Beiträge von trommla

    m.E. hat Dogmatismus nichts zu suchen bei Soundfragen. Erlaubt ist doch, was gefällt.


    Ich persönlich hasse Klebereste auf meinen Becken. Es wäre wirklich die Ultima Ratio, irgendwas draufzukleben, und auch dann nur, wenn es wirklich für einen Studiotrack unumgänglich ist, ich dabei aber sicher sein kann, dass das Zeug danach gleich wieder runter kommt. Anderseits tragen Moongels o.ä. schon ziemlich dick auf, im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn mir ein Becken klanglich so wenig gefällt bzw. es so wenig zu meiner Spielweise passt, dass ich zu so schweren Geschützen greifen muss, würde ich es vermutlich gar nicht einsetzen oder gleich verkaufen. Zudem hätte ich bei Dauergebrauch etwas Sorge, dass durch das Zusatzgewicht das Becken in eine bestimmte Position gezwungen wird und sich recht schnell Keyholes entwickeln. Habt ihr da Erfahrungen?


    Die Variante von Niles sieht für mich immerhin plausibel aus, um bei Bedarf etwas Feintuning zu betreiben. Trotzdem versuche ich auch eher spielerisch mit dem Beckenklang zu arbeiten, wie Moe Jorello es beschreibt. Insgesamt komme ich bei meinen Becken bislang aber völlig ohne solch "drakonischen" Maßnahmen aus.

    1) wie viele Stücke habt Ihr so durchschnittlich im Repertoire für einen Bühnenauftritt (Seefest, Bikertreff o. Ä.)?

    Meine Kollegas sagten, dass wir so 30 Stücke draufhaben müssten. Das scheint mir doch recht viel, oder lieg ich da falsch?

    Je nach Band sind es idR zwischen 25 und 30 Stücke. Ne Partyband braucht natürlich ein deutlich größeres Repertoire. Ein Set von 45 Minuten hat bei durchschnittlich langen Songs etwa 12 Songs, hinzu kommen ausreichend Zugaben. Mindestens 2 sollten das schon sein, noch 1 bis 2 in Reserve schaden nicht.


    2) da ich ohne Noten spiele: wie markiert Ihr euch die Stellen, wo Breaks oder Ähnliches vorkommen? Bei einer gewissen Anzahl

    an Songs kommt man da schon mal durcheinander, finde ich. Gibt es da eine geeignete Hilfe oder Spickzettel als Alternative?

    Wie sich Musiker ihre Lead Sheets schreiben, ist recht individuell und auch von Band zu Band unterschiedlich. Bei einfachen Songstrukturen reicht es mir völlig, den Grundgroove zu notieren und dann nur den Ablauf mit Verse - Bridge -Chorus und der jeweiligen Anzahl dahinter. Da lassen sich dann auch "Specials" unterbringen z.B. "vor 3. Chorus 2 T. länger", "Stop auf 3" etc.

    Wenn gar nix besonderes im Song passiert und die Band musikalisch klar spielt, kann auch mal z.B. drinstehen "Texas Shuffle, keine Stops, Ende Turnaround"


    3) Da ich den Takt immer vorgeben muss: habt Ihr da auch ein Metronom mit blinkender Anzeige laufen oder mit Ton, oder einfach nach Erfahrung?

    Wenn ich die Nummer im Ohr habe, rufe ich die Hook und das Feeling einfach innerlich ab. Wenn nicht, entweder Handyapp (Metronomerous) oder Tama Rhythm Watch. Wenn ich als Aushilfe spiele, lasse ich auch teilweise andere Bandmitglieder das Einzählen übernehmen.


    4) wie viele Micros sollten am Set sein. Es gibt da ja so Koffer The T-Bone DC 1200; taugt das was oder muss man generell mehr investieren?

    Komplettkoffer finde ich weder gut noch nötig. Ich habe zwar über die Jahre einige Mikros angesammelt, um ggf. auch mal selbst mein Set mikrofonieren zu können, brauche aber meist wenig bis nichts davon. In geschlossenen Räumen reicht häufig ein Mikro in der Bassdrum für den Bumms, und draußen spielt man doch meist Festivals o.ä. mit örtlicher PA. Wenn man als überwiegend komplette Veranstaltungen selbst beschallt und von PA über IEM alles selbst mitbringt, wird die Mikrofonie interessant, aber da würde ich eher die üblichen Verdächtigen nach Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtmarkt suchen. Heute wäre so ein "Minimalstandard", den auch Livetechniker meist fahren, 1x BD, 1x SD, 1x je Tom, 2x Overhead, ggf. 1x Hihat. Woodstock 69 kam mit deutlich weniger aus, ging also damals auch ;)

    Von oben beschriebenen Fesselspielchen sehe ich ab, aber das Kopfhörerkabel gehört natürlich hinter den Rücken. Dann sollte sich nichts verheddern und ungebremstem Spielspaß nichts im Wege stehen. Spiralkabel hat m.E. nur dort noch was verloren, wo es auf authentischen Retrolook ankommt.

