    dass ich versuche, meine Toms so tief wie nur irgendwie möglich zu stimmen, also vor Faltenwurf und dann noch ein bisschen höher.

    Ich frage mich gerade, ob das am Ende vielleicht das Problem ist. Wie schon gesagt, mag ich 10" Toms gerne, bin aber noch nie ein Fan so ultratiefer Stimmungen gewesen. Vielleicht brauchen 10er zur Entfaltung ihres Potenzials einfach mehr Ton, also höhere Stimmung. Wie du weißt, bin ich ja in relativ vielen Stilistiken unterwegs, zu denen ultratiefes Tuning nicht wirklich passt. Umgekehrt kann man aber, wenn man nicht gerade so schrecklich hohe Bebop-Tunings fährt, vieles trotzdem überzeugend abdecken, wenn es darum geht, knackige Rockfills oder Tomgrooves zu spielen. In mittleren Tunings hat der Tomsound für mich den besten Mix aus Punch und Artikulation und auch ein gutes Spielgefühl, da funktionieren 10er für meinen Geschmack hervorragend.

    Wenn ich mich für Blackberry Smoke bewerben dürfte, würde ich natürlich tiefe Tunings wählen und das 10er daheim lassen ;)

    Hmmm, offenbar gehen dir Kesselmaße nicht am A* vorbei, da dir die Optik wichtig ist.

    okeeokee, hab mich falsch ausgedrückt. Ich würde mir nie bestimmte Kesselgrößen zulegen, die Drummer XY spielt, nur weil mir sein Sound gefällt oder mir irgendwer mal gesagt hat, für bestimmte Musik bräuchte man bestimmte Trommeln. Ich kaufe Trommeln nicht, weil irgendwer sagt, die klingen besser als andere. Ich kaufe sie, weil sie für mein ästhetisches Empfinden besser aussehen als andere. (Natürlich kaufe ich Trommeln, die gut klingen, sonst wär's ja rausgeworfenes Geld).


    Die unbestreitbaren Vorteile ganz kleiner Trommeln kann ich gut nachvollziehen, da ich aber hier im ländlichen Raum sowieso fast ausschließlich auf das Auto angewiesen bin, fällt das bei mir nicht so arg ins Gewicht. Für ganz kleine Bühnen lasse ich für meine Bands und Projekte, wo das gut funktioniert, die Toms eh weg, und nur mit kompakter 22x7 Bassdrum, Snare und ein paar Becken ist mein Footprint ebenfalls recht überschaubar.


    Aber auch bei solchen Fragestellungen geht's ja nicht um optimales Tuning "optimaler" Größen, sondern um logistische Erwägungen.

    12, 13, 16 konnte ich noch nie verstehen, um ehrlich zu sein

    Ich hab z.B. noch nie verstanden, wie man (außerhalb vom Jazztrio) mit 14" als größtes Tom klarkommt.

    Mein Standard-Bühnenset hat die Tomkombi 8-12 - und ich lebe noch

    Nur mal so als Zusammenfassung, ich weiß von euch allen, wie ihr am Set klingt, und zwar jeder in seinem Genre/Setting klasse, obwohl ihr komplett unterschiedliche Vorlieben bei der Kesselzusammenstellung habt. Am Klang der unterschiedlichen Konfigurationen liegt es also eher nicht, mit allem kann man toll musizieren. Schlägt da nicht eher ein optisches (oder andere Sinne betreffendes?) Empfinden durch?


    Ich mag beispielsweise diese Mode überhaupt nicht, möglichst kleine Kessel zu spielen. Klar, praktisch bei Proben wegen des geringen Transportaufwandes, aber auf Bühnen gefällt mir der Look einfach nicht. Bei richtiger Nischenmusik, bei der eh "alles anders" ist, gerade noch ok, wenn aber Jazz, Rock, Pop und Co gespielt werden, will ich ein richtiges Drumset sehen, kein Playmobil.


    Ich bin inzwischen an dem Punkt, dass mir Kesselmaße und -konfigurationen beinahe komplett am Allerwertesten vorbei gehen und ich vor allem danach entscheiden würde, was mir optisch oder intuitiv zusagt. Arbeiten kann ich mit so ziemlich allem, was einem gewissen Qualitätsstandard genügt, das weiß ich mittlerweile. Ich persönlich mag 10" Toms gerne, wenn ich daneben ein 12er stehen habe, alleine ist es mir zu klein, und die Kombi 10/16 wäre definitiv nicht mal meine 2. oder 3. Wahl. Wenn es aber so da stünde, würde ich das 10er eben stimmen, dass es für mich passt, und gut is. Und ich hab zumindest im Geschäft schon auf so ulkig kleinen Safari-Kits gespielt und fand's klasse. Nur kaufen würde ich es nicht, weil s.o.


    Unsere Ansichten bezüglich optimaler Kesselzusammenstellung, gebohrte vs. ungebohrte Bassdrum, gerader frontaler vs.leicht gedrehter Sitzposition, Open Handed vs Cross Handed, das alles versuchen wir immer gerne mit "Fakten" zu begründen und unsere Sicht als vorteilhaft darzustellen. Ich glaube aber mittlerweile, nein ich bin sogar überzeugt davon, dass es am Ende nur drum geht, ob man lieber Pizza oder Frikadellen isst. Wirkliche Gründe dafür gibt es schlicht nicht, wenigstens bei den meisten Menschen, und es spielt auch keine Rolle, da man über Geschmack nicht diskutieren braucht.

    Dürfte bei durchsichtigen Fellen eigentlich kein Problem darstellen, oder?

    Na ja, vielleicht wenn man Giftgas für nen Terroranschlag reinschmuggeln will... :D

    Für deutsche Behörden gilt meist "Vorschrift ist Vorschrift", vernünftiger Ermessensspielraum gilt für andere...