Beiträge von trommla

    Becken sind schon mal nichts.

    Becken sind völlig ok. Keine Super-Duper-Becken, aber mit den Armonis, die ich bisher unter den Sticks hatte, macht man nichts verkehrt. Verstehe nur nicht, weshalb sich jemand ein teures Jubiläumsset kauft und dann nen günstigen 0815-Beckensatz mit 20 - 16 - 14 dran schraubt.


    Wer sich ein wenig auskennt und so ein Set verkauft, verkauft aber niemals mit einem solchen Wertverlust, irgendwas ist da faul. Verkäufer ist auch erst seit gestern registriert und hat nichts anderes online. Zum eben mal ansehen ist es mir mit 1,5 Stunden noch zu weit weg, aber 20 Minuten würde ich alleine aus Neugier fahren. Schön ist das Set ja.

    Wenn ich 2up 1 down spiele, greife ich tatsächlich eher zu 10 - 12 - 16. Zwischen 10 und 12 hab ich typischerweise etwa ne Quarte, zwischen 12 und 14 ne kleine Terz, zwischen 14 und 16 ne große Terz. Vom 16er ausgehend also an sich nen Dur-Dreiklang mit Grundton und Oktave. Je tiefer die Trommel, umso schwerer ist es natürlich, von einem Ton zu sprechen, ich versuche aber das Gefühl von Terzen zu erwischen.


    10 -12 - 16 ergäbe auf die Gitarre übertragen einen Power Chord, was ziemlich gut funktioniert. Besser als nur Terzabstände finde ich. Dann ist nämlich das 16er schön tief, die beiden anderen aber hoch genug, um sowohl klanglich als auch vom Spielgefühl das zu liefern, was ich brauche. Für wirklich hohe Akzente gäbe es dann noch das 8er im Keller ;)

    Kann es sein, dass wir inzwischen über alles diskutieren, was als Wortbestandteil Tom enthält, ohne auf MoM Jovi 's Gedanken einzugehen? Fehlt nur noch die PhanTOMspeisung.


    Frage an den TS: hast du denn mal verschiedene Stimmungen ausprobiert? Und stimmst du die Toms grundsätzlich alle gemeinsam? Ich fände es glaube ich leichter, so rum dranzugehen und mir schon beim Stimmen vorzustellen, ob man eins weglassen könnte, als ein drittes Tom nachträglich zu ergänzen, wenn 2 Toms schon toll zusammen klingen. (Ich hoffe man versteht, was ich meine).

    Aber ganz ehrlich, wenn ich dann Taylor Swift 3 Stunden auf der Bühne sehe, wie sie selbstgeschriebene Songs in sehr guter Qualität mit toller Show und gutem Support (Paramore sind live geil) abliefert, dann lohnt sich das.

    Na ja, auch das kann man so oder so sehen. Ich hab wohl zu lange in dem Business gearbeitet, als dass ich da noch Feuer und Flamme wäre. Der Künstler ist in diesem Uhrwerk einer professionellen Produktion ebenso ein Zahnrad im perfekt geölten Getriebe und stellt das parat, was er/sie am besten kann. Als Markenbotschafter verdienst du natürlich dabei mehr als der Bühnentechniker, eh klar.


    Selbst wer dabei die Credits für die Songs bekommt, ist am Ende auch wieder nur ein kleiner Teil des Ganzen, denn die fertige Nummer ist ja nur höchst selten vom Künstler arrangiert und instrumentiert, das Sounddesign und der Mix findet vielleicht noch unter dessen Mitwirkung statt (?), vielleicht aber auch nicht. Dann bekommt so ein "Sängerchen" nach Fertigstellung halt als erstes "seinen" neuen Hit präsentiert, und alle klopfen ihm auf die Schulter.


    Ich sehe es so, dass in dieser Gewichtsklasse die Kunst nur noch eine extrem untergeordnete Rolle spielt, die wahren Künstler sind Marketingfachleute, Produktionsmanager und Logistiker. Ich sorge mit meinen astronomischen Eintrittsgeldern letztendlich dafür, dass es sie überhaupt braucht, obwohl ich mir für einen Bruchteil dessen die tolle Musik ebenso und viel unmittelbarer anhören könnte.

    Aber es war wirklich DIE Lösung die Hängetoms zu tauschen weil ich mit der rechten Hand mit den Fills beginnen will und dann nicht wie vorher über Kreuz starten muss

    Versteh ich nicht. Ob ich nun Open oder Cross Handed spiele, ändert doch nichts an der Führhand bei Tomfills, und ebensowenig, wie und wo man ein Fill beginnt?

    Billy Cobham nicht

    Der ist aber auch kein typischer OH-Player, sondern Linkshänder. 😉

    War aber tatsächlich einer der ersten, die mit der Reihenfolge experimentierten. Ich erinnere mich an einen frühen d&p Artikel, in dem er genau dazu befragt wurde.