    Schönes Teil, aber...


    Ich find's irre, wie seit vielen Jahren mit immer neuen markigen Sprüchen anscheinend immer noch ausreichend Freaks erreicht werden, die jeder Vernunft zum Trotz ihr Geld in solchen (schönen) Unsinn stecken. Hab gerade wieder ein nettes Vergleichsvideo vom DCP gesehen, diesmal Stahlsnares von 200 bis über 1500 Dollar. Die 200$ Supralite war für mich so ziemlich der Matchwinner, und die Snares jenseits der 1000$ fand ich sogar durchwegs klanglich schlechter.


    Wer ne vierstellige Summe für ne Snare ausgibt, kann zumindest den klanglichen Mehrwert nur noch mit alternativen Fakten begründen.

    Sorry, ich hab wohl vorhin etwas ungestüm meine "Verwunderung" kundgetan.

    Fakt ist aber dennoch, dass hier Leute mit teilweise nem halben Jahrhundert Erfahrung versuchen, dich davor zu bewahren, sinnlos Geld zu verbrennen. Glaubst du nicht, wir haben das alle auch schon durch in der einen oder anderen Weise? Es ist mir ehrlich gesagt völlig egal, was du am Ende machst. Wenn dir einige Hundert Euro nichts bedeuten, dann kauf, was immer dir Spaß macht, muss ja nicht meine oder irgendjemandes Zustimmung finden. Nur hast du (s.o.) offensichtlich keine Ahnung von der Materie, und ergebnisoffene Ratsuche könnte dir helfen, Geld zu sparen und Frust zu vermeiden. Over and out.

    Jungs, greift nochmal rein in die Popcorntüte ;)

    Ich weiß wie man eine FuMa einstellen muss, also auf mein eigenes Körpergewicht abgestimmt

    Ok, wozu noch Ratschläge geben. Nachdem ich in mehreren Freds deine Kommentare gelesen habe, weiß ich inzwischen, dass du keine Ahnung von Schlagzeug hast. Es ist keine Schande, Fragen zu stellen, die ein erfahrener Drummer vielleicht nicht stellen würde, unter anderem dazu sind solche Foren ja da. Aber dann sollte man auch halbwegs realistisch einschätzen, wo man selbst steht und nicht so ne Grütze absondern. Kauf, spiel, mach dein Ding, ich bin raus.

    Was du ignorierst ist dass es mir gar nicht um Double-Bass geht, sondern um die Heel-Toe Technik & Ankle-Technik aus dem Fell herausgespielt.

    Was bin ich froh, dass ich von Anfang an Musik machen wollte statt Workouts am Drumset.

    Ganz einfach weil die Startbedienung mit der Demon Drive so unterirdisch schlecht ist (in allen Belangen). Es war ein absoluter Fehlkauf und ich bin froh dass mir überhaupt jemand dafür auch nur einen einzigen Euro gegeben hat.


    Wer auf der Maschine spielen kann, der kann auf allem spielen.

    Auch wenn deine Entscheidung gefallen zu sein scheint, geht mir der o.g. Satz nicht aus dem Kopf.

    Ich vermute mal, du hast auch die Demon Drive aufgrund positiver Bewertungen online gekauft, ohne sie vorher getestet zu haben? Und nun wählst du ohne getestet zu haben wieder irgendein Modell aufgrund irgendwelcher Kriterien (die du uns bislang vorenthalten hast), die dir möglicherweise selbst gar nicht recht klar sind. Wie kannst du dir sicher sein, dass du diesmal aufs richtige Pferd setzt?


    Die Demon Drive mag nicht das richtige Gerät für DEINE Füße sein, aber wäre sie so ein Rohrkrepierer, wie du es beschreibst, wüsste die Drumcommunity wohl davon. Dass du auf so einer hochwertigen Maschine angeblich keine Fortschritte mehr machen kannst, lässt bei mir zumindest den Verdacht aufkommen, dass du eher einen Sündenbock suchst für zu hohe Erwartungen, für die falsche Übestrategie, für fehlende Skills beim korrekten Einstellen des Geräts, was auch immer.


    Gerade bei Doublebass-Ambitionen habe ich schon häufiger erlebt, dass Drummer sich zu sehr auf die erreichten bpm versteifen und zu wenig auf saubere, entspannte Technik auf dem Weg dorthin achten. Wenn's dann an irgendeiner Stelle nicht weiter geht, wird häufig die Pedalerie dafür verantwortlich gemacht, statt einfach mal zu schauen, wie viele andere Drummer scheinbar mühelos das gleiche Pedal zum Glühen bringen.


    Ich weiß nicht, wo genau du wohnst, aber irgendwie sollte sich doch auch mal ein Abstecher in ein gut sortiertes Musikgeschäft einrichten lassen. Bei Preisen von mehreren Hundert Euronen würde ich dafür durchaus ne Fahrstrecke von 2 bis 3 Stunden in Kauf nehmen und dann wirklich exakt das Modell wählen, welches meinen Füßen am meisten schmeichelt.

    Danke für die schönen Eindrücke, auch wenn ich mich (immer noch nicht) an dieses Hochkant-Bildformat gewöhnen kann. :D


    Mir fehlt der Vergleich, aber insgesamt kommen mir die Hallen recht leer vor. Als wenn auch die NAMM vom Ausstellerrückgang betroffen wäre und man ein ähnliches Schicksal erwarten muss wie das der MuMe. Der Hauptunterschied zwischen NAMM und der MuMe vergangener Tage scheint das sonnige kalifornische Wetter zu sein.

    Also, ich finde die Unterschiede zwischen den Cams bei der Eli durchaus deutlich.

    Natürlich, dem widerspreche ich nicht. Aber mehr als jede Cam limitieren mich meine nicht gerade virtuosen Fußfertigkeiten. Ich hatte wirklich noch nie das Gefühl, aufgrund der Pedalkonstruktion an Grenzen zu stoßen, die mir nicht schon längst meine Füße aufgezeigt hätten. Man muss m.E. schon wahnsinnig viel geübt haben, um Grenzen bei der verwendeten Technik finden zu können.

    Ich spiele fast wöchentlich auf ganz unterschiedlichen Pedalen, und das einzige, was mir wirklich den Spaß verderben kann, ist eine deutlich zu fest gespannte Feder. Aber die kann man ja bei allen einstellen. Runde Cam, exzentrische Cam, eckige Cam, who cares? Am meisten begrenzt mich meine eigene Unfähigkeit, und das mit wirklich jeder Maschine. Da sind se alle gleich.


    Wenn ich selbst Geld dafür ausgeben muss, dann such ich mir die aus, die sich spontan unter MEINEM Fuß am besten anfühlt, da können andere sagen, was sie wollen. Warum beschränkt du dich auf diese beiden Modelle? Gerade online bekommst du doch jedes Modell dieser Welt mit Rückgabemöglichkeit.

    Vielleicht hat ja jemand ne Empfehlung für mich... meine bevorzugte Musik- und Spielrichtung ist Rock / Metal!!

    Hehe, ich will dir den Spaß an der Forumssuche nicht gleich vermiesen ;)

    Hier trotzdem schon mal die Pointe: dem Drumset ist es egal, welche Musikrichtung du favorisierst, jedes Set kann bei entsprechender Fellwahl und Stimmung jeden Stil. Zumindest wenn die Konfiguration halbwegs passt. Metal auf nem Bopkit funktioniert sicher auch, wenn keiner hinschaut. Nur gibt's natürlich besseres.

    Insofern ist das kein Argument für oder gegen den Kauf eines neuen Sets.


    Der Rest hängt von so vielen Faktoren ab. Willst du ein Shellset oder ein Komplettpaket mit Snare und Hardware? Kommt nur Neukauf in Frage, oder kann es auch ein Gebrauchtwagen sein? Willst du deine Becken weiterverwenden, oder muss im Budget noch Platz für Bleche bleiben?


    Wenn du nach der Suche konkrete Fragen hast, solltest du dafür vielleicht einen Extrafred aufmachen, da es hier ja ums Performer gehen soll und nicht um Kaufberatung.

    Reso sollte immer hoch gestimmt sein 😉

    Davon hängt ne saubere und feine Teppichansprache ab. Hier scheiden sich die Geister aber, ob bretthart oder nur hoch. Ich gehöre inzwischen zur Fraktion recht hoch, aber nicht zu extrem. Finde den Gesamtsound damit insgesamt runder. Bei der Snare "stimme" ich danach nur noch das Schlagfell. Im Gegensatz zum Tomsound, wo immer beide Felle betrachtet werden müssen.


    Im übrigen wäre ich auch bei 12 oder 13 Zoll Durchmesser, sieht auf dem Video auch danach aus.

    Klar bekommst du zum genannten Budget aktuellere Sets mit Freischwingern und vermutlich dünneren Kesseln, die dann auch anders, "moderner" klingen. Ob das dann besser ist, liegt im Ohr des Betrachters. Dass man nach Jahrzehnten auch mal einfach mal was neues möchte, finde ich nicht nur völlig normal, es ist auch imho gut, um neue Erfahrungen zu machen. Schließlich ist jede Trommel anders.


    "Geheimtipps" gibt es reichlich und ständig, du brauchst hier nur mal nach "Mittelklasse" suchen. Gerade kürzlich hat ein neuer User ein Mapex Meridian gebraucht erworben, nachdem er eine ähnliche Forenbefragung durchgeführt hat und dabei viel Input erhielt. Aber jedes Jahr starten hier gefühlt zehn vergleichbare Freds mit i.d.R. ähnlichen Empfehlungen.

    erschließt sich mir auch nicht, warum für‘s Üben zuhause Stöpsel empfohlen werden.


    Ich finde, beim Üben sollte man lernen, wie das Instrument ungefiltert klingt und man sollte auch leise bis mittlere Lautstärken zu beherrschen

    Vielleicht ist das einfach eins der vielfältigen Symptome heutzutage, sich gegen alles absichern zu wollen, statt auf das zu hören, was früher unter dem Namen "Gesunder Menschenverstand" geläufig war.

    Tomstom

    Überleg doch mal, ob es wirklich so eilt. Das Experiment Sidesnare haben andere auch begonnen, manche dann auch wieder abgeschlossen. Das heißt der Gebrauchtmarkt dürfte voll von Snares sein, die qualitativ nicht unter oder sogar über den verlinkten Snares liegen.


    Das heißt auch, du bekommst für vergleichbares Geld mit ein bisschen mehr Geduld Snares, die das Pimpen schon hinter sich haben, auf dem Gebrauchtmarkt aber trotzdem verramscht werden. Auf die Weise habe ich für jeweils unter 40 Euro zwei Snares erworben, die zwar nicht in der Oberliga spielen, aber durchaus schon auf der Bühne dabei waren und es mit anderen "Durchschnittssnares" jederzeit aufnehmen können. Eine davon ist besagte Piccolo.


    Du bist alt genug, um selbst zu entscheiden, aber evtl nicht erfahren genug, um den Mehrwert der jeweiligen Investition realistisch einzuschätzen. Andererseits willst du ja nicht nur austesten, ob Schlagzeug was für dich ist, sondern wieder aktiv einsteigen. Da würde für mich Qualität eindeutig vor Quantität gehen, daher meine Zurückhaltung bei den beiden Keksdosen.

    Es wurde bereits alles gesagt, aber nicht von jedem. Daher auch noch mein Senf zur Fragestellung.


    1. Wenn es um die klanglich Alternative geht, macht ein Zoll weniger Durchmesser weit mehr Unterschied als ein Zoll weniger Kesseltiefe. Ich habe selbst eine 14x4 Snare, die ich ohne Bauchschmerzen schon als Hauptsnare eingesetzt habe. Und selbst 2 Snares mit identlischen Maßen lassen sich so unterschiedlich stimmen, dass du ein völlig anderes "Klangerlebnis" hast.


    2. Einer 13" oder 12"-Snare hörst du nicht nur - in jeder beliebigen Stimmung - den Unterschied an, du fühlst ihn auch. Ein kleineres Fell hat einfach nen höheren Grundton bzw. benötigt für gleiche Tonhöhe ne andere Fellspannung. Und dadurch bekomme wenigstens ich mehr Inspiration, mit den Sounds zu experimentieren.


    3. Billigsnares mögen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben, sie können imho aber selten mit guten Instrumenten mithalten. Das schlägt sich im Klang allgemein, in der Funktion der Strainer und/oder in der Teppichansprache nieder. Man kann das zwar mit Nachrüsten von Fellen, Teppichen, ggf. Strainer und Spannreifen mildern, meist bleibt der Sound aber trotz aller Bemühungen eher flach oder unausgewogen. Besser ein günstiges Gebrauchtangebot suchen, da kann man insbesondere von weniger angesagten Herstellern durchaus mal nen Schnapper finden.


    Sicher, dass es sich im Video um eine Piccolo handelt? :/ So einen Sound bekommt man mit entsprechender Stimmung und Mikrofonierung auch mit einer 5,5er Snare.

    Bei 00:55 sieht man m.E. ziemlich gut, dass es sich um eine 14x5 oder eher 14x5,5 Schnarre handelt. Also völlig "Middle-of-the-Road" ;)