    Drum Bee

    Das wäre dann schon die nächste Fragestellung, ob jemand bei vorproduzierten E-Drum-Sounds ähnliche Eindrücke hat wie Moritz bei Akustikdrums. 😉


    Ich hab inzwischen nochmal nachgedacht und würde meinen, den beschriebenen Effekt kenne ich nicht. Mein großes Set stimme ich anders und fahre drauf andere Felle als bei meinen kleinen Sets. Das große Set kommt immer mit mindestens 2 Hängetoms zum Einsatz, und die sind so durchgestimmt, dass die ganze Reihe passt. Eins der beiden Standtoms lasse ich vielleicht mal weg und spiele 10 - 12 - 16, und das kleine 8" Tom kommt viel zu selten zum Einsatz.


    Wenn ich nur 1up 1down brauche, bleibt dieses Set aber im Keller, es entsteht also nicht durch Weglassen ein Loch im Klangbild, und es wird bei den "kleinen" kein Tom hinzugefügt.

    Alleine die Stadt München verspricht sich im Gegenzug daraus Einnahmen von über 500 Mio.

    Ich denke, genau da liegt, wie auch bei gigantomanischen Sportevents, der eigentliche Grund für diese Entwicklung. Früher waren Rockkonzerte klein, günstig und machten Dreck. Seit Kommunen diese Form der Unterhaltung aus wirtschaftlichen Gründen unterstützen, um selbst daran zu verdienen, stehen auch Tourneeveranstaltern ganz andere Möglichkeiten offen. Anreize kommen vermutlich zur Genüge aus der Politik, und dass es dabei nicht primär ums Wohl der Besucher geht, wissen wir in D spätestens seit der Loveparade 2010.


    Wenn uns als Konsumenten diese Exzesse missfallen, hilft es wenig, auf die "gierigen, bösen Veranstalter" zu schimpfen und ansonsten weiterzumachen wie bisher. Da muss man dann einfach auch konsequent bereit sein, zu verzichten und statt zu den Großveranstaltungen mit all ihren Superstars zu den kleinen örtlichen Gelegenheiten zu gehen und trotzdem Spaß zu haben. Kleine Festivals sind eh am aussterben, die können Unterstützung brauchen.


    Ich finde, das trifft übrigens auf so ziemlich alle Lebensbereiche zu. Wir pflegen einen Lebensstil, der imho total übertrieben und in weiten Teilen verzichtbar wäre. Immer das Neueste kaufen oder in die entlegensten und exklusivsten Länder reisen, ist gleichzeitig Ursache und Folge dieses Irrsinns. Die Marktwirtschaft verbrennt sich selbst 8)

    Mm, könnte ich gar nicht sagen. Ich spiele bis zu 3 Up 2 Down alles bisweilen, das hängt aber von der zu spielenden Mucke ab. Für Classic Rock dürfen es gerne mal mehr Toms sein, da stört mich dann auch keins, ich spiele eben andere Sachen. Bei Jazz brauch ich nur 1 up 1 down, hab aber auch schon Bigband mit Gadd-Aufbau gespielt. Allerdings reizt mich ein gewisser Minimalismus, und ein komplettes Programm nur auf BD und Snare spielen, schont den Rücken und fördert die Kreativität :D

    Das Wort "Idiot" empfinde ich nach jahrelangem Spam hier da durchaus angebracht.

    Man kann sich's doch auch einfach denken und trotzdem den guten Ton wahren. Wir sind hier ein kunterbuntes Völkchen, jeder mit seiner ganz eigenen Art, und vermutlich schüttelt jeder auch bisweilen mal über jeden den Kopf. Du über mich, ich über dich, kommt vor, gehört dazu, und lässt sich durchaus mit gegenseitigem Respekt lösen, finde ich.


    Abgesehen davon, ich wäre sehr vorsichtig, hier irgendwem Selbstüberschätzung zu attestieren. Wenn überhaupt, stelle ich gelegentlich fest, dass ich mich mal wieder selbst überschätzt habe. Es ist so beeindruckend, was hier viele schon so alles erlebt haben und täglich erleben, und alles das sind Erfahrungen, aus denen man schöpfen kann. Keiner ist besser oder "wissender", nur weil er seine Brötchen mit der Musik verdient.


    martinelli "Erratur" finde ich ne klasse Wortschöpfung. Wenn es das nicht schon gibt, muss es unbedingt in den Duden!!!

    Aber gehören solche Debatten nicht ins Linguistik-Forum?


    Klar, Base Drum, DIE Tom, DAS Hi-Hat, DIE Sphinx, da dreht's mir auch immer den Magen um, aber Sprache und Schreibweise verändern sich, und DIE Sphinx hat es inzwischen neben DER Sphinx (so hieß das nämlich mal, genau wie DER Python) sogar in den Duden geschafft.


    Also einfach locker bleiben und von Begriffen wie Idiot, der im Kontext zumindest eine beleidigende Intention nicht ganz ausschließen lässt, absehen.

    würdet Ihr euch zutrauen, in einem Blindtest eine Ludwig Acrolite (oder Supra) von einer Tama Starphonic Alu eindeutig unterscheiden zu können?

    Ich würde mir zuverlässig zutrauen, in einem Blindtest eine Gitarre von einer Harfe zu unterscheiden ;)

    Man sollte aber immer im Hinterkopf behalten, dass ein Teil des Gesamteindrucks nicht akustisch, sondern haptisch ist. Wenn eine Snare feinfühlig auf mein Spiel reagiert, lässt sich das nicht automatisch in Soundfiles speichern. Was ich an der Supra als besonders wahrnehme, diese besondere "Musikalität", entsteht vielfach erst beim Zusammenspiel mit anderen. Und spätestens da wird es blind ein wenig schwierig (Sorry, Stevie, ich weiß...)

    jammern auf hohem Niveau

    ... oder einfach persönlicher Geschmack. Ich hatte noch nie ne Starphonic länger als ein paar Schläge im Geschäft unter den Sticks. Ich fand sie schon bei der Markteinführung sehr schick, wobei mir die Holzmodelle klanglich immer besser gefielen. Aber du hast recht, ist vielleicht ein bisschen wie bei Yamaha-Gitarren. Du machst damit definitiv nix falsch, aber es fehlt ein wenig die persönliche Note oder der Charakter. Das ist aber mein generelles Problem bei Tama-Trommeln, ich empfinde (beinahe) alles als zweifelsohne hochwertig, aber mir fehlt der Charme einer Ludwig.


    m_tree

    Du hast versehentlich beide Links zur PDP verknüpft, die Sonor wird unterschlagen ;)

    Aber wenn bzw. weil die Supra so schön klingt, ist das für mich (Totschlag-)Kriterium Nr. 1 und mein Herzblatt.

    Hätte jetzt auch von mir kommen können, und wer den Klang einer Supra will, sollte ne Supra kaufen. Es gibt ja viele toll klingende Snares, aber wie ne Supra klingt eben nur ne Supra. Nur sind die Gebrauchtpreise selbst für die verrottetsten Supras noch happig. Vom Neupreis mal ganz zu schweigen. Wenn dann noch ne P85 dazu kommt, bei der man nie weiß, ob oder wie lange sie noch ohne Macken funktioniert, verstehe ich eine gewisse Zurückhaltung.


    Ich habe meine LM402 vor 10 Jahren neu gekauft, die kam aus England noch vor dem Brexit, und das zum Schnäppchenpreis von ~500 Euro, und zwar schon mit P88. Ich meine sogar, den Tipp hier im Forum gelesen zu haben. Aber ich schätze, solche Angebote abzuwarten, lohnt sich aktuell nicht. Ein Kollege hatte für sein Studio irgendwo ne B-Stock gefunden, da musste man schon sehr genau hinsehen, um überhaupt nen Fehler zu finden (irgendwo im Kesselinneren meine ich mich zu erinnern).

    Ich hatte nur keine Lust eine 600€ Snare neu unmittelbar und (bis auf weiteres) ausschließlich für den Live-Einsatz zu kaufen

    Na das finde ich mehr als verständlich, gerade wenn man von der Musik lebt und sich keinen Luxus leisten kann.

    Was für Snares hast du denn gekauft? Hast du es mal mit solchen Stimmsicherungen (ka wie die heißen) versucht? Loctite klingt in meinen Ohren jetzt eher derb und irreversibel, wie wechselt man dann noch seine Felle?

    Wirklich falsch macht man wahrscheinlich klanglich bei keiner der beiden was oder bewegt sich gar in komplett verschiedene klangliche Richtungen

    Ich denke, Klang wird bei den beiden Modellen der am wenigsten relevante Faktor sein. und Niles bestätig das ja auch.


    Die Starphonic-Abhebung finde ich eine der schönsten auf dem Markt, und die abnehmbaren Klauen gefallen mir als Feature bei den Starphonics auch sehr. Ob man so häufig seine Felle wechselt, dass man davon profitiert, ist natürlich höchst individuell.

    Mit den Spannreifen hätte ich ansonsten keine Bauchschmerzen. Meine am meisten gespielten Trommeln (2 Snares und mein Sonor Vintage) haben nach innen umgebördelte Hoops, und das hat mich bislang noch in keiner Situation vor Probleme gestellt.


    Bei mir würde das tatsächlich auf so ne Bauchentscheidung rauslaufen, bei der ich mir sicher wäre, in keinem Fall einen wirklichen Fehler zu machen